Pünktlich zur Weihnachtszeit widmet sich BRANDWISSEN einem ebenso düsteren wie faszinierenden Thema: Werwölfe – und ihrer ganz besonderen Verbindung zur Heiligen Nacht. Denn laut alten Überlieferungen versammeln sich in den baltischen Ländern Werwölfe in der Christnacht, um durch Dörfer zu ziehen – und Bierkeller zu plündern.
Was klingt wie ein Fantasy-Roman, war im 17. Jahrhundert Gegenstand ernsthafter Gerichtsprozesse. In dieser Folge erzählt Historiker Dr. Martin Pabst, wie Werwölfe im heutigen Lettland nicht nur als furchteinflößende Wesen, sondern teils sogar als Schutzgeister galten – Kämpfer im Dienst Gottes, die den Erntesegen gegen Zauberer, die Diener des Teufels verteidigten.
Dabei geht es um echte Quellen: Um das Werk von Olaus Magnus, einem schwedischen Bischof, und den spektakulären Prozess gegen den 85-jährigen Bauern Thies, der stolz erklärte: „Ich bin ein Werwolf – und ich bin einer von den Guten.“
Eine Folge über Aberglaube, Gerechtigkeit und die Kraft der Geschichten – ideal für eine lange Winter-Nacht.
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