Musik wirkt auf viele Areale im Gehirn. Studien zeigen: Selbst bei der Wundheilung kann Musik als Medikament genutzt werden. Dass Musik entspannend und stresslösend wirken kann, ist lange bekannt. Aber warum ist das eigentlich so, was passiert dabei im Gehirn? Und wie groß können gesundheitsfördernde Effekte tatsächlich sein? Diesen Fragen ist Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein nachgegangen - mit verblüffenden Ergebnissen: Weil Musik so viele verschiedene Hirnareale anspricht, kann sie die Wundheilung befördern und Menschen mit Sprachverlust wieder zum Sprechen bringen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet Lena von ihrem Besuch im niedersächsischen Heidekreisklinikum, wo Musiktherapie schon präventiv eingesetzt wird. Sie hat mit einem Neurologen, Krankenhausärzten, Musikwissenschaftlern und einem Experimentalphysiker gesprochen und die therapeutischen Effekte von Musik in harter Datenwährung recherchiert. Und sie erklärt, warum manchen Menschen Death Metal oder Roy Black mehr helfen kann als Mozart. HINTERGRUNDINFORMATIONEN De Witte M, Bradt J, Aithal S et al. The Effects of Arts-Based Interventions in the Treatment and Management of Non-Communicable Diseases: An Umbrella Review and Meta-Analyses, 27 February 2025, PREPRINT (Version 1) available at Research Square [https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-5961850/v1] Zakaria Eletreby M, El-Sayed Abd-El-Fattah M, Sabry Ali Al-Dawy H, Abd-El-Hameed Khedr M, Abd-El-Fattah El-Salamoni M. Effects Of Music And Stress On Healing Of Induced Wound In The Skin Of Adult Male Albino Rats, Al-Azhar Medical Journal, 47(3), pp. 493-510 (2018). doi: 10.12816/0052812 Blood AJ, Zatorre RJ. Intensely pleasurable responses to music correlate with activity in brain regions implicated in reward and emotion. Proc Natl Acad Sci U S A. 2001 Sep 25;98(20):11818-23. doi: 10.1073/pnas.191355898. Trappe HJ. Effekte von Musik in der Intensivmedizin. Med Klin Intensivmed Notfmed. 2022 Feb;117(1):49-56. German. doi: 10.1007/s00063-020-00733-9. Epub 2020 Sep 29. Fu Q, Qiu R, Yao T, Liu L, Li Y, Li X, Qi W, Chen Y, Cheng Y. Music therapy as a preventive intervention for postpartum depression: modulation of synaptic plasticity, oxidative stress, and inflammation in a mouse model. Transl Psychiatry. 2025 Apr 12;15(1):143. doi: 10.1038/s41398-025-03370-y. Nilsson U. Soothing music can increase oxytocin levels during bed rest after open-heart surgery: a randomised control trial. J Clin Nurs. 2009 Aug;18(15):2153-61. doi: 10.1111/j.1365-2702.2008.02718.x. Khan SH, Xu C, Purpura R, Durrani S, Lindroth H, Wang S, Gao S, Heiderscheit A, Chlan L, Boustani M, Khan BA. Decreasing Delirium Through Music: A Randomized Pilot Trial. Am J Crit Care. 2020 Mar 1;29(2):e31-e38. doi: 10.4037/ajcc2020175. Hier geht's zur Synapsenseite: https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html Habt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns gerne an synapsen@ndr.de.
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Musik wirkt auf viele Areale im Gehirn. Studien zeigen: Selbst bei der Wundheilung kann Musik als Medikament genutzt werden. Dass Musik entspannend und stresslösend wirken kann, ist lange bekannt. Aber warum ist das eigentlich so, was passiert dabei im Gehirn? Und wie groß können gesundheitsfördernde Effekte tatsächlich sein? Diesen Fragen ist Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein nachgegangen - mit verblüffenden Ergebnissen: Weil Musik so viele verschiedene Hirnareale anspricht, kann sie die Wundheilung befördern und Menschen mit Sprachverlust wieder zum Sprechen bringen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet Lena von ihrem Besuch im niedersächsischen Heidekreisklinikum, wo Musiktherapie schon präventiv eingesetzt wird. Sie hat mit einem Neurologen, Krankenhausärzten, Musikwissenschaftlern und einem Experimentalphysiker gesprochen und die therapeutischen Effekte von Musik in harter Datenwährung recherchiert. Und sie erklärt, warum manchen Menschen Death Metal oder Roy Black mehr helfen kann als Mozart. HINTERGRUNDINFORMATIONEN De Witte M, Bradt J, Aithal S et al. The Effects of Arts-Based Interventions in the Treatment and Management of Non-Communicable Diseases: An Umbrella Review and Meta-Analyses, 27 February 2025, PREPRINT (Version 1) available at Research Square [https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-5961850/v1] Zakaria Eletreby M, El-Sayed Abd-El-Fattah M, Sabry Ali Al-Dawy H, Abd-El-Hameed Khedr M, Abd-El-Fattah El-Salamoni M. Effects Of Music And Stress On Healing Of Induced Wound In The Skin Of Adult Male Albino Rats, Al-Azhar Medical Journal, 47(3), pp. 493-510 (2018). doi: 10.12816/0052812 Blood AJ, Zatorre RJ. Intensely pleasurable responses to music correlate with activity in brain regions implicated in reward and emotion. Proc Natl Acad Sci U S A. 2001 Sep 25;98(20):11818-23. doi: 10.1073/pnas.191355898. Trappe HJ. Effekte von Musik in der Intensivmedizin. Med Klin Intensivmed Notfmed. 2022 Feb;117(1):49-56. German. doi: 10.1007/s00063-020-00733-9. Epub 2020 Sep 29. Fu Q, Qiu R, Yao T, Liu L, Li Y, Li X, Qi W, Chen Y, Cheng Y. Music therapy as a preventive intervention for postpartum depression: modulation of synaptic plasticity, oxidative stress, and inflammation in a mouse model. Transl Psychiatry. 2025 Apr 12;15(1):143. doi: 10.1038/s41398-025-03370-y. Nilsson U. Soothing music can increase oxytocin levels during bed rest after open-heart surgery: a randomised control trial. J Clin Nurs. 2009 Aug;18(15):2153-61. doi: 10.1111/j.1365-2702.2008.02718.x. Khan SH, Xu C, Purpura R, Durrani S, Lindroth H, Wang S, Gao S, Heiderscheit A, Chlan L, Boustani M, Khan BA. Decreasing Delirium Through Music: A Randomized Pilot Trial. Am J Crit Care. 2020 Mar 1;29(2):e31-e38. doi: 10.4037/ajcc2020175. Hier geht's zur Synapsenseite: https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html Habt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns gerne an synapsen@ndr.de.
(121) Zytokine in Turnschuhen: Wie Sport im Körper wirkt
Synapsen – ein Wissenschaftspodcast
1 hour 10 minutes 24 seconds
9 months ago
(121) Zytokine in Turnschuhen: Wie Sport im Körper wirkt
Sitzen ist das neue Rauchen. Und überhaupt: Wer rastet, der rostet. Allerdings: In Deutschland haben wir ein Problem mit Übergewicht, mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen - unter anderem weil wir uns zu wenig bewegen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten moderate Ausdauerbelastung oder mindestens 75 bis 150 Minuten intensive körperliche Belastung - und mindestens an zwei Tagen pro Woche kräftigende Übungen. Aber wieso ist Sport überhaupt gesund? Was passiert in unserem Körper, wenn wir uns bewegen? Wieviel Sport müssen wir machen, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen? Zusammen mit Synapsen-Host Lucie Kluth spricht Wissenschaftsjournalistin Sarah Emminghaus über sogenannte Weekend-Worriors, über die Frage, wie Sport bei Angsterkrankungen helfen kann und warum es hilfreich sein kann, in Sportkleidung ins Bett zu gehen. HINTERGRUNDINFORMATIONEN 1. Studie über die Entdeckung des Myokins IL-6: Pedersen BK, Steensberg A, Fischer C, Keller C, Keller P, Plomgaard P, et al. Searching for the exercise factor: is IL-6 a candidate? J Muscle Res Cell Motil. 2003;24(2-3):113-9. doi:10.1023/a:1026070911202. 2. Studie über das Exerkin BDNF bei Panikpatienten: Ströhle A, Stoy M, Graetz B, Scheel M, Wittmann A, Gallinat J, et al. Acute exercise ameliorates reduced brain-derived neurotrophic factor in patients with panic disorder. Psychoneuroendocrinology. 2010 Apr;35(3):364-8. 3. Studie über das Ausbleiben der Menstruation bei Sportlerinnen: Gimunová M, Paulínyová A, Bernaciková M, Paludo AC. The prevalence of menstrual cycle disorders in female athletes from different sports disciplines: a rapid review. Int J Environ Res Public Health. 2022 Oct 31;19(21):14243. 4. Studie darüber, dass Spaß am Sport eine Rolle für Motivation spielen dürfte: Rhodes RE, Kates A. Can the affective response to exercise predict future motives and physical activity behavior? A systematic review of published evidence. Ann Behav Med. 2015 Oct;49(5):715-31. 5. Studie über das Hormon ANP und seine Rolle bei Angst: Ströhle A, Feller C, Strasburger CJ, Heinz A, Dimeo F. Anxiety modulation by the heart? Aerobic exercise and atrial natriuretic peptide. Psychoneuroendocrinology. 2006 Oct;31(9):1127-30. 6. Studie über den Zusammenhang zwischen Bewegung und Krebs: Moore SC, Lee IM, Weiderpass E, Campbell PT, Sampson JN, Kitahara CM, et al. Association of leisure-time physical activity with risk of 26 types of cancer in 1.44 million adults. JAMA Intern Med. 2016;176(6):816-25. doi:10.1001/jamainternmed.2016.1548. 7. Studie über den Zusammenhang zwischen Bewegung und psychischen Krankheiten: Singh B, Olds T, Curtis R, et al. Effectiveness of physical activity interventions for improving depression, anxiety, and distress: an overview of systematic reviews. Br J Sports Med. 2023;57:1203-9.
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Musik wirkt auf viele Areale im Gehirn. Studien zeigen: Selbst bei der Wundheilung kann Musik als Medikament genutzt werden. Dass Musik entspannend und stresslösend wirken kann, ist lange bekannt. Aber warum ist das eigentlich so, was passiert dabei im Gehirn? Und wie groß können gesundheitsfördernde Effekte tatsächlich sein? Diesen Fragen ist Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein nachgegangen - mit verblüffenden Ergebnissen: Weil Musik so viele verschiedene Hirnareale anspricht, kann sie die Wundheilung befördern und Menschen mit Sprachverlust wieder zum Sprechen bringen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet Lena von ihrem Besuch im niedersächsischen Heidekreisklinikum, wo Musiktherapie schon präventiv eingesetzt wird. Sie hat mit einem Neurologen, Krankenhausärzten, Musikwissenschaftlern und einem Experimentalphysiker gesprochen und die therapeutischen Effekte von Musik in harter Datenwährung recherchiert. Und sie erklärt, warum manchen Menschen Death Metal oder Roy Black mehr helfen kann als Mozart. HINTERGRUNDINFORMATIONEN De Witte M, Bradt J, Aithal S et al. The Effects of Arts-Based Interventions in the Treatment and Management of Non-Communicable Diseases: An Umbrella Review and Meta-Analyses, 27 February 2025, PREPRINT (Version 1) available at Research Square [https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-5961850/v1] Zakaria Eletreby M, El-Sayed Abd-El-Fattah M, Sabry Ali Al-Dawy H, Abd-El-Hameed Khedr M, Abd-El-Fattah El-Salamoni M. Effects Of Music And Stress On Healing Of Induced Wound In The Skin Of Adult Male Albino Rats, Al-Azhar Medical Journal, 47(3), pp. 493-510 (2018). doi: 10.12816/0052812 Blood AJ, Zatorre RJ. Intensely pleasurable responses to music correlate with activity in brain regions implicated in reward and emotion. Proc Natl Acad Sci U S A. 2001 Sep 25;98(20):11818-23. doi: 10.1073/pnas.191355898. Trappe HJ. Effekte von Musik in der Intensivmedizin. Med Klin Intensivmed Notfmed. 2022 Feb;117(1):49-56. German. doi: 10.1007/s00063-020-00733-9. Epub 2020 Sep 29. Fu Q, Qiu R, Yao T, Liu L, Li Y, Li X, Qi W, Chen Y, Cheng Y. Music therapy as a preventive intervention for postpartum depression: modulation of synaptic plasticity, oxidative stress, and inflammation in a mouse model. Transl Psychiatry. 2025 Apr 12;15(1):143. doi: 10.1038/s41398-025-03370-y. Nilsson U. Soothing music can increase oxytocin levels during bed rest after open-heart surgery: a randomised control trial. J Clin Nurs. 2009 Aug;18(15):2153-61. doi: 10.1111/j.1365-2702.2008.02718.x. Khan SH, Xu C, Purpura R, Durrani S, Lindroth H, Wang S, Gao S, Heiderscheit A, Chlan L, Boustani M, Khan BA. Decreasing Delirium Through Music: A Randomized Pilot Trial. Am J Crit Care. 2020 Mar 1;29(2):e31-e38. doi: 10.4037/ajcc2020175. Hier geht's zur Synapsenseite: https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html Habt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns gerne an synapsen@ndr.de.