Das neue Jahr beginnt leise.
Kein Feuerwerk, kein Rausch – nur Routine, Atem und kleine Schritte.
Ich übe, mich nicht zu überfordern, und merke:
Manchmal ist Heilung einfach das Aushalten des Friedens.
Zwischen Rückblick und Zukunftsangst lerne ich, stehen zu bleiben.
Kein Alkohol, keine Bühne, kein Feuerwerk – nur ich.
Zum ersten Mal fühlt sich „nüchtern“ nicht leer an,
sondern nach Anfang.
Der Todestag meines Onkels. Kindheitsträume.
Ein Paket voller Süßigkeiten und Schuldgefühle.
Ich bleibe in der Klinik und merke, wie laut Stille sein kann.
Heilung sieht an Weihnachten anders aus – ehrlicher.
Die Tage werden ruhiger, die Gedanken lauter.
Ich beginne zu verstehen, dass Heilung nichts mit Tempo zu tun hat.
Zwischen Kopfschmerz und Morgenspaziergang taucht etwas Neues auf –
ein leises Gefühl von Frieden, das mich noch nicht kennt.#
Die Tage werden voller, mein Kopf auch.
Therapie, Sport, Rückfälle im Denken.
Zwischen Kontrollzwang und Erschöpfung entdecke ich kleine Räume von Ruhe – und das erste Aufatmen fühlt sich fast verboten gut an.
Der Zug hatte Verspätung. Ich auch – im Leben.
Zwischen alten Ängsten, neuen Gesichtern und Kopfschmerzen beginnt Woche eins.
Ich fühle mich fehl am Platz, zu bunt, zu laut, zu anders.
Und merke langsam: Vielleicht ist genau das mein Anfang.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal meinen Weg aufnehme.
Aber genau hier beginnt er – zwischen Stille, Scham und einem Neuanfang.
Aus 23 Wochen Therapie wurde ein Raum zum Atmen.
Kein Projekt. Kein Plan. Nur Wahrheit.
Wenn du heute ein Stück mitgehst – wohin führt dich deine eigene Stimme?
Clean-ic ist ein akustisches Tagebuch.
Gewachsen aus 23 Wochen Langzeittherapie.
Ein Raum, in dem Wahrheit Platz hat, ohne Perfektion.
Dieser Trailer ist der erste Schritt.
Ein kleiner, ruhiger Einstieg, ein Gefühl dafür, wohin die Reise geht –
bevor sie am 30. November offiziell beginnt.
In den kommenden Wochen teile ich meine inneren Notizen:
Tag für Tag, Montag bis Sonntag, und am Ende jeder Woche ein ehrlicher Blick zurück.
Clean-ic ist kein Schaufenster.
Es ist ein stilles Fenster zur Innenwelt – mit Licht, Schatten, Hoffnung und Hand aufs Herz.