Der Schriftsteller László Krasznahorkai In seinen Romanen und Erzählungen durchstößt der 1954 geborene László Krasznahorkai die feine Membran der Zivilisation und macht das Alltägliche zu einer Frage von Leben und Tod: so in seinem Debüt «Satanstango», dessen Verfilmung 1994 auf der Berlinale seine internationale Premiere hatte, so auch in seinem zuletzt übersetzten Roman "Herscht 07769", der im Milieu ostdeutscher Neonazis spielt. In einer mäandernden, Raum und Zeit überspannenden Prosa zeigt sich das Bild eines Autors, der schutzlos der Brutalität des irdischen Daseins ausgesetzt scheint. Begegnungen in Berlin und Budapest mit einem rastlosen Solitär der Gegenwartsliteratur. László Krasznahorkai wird in diesen Tagen mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Von Thomas David Redaktion: Joachim Dicks Produktion: WDR 2023
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Der Schriftsteller László Krasznahorkai In seinen Romanen und Erzählungen durchstößt der 1954 geborene László Krasznahorkai die feine Membran der Zivilisation und macht das Alltägliche zu einer Frage von Leben und Tod: so in seinem Debüt «Satanstango», dessen Verfilmung 1994 auf der Berlinale seine internationale Premiere hatte, so auch in seinem zuletzt übersetzten Roman "Herscht 07769", der im Milieu ostdeutscher Neonazis spielt. In einer mäandernden, Raum und Zeit überspannenden Prosa zeigt sich das Bild eines Autors, der schutzlos der Brutalität des irdischen Daseins ausgesetzt scheint. Begegnungen in Berlin und Budapest mit einem rastlosen Solitär der Gegenwartsliteratur. László Krasznahorkai wird in diesen Tagen mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Von Thomas David Redaktion: Joachim Dicks Produktion: WDR 2023
Ein Gastmahl "Er schrieb das Leben, aber wenn er lebte, verschrieb er sich." Veza Canetti wusste, wovon sie sprach. Sie war die erste Frau von Elias Canetti. Er selbst inszenierte sich scharfsinnig, begabt, schöpferisch, einzigartig. Wie sehr er seinem eigenen Bild tatsächlich entsprechen konnte oder wie oft er sich "verschrieb", hing nicht zuletzt von seinen Liebesbeziehungen ab. Sie richteten ihn auf oder rissen ihn zu Boden. Hier melden sich die Frauen zu Wort. In einem sind sie sich einig: Mit Canetti war es eine endlose Quälerei. Aber ganz ohne ihn war die Welt ohne Sinn. Veza Canetti, Friedl Benedikt, Marie-Louise von Motesiczky, Iris Murdoch und Hera Canetti bekommen Stimmen, Gesichter und Körper. Sie erzählen und streiten, sie lesen aus Tagebüchern und Briefen, auch aus unveröffentlichten Texten von Canetti. Sie zeigen das Licht und die Schatten in ihren Leben, mit und ohne den Mann, der ihre große Liebe war. In einem sind die Frauen sich einig: Mit Canetti war es eine endlose Quälerei. Aber ganz ohne ihn war die Welt ohne Sinn. Von Ina Strelow Redaktion: Joachim Dicks Produktion: NDR 2014
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Der Schriftsteller László Krasznahorkai In seinen Romanen und Erzählungen durchstößt der 1954 geborene László Krasznahorkai die feine Membran der Zivilisation und macht das Alltägliche zu einer Frage von Leben und Tod: so in seinem Debüt «Satanstango», dessen Verfilmung 1994 auf der Berlinale seine internationale Premiere hatte, so auch in seinem zuletzt übersetzten Roman "Herscht 07769", der im Milieu ostdeutscher Neonazis spielt. In einer mäandernden, Raum und Zeit überspannenden Prosa zeigt sich das Bild eines Autors, der schutzlos der Brutalität des irdischen Daseins ausgesetzt scheint. Begegnungen in Berlin und Budapest mit einem rastlosen Solitär der Gegenwartsliteratur. László Krasznahorkai wird in diesen Tagen mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Von Thomas David Redaktion: Joachim Dicks Produktion: WDR 2023