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Boden & Leben - Der Podcast rund um 20 cm, die die Welt ernähren!
Michael Reber
40 episodes
4 weeks ago
In dieser Episode von "Boden und Leben" widme ich mich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: Energie und die Rolle erneuerbarer Energien in Deutschland. Besonders im Fokus steht Biogas, und ich teile meine Erfahrungen aus über einem Jahrzehnt als Betreiber einer Biogasanlage, die ich 2009 errichtet habe. Ich beleuchte die Herausforderungen und Chancen, die mit der hiesigen Energiepolitik einhergehen, insbesondere im Kontext der geopolitischen Veränderungen, die durch den Ukraine-Krieg initiiert wurden. Es ist frustrierend zu sehen, wie Biogas oft ignoriert wird, obwohl es einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Energieversorgung leisten könnte. In der Diskussion über Biogas beschreibe ich, wie unser produziertes Biogas seit 2010 in der Stadt Schwäbisch Hall verwendet wird. Ich erkläre die Produktionskette und die Herausforderungen, die damit verbunden sind, sowie die Bedeutung der Flexibilisierung, die eine Anpassung der Biogasanlagen an die sich verändernden Marktbedingungen erfordert. Dabei beleuchte ich die Notwendigkeit größerer Gasspeicher und die damit verbundenen Genehmigungsprozesse, die oftmals langwierig sind und einen enormen bürokratischen Aufwand mit sich bringen. Ich stelle auch die Entwicklungen in der Energiepolitik in den letzten Jahren in Frage, insbesondere die Geschwindigkeit, mit der große Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel Flüssiggasterminals, genehmigt werden, während unsere Möglichkeiten zur Förderung von Biogas aufgrund bürokratischer Hürden eingeschränkt sind. Mein Appell richtet sich an die Entscheidungsträger und Politiker in Deutschland: Es nützt uns wenig, wenn wir eine ressourcenschonende, dezentrale Energieversorgung durch Biogas nicht vorantreiben können, während immer größere, zentralisierte Projekte schnell und ohne ausreichende Analyse der Folgen umgesetzt werden. Darüber hinaus erörtere ich die Integration von Alternativen wie Biomethan und Batteriespeichern in das bestehende Energiesystem. Obwohl die Technologie bereits vorhanden ist und auf viele bestehende Infrastrukturen zurückgegriffen werden kann, scheitern wir oft an der Bürokratie. Ich kritisiere die mangelnde Unterstützung der Politik für kleinere, dezentrale Erzeuger, die die Energiewende gestalten könnten, und argumentiere, dass wir innovative Lösungen entwickeln müssen, anstatt uns weiterhin auf ineffiziente, zentralisierte Lösungen zu verlassen. In einem Ausblick auf kommende Entwicklungen betone ich die Notwendigkeit, dass unsere Biogasanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht wird, um die Eigenstromnutzung zu optimieren und flexibel auf die Anforderungen des Netzes reagieren zu können. Mein Ziel ist es, den Eigenbedarf durch PV-Anlagen besser abzudecken und eine nachhaltige Investitionsstrategie zu entwickeln, die uns in der Zukunft Unabhängigkeit und Stabilität bieten kann. Zusammenfassend wünsche ich mir von der Politik mehr Verständnis für die Belange von kleinen und mittleren Energieerzeugern und Appelle an das öffentliche Bewusstsein, dass wir gemeinsam die Energiewende vorantreiben müssen, um eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Energieversorgung Deutschlands zu schaffen.
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In dieser Episode von "Boden und Leben" widme ich mich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: Energie und die Rolle erneuerbarer Energien in Deutschland. Besonders im Fokus steht Biogas, und ich teile meine Erfahrungen aus über einem Jahrzehnt als Betreiber einer Biogasanlage, die ich 2009 errichtet habe. Ich beleuchte die Herausforderungen und Chancen, die mit der hiesigen Energiepolitik einhergehen, insbesondere im Kontext der geopolitischen Veränderungen, die durch den Ukraine-Krieg initiiert wurden. Es ist frustrierend zu sehen, wie Biogas oft ignoriert wird, obwohl es einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Energieversorgung leisten könnte. In der Diskussion über Biogas beschreibe ich, wie unser produziertes Biogas seit 2010 in der Stadt Schwäbisch Hall verwendet wird. Ich erkläre die Produktionskette und die Herausforderungen, die damit verbunden sind, sowie die Bedeutung der Flexibilisierung, die eine Anpassung der Biogasanlagen an die sich verändernden Marktbedingungen erfordert. Dabei beleuchte ich die Notwendigkeit größerer Gasspeicher und die damit verbundenen Genehmigungsprozesse, die oftmals langwierig sind und einen enormen bürokratischen Aufwand mit sich bringen. Ich stelle auch die Entwicklungen in der Energiepolitik in den letzten Jahren in Frage, insbesondere die Geschwindigkeit, mit der große Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel Flüssiggasterminals, genehmigt werden, während unsere Möglichkeiten zur Förderung von Biogas aufgrund bürokratischer Hürden eingeschränkt sind. Mein Appell richtet sich an die Entscheidungsträger und Politiker in Deutschland: Es nützt uns wenig, wenn wir eine ressourcenschonende, dezentrale Energieversorgung durch Biogas nicht vorantreiben können, während immer größere, zentralisierte Projekte schnell und ohne ausreichende Analyse der Folgen umgesetzt werden. Darüber hinaus erörtere ich die Integration von Alternativen wie Biomethan und Batteriespeichern in das bestehende Energiesystem. Obwohl die Technologie bereits vorhanden ist und auf viele bestehende Infrastrukturen zurückgegriffen werden kann, scheitern wir oft an der Bürokratie. Ich kritisiere die mangelnde Unterstützung der Politik für kleinere, dezentrale Erzeuger, die die Energiewende gestalten könnten, und argumentiere, dass wir innovative Lösungen entwickeln müssen, anstatt uns weiterhin auf ineffiziente, zentralisierte Lösungen zu verlassen. In einem Ausblick auf kommende Entwicklungen betone ich die Notwendigkeit, dass unsere Biogasanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht wird, um die Eigenstromnutzung zu optimieren und flexibel auf die Anforderungen des Netzes reagieren zu können. Mein Ziel ist es, den Eigenbedarf durch PV-Anlagen besser abzudecken und eine nachhaltige Investitionsstrategie zu entwickeln, die uns in der Zukunft Unabhängigkeit und Stabilität bieten kann. Zusammenfassend wünsche ich mir von der Politik mehr Verständnis für die Belange von kleinen und mittleren Energieerzeugern und Appelle an das öffentliche Bewusstsein, dass wir gemeinsam die Energiewende vorantreiben müssen, um eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Energieversorgung Deutschlands zu schaffen.
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#35 - Neue Gentechnik mit Sophie Kraul und Prof. Dr. Katja Tielbörger
Boden & Leben - Der Podcast rund um 20 cm, die die Welt ernähren!
1 hour 30 minutes 33 seconds
1 year ago
#35 - Neue Gentechnik mit Sophie Kraul und Prof. Dr. Katja Tielbörger
In dieser Episode von "Boden und Leben" haben wir ein eingehendes Gespräch über das kontroverse Thema der neuen Gentechnik geführt. Mit mir im Gespräch waren Frau Prof. Dr. KatjaTielbörger von der Universität Tübingen und Sophie Kraul vom Unteren Berghof aus dem Schwarzwald. Gemeinsam haben wir die Herausforderungen und Chancen der neuen Gentechnik erörtert, insbesondere im Kontext des Klimawandels und der Biodiversitätskrise. Katja, die sich auf Vegetationsökologie spezialisiert hat, brachte wertvolle Einblicke in die wissenschaftlichen Grundlagen der neuen Gentechnik, bekannt unter Begriffen wie CRISPR-Cas. Sie erklärte, wie diese Technologien das Potenzial haben, sehr zielgenaue Veränderungen im Genom von Organismen vorzunehmen, ohne dabei fremdes genetisches Material einzufügen. Diese Technologie könnte theoretisch der Züchtung überlegen sein, da sie gezielte genetische Veränderungen ermöglicht. Nun steht die EU vor der Herausforderung, diese Technologien angemessen zu regulieren, während gleichzeitig Forderungen aus der Landwirtschaft laut werden, die auf Deregulierung drängen. Sophie teilte ihre Perspektiven als Praktikerin aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und verdeutlichte, wie wichtig es ist, die Diskussion um die neue Gentechnik aus bäuerlicher Sicht zu führen. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich der potenziellen Risiken, die diese Technologien für Landwirte und die Umwelt mit sich bringen, und war besorgt über die Intransparenz und den Einfluss der Agrarindustrie auf die Entscheidungsprozesse in der EU. Es wurde deutlich, dass die betroffenen Akteure oft nicht ausreichend in die politischen Diskussionen integriert sind, was zu einem Mangel an repräsentativen Stimmen führt. Wir besprachen die weitreichenden ökologischen und ökonomischen Implikationen der neuen Gentechnik. Während einige argumentierten, dass sie eine Lösung für die zukünftige Nahrungsmittelproduktion bieten könne, äußerten Katja und Sophie erhebliche Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Biodiversität und die landwirtschaftlichen Ökosysteme. Philosophie und Ethik wurden ebenfalls angesprochen, wobei die Frage im Raum stand, ob der Mensch die Natur besser gestalten könne, anstatt sie in ihrer natürlichen Komplexität zu respektieren. Ein zentrales Thema war auch das Vorsorgeprinzip, welches besagt, dass, wenn die Risiken einer Technologie nicht vollständig verstanden sind, diese Technologie mit Vorsicht eingesetzt werden sollte. Wir stellten fest, dass viele der positiven Versprechungen, die mit der neuen Gentechnik verbunden werden, nicht durch ausreichende wissenschaftliche Beweise gestützt sind. Zudem geht es bei vielen ökologischen und landwirtschaftlichen Problemen nicht primär darum, neue Technologien wie Gentechnik einzuführen, sondern darum, bereits vorhandene Lösungen, wie Mischkulturen oder regenerative Landwirtschaft besser zu nutzen und zu fördern. Abschließend konnten wir erörtern, dass die Herausforderungen, mit denen die Landwirtschaft heute konfrontiert ist, nicht mit der Einführung neuer Gentechniken gelöst werden können. Vielmehr sollten wir darauf abzielen, ein tieferes Verständnis für die natürlichen Ökosysteme zu entwickeln und bestehende, bewährte Praktiken zu fördern, um eine nachhaltige Landwirtschaft für zukünftige Generationen zu sichern.
Boden & Leben - Der Podcast rund um 20 cm, die die Welt ernähren!
In dieser Episode von "Boden und Leben" widme ich mich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: Energie und die Rolle erneuerbarer Energien in Deutschland. Besonders im Fokus steht Biogas, und ich teile meine Erfahrungen aus über einem Jahrzehnt als Betreiber einer Biogasanlage, die ich 2009 errichtet habe. Ich beleuchte die Herausforderungen und Chancen, die mit der hiesigen Energiepolitik einhergehen, insbesondere im Kontext der geopolitischen Veränderungen, die durch den Ukraine-Krieg initiiert wurden. Es ist frustrierend zu sehen, wie Biogas oft ignoriert wird, obwohl es einen wesentlichen Beitrag zur heimischen Energieversorgung leisten könnte. In der Diskussion über Biogas beschreibe ich, wie unser produziertes Biogas seit 2010 in der Stadt Schwäbisch Hall verwendet wird. Ich erkläre die Produktionskette und die Herausforderungen, die damit verbunden sind, sowie die Bedeutung der Flexibilisierung, die eine Anpassung der Biogasanlagen an die sich verändernden Marktbedingungen erfordert. Dabei beleuchte ich die Notwendigkeit größerer Gasspeicher und die damit verbundenen Genehmigungsprozesse, die oftmals langwierig sind und einen enormen bürokratischen Aufwand mit sich bringen. Ich stelle auch die Entwicklungen in der Energiepolitik in den letzten Jahren in Frage, insbesondere die Geschwindigkeit, mit der große Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel Flüssiggasterminals, genehmigt werden, während unsere Möglichkeiten zur Förderung von Biogas aufgrund bürokratischer Hürden eingeschränkt sind. Mein Appell richtet sich an die Entscheidungsträger und Politiker in Deutschland: Es nützt uns wenig, wenn wir eine ressourcenschonende, dezentrale Energieversorgung durch Biogas nicht vorantreiben können, während immer größere, zentralisierte Projekte schnell und ohne ausreichende Analyse der Folgen umgesetzt werden. Darüber hinaus erörtere ich die Integration von Alternativen wie Biomethan und Batteriespeichern in das bestehende Energiesystem. Obwohl die Technologie bereits vorhanden ist und auf viele bestehende Infrastrukturen zurückgegriffen werden kann, scheitern wir oft an der Bürokratie. Ich kritisiere die mangelnde Unterstützung der Politik für kleinere, dezentrale Erzeuger, die die Energiewende gestalten könnten, und argumentiere, dass wir innovative Lösungen entwickeln müssen, anstatt uns weiterhin auf ineffiziente, zentralisierte Lösungen zu verlassen. In einem Ausblick auf kommende Entwicklungen betone ich die Notwendigkeit, dass unsere Biogasanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht wird, um die Eigenstromnutzung zu optimieren und flexibel auf die Anforderungen des Netzes reagieren zu können. Mein Ziel ist es, den Eigenbedarf durch PV-Anlagen besser abzudecken und eine nachhaltige Investitionsstrategie zu entwickeln, die uns in der Zukunft Unabhängigkeit und Stabilität bieten kann. Zusammenfassend wünsche ich mir von der Politik mehr Verständnis für die Belange von kleinen und mittleren Energieerzeugern und Appelle an das öffentliche Bewusstsein, dass wir gemeinsam die Energiewende vorantreiben müssen, um eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Energieversorgung Deutschlands zu schaffen.