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Mama • Baby • Blase
Barbara Walcher, Lydia Grossgasteiger
66 episodes
1 week ago
Körperliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dennoch fragen wir uns immer wieder: Wie viel Nähe ist gesund? Was bedeutet Verwöhnen? Wo beginnt gesunde, wo überfordernde Körpernähe? Spätestens während der Coronapandemie, in der Körperkontakt plötzlich als Gefahr deklariert wurde, wurde deutlich, wie sehr uns Berührung fehlt. Zugleich zeigen zahlreiche Studien auf, inwieweit körperliche Nähe weitreichende Auswirkungen auf unsere soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung hat. Bereits Babys und Kleinkinder senden deutliche Signale, wenn sie Körperkontakt wünschen. Besonders in den ersten Lebensjahren ist dieses Bedürfnis stark ausgeprägt. Mit zunehmendem Alter wird Körpernähe nicht weniger wichtig, aber sie braucht bewusster gestaltete Momente.

Körpernähe ist dann gesund, wenn beide Beteiligten sich dabei wohlfühlen. Wir spüren sehr schnell, wenn Zuwendung nur halbherzig geschieht. Deshalb ist es wichtig, gut auf die eigene Körperwahrnehmung zu hören. Das Bild einer Ampel kann dabei helfen: Sind wir auf Grün? Passt es gerade für uns? Manchmal braucht es eine Phase der Annäherung, bevor echter Körperkontakt möglich ist. Das zeigt sich unter anderem dann, wenn Kinder in einem starken Gefühlsausdruck sind: Wut, Traurigkeit, Anspannung. Manche reagieren auf körperliche Annäherung mit Schlagen, Beißen, Wegdrücken oder „Zwirbeln“ mit den Fingern in die Haut der Bezugsperson. Dahinter steht meist ein Zeichen von innerer Not, die sich über solche Abwehrmechanismen ausdrückt.

Wie können Eltern in solchen Momenten präsent bleiben und gleichzeitig die eigenen körperlichen Grenzen wahren? Schließlich ist Schmerz durch einen Schlag oder Biss real. Die erste Reaktion darauf ist oft Flucht oder Abwehr. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und was, wenn es den Eltern selbst zu viel wird? 

Kinder lernen am Modell Körpergrenzen zu respektieren. Wenn wir uns erlauben, für unsere Bedürfnisse einzustehen, finden wir auch immer wieder neu in eine gemeinsame Balance. Genau das stärkt Bindung.
Mit zunehmendem Alter kann Körpernähe in vielfältiger Form gelebt werden: über Körperpflege, spielerische Momente, Sport oder gemeinsame Aktivitäten. Körperkontakt bleibt ein lebenslanges Bedürfnis, von der Wiege bis zur Bahre. Denn Berührung ist ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation.
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Parenting
Kids & Family,
Society & Culture,
Relationships
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Körperliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dennoch fragen wir uns immer wieder: Wie viel Nähe ist gesund? Was bedeutet Verwöhnen? Wo beginnt gesunde, wo überfordernde Körpernähe? Spätestens während der Coronapandemie, in der Körperkontakt plötzlich als Gefahr deklariert wurde, wurde deutlich, wie sehr uns Berührung fehlt. Zugleich zeigen zahlreiche Studien auf, inwieweit körperliche Nähe weitreichende Auswirkungen auf unsere soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung hat. Bereits Babys und Kleinkinder senden deutliche Signale, wenn sie Körperkontakt wünschen. Besonders in den ersten Lebensjahren ist dieses Bedürfnis stark ausgeprägt. Mit zunehmendem Alter wird Körpernähe nicht weniger wichtig, aber sie braucht bewusster gestaltete Momente.

Körpernähe ist dann gesund, wenn beide Beteiligten sich dabei wohlfühlen. Wir spüren sehr schnell, wenn Zuwendung nur halbherzig geschieht. Deshalb ist es wichtig, gut auf die eigene Körperwahrnehmung zu hören. Das Bild einer Ampel kann dabei helfen: Sind wir auf Grün? Passt es gerade für uns? Manchmal braucht es eine Phase der Annäherung, bevor echter Körperkontakt möglich ist. Das zeigt sich unter anderem dann, wenn Kinder in einem starken Gefühlsausdruck sind: Wut, Traurigkeit, Anspannung. Manche reagieren auf körperliche Annäherung mit Schlagen, Beißen, Wegdrücken oder „Zwirbeln“ mit den Fingern in die Haut der Bezugsperson. Dahinter steht meist ein Zeichen von innerer Not, die sich über solche Abwehrmechanismen ausdrückt.

Wie können Eltern in solchen Momenten präsent bleiben und gleichzeitig die eigenen körperlichen Grenzen wahren? Schließlich ist Schmerz durch einen Schlag oder Biss real. Die erste Reaktion darauf ist oft Flucht oder Abwehr. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und was, wenn es den Eltern selbst zu viel wird? 

Kinder lernen am Modell Körpergrenzen zu respektieren. Wenn wir uns erlauben, für unsere Bedürfnisse einzustehen, finden wir auch immer wieder neu in eine gemeinsame Balance. Genau das stärkt Bindung.
Mit zunehmendem Alter kann Körpernähe in vielfältiger Form gelebt werden: über Körperpflege, spielerische Momente, Sport oder gemeinsame Aktivitäten. Körperkontakt bleibt ein lebenslanges Bedürfnis, von der Wiege bis zur Bahre. Denn Berührung ist ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation.
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Herzhören
Mama • Baby • Blase
21 minutes 25 seconds
2 years ago
Herzhören
MIt dieser Anleitung zum Herzenhören wünschen wir euch FROHE WEIHNACHTEN ... Momente des Seins mit dem, was euch am Herzen liegt.
Mama • Baby • Blase
Körperliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dennoch fragen wir uns immer wieder: Wie viel Nähe ist gesund? Was bedeutet Verwöhnen? Wo beginnt gesunde, wo überfordernde Körpernähe? Spätestens während der Coronapandemie, in der Körperkontakt plötzlich als Gefahr deklariert wurde, wurde deutlich, wie sehr uns Berührung fehlt. Zugleich zeigen zahlreiche Studien auf, inwieweit körperliche Nähe weitreichende Auswirkungen auf unsere soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung hat. Bereits Babys und Kleinkinder senden deutliche Signale, wenn sie Körperkontakt wünschen. Besonders in den ersten Lebensjahren ist dieses Bedürfnis stark ausgeprägt. Mit zunehmendem Alter wird Körpernähe nicht weniger wichtig, aber sie braucht bewusster gestaltete Momente.

Körpernähe ist dann gesund, wenn beide Beteiligten sich dabei wohlfühlen. Wir spüren sehr schnell, wenn Zuwendung nur halbherzig geschieht. Deshalb ist es wichtig, gut auf die eigene Körperwahrnehmung zu hören. Das Bild einer Ampel kann dabei helfen: Sind wir auf Grün? Passt es gerade für uns? Manchmal braucht es eine Phase der Annäherung, bevor echter Körperkontakt möglich ist. Das zeigt sich unter anderem dann, wenn Kinder in einem starken Gefühlsausdruck sind: Wut, Traurigkeit, Anspannung. Manche reagieren auf körperliche Annäherung mit Schlagen, Beißen, Wegdrücken oder „Zwirbeln“ mit den Fingern in die Haut der Bezugsperson. Dahinter steht meist ein Zeichen von innerer Not, die sich über solche Abwehrmechanismen ausdrückt.

Wie können Eltern in solchen Momenten präsent bleiben und gleichzeitig die eigenen körperlichen Grenzen wahren? Schließlich ist Schmerz durch einen Schlag oder Biss real. Die erste Reaktion darauf ist oft Flucht oder Abwehr. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und was, wenn es den Eltern selbst zu viel wird? 

Kinder lernen am Modell Körpergrenzen zu respektieren. Wenn wir uns erlauben, für unsere Bedürfnisse einzustehen, finden wir auch immer wieder neu in eine gemeinsame Balance. Genau das stärkt Bindung.
Mit zunehmendem Alter kann Körpernähe in vielfältiger Form gelebt werden: über Körperpflege, spielerische Momente, Sport oder gemeinsame Aktivitäten. Körperkontakt bleibt ein lebenslanges Bedürfnis, von der Wiege bis zur Bahre. Denn Berührung ist ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation.