Wir leben in einer Zeit, in der alles schneller, smarter und effizienter wird. Doch je mehr wir optimieren, desto weniger scheint sich wirklich zu verbessern. Wir verkleinern Probleme, nur um sie sofort wieder zu vergrößern.
Wir sparen Energie, nur um mehr zu verbrauchen. Wir automatisieren Arbeit, nur um uns noch mehr Aufgaben aufzubürden.
In dieser Episode tauchen wir tief in das Paradox des Rebound-Effekts ein, ein Mechanismus, der still und hartnäckig die Geschichte von Technik, Wirtschaft und menschlichem Verhalten begleitet. Wir sprechen darüber,
was der Rebound-Effekt ist, warum Effizienzgewinne so oft verpuffen, wie psychologische, ökonomische und technologische Mechanismen zusammenwirken und warum gerade UX-, UI- und HMI-Design entscheidend beeinflussen, ob Effizienz zu Entlastung oder zu noch mehr Komplexität wird.
Vom 3-Liter-Auto, das nie kam, über Haushaltsgeräte, die zu mehr Komfort statt weniger Verbrauch führen, bis hin zur digitalen Arbeitswelt, die uns effizienter, aber nicht entspannter macht: Der Rebound-Effekt zeigt, wie schwer es uns fällt, mit unseren eigenen Fortschritten umzugehen. Die zentrale Frage lautet: Verbessern wir wirklich die Welt – oder verbessern wir nur unsere Fähigkeit, sie weiter auszubeuten?
Zum Schluss geht es um Haltung und Verantwortung:
- Was bedeutet „Technologie mit Respekt“?
- Wie können wir als Designer und Entscheider den Rebound-Effekt entschärfen?
- Warum echter Fortschritt manchmal darin liegt, Dinge wegzulassen – nicht hinzuzufügen?
Eine Episode über Klarheit, Bewusstsein und den Mut zum Weniger.
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