
Guten Morgen und ein frohes neues Jahr!
Hier ist Ihr Automobilbranchen-Cockpit für Freitag, den 02. Januar 2026.
Der Jahresauftakt ist geprägt von neuen regulatorischen Realitäten und anhaltender Unruhe bei den Volumenherstellern.
Tesla verfehlt Jahresziel 2025 knapp – Aktie unter Druck: Tesla hat heute Morgen (bzw. gestern spät US-Zeit) seine Auslieferungszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Mit insgesamt 1,98 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen wurde das psychologisch wichtige Ziel von 2 Millionen knapp verfehlt. Analysten werten dies als Bestätigung für die Sättigung in den Kernmärkten und den wachsenden Druck durch BYD (die, wie berichtet, die 3,5 Mio. Marke geknackt haben).
Inkrafttreten verschärfter EU-Lieferkettengesetze (01.01.): Seit gestern gelten die verschärften Stufen der EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen (CSDDD) sowie neue Vorgaben zum Batteriepass. Erste Branchenberichte deuten darauf hin, dass Importeure chinesischer Batteriezellen an den EU-Außengrenzen bereits mit verstärkten bürokratischen Hürden konfrontiert sind, was Just-in-Time-Lieferketten für Werke in Deutschland (z.B. BMW Leipzig, VW Zwickau) gefährden könnte.
VW-Ultimatum verstrichen – "Heißer Januar" beginnt: Die Friedenspflicht bei Volkswagen endete offiziell am 31.12. um Mitternacht. Da über die Feiertage keine Annäherung erzielt wurde, hat die IG Metall heute Morgen erste Warnstreiks ab Montag, den 5. Januar, in Aussicht gestellt. Die Produktion des Golf 9 (Facelift-Anlauf) und der ID.-Modelle in Zwickau ist direkt bedroht