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Auf den Tag genau
Jan Fusek, Fabian Goppelsröder und Robert Sollich
2057 episodes
5 days ago
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
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Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
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Episodes (20/2057)
Auf den Tag genau
Beginn der Sendepause
Liebe treue Hörer*innen dieses Podcasts. Leider gehen wir heute nach 2055 Folgen und über 100000 Downloads in eine Sendepause. Ihr könnt also nicht mehr der Weimarer Republik täglich in Echtzeit folgen und werdet auf keine Trouvaillen wie den Vortrag von Agathe Lasch zur Sprache der Hamburger, oder die Texte zur Rezeption von Kafka stoßen. Wir bleiben dran, behaltet das Abonnement dieses Kanals und erfahrt hoffentlich demnächst, wann es hier weitergeht. Noch bleiben ja mehr als 7 Jahre der Weimarer Republik vor 100 Jahren. Unabhängig davon ob es weitergeht, danken wir auf jeden Fall allen, die mitgemacht haben, Thomas, Steffen, Stephanie, Sabine, Delilah, Andreas, Cristina, Stefan, Martin, Ralf. Rosa und Frank ihr seid phantastisch! Seit eineinhalb Jahren gibt es uns nur dank der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, herzlichen Dank an Mojib Latif und Andrea Raap, ganz besonders an Wolfgang Grala. Dank an die Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg, an die Zeitstitung Bucerius und an die Hapag-Lloyd-Stiftung. Im Zentrum steht aber Ihr alle. Wir danken Euch fürs Zuhören, Kommentieren, Anschreiben. Durchforstet weiterhin unser Folgen-Archiv.
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5 days ago
2 minutes

Auf den Tag genau
Mit Egon Erwin Kisch ins neue Jahr
Allen Hörerinnen und Hörern von Auf den Tag genau wünschen wir ein gutes, gesundes Jahr 26 – und müssen es doch mit einer schlechten Nachricht beginnen: Bis auf weiteres wird dies, wie schon einmal vor knapp zwei Jahren, die letzte Episode unseres Podcast sein. Und was wäre schöner, als diesen unerfreulichen Anlass noch einmal mit einem gewichtigen, prominenten Debüt zu begehen!? Egon Erwin Kisch gilt als einer der bedeutendsten Reporter nicht allein der deutschsprachigen Literaturgeschichte. 1885 in Prag geboren, schrieb er zunächst für das dortige Tagblatt und die Bohemia. Erstmals siedelte er 1913, abermals 1921 nach Berlin über. Hier veröffentlichte er nicht nur zahlreiche Bücher, sondern wirkte unter anderem als Autor für das Berliner Tageblatt, Den Neuen Tag aus Wien, für Lidové noviny aus Brünn – und seit heute auch für Auf den Tag genau. Ins Raubtierhaus des Berliner Zoologischen Gartens begleitet hat Kisch für uns Frank Riede.
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6 days ago
11 minutes

Auf den Tag genau
Hamburger Jahreswechsel im Vergleich
Silvester - so hörte man es ganz ähnlich - bereits vor ein paar Tagen hier im Podcast - ist traditionell der Tag des Rückblicks. So hielt es am 31. Dezember 1925 auch der Hamburger Anzeiger – mit dem wir diesmal allerdings nicht das zurückliegende Jahr noch einmal Revue passieren lassen wollen, sondern dessen Autor „Spectator“ eine andere Art der Rückschau wagt: Er legt die unterschiedlichen Jahreswechsel der zurückliegenden Dekade nebeneinander und vergleicht von Jahr zu Jahr wie sich Situation und Stimmungen verändert haben. Ein Moment der ausgelassenen Freude, soviel sei gespoilert, war Silvester im ausgewählten Kriegs- und Nachkriegszeitraum für die Hamburgerinnen und Hamburger nie; die Sorgen und Hoffnungen, die sich mit der Jahreswende verbanden, wandelten sich mit dem Weltenlauf dennoch ganz erheblich. Wir wünschen allen, die uns hören, einen guten Rutsch! Es liest Rosa Leu.
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1 week ago
10 minutes

Auf den Tag genau
Zwischen Fest und Fest
Da ist sie nun, die Zeit zwischen den Festen. Die Weihnachtsfeiern sind vorbei, die Geschenke ausgepackt, der Christbaum samt Christbaumschmuck hatte seinen Auftritt und die Weihnachtslieder sind gesungen – wir haben in den letzten Tagen berichtet. Aber die nächste Sause naht, das Neue Jahr will gefeiert sein. Und die Berliner ziehen, wenig überraschend, los, will man dem Hamburgischen Correspondenten vom 30. Dezember 1925 glauben, um Böller und Feuerwerk zu kaufen. Die Bilanz des Weihnachtsfestes, mit all den Unmengen an Gänsen, die daran glauben mussten, und einen Ausblick auf die kommende Neujahrs-Nacht mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor präsentiert uns Rosa Leu.
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1 week ago
10 minutes

Auf den Tag genau
Das Wirtschaftsjahr 1925
Der Jahreswechsel ist die Zeit der Rück- und Ausblicke. Was ist im vergangenen Jahr passiert? Was erwartet uns in den nächsten 12 Monaten? Die Harburger Anzeigen und Nachrichten druckten am 29. Dezember ein Resümee des Wirtschaftsjahres 1925 von Dr. Otto Hugo ab. Der 1878 bei Osnabrück geborene Hugo war Mitbegründer der Deutschen Volkspartei, saß für sie im Reichstag und vertrat auch darüber hinaus die Interessen der Schwerindustrie. Daher überrascht es wenig, dass sich seine Bilanz besonders gegen die sozialen Tendenzen in der Arbeitspolitik wendet, die durch ihre hohen Ausgaben die Industrie schwächen würden. Erst müssen Werte entstehen, bevor der Staat sie ausgegeben kann. Frank Riede präsentiert uns die Ratschläge, die Otto Hugo gibt, um in Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erleben.
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1 week ago
10 minutes

Auf den Tag genau
(Kein) Weihnachten in Berlin
Nachdem wir in den letzten Tagen allerlei weihnachtliche Themen zu Gehör brachten – von Schneekristallen bis hin zur Asbestdekoration des Christbaumes –, platzt heute die Innenpolitik in diese Jahresend-Besinnlichkeit. Die Leser*innen vor 100 Jahren wurden am 28. Dezember 1925 vom Hamburgischen Correspondenten daran erinnert, dass sie keine stabile Regierung besaßen. Hinter dem Titel „Weihnachten in Berlin“ verbirgt sich tatsächlich die Abwesenheit von Weihnachten im politischen Berlin. Wir erfahren von Frank Riede, wie spät die Spitzen der Politik erst ihre Urlaube antreten konnten, zumal sie schon Anfang Januar die Fortsetzung der Verhandlungen erwartete.
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1 week ago
4 minutes

Auf den Tag genau
Von der Philatelie und den Philatelisten
Sie sei die Aktie des kleinen Mannes, hieß es noch vor nicht allzu langer Zeit von der Briefmarke, die zu sammeln bis vor ein, zwei Generationen zumindest unter männlichen Zeitgenossen als echtes Massenphänomen galt. 1925 hatte die Hochzeit der Philatelie gerade erst begonnen, und so passt es ins Bild, dass die Bergedorfer Zeitung just in ihrer Weihnachtsausgabe „Die Kunst des Briefmarkensammelns“ in einem gleichlautenden Text feiert. Da der 27. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, musste die Festtagszeitung für die Leserinnen und Leser, wie für die Hörerinnen und Hörer unseres Podcast, noch einen vierten Tag reichen. Aber Sammlerinnen und Sammler haben die Feiertage vermutlich eh mit ihren Alben und neuen Marken unter dem Weihnachtsbaum verbracht. Es liest Rosa Leu.
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1 week ago
10 minutes

Auf den Tag genau
Kleines Weihnachts-Feuilleton
Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag bestücken wir unseren Podcast mit einem Artikel der Weihnachtsausgabe vom 24. Dezember, heute der Harburger Anzeigen und Nachrichten. Ihre Rubrik „Kleines Feuilleton“ haat die Zeitung auch an diesem Tage befüllt, wenig überraschend mit dem Themenschwerpunkt Weihnachten. Und so kann uns Frank Riede über das Jahr, an dem es zweimal Weihnachten gab, aufklären, uns erklären, warum Tannenzweige im Feuer explodieren, und eine Anekdote aus dem Leben von Friedrich dem Großen nacherzählen. Wir wünschen einen behaglichen zweiten Weihnachtsfeiertag.
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1 week ago
11 minutes

Auf den Tag genau
Weihnachtsbäume unter Asbest und Lametta
Die historischen Wurzeln des Weihnachtsbaumes liegen im Dunkeln. Eine verbreitete Lehrmeinung besagt, dass wichtige diesbezügliche Spuren nach Straßburg ins Elsass führen, und diese vertrat bereits auch schon vor einhundert Jahren in der Weihnachtsausgabe des Jahres 1925 das Pinneberger Tageblatt in seinem Artikel über den Christbaumschmuck und dessen Geschichte. Dass man jenen seinerzeit offenbar mehr als heute mit Essbarem behängte, mag überraschen; mehr aber wohl noch die Tatsache, dass man ihn damals, als Schneesurrogat, bisweilen mit Asbest bestäubte. Auch Lametta kannte man bereits, sprach davon aber interessanterweise noch in der eigentlich korrekt entlehnten weiblichen Form des Italienischen. Was man mit der Lametta alles anfangen konnte und wie und wo sie erfunden wurde, weiß Rosa Leu.
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1 week ago
10 minutes

Auf den Tag genau
Hamburger Weihnacht 1925
Dass das Weihnachtsfest unzählige, auch widersprüchliche Traditionen in sich aufzunehmen vermag und vermocht hat, ist keine neue Erkenntnis. Vor einigen Tagen erinnerten wir hier im Podcast daran, dass der Advent früher bisweilen auch als Fastenzeit begangen worden ist, heute preist der Wandsbeker Bote vom 24. Dezember 1925 alte hanseatische Neigungen zur Völlerei an den Feiertagen. Aber auch von anderen nordischen Bräuchen hören wir, etwa vom Rummelpott-Laufen, dessen Wurzeln freilich in der Armut weiter Bevölkerungsteile gründeten. Womit der Artikel den Bogen in seine Gegenwart schlägt und bei den sozialen und ökonomischen Schwierigkeiten der Weihnachtsaussichten 1925 landet. Es liest Frank Riede.
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2 weeks ago
11 minutes

Auf den Tag genau
Weihnachten in der Musik
Manche Festtagsbräuche, von denen uns die Zeitungen der 1920er Jahre erzählen, sind uns überraschend unbekannt, und man staunt, wie sehr sich Faschings-, Oster, Martins- oder eben Weihnachtstraditionen innerhalb von dann doch „nur“ einhundert Jahren transformiert haben. Nicht so bei unserem heutigen Artikel aus der Wilhelmsburger Zeitung vom 23. Dezember 1925, der von den damaligen musikalischen Konventionen, das Fest zu begehen, handelt. Der Kanon der Weihnachtslieder, erfahren wir von Rosa Leu, ist sich seither fast gleich geblieben. Und auch die Geschichte davon, wie das berühmteste aus diesem einst in Oberndorf bei Salzburg entstanden ist, wird heute nicht anders als damals erzählt.
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2 weeks ago
7 minutes

Auf den Tag genau
Zwei Großprojekte von Hermann Honnef
In welch atemberaubendem Tempo der technische Fortschritt sich vor einhundert Jahren bisweilen gleichsam selbst überholte, bringt auf schlagende Weise der Hamburgische Correspondent vom 22. Dezember 1925 zur Anschauung. Unmittelbar und unverbunden hintereinander finden sich dort zwei Artikel über Bauprojekte des Self-Made-Ingenieurs und Erfinders Hermann Honnef. Der Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen, von dem der erste Text handelt, war soeben in Betrieb gegangen und mit seiner Höhe von knapp 300 Metern stählernes Zeugnis der Rasanz, mit der sich das noch blutjunge Medium Rundfunk seinerzeit entwickelte. Sage und schreibe sogar doppelt so hoch hinaus wollte Honnef indes mit einem Vorhaben, bei dem es um ganz andere Wellen ging und von dem die anschließende Meldung kündet: In der Nähe von Leipzig sollte ein Rotorturm der Superlative entstehen, der die gesamte Region perspektivisch kostengünstig mit Strom aus Windenergie versorgen sollte. Da wir sowohl das Aufkommen der Radiotechnik als auch den intensiven Diskurs der 1920er Jahre über den Ausbau erneuerbarer Energien in den zurücklegenden Jahren hier im Podcast kontinuierlich dokumentiert haben und beide Nachrichten hier, wenn auch unkoordiniert und Fakten teilweise wiederholend, miteinander korrespondieren, haben wir uns gegen unsere sonstigen Maßgaben dafür entschieden, beide zu Gehör zu bringen. Das Wort dabei hat Frank Riede.
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2 weeks ago
11 minutes

Auf den Tag genau
Das (nicht nur) weiße Kleid des Winters
Weiße Weihnachten, erfahren wir im Folgenden aus dem Pinneberger Tageblatt vom 21. Dezember 1925, waren im Hamburger Raum, trotz kühleren Klimas, auch vor einhundert Jahren eine Seltenheit. Von der tümlich-romantischen Seite nähert sich der Artikel dem Thema aber nicht, sondern betrachtet den Schnee vielmehr unter dem Mikroskop und erläutert seine Beschaffenheit in allen Facetten – von der kristallinen Struktur bis zu überraschenden farblichen Erkenntnissen. Seine eigene Überschrift – „Das weiße Kleid des Winters“ – dekonstruiert der Text dabei zumindest in Teilen. Wieso, weshalb, warum, weiß Frank Riede.
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2 weeks ago
9 minutes

Auf den Tag genau
Wenn die Grippe chronisch wird
Dass Infektionen nicht immer mit dem Abklingen der stärksten Symptome ausgestanden sind, sondern Erreger häufig im Körper verbleiben und im schlimmsten Fall sogar zu chronischem Leiden führen können, ist spätestens seit Long COVID allgemein bekannt, aber selbstverständlich kein sich darauf beschränkendes Phänomen. Auch etwa eine Grippe kann starke Nachwehen hinterlassen, wie man bereits vor einhundert Jahren wusste. Um die medizinischen Zusammenhänge auch einem Nicht-Fachpublikum zu erläutern, interviewte der Hamburgische Correspondent am 20. Dezember 1925 zu diesem Thema den Internisten Georg Ludwig Zülzer, der der Nachwelt vor allem wegen seiner bahnbrechenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Diabetologie noch ein Begriff ist. Was er zu Bekämpfung der chronischen Grippe rät, erfahren wir von Rosa Leu.
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2 weeks ago
9 minutes

Auf den Tag genau
Geplanter Mordanschlag auf Stresemann
Dass politisch motivierte Gewalttaten zum Alltag der Weimarer Republik gehörten, wird auch immer wieder in unserem Podcast deutlich: Putschversuche, Fememorde, Straßenschlachten, aber auch die Ermordungen von Politikern… Sollte nun auch einer der Nachfolger von Walther Rathenau im Amt des Außenministers Gustav Stresemann einem Attentat zum Opfer fallen? Sollten rechte paramilitärische Kreise wegen seiner Rolle bei der Verhandlung der Locarno-Verträge nach seinem Leben trachten? Eine solcher Anschlagplan ist Ende des Jahres 2025 publik geworden und die Harburger Anzeigen und Nachrichten beklagten in ihrer Ausgabe vom 19. Dezember die andauernde “Mord-Atmosphäre”. Wie wir wissen, sollte Stresemann das Amt bis zu seinem natürlichen Tode behalten, wobei die wiederholten rechten Hetzkampagnen gegen ihn sicherlich ihren Teil zu den Schlaganfällen und dem finalen Herzinfarkt am 3. Oktober 1929 beitrugen. Es liest Frank Riede.
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2 weeks ago
8 minutes

Auf den Tag genau
Erwartungen von Zentrum und DDP an eine neue Regierung
DVP, Zentrum, DDP und SPD – aus diesem Kreis musste sich nach dem Locarno-bedingten Ausstieg der DNVP aus der Regierungsverantwortung ein neues Kabinett bilden. Vor Wochenfrist richteten wir unseren Blick auf die Erwartungen und Bedingungen von Volkspartei und Sozialdemokraten, in dieser Folge schauen wir mit dem Hamburgischen Correspondenten vom 18. Dezember 1925 auf die verbleibenden beiden Parteien; wobei vom Zentrum nur eine kurze offizielle Mitteilung abgedruckt wird, von den ‘Demokraten‘ hingegen ein Richtlinienplan für die neue Regierung mit 18 Punkten vorliegt. Er stammte aus der Feder ihres Vorsitzenden Erich Koch, der zu den prägenden Köpfen des deutschen Liberalismus in der Weimarer Republik zählte. Sohn einer jüdischen Mutter, wanderte er 1933 mit seiner Familie nach Brasilien aus, wo er nicht nur die dortigen Regierung beriet, sondern sich bis zu seinem Tod 1944 auch vielfältig publizistisch betätigte, u.a. mit einem Verfassungsentwurf für eine nach dem Ende des NS-Regimes neu zu errichtende zweite deutsche Republik. Es liest Rosa Leu.
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2 weeks ago
9 minutes

Auf den Tag genau
Agathe Lasch über die Sprache der Hamburger
Eine Pionierin der Germanistik war die 1879 in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geborene Agathe Lasch. Sie wurde an der Universität Hamburg 1923 die erste Professorin dieses Faches in Deutschland und gilt als Begründerin der historischen Erforschung der mittelniederdeutschen Sprache. Eines ihrer Spezialgebiete war die Untersuchung von verschiedenen Dialekten. Neben der Konzipierung des erst 1956 erscheinenden Handwörterbuchs des Mittelniederdeutschen, publizierte sie also auch etwa ein Buch mit dem Titel „Berlinisch“. Am Leben von Agathe Lasch lässt sich nicht nur das Emanzipationsstreben der Frauen greifen, leider ist sie auch ein Beispiel für die Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Nach einem Berufsverbot, dem Verbot der Nutzung von Universitätsbibliotheken, der Beschlagnahmung der Privatbibliothek und dem Verbot, Rufe an ausländischen Universitäten anzunehmen, wurde sie 1942 mit ihren Schwestern nach Riga deportiert und in den umliegenden Wäldern ermordet. Heute liest Frank Riede den Bericht des Wandsbeker Boten vom 17. Dezember 1925 über den Vortrag „Von der Sprache der Hamburger“, den Frl. Prof. Dr. Agathe Lasch mit 46 Jahren vor dem Deutschen Sprachverein hielt.
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3 weeks ago
9 minutes

Auf den Tag genau
Die Abfindung der Fürstenhäuser
Erst im Mai dieses Jahres ist es zu einer Einigung zwischen dem Haus Hohenzollern und der Bundesregierung gekommen über den Umgang mit den enteigneten Immobilien und Wertgegenständen. Dabei ging es nicht nur um die Folgen des Zweiten Weltkriegs, sondern auch noch um den Besitz, der nach dem Ersten Weltkrieg enteignet worden war. Es endete also ein Streit, der bereits vor mehr als 100 Jahren seinen Anfang genommen hatte. Damals erhoben zahlreiche Fürstenhäuser gegenüber der Weimarer Republik Forderungen nach Restitutionen und Entschädigungen. Der Hamburger Anzeiger vom 16. Dezember berichtet über den Stand der Verhandlungen, ungeschickte Kommunikationsstrategien und stellt auch die Frage, ob man bei den Fürstenhäusern überhaupt von Privatbesitz sprechen kann, wenn die gesamte Gesellschaft sich über einen langen Zeittraum hinweg am Aufbau der Besitztümer beteiligt hat. Frank Riede liest.
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3 weeks ago
7 minutes

Auf den Tag genau
Der Weihnachtskarpfen in verschiedenen Varianten
Heute weitgehend in Vergessenheit geraten, beging man den Advent früher als eine Fastenzeit. Daraus ergab sich ein traditionelles Festessen für den Heiligen Abend, das hierzulande mittlerweile gleichfalls deutliche Popularitätseinbußen zu verzeichnen hat: der sogenannte Weihnachtskarpfen. Vor einhundert Jahren war dieser Essensbrauch noch deutlich weiter verbreitet und verfügte über zahlreiche historische, regionale und wohl auch individuell-familiäre Varianten. Die Bergedorfer Zeitung stellte am 15. Dezember 1925 einige davon vor und ist dabei in ihren Beschreibungen der Rezepte so detailfreudig, dass sie durchaus zum Nachkochen einladen. Rosa Leu macht uns den Mund wässrig – und ein bisschen schlammig.
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3 weeks ago
7 minutes

Auf den Tag genau
Schlittenpartien im alten Hamburg
Dass der Advent auch schon vor einhundert Jahren ein beliebter Moment war, nostalgisch in die ‘gute alte Zeit‘ zurückzuschauen, haben wir hier bereits vor wenigen Tagen mit unserer Folge über den Hamburger Dom und andere Weihnachtsmärkte dokumentiert. Heute entführt uns der Hamburgische Correspondent vom 14. Dezember 1925 abermals tief in die Historie und erinnert sowohl an alte winterliche Bräuche, mit dem Schlitten über Elbe und Alster in die Nachbarstädte zu reisen und dort den verschiedensten jahreszeitlichen Lustbarkeiten zu frönen, als auch an die Gesetze, die gegen diejenigen erlassen wurden, die es mit dem Schlittenrennen allzu toll trieben. Klimatisch wären derlei Vergnügungen auch in den 1920er Jahren vielleicht noch möglich gewesen; die Zwänge der modernen Wirtschaftswelt, die ganzjährig einen eisfreien Hamburger Hafen verlangte, hatten dem jedoch einen Riegel vorgeschoben. Frank Riede wagt sich für uns auf Eis und Schnee.
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3 weeks ago
11 minutes

Auf den Tag genau
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.