Nicht nur Hoffmann in „Les Contes d‘Hoffmann“ (HoffmannsErzählungen) ist Dichter. Sondern noch ein paar weitere Figuren im Opernrepertoire: Andrea Chenier, Rodolfo (aus „La bohème), Sappho. Was dichten sie da eigentlich? Hat ihr Schreiben für die Handlung eine Bedeutung? Wie immer hören wir in die Opern rein und treffen dabei auch alte Bekannte wieder.
Was hat Jacques Offenbachs Oper “Les Contes d’Hoffmann” (Hoffmanns Erzählungen) mit Whitney Houstons „I'm EveryWoman“ zu tun? Wie passt der reale Universalkünstler E.T.A. Hoffmann ins Bild, der nicht nur die Titelfigur ist, sondern auch Ideengeber für die Handlung? Und können wir etwas mit Lydia Steiers Inszenierung an der Berliner Staatsoper Unterden Linden anfangen mit seinem so gar nicht jugendfreien Teufel und Weihnachten in der Konsumhölle? Übrigens begegnen wir erneut dem Pariser Jockey Club, außerdem einem Fluch, der angeblich auf der Oper lastete.
Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Lydia Steier
Spielleitung: Leander Teßmer, Caroline Staunton
Bühne, Video: Momme Hinrichs
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Olaf Freese
Choreographie: Tabatha McFadyen
Einstudierung Chor: Dani Juris
Dramaturgie: Maurice Lenhard, Christoph Lang
Hoffmann: Pene Pati
Olympia: Serena Sáenz / Nina Minasyan
Antonia: Julia Kleiter
Giulietta: Sonja Herranen
Lindorf, Coppélius, Dr. Miracle, Dapertutto: Roberto Tagliavini
La Muse, Nicklausse: Ema Nikolovska
Cochenille, Frantz, Pitichinaccio, Andrès: Ya-Chung Huang
Luther: Manuel Winckhler
Hermann: David Oštrek
Nathanaël: Álvaro Diana
Spalanzani: Florian Hoffmann
Crespel: Stefan Cerny
Stimme aus dem Grab: Natalia Skrycka
Schlémil: Jaka Mihelač
Die alte Dame: Brigitte Eisenfeld
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin
Zitierte Musikbeispiele aus Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“:
„Barcarolle“, Jeffrey Tate, Staatskapelle Dresden
“Va pour Kleinzach”, Placido Domingo, Richard Bonynge, Choeur et Orchestre de la Radio Suisse Romande
„Arie der Olympia“, Nathalie Dessay, Kent Nagano, Choeur etOrchestre de l’opera national de Lyon
„Non, ne me tente plus…”, Joan Sutherland, Richard Bonynge, Orchestre de la Radio Suisse Romande
Szene aus dem 4. Akt, Jessye Norman, Neil Shicoff, Sylvain Cambreling, Choeur et Orchestre Symphonique de la Monnaie
“Barcarolle”, Jessye Norman, Ann Murray, Sylvain Cambreling, Choeur et Orchestre Symphonique de la Monnaie
Szene aus dem Pene Pati, Bertrand de Billy, StaatskapelleBerlin
Die Primadonnen suchen in heteronormativen Opernkonstellationen nach Bromances, die man als Ausdruck homoerotischen Begehrens lesen kann. Und werden nicht nur in "Tannhäuser", sondern auch in "Don Carlo", "Les pêcheurs de perles" und "Iphigénie en Tauride" fündig.
Zitierte Musikbeispiele:
"Tannhäuser" von Richard Wagner: "Als du im kühnen Sange uns bestrittetst" mit Thomas Hampson (Wolfram), Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, Video hier
"Les pêcheurs de perles" von Georges Bizet: Duett "Au fond du temple saint" mit William Burden und Nathan Gunn , Orchester der Opera Company of Philadelphia unter Jacques Lacombe, Video hier
"Don Carlo" von Giuseppe Verdi: Duett "Dio, che nell'alma infondere amor" mit Jonas Kaufmann (Don Carlo) und Thomas Hampson (Rodrigo, Marchese di Posa), Wiener Philharmoniker unter Antonio Pappano, Video hier
"Iphigénie en Tauride" von Christoph Willibald Gluck: Duett "Et tu prétends encore que tu m'aime", Simon Keenlyside (Oreste) und Yann Beuron (Pylade), Les Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski, Aufnahme hier
Muss man sich zwischen körperlicher Wollust und geistig-keuscher Liebe entscheiden? Da ist das Scheitern doch programmiert! So geht’s auch dem Titelhelden in Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ von 1845. In der neuen Folge fahren die Primadonnen nach Magdeburg und diskutieren, ob man Wagner überhaupt hören darf, warum der Jockey Club 1861 für einen Flop in Paris sorgte und warum wir bei der Inszenierung von Adele Thomas am Theater Magdeburg an den Märchenfilmklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ denken mussten. Für die großen Gefühle sorgt die fulminante Aurora Marthens.
Premiere Tannhäuser von Richard Wagner am Theater Magdeburg am 14.09.2025
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie: Adele Thomas
Bühne, Kostüm: Cécile Trémolières
Choreografie: Emma Woods
Dramaturgie: Esther Beisecker
Choreinstudierung: Martin Wagner
Besetzung
Hermann, Landgraf von Thüringen: Johannes Stermann
Tannhäuser: James J. Kee
Wolfram von Eschenbach: Marko Pantelić
Walther von der Vogelweide: Aleksandr Nesterenko
Biterolf: Giorgi Mtchedlishvili
Heinrich der Schreiber: András Adamik
Reinmar von Zweter: David Howes
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Aurora Marthens
Venus: Jadwiga Postrożna
Ein junger Hirt: Elvire Beekhuizen
Vier Edelknaben: Irene Cabezuelo, Ilka Hesse, Bomi Lee, Emilia Mitskevych
Opernchor des Theaters Magdeburg & Magdeburger Singakademie
Tanzensemble (Lukas Bisculm, Valeria Busdraghi, Viktoriia Cherkasova, Laia Vancells Pi)
Magdeburgische Philharmonie
Zitierte Musikbeispiele alle aus Tannhäuser von Richard Wagner
Die Primadonnen verwechseln das Opernhaus mit der Volkshochschule und plaudern über Belcanto. Das führt zu so viel Erregung, dass sie danach erst mal eine Zigarette rauchen müssen. Also Champagnerflaschen raus und zurücklehnen und für eine paar Minuten ins Reich von Kadenzen, Koloraturen und Kavatinen entfliehen. Aber Vorsicht: nicht wahnsinnig werden!
Zitierte Musikbeispiele:
Eifersucht, Hass, Liebe – an großen Gefühlen mangelt es Gaetano Donizettis Oper „Maria Stuarda“ von 1835 wahrlich nicht. Auch nicht an Ohrwürmern und berührender Musik, weiten Gesangslinien und Koloraturen. Eine typische Belcanto-Oper. Aber was ist das überhaupt? Was hat Donizetti mit Friedrich Schiller zu tun? Und was machen die beiden königlichen Sängerinnen Lisette Oropesa und Aigul Akhmetshina am Teatro Real in Madrid daraus? Die Primadonnen laden euch auf die Couch ein, um eine Oper auf Video zu schauen: Den Mitschnitt von Maria Stuarda gibt es hier (online bis 04.05.2026)
Zum Vergleich gibt es einen Mitschnitt von den Salzburger Festspielen, leider nur noch in Ausschnitten, z.B. hier .
Beverly Sills bei der Muppet Show“1979
Inszenierung: David McVicar
Dirigent: José Miguel Pérez-Sierra
Chorleitung:José Luis Basso
Choreographie: Gareth Mole
Bühnenbild: Hannah Postlethwaite
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Licht: Lizzie Powell
Regie: François Roussillon
Besetzung
Maria Stuarda: Lisette Oropesa
Elisabetta: Aigul Akhmetshina
Roberto Leicester: Ismael Jordi
Giorgio Talbot: Roberto Tagliavini
Lord Guglielmo Cecil: Andrzej Filończyk
Anna Kennedy: Elissa Pfaender
Orchester und Chor des Teatro Real Madrid
Zitierte Musikbeispiele:
Kann man Mitmachoper nüchtern ertragen? Bei Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny an der Deutschen Opern haben wir uns dem Selbstversuch unterzogen. Außerdem starten wir die Sommerpause mit einer kleinen Lästerrunde, in der wir Reinfälle Revue passieren lassen.
Den Trailer zur Aufführung gibt's hier.
Und hier gibt’s eine Playlist mit der Musik aus dem Podcast und weiteren Beispielen in voller Länge.
Premiere Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill an der Deutschen Oper Berlin am 17. Juli 2025
Musikalische Leitung: Stefan Klingele
Inszenierung: Benedikt von Peter
Mitarbeit Regie: Caterina Cianfarini
Bühne: Katrin Wittig
Mitarbeit Bühne: Romy Rexheuser
Kostüme: Geraldine Arnold
Licht: Ulrich Niepel
Video: Bert Zander
Klangdesign: Benjamin Schultz
Dramaturgie: Sylvia Roth & Carolin Müller-Dohle
Chöre: Jeremy Bines
Leitung Werktätigenchor: Philip Lawton & Senta Aue
Besetzung
Leokadja Begbick: Evelyn Herlitzius
Fatty, der „Prokurist“: Thomas Cilluffo
Dreieinigkeitsmoses: Robert Gleadow
Jenny Hill: Annette Dasch
Jim Mahoney: Nikolai Schukoff
Jakob Schmidt: Kieran Carrel
Bill, genannt Sparbüchsenbill: Artur Garbas
Joe, genannt Alaskawolfjoe: Padraic Rowan
Chor der Deutschen Oper Berlin, Werktätigenchor, Generationenchor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Live-Kamera: Kathrin Krottenthaler, Bert Zander & Hannah Dörr
Zitierte Musikbeispiele:
- Alle Beispiele aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny aus der Aufnahme unter Wilhelm Brückner-Rüggeberg mit Lotte Lenya, Heinz Sauerbaum, Gisela Litz u.a.
- The Doors: Alabama Song
- David Bowie: Alabama Song
-Tekla Bądarzewska-Baranowska: Gebet einer Jungfrau, Classicato
- Venez, venez, Haine, implacable aus Armide von Christoph Willibald Gluck, gesungen von Mireille Delunsch unter Marc Minkowski
Kann man aus einer Augenwimper eine ganze Oper entwickeln? Die renommierte zeitgenössische Komponistin Rebecca Saunders zeigt mit LASH - Acts of Love, dass das geht und wir klären, ob sich das lohnt. Wir schwärmen von den Sängerinnen auf der Bühne und von Frauen als Opern-Komponistinnen. Eine von ihnen hatte sogar eine aufregende Dreiecksbeziehung. Lametta darf bei einer Uraufführung auch nicht fehlen.
Den Trailer zur Aufführung gibt's hier.
Und hier gibt’s eine Playlist mit der Musik aus dem Podcast (leider gibt es von LASH noch keine Aufnahme) und weiteren Beispielen in voller Länge.
Uraufführung LASH - Acts of Love von Rebecca Saunders an der Deutschen Oper Berlin am 20. Juni 2025
Musikalische Leitung: Enno Poppe
Inszenierung: Dead Centre
Bühne, Kostüme: Nina Wetzel
Licht: Jörg Schuchardt
Video: Sébastien Dupouey
Klangregie: Arne Vierck
Dramaturgie: Sebastian Hanusa
Besetzung
A: Anna Prohaska
N: Noa Frenkel
S: Sarah Maria Sun
K: Katja Kolm
Synthesizer: Christoph Grund, Ernst Surberg
E-Gitarre: Adrian Pereyra
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Alle Musikbeispiele aus Lash zur Verfügung gestellt von der Deutschen Oper Berlin. Weitere zitierte Musikbeispiele:
Er gilt als DER notorische Verführer, charmant, aber skrupellos: Don Juan. In seiner Oper „Don Giovanni“ hat Wolfgang Amadeus Mozart ihm ein Denkmal gesetzt. Wir erzählen Euch, warum Mozart Probleme mit der Deadline hatte, warum der Titelheld in der Oper kein Glück hat und was die Musik so großartig macht. Wir schwärmen von Bruno de Sá und Tommaso Barea und klären, warum Kirill Serebrennikovs Inszenierung an der Komischen Oper Berlin für ungeduldige Menschen besser geeignet ist als für Buddhisten.
Hier gibt’s den Trailer zur Aufführung.
Und hier gibt's eine Playlist mit der Musik aus dem Podcast und weiteren Beispielen in voller Länge.
Aufführung Don Giovanni / Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart an der Komischen Oper Berlin am 11. Mai 2025
Musikalische Leitung: James Gaffigan
Inszenierung/Bühnenbild & Kostüme: Kirill Serebrennikov
Co-Bühnenbild: Olga Pavlyuk
Co-Kostümbild: Tatiana Dolmatovskaya
Choreografie: Evgeny Kulagin, Ivan Estegneev
Dramaturgie: Sophie Jira, Daniil Orlov
Chöre: David Cavelius
Licht: Olaf Freese
Video: Ilya Shagalov
Besetzung
Don Giovanni: Hubert Zapiór
Leporello: Tommaso Barea
Donna Anna: Adela Zaharia
Don Ottavio/Tenor: Agustín Gómez
Don Elviro: Bruno de Sá
Zerlina/Sopran: Penny Sofroniadou
Masetto: Philipp Meierhöfer
Commendatore/Bass: Tijl Faveyts
Die junge Frau/Alt: Virginie Verrez
Die Seele des Commendatore: Norbert Stöß
Donna Barbara: Varvara Shmykova
Die alte Frau: Susanne Bredehöft
Die Seele Don Giovannis: Fernando Suels Mendoza
Geister und Gedankenformen: Georgy Kudrenko/Mikhail Poliakov/Nikita Elenev
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Komparserie
Orchester der Komischen Oper Berlin
Alle Musikbeispiele aus Don Giovanni zur Verfügung gestellt von der Komischen Oper Berlin, mit Ausnahme von:
Die Primadonnen sind los – und wollen über Oper reden. Also setzt euch, nehmt ein Glas Champagner und findet raus, wie alles begann.
Eine Playlist mit der Musik aus dem Podast gibt's natürlich auch und auf Insta jede Menge divalicious updates @die.primadonnen und weitere Infos von @georgkasch
Zitierte Musikbeispiele: