🎧 It’s all in the Data – Wie psychische Belastungen in Unternehmen sichtbar werden
Was die GBU Psyche messen kann – und wo Unternehmen tiefer hinschauen müssen
Psychische Belastungen sind kein individuelles Problem – sie sind oft systemgemacht. Fehlende psychologische Sicherheit, toxische Führung, überfordernde Strukturen: All das lässt sich messen. Vorausgesetzt, Unternehmen schauen genau hin.
In der neuen Episode des trauma@work Podcasts spricht Gastgeberin Ivana Scharf mit Thomas Artmann – Diplom-Psychologe, Unternehmensberater und Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Kennengelernt hat sie ihn in seinem Seminar zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei der Haufe Akademie.
Wir sprechen über das zentrale Instrument zur Erfassung psychischer Belastungen: die GBU Psyche. Was kann sie wirklich sichtbar machen – und wo stößt sie an ihre Grenzen? Es geht um strukturelle Überforderungslogiken, psychologische Sicherheit, ungesunde Führungskultur und die oft unterschätzte Rolle früher Traumatisierungen im Arbeitskontext.
▶️ Zum Hintergrund:
Seit 2013 ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen gesetzlich vorgeschrieben – doch in vielen Unternehmen fehlt bis heute das Bewusstsein für ihren tatsächlichen Nutzen. Thomas Artmann zeigt, wie durch gezielte Fragen echte Veränderungen möglich werden – in Strukturen, in der Kultur und im Umgang mit Mitarbeitenden, die oft mehr mitbringen, als man auf den ersten Blick erkennt.
Ein Zitat von Thomas Artmann, mit dem das Thema gut auf den Punkt gebracht ist:
„Gesunde Führung beginnt dort, wo ich mich traue, auf Komplexität zu reagieren – und ehrliches Feedback nicht als Bedrohung sehe.“
In seinem Text
„Zwischen Effizienzmythos und Erschöpfung – die strukturinduzierte Überforderungslogik“ beschreibt Thomas Artmann eindrücklich, wie Unternehmen durch eigene Strukturen Überforderung erzeugen – und warum es neue Denkweisen braucht, um gesunde Organisationen zu gestalten.
Den Artikel findest du hier.