
In dieser tiefgehenden Folge sprechen Daniel und Steffi mit Schäferin Michèle von der Schäferei Süßer See (bei Halle) über die harte Realität der Landwirtschaft.
Michèle, die den Betrieb 2021 geerbt hat, gibt ehrliche Einblicke in ihren Alltag:
• Kein Geld für Wolle: Sie erhält seit dem dritten Jahr nichts mehr für die Wolle ihrer knapp 500 Schafe. Die Vermarktung ist aufgrund bürokratischer Hürden (z. B. Einstufung von Wolle als K3-Abfallprodukt) extrem schwierig.
• Der Haupterwerb: Die Schäferei finanziert sich fast ausschließlich über die Landschaftspflege durch Fördergelder.
• Harte Bedingungen: Sie erklärt das komplexe System der EU-Agrarpolitik (GAP) und die finanzielle Unsicherheit, da die Auszahlung der Prämien erst nach erbrachter Leistung erfolgt.
• Zukunftssicherung: Um ein zweites Standbein aufzubauen und unabhängiger von Fördermitteln zu werden, weitet Michèle die Beweidung auf Solarparks aus.
• Von Suffolk zum Coburger Fuchsschaf: Michèle erklärt den Wechsel der Schafrasse, um besser zu den mageren Hangflächen am Süßen See zu passen.
Ein Muss für alle, die wissen wollen, was wirklich hinter den idyllischen Bildern der Schäferei steckt – und wie hart die Arbeit und die Bürokratie den letzten Husten im Agrar-Game (die Schäfer) trifft.
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