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KULTFILME
The St. George Herald
96 episodes
4 days ago
Haie im Wolkenkratzer

A) Wall Street
Amerikanisches Gesellschaftsdrama von 1987
 
 Im New York der 80er erarbeitet sich der aus einfachen Verhältnissen stammende Yuppie und Börsenmakler Bud Fox (Charlie Sheen) ohne das Wissen seines Chefs das Vertrauen von Gordon Gekko (Michael Douglas). Der enigmatische Finanzhai mag den gelehrigen jungen Burschen und überzeugt ihn davon, auch Insidergeschäfte und andere krumme Touren nicht abzulehnen. Fox‘ Familien- und Beziehungsleben verzahnt sich immer mehr mit dem Imperium seines Förderers. Das wird sich als gefährlich erweisen.
 
 In den 80er und 90er Jahren hatte Oliver Stone bei kommerziellen reißerischen Dramen und Thrillern, die dem Publikum das vage Gefühl einer Haltung vermittelten, die Nase in Hollywood so weit vorn wie Gordon Gecko die seine an der Wall Street. Die Filme des Regisseurs haben die Zeit unterschiedlich gut überstanden. Während etwa die Freude über seine Aufarbeitung der Kennedy-Ermordung inzwischen von diversen Faktenchecks vermiest wurde, bietet „Wall Street“ heute eine treffliche Zusammenfassung des ersten Jahrzehnts im entfesselten Neoliberalismus. Keine wertende übrigens. Selbstverständlich gab es inzwischen auch eine Fortsetzung. 
 
B) Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen / How To Succeed In Business Without Really Trying
Broadway-Musical-Verfilmung von 1968

J. Pierpont Finch folgt dem verlockenden Taschenbuch-Ratgeber „Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen“ und steigt tatsächlich binnen Tagen vom Fensterputzer zum Aufsichtsratsvorsitzenden einer großen Firma auf, von der wir nie erfahren, womit sie sich eigentlich beschäftigt. Finch helfen seine Chuzpe, der Zufall und die Zuneigung der Sekretärin Rosemary, die er jedoch beinahe ignoriert. Am liebsten lässt er die Torheit seiner Konkurrenten für sich arbeiten, doch zur Not bringt er sie trickreich zu Fall.

Frank Loessers Bühnenmusical, das dem Film zugrundeliegt, basiert auf einem Roman von Sheperd Mead und erhielt 1962 den Pulitzerpreis. Es ist ein Segen, dass die Broadway-Besetzung sich ungewöhnlicherweise in der Verfilmung erhalten hat. Somit kommen wir auch in den Genuss der Allround-Performance von Robert Morse, dem verblüffendsten Musical-Filmhelden seit James Cagney in „Yankee Doodle Dandy“. Die Choreographie stammt von Bob Fosse.

Nächste Woche: Eine Leiche zum Dessert und Blutsverwandte
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Haie im Wolkenkratzer

A) Wall Street
Amerikanisches Gesellschaftsdrama von 1987
 
 Im New York der 80er erarbeitet sich der aus einfachen Verhältnissen stammende Yuppie und Börsenmakler Bud Fox (Charlie Sheen) ohne das Wissen seines Chefs das Vertrauen von Gordon Gekko (Michael Douglas). Der enigmatische Finanzhai mag den gelehrigen jungen Burschen und überzeugt ihn davon, auch Insidergeschäfte und andere krumme Touren nicht abzulehnen. Fox‘ Familien- und Beziehungsleben verzahnt sich immer mehr mit dem Imperium seines Förderers. Das wird sich als gefährlich erweisen.
 
 In den 80er und 90er Jahren hatte Oliver Stone bei kommerziellen reißerischen Dramen und Thrillern, die dem Publikum das vage Gefühl einer Haltung vermittelten, die Nase in Hollywood so weit vorn wie Gordon Gecko die seine an der Wall Street. Die Filme des Regisseurs haben die Zeit unterschiedlich gut überstanden. Während etwa die Freude über seine Aufarbeitung der Kennedy-Ermordung inzwischen von diversen Faktenchecks vermiest wurde, bietet „Wall Street“ heute eine treffliche Zusammenfassung des ersten Jahrzehnts im entfesselten Neoliberalismus. Keine wertende übrigens. Selbstverständlich gab es inzwischen auch eine Fortsetzung. 
 
B) Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen / How To Succeed In Business Without Really Trying
Broadway-Musical-Verfilmung von 1968

J. Pierpont Finch folgt dem verlockenden Taschenbuch-Ratgeber „Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen“ und steigt tatsächlich binnen Tagen vom Fensterputzer zum Aufsichtsratsvorsitzenden einer großen Firma auf, von der wir nie erfahren, womit sie sich eigentlich beschäftigt. Finch helfen seine Chuzpe, der Zufall und die Zuneigung der Sekretärin Rosemary, die er jedoch beinahe ignoriert. Am liebsten lässt er die Torheit seiner Konkurrenten für sich arbeiten, doch zur Not bringt er sie trickreich zu Fall.

Frank Loessers Bühnenmusical, das dem Film zugrundeliegt, basiert auf einem Roman von Sheperd Mead und erhielt 1962 den Pulitzerpreis. Es ist ein Segen, dass die Broadway-Besetzung sich ungewöhnlicherweise in der Verfilmung erhalten hat. Somit kommen wir auch in den Genuss der Allround-Performance von Robert Morse, dem verblüffendsten Musical-Filmhelden seit James Cagney in „Yankee Doodle Dandy“. Die Choreographie stammt von Bob Fosse.

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Star Trek mit Stahlhelm und andere Gespenstergeschichten
KULTFILME
1 hour 10 minutes 41 seconds
1 month ago
Star Trek mit Stahlhelm und andere Gespenstergeschichten
TV-Special Nr. 4: Spuk aus der Vergangenheit
Gast: Dieter Landuris


A) Schablonen der Gewalt / Patterns Of Force
Eine Folge der Serie „Raumschiff Enterprise“ vom 16.2.1968

Im Orbit von Ekos wird die Enterprise mit einer Atomrakete beschossen, obwohl die Bevölkerung nicht über eine solche Technologie verfügen dürfte. Auf dem Planeten nach dem Rechten sehend, stellen Kirk und Spock fest, dass John Gill, ehemals Lehrer an der Starfleet Academy, unter Drogen gesetzt, ein Regime nach dem Vorbild des Nationalsozialismus errichtet hat. Kirk und Spock schließen sich der Untergrundbewegung des Nachbarplaneten Seon an, um das soziale Experiment zu beenden …

Dies ist die zweite Folge der klassischen „Star Trek“-Serie mit besonderem Ruhm – diesmal ist es ein trauriger. Die Geschichte ist nicht neu, sie variiert die Grundidee von „Epigonen“, der Chicago-Gangster-Folge, hat aber ein solideres Drehbuch als etwa „Spocks Gehirn“. „Die Nazi-Folge“, wie sie gemeinhin genannt wird, wurde dem deutschen Publikum aus einem anderen Grund längstmöglich vorenthalten: wegen der flapsigen Behandlung ihres historischen Themas. Auch als das Privatfernsehen in den 80er Jahren die fehlenden Episoden der ZDF-Erstauswertung nachreichte, fehlte „Patterns Of Force“. Jahrzehntelang kannte das hiesige Publikum nur einen einzigen Satz daraus, den Spock zu Kirk sagt, als beide sich zur Tarnung verkleiden: „Sie geben einen sehr überzeugenden Nazi ab“. Heute nochmals betrachtet, duften die Szenen mit dem Kamerateam ein wenig nach „Inglorious Basterds“.

B) Ferngespräch für Miss Keene / Night Call
Episode aus der letzten Staffel der „Twilight Zone“ von 1964
 
Die invalide, auf dem Land lebende Elva Keene erhält seit einer Gewitternacht immer wieder gruselige Telefonanrufe: eine sieche, klagende Männerstimme, die sich nur schwer artikulieren kann, bittet sie, sich mit ihr zu unterhalten. Die Pflegerin der einsamen alten Lady glaubt an einen technischen Defekt und mahnt zur Gelassenheit. Doch die Anrufe hören nicht auf.
 Tatsächlich löst die Störungsstelle den technischen Teil des Rätsels. Bei einem Besuch des Friedhofs lüftet Miss Keene den übernatürlichen: die Nachrichten kommen von ihrem verblichenen Verlobten. Glücklich, dass ihr der junge Mann nach so vielen Jahren vergeben hat, dass sie ihn mit ihrem Fahrstil ins Grab (und sich selbst in den Rollstuhl) beförderte, kehrt Miss Keene nach Hause zurück, um den nächsten Anruf zu erwarten. Doch sie hat sich verrechnet …
Der geniale Richard Matheson war einer der Stamm-Autoren für die klassische Mystery-Serie „The Twilight Zone“ von Rod Serling. Regie führte hier ausnahmsweise Jacques Tourneur, der die Filmklassiker „Katzenmenschen“ und „Ich folgte einem Zombie“ verantwortet hatte. Unerklärlicherweise zählt diese großartige Parabel zu den vergessenen Episoden der Serie.

Und eine Vorschau auf:
„Deponia And Beyond“ – Ein langes Gespräch mit dem Game-Creator Poki
 
Wenn alles rechtzeitig fertig wird, wird der ST. GEORGE HERALD im Dezember damit beginnen, ein langes Interview mit dem spannendsten Game-Creator Deutschlands zu präsentieren: Jan Müller-Michaelis, heute Jan Baumann, alias Poki Pokinsson, ein bis heute weitgehend unbefragter Künstler. Wir kennen uns von der Arbeit an "Deponia", einem noch immer populären vierteiligen Point-And-Click-Adventure. Aus unserem 16-Stunden-Interview wird eine Serie entstehen, die chronologisch durch Pokis Leben und Werk hindurchflaniert, und über alle von ihm verantworteten Spiele wird zu sprechen sein, nebenbei auch über die Geschichte der Computerspiele in Deutschland, das lineare Erzählen in einem virtuellen Medium, die Arbeit im Tonstudio und vieles mehr.
Was hat das mit uns Kultfilm-Interessierten zu tun?, werden sich und mich jetzt die Kultfilm-Interessierten fragen. Da Poki ein Multimedial inspirierter Künstler ist, gibt es mit dem Thema Film wie mit der Popkultur insgesamt zahlreiche Berührungen. Einmal bekam der Meister es sogar höchstpersönlich mit dem Ensemble einer deutschen Komödie zu tun. In der 9. Folge unserer Reihe wird er von Til Schweigers "1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" berichten - und in einem ersten Ausschnitt in der heutigen Folge unseres Podcasts.

In der nächsten Woche: der Trash-Klassiker "Show Girls" und das intelligente Gegenstück "Blue Jasmine". 
KULTFILME
Haie im Wolkenkratzer

A) Wall Street
Amerikanisches Gesellschaftsdrama von 1987
 
 Im New York der 80er erarbeitet sich der aus einfachen Verhältnissen stammende Yuppie und Börsenmakler Bud Fox (Charlie Sheen) ohne das Wissen seines Chefs das Vertrauen von Gordon Gekko (Michael Douglas). Der enigmatische Finanzhai mag den gelehrigen jungen Burschen und überzeugt ihn davon, auch Insidergeschäfte und andere krumme Touren nicht abzulehnen. Fox‘ Familien- und Beziehungsleben verzahnt sich immer mehr mit dem Imperium seines Förderers. Das wird sich als gefährlich erweisen.
 
 In den 80er und 90er Jahren hatte Oliver Stone bei kommerziellen reißerischen Dramen und Thrillern, die dem Publikum das vage Gefühl einer Haltung vermittelten, die Nase in Hollywood so weit vorn wie Gordon Gecko die seine an der Wall Street. Die Filme des Regisseurs haben die Zeit unterschiedlich gut überstanden. Während etwa die Freude über seine Aufarbeitung der Kennedy-Ermordung inzwischen von diversen Faktenchecks vermiest wurde, bietet „Wall Street“ heute eine treffliche Zusammenfassung des ersten Jahrzehnts im entfesselten Neoliberalismus. Keine wertende übrigens. Selbstverständlich gab es inzwischen auch eine Fortsetzung. 
 
B) Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen / How To Succeed In Business Without Really Trying
Broadway-Musical-Verfilmung von 1968

J. Pierpont Finch folgt dem verlockenden Taschenbuch-Ratgeber „Wie man Erfolg hat, ohne sich besonders anzustrengen“ und steigt tatsächlich binnen Tagen vom Fensterputzer zum Aufsichtsratsvorsitzenden einer großen Firma auf, von der wir nie erfahren, womit sie sich eigentlich beschäftigt. Finch helfen seine Chuzpe, der Zufall und die Zuneigung der Sekretärin Rosemary, die er jedoch beinahe ignoriert. Am liebsten lässt er die Torheit seiner Konkurrenten für sich arbeiten, doch zur Not bringt er sie trickreich zu Fall.

Frank Loessers Bühnenmusical, das dem Film zugrundeliegt, basiert auf einem Roman von Sheperd Mead und erhielt 1962 den Pulitzerpreis. Es ist ein Segen, dass die Broadway-Besetzung sich ungewöhnlicherweise in der Verfilmung erhalten hat. Somit kommen wir auch in den Genuss der Allround-Performance von Robert Morse, dem verblüffendsten Musical-Filmhelden seit James Cagney in „Yankee Doodle Dandy“. Die Choreographie stammt von Bob Fosse.

Nächste Woche: Eine Leiche zum Dessert und Blutsverwandte