Steve Westly zählt zu den prägenden Investoren des Silicon Valley. Als Gründer und Managing Partner der Westly Group hat er eine auf Clean Energy und nachhaltige Technologien spezialisierte Venture-Capital-Gesellschaft aufgebaut, die über 800 Millionen US-Dollar Assets under Management verwaltet. Zu den Investor:innen zählen 30 der weltweit größten Konzerne, darunter Duke Energy, Volkswagen, Bridgestone, ABB oder American Electric Power.
Die Westly Group kann auf neun Börsengänge im Portfolio verweisen, darunter vier Multi-Milliarden-Dollar-Exits bei Tesla, Procore, Luminar und SentinelOne, und ist mit Büros im Silicon Valley, in San Francisco und in Washington, D.C. vertreten.
Im brutkasten-Talk spricht Westly darüber, was erfolgreiche Innovationsökosysteme ausmacht und warum Tempo, Risikokapital und internationale Talente heute über wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Zudem erklärt er, weshalb die Kombination aus KI, Energiewende und massiv steigender Energienachfrage die größten Investitionschancen der kommenden Jahrzehnte eröffnet und warum Europa jetzt handeln muss, um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Geopolitische Spannungen, KI-Boom, digitale Souveränität: Technologie ist längst kein reines Wirtschaftsthema mehr, sondern ein machtpolitischer Faktor.
Im brutkasten-Talk spricht Martin Rauchbauer, Gründer des Tech Diplomacy Network und langjähriger Mitgestalter von Open Austria im Silicon Valley, über die Entstehung und Bedeutung von Tech-Diplomatie.
Rauchbauer erklärt, wie Tech-Diplomatie im Silicon Valley entstanden ist, welche Rolle Big Tech heute in internationalen Beziehungen spielt und warum Europa einen eigenen, selbstbewussten Zugang zu Schlüsseltechnologien wie KI, digitaler Infrastruktur und zukünftigen Technologien braucht.
Berthold Baurek-Karlic, CEO von Venionaire Capital AG, spricht im brutkasten Talk über seine Eindrücke aus den wichtigsten internationalen Venture-Capital-Märkten und zieht einen ernüchternden Vergleich mit Europa.
Während Länder wie Brasilien, Japan oder Staaten im Mittleren Osten mit Kapital, Tempo und klaren Wachstumsambitionen punkten, bremst sich Europa aus seiner Sicht durch Bürokratie, fehlendes Wachstumskapital und politische Trägheit selbst aus. Österreich verfüge zwar über exzellente Forschung, starke Talente und eine hohe Dichte an Hidden Champions, verliere jedoch zunehmend IP und Wertschöpfung an internationale Investoren.
Seine zentrale Botschaft: Es brauche einen echten „Veränderungsorkan“, um den Standort wettbewerbsfähig zu halten und Innovation wieder konsequent zu ermöglichen.
Im Video-Talk spricht Curt Chadha, Head of Strategy & Innovation der Raiffeisen Holding NÖ-Wien, über die zentrale Rolle von Innovation und Partnerschaften als wesentliche Säule der aktuellen Unternehmensstrategie. Er erörtert die Erfolgsfaktoren dieser Ausrichtung, darunter die Notwendigkeit von klaren Prozessen, spezifischen Suchfeldern und das Vorhandensein von finanziellen Mitteln und Commitment von der Führungsebene.
Außerdem geht Chadha auf das Prinzip der kundenfokussierten Innovationen zur Erzeugung spürbarer Mehrwerte ein - im Kerngeschäft und darüber hinaus, etwa in den Bereichen Energie und Gesundheit. Zudem beschreibt er die strategische Notwendigkeit von Partnerschaften, konkret z.B. mit Bitpanda und dem jö Bonus Club, und erläutert die Investment-Strategie der Raiffeisen Holding NÖ-Wien.
Im Climate Business Talk sprechen Florian Wagner, Gründer und CEO, sowie Robert Holzmann, ehemaliger Nationalbank-Gouverneur und nun Vice President des Grazer Startups Emerald Horizon, über die ambitionierten Pläne des Unternehmens. Das Startup entwickelt eine neuartige Small Modular Reactor (SMR)-Technologie - umgangssprachlich auch als “Mini-Atomkraftwerk” bezeichnet, die auf Thorium und Teilchenbeschleunigern basiert und ohne Kernspaltungs-Kettenreaktion, ohne Uran und ohne Atommüll auskommt. Zudem verfügt Emerald Horizon bereits über eine marktreife Energiespeicherlösung auf Flüssigsalzbasis, die kommendes Jahr auf den Markt kommen soll.
Im Talk erklären Wagner und Holzmann die Funktionsweise des SMR-Systems “ADES” im Schiffscontainer-Format und argumentieren, warum es sich eben nicht um ein klassisches Atomkraftwerk im Kleinformat handle. Sie gehen auf die USP, die Atomkraftskepsis in Österreich und die wirtschaftliche Rentabilität ein und erläutern das geplante "Energy as a Service"-Geschäftsmodell. Zudem sprechen sie über die aktuell laufende 75-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde und über die strategische Bedeutung der Expertise und des Netzwerks von Ex-Weltbanker und Nationalbank-Gouverneur Holzmann.
Künstliche Intelligenz stellt die Film- und Kreativbranche vor grundlegende Fragen. Kristina Sprenger, Schauspielerin und Vizepräsidentin der Initiative Urheberrecht, spricht im brutkasten-Talk darüber, wo KI heute bereits eingesetzt wird – von Stimmen bis hin zu digitalen Avataren – und warum viele Entwicklungen für Kreative unmittelbar relevant werden.
Viele Tätigkeitsfelder geraten spürbar unter Druck. Synchronarbeit, Voice-over-Jobs und Sprecherrollen können bereits realistisch nachgebildet werden. KI erzeugt diese Ergebnisse schnell und oft deutlich günstiger. Gleichzeitig werden künstlerische Leistungen als Trainingsmaterial verwendet. Die Urheber:innen erfahren davon meist nichts. Eine Beteiligung am Ergebnis erhalten sie ebenfalls nicht.
Damit künstlerische Arbeit auch in Zukunft fair behandelt wird, braucht es laut Sprenger klare Rahmenbedingungen. Die Schauspielerin fordert mehr Transparenz, eine eindeutige Kennzeichnung von KI-Inhalten und das Recht, der Nutzung eigener Werke zu widersprechen.
Lukas Mayrl und Ondrej Gandel, die beiden Managing Directors von Mavie Next, sprechen in der brutkasten-Serie “Corporate Venturing” über das 2020 als Corporate Startup der UNIQA gegründete Unternehmen. Im Interview beleuchten Mayrl und Gandel das breite Portfolio von Mavie Next im Gesundheitswesen, das von betrieblicher Gesundheitsvorsorge über Heimdiagnostik bis hin zu 24-Stunden-Pflegediensten reicht.
Zudem sprechen sie sonüber die Gratwanderung zwischen der Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit, Entscheidungsmacht einer Startup-Kultur und der Einhaltung der Compliance-Anforderungen eines Großunternehmens. Sie thematisieren ihre Strategie im Venture Building, Internationalisierungspläne in Zentral- und Osteuropa, die enge Zusammenarbeit mit dem UNIQA-Netzwerk und die Rolle strategischer Partnerschaften mit Startups, die über reine Akquisitionen hinausgehen.
Was braucht es zum Start? Welche Voraussetzungen müssen für erfolgreiche KI-Projekte erfüllt sein? Wie integriert man KI in bestehende Systeme? Wo stehen wir wirklich bei Agents und wofür eignen sie sich? Diese und weitere Fragen werden in der neuen Folge von “No Hype KI” behandelt.
Bei brutkasten-Chefredakteur Dominik Meisinger diskutieren:
⚫ Andreas Thomasch (Director & CTO Germany & Austria bei Lenovo)
⚫ Christian Casari (Head of Partnerships & Sales bei ONTEC AI)
⚫ Sarah Eschenbacher (Expertin für AI-Agents & AI Research Engineer bei Fraunhofer Austria) (LinkedIn)
⚫ Patrick Ratheiser (KI-Experte & Keynote-Speaker sowie Co-Founder und langjähriger CEO von Leftshift One)
2025 war ein Jahr voller Bewegung im österreichischen Spin-off-Ökosystem – von neuen Rahmenbedingungen über Uni-Beteiligungsgesellschaften bis hin zu einer steigenden politischen Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zeigt das EU-Innovationsranking, dass Österreich von Platz 6 auf Platz 8 abgerutscht ist.
Im brutkasten-Talk erklärt Werner Wutscher, Founder and Managing Director von New Venture Scouting, warum Universitäten, Kapitalmärkte und eine neue Entrepreneurship-Kultur gleichermaßen entscheidend sind, um Forschung erfolgreich in marktfähige Geschäftsmodelle zu übersetzen.
Mit Blick auf 2026 spricht Wutscher darüber, welche Hebel jetzt am wichtigsten sind: mehr Kooperation zwischen Hochschulen, spezialisierte Investoren für Deep-Tech-Spin-offs und klare Regeln im Transferprozess. Ein realistischer Blick darauf, was Österreich braucht, um international mitzuhalten.
Im VC Talk berichtet Arno Fuchs, Geschäftsführer von FCF Fox Corporate Finance, von der aktuellen Stimmungslage im M&A-Markt. Wie geht es dem Mittelstandsmarkt, wo steht das Venture-Segment? Wer bekommt Finanzierungen, wer tut sich schwer? Welche Rolle spielt die Zinspolitik heute? Welche Erwartungen hat Fuchs für 2026? Alle Antworten auf diese und noch weitere Fragen gibt es im Video. Außerdem blickt Fuchs auch auf Technologietrends wie KI und Robotik und welche Rolle die USA derzeit spielt.
In der ersten Folge der neuen Staffel von “No Hype KI” wird beleuchtet, warum KI in Unternehmen nicht als reines Technik-Thema gesehen werden darf und wie man wirklichen Business Value generiert. Außerdem: Wie Führungskräfte ihre Teams bei KI-Projekten mitnehmen können.
Es diskutieren Christoph Mayer (EY | Partner, AI & Data), Christian Casari (Ontec | Head of AI Partnerships & Sales), Marcus Kautsch (ACP | Senior Consultant) und Ana Simic (Propeller | Founderin).
"No Hype KI" wird unterstützt von ACP, EY, ITSV, KEBA, Lenovo, Microsoft, ONTEC AI und der Universität Graz.
Im Climate-Business-Talk spricht Elisabeth Köstinger – ehemalige Umwelt- und Energieministerin, heute Unternehmerin, Startup-Investorin und Aufsichtsrätin – über die Dynamik der internationalen ClimateTech-Märkte. Wir diskutieren ihre Rolle beim global expandierenden Greenpeak Festival, ihre Investments in heimische Startups und Scaleups wie Reploid oder REPS sowie die Frage, wo österreichische Lösungen weltweit gefragt sind.
Die Slush 2025 unterstreicht erneut, warum die nordischen Länder international als Benchmark für Innovation, Deep-Tech-Entwicklung und Startup-Skalierung gelten. Kaum ein anderes Event bündelt in so kurzer Zeit so viel Kapital, Talent und Technologie.
Mitten in diesem Umfeld spricht Mikolaj Norek, Head of Technology & Innovation North bei Advantage Austria, über die Besonderheiten des nordischen Ökosystems, die langjährige Entwicklung der Slush und die Faktoren, die diese Region zu einem internationalen Hotspot gemacht haben.
In der HTL gestartet und 2006 zwischen schriftlicher und mündlicher Matura formell gegründet - heute ist Anexia mit Hauptsitz in Klagenfurt einer der führenden europäischen Cloud-Anbieter. Im brutkasten-Talk erzählt Gründer und Group CEO Alexander Windbichler die Geschichte des gebootstrappten Unternehmens von den Anfängen bis zu bald 500 Mitarbeiter:innen und mehr als 100 Rechenzentrumsstandorten weltweit.
Außerdem geht der CEO auf seine Unternehmensphilosophie, sein Verständnis der Führungsrolle und die großen Ziele von Anexia ein. Dabei diskutiert er auch intensiv eines der großen aktuellen Themen - nicht nur - im Cloud-Bereich: die digitale Souveränität Europas.
How can a large international organization truly live innovation and collaboration across countries, departments, and hierarchies? The UNIQA Insurance Group has created a unique model to make this possible: commUNIties.
In the brutkasten studio, Cristina Anculescu, Head of Group Talent Acquisition & Development Experience, and Simon Prior, Head of Transformation & Communities, talk about how this concept embeds culture change, innovation, and learning into everyday work.
What started in 2021 has evolved into a network of 13 communities across 14 countries - powered by voluntary participation, passion, and expertise. Employees work together on real business challenges, co-create solutions, and accelerate both transformation and learning across the entire organization. With its model, UNIQA shows how collaboration, innovation, and knowledge sharing go hand in hand in a modern organization.
#sponsored
Der Österreicher Christian Woschitz verantwortet für die chinesische ZTE Corporation 27 europäische Märkte. Im brutkasten-Talk ordnet er den europäischen Telekom-Markt ein, lobt Österreichs starke Mobilfunkversorgung, kritisiert Verzögerungen beim Glasfaserausbau und plädiert für weniger Bürokratie sowie klare Security-Rahmen. Mit Blick auf künstliche Intelligenz (KI) weist Woschitz auf den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren hin und warnt vor innovationshemmender Überregulierung in Europa.
Ein Insolvenzantrag vor einem Jahr und dennoch eine Umsatzverdopplung in den vergangenen zwei Jahren - im brutkasten-Talk erklärt Johannes Roth, CEO des Linzer Scaleups FireStart, wie es trotz guter Geschäftsentwicklung unerwartet zur Insolvenz kam und wie sein Unternehmen noch stärker daraus hervorging. “Ich kann mit Stolz sagen, dass kein einziger Kunde uns damals verlassen hat”, betont Roth.
Der CEO erläutert zudem die Lösungen des Unternehmens, geht auf die Anpassung an den technologischen Wandel mit KI ein und gibt einen Ausblick auf die weiteren Skalierungspläne. “Wir haben eine fette Pipeline, wenn ich das so sagen darf”, so Roth.
“Es gilt absolute Kundenzentrierung”, sagt Michael Höllerer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien im brutkasten-Talk über die Innovationsstrategie der Bank. Er spricht über die Notwendigkeit von Ökosystemen und bringt dabei Beispiele wie die Kooperation mit Bitpanda, oder das Investment der Raiffeisen Holding in Mavie Next.
Außerdem geht Höllerer im Talk auf Fragen zum Kapitalmarkt und zu Innovationsstandort Österreich ein, etwa auch zum geplanten Dachfonds. “Es gibt keinen größeren Schwachsinn als zu sagen, dass Startups nur die Reichen reicher machen”, so der Raiffeisen-Chef unter anderem. Dabei stellt er auch klar: "Wir sollten vom Land der Sparer zumindest teilweise auch zum Land der Investoren werden."
Im brutkasten-Studiotalk diskutieren Stefan Schneider (Deutsche Bank) und Gerald Resch (Bankenverband Österreich) die wirtschaftlichen Perspektiven für 2026 und die aktuellen Herausforderungen für Europa, Deutschland und Österreich.
Im Fokus stehen die Folgen der US-Politik unter Donald Trump, die geopolitische Lage, Inflation, Wettbewerbsfähigkeit sowie der Fachkräftemangel. Beide betonen die Notwendigkeit struktureller Reformen, einer aktiven europäischen Wirtschaftspolitik und mehr Zuversicht. Zudem wird die Bedeutung von künstlicher Intelligenz und die zukünftige Finanzmarktentwicklung beleuchtet.
Lithoz zählt zu den globalen Technologieführern im keramischen 3D-Druck und beliefert Kund:innen in über 30 Ländern. Im brutkasten-Talk erläutert Chief Scientific Officer Martin Schwentenwein, wie sich komplexe Strukturen Schicht für Schicht herstellen lassen – basierend auf einer Technologie, die ursprünglich an der TU Wien entwickelt wurde und den Weg vom Spin-off zum Weltmarktführer genommen hat. Dass die Technologie auf der Innovation Map der Wirtschaftskammer Österreich gelistet ist, schafft Sichtbarkeit – insbesondere für potenzielle Partner, die neue Materialien und Fertigungstechnologien evaluieren.
Ein besonderer Fokus liegt bei Lithoz derzeit auf MedTech-Anwendungen. Keramische Implantate, die individuell an Patient:innen angepasst und anschließend im Körper in natürliches Knochenmaterial überführt werden können, zeigen das Innovationspotenzial dieser Technologie deutlich. Neben dem klinischen Nutzen spielen dabei auch Effizienz und neue Designfreiheiten im Fertigungsprozess eine Rolle.
Darüber hinaus arbeitet Lithoz an Lösungen für die Luft- und Raumfahrt, die Energieindustrie sowie die Halbleiterproduktion. Kooperationsprojekte – etwa mit dem Turbinenhersteller Safran – sollen langfristig zur Erhöhung des Wirkungsgrads und damit zu geringerem Energieverbrauch beitragen.