Kolonialismus und Monogamie: Timmy erklärt, wie koloniale Macht Sexualität und Geschlecht normierte – und warum diese Narrative bis heute fortwirken.
In diesem Interview mit Timmy schauen wir auf Monogamie im historischen Kontext. Sonja und Timmy beleuchten, wie koloniale Ideologien Geschlecht, Sexualität und Beziehungsideale formten – und wie daraus bis heute wirkmächtige Normen und Stereotype entstehen. Es geht nicht um klassische Beziehungstipps, sondern um fundierte, theoretische Einordnung mit vielen Anknüpfungspunkten für eigene Reflexion.
⚠️ Hinweis:
Diese Folge streift sensible Inhalte wie Rassismus, koloniale Gewalt und sexualisierte Kontrolle im historischen Kontext. Bitte pass gut auf dich auf beim Hören.
📌 Themen dieser Folge:
- Einordnung: Warum Kolonialismus für Beziehungsformen relevant ist
- Timmys Hintergrund: Theorie statt Empirie – und warum das wichtig ist
- Wie Wissenschaft sozialisiert ist: Vorannahmen, Perspektiven, Marginalisierung
- Welche Monogamie ist gemeint? Verbindung zu strikter Zweigeschlechtlichkeit und Rollenbildern
- „Zivilisation“ als koloniales Argument: Impulskontrolle, Geschlechternormen, Moral
- Rassifizierung von Sexualität: Hypersexualisierung vs. Asexualisierung als Herrschaftspraxis
- Praktiken in Kolonien: Bordelle, medizinische Kontrolle, Entzug sexueller Autonomie
- Gegenwart: Fortleben kolonialer Narrative (Stereotype, White Saviorism)
- Widersprüche: Romantik, Leistungsdenken und bürgerliche Sexualmoral
- Strafen und Disziplin: Moral als politisches Werkzeug in den Kolonien
- Resümee: Monogamie als Teil eines Legitimationsapparats kolonialer Ausbeutung
- Ausblick: Weiterlesen, Quellen nutzen, Perspektiven vertiefen
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Monogamie ist historisch-kulturell geformt – keine naturgegebene Konstante.
- Die bürgerliche Monogamie koppelt Beziehungsideale mit Zweigeschlechtlichkeit und Impulskontrolle.
- Koloniale Herrschaft nutzte Sexualität und Geschlecht zur Legitimation von Entmenschlichung und Ausbeutung.
- Konkrete Praktiken (Bordelle, Kontrollen) zeigen, wie sexualpolitische Ordnung durchgesetzt wurde.
- Koloniale Narrative wirken bis heute in Stereotypen und politischer Rhetorik fort.
- Wissenschaft ist nie neutral: Interpretationen sind sozialisiert und kontextgebunden.
- Kritik zielt auf historische Normen – nicht auf individuelle Entscheidungsfreiheit zur Monogamie.
- Weiterführende Literatur (u. a. von Frauen) hilft, die Zusammenhänge zu verstehen.
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Credits:
Die Musik wurde für uns von NeoKorTechs zusammen gemischt und zur Verfügung gestellt (insta: @neokortechs, Homepage:
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