Jürgen Klopp ist bei RB Leipzig mehr als ein prominentes Aushängeschild. Er ist kein Trainer, kein Sportdirektor – und doch prägt er zentrale Leitlinien des Klubs.
„Er ist der Gott, schwebt über allem“, sagt Guido Schäfer, Chefreporter der Leipziger Volkszeitung, im Fever Pit’ch Podcast. „Er hält schon die Fäden in der Hand – auch wenn er ständig unterwegs ist.“ Klopps Einfluss zeigt sich weniger im Tagesgeschäft als in der strategischen Ausrichtung, in Personalentscheidungen – und sogar in taktischen Grundsätzen.
„Die Fünferkette steht bei RB Leipzig auf dem Index, seit Jürgen Klopp so ein bisschen das Sagen hat“, erklärt Schäfer, warum Trainer Ole Werner auf jene Grundordnung verzichtet, mit der er einst bei Werder Bremen erfolgreich war. „Ich glaube schon, dass Ole Werner da die Hände gebunden sind.“ RB-Fußball soll für Tempo, Vertikalität und Offensive stehen. Die Viererkette ist gesetzt – auch wenn sie taktische Flexibilität kostet.
Klopp gibt den Rahmen vor, auch bei der Kaderplanung. Er ist der Türöffner. Sein Name, sein Netzwerk, seine Strahlkraft helfen RB Leipzig im Werben um junge Topspieler – gerade dann, wenn Angebote sportlich vergleichbar sind. „Ein Yan Diomande oder auch andere Spieler haben gesagt, dass sie persönlich von Jürgen Klopp angerufen wurden“, berichtet Schäfer. „Und das macht natürlich was mit einem Spieler. Wenn dich Klopp anruft und anlacht, packst du sofort alles zusammen und gehst nach Leipzig.“
Klopp sorgt für Attraktivität, Struktur und Identität – doch ihm sind auch Grenzen gesetzt. Spieler zu holen, ist das eine. Sie zu halten, das andere. „Selbst Jürgen Klopp kann nicht dafür sorgen, dass plötzlich nennenswert mehr Geld in den Fußballkreislauf von RB Leipzig kommt“, stellt Schäfer klar.
Klopp kann viel bewegen – aber die Statik dieses Projekts nicht allein verändern. Leipzig bleibt ein Klub, der verkaufen muss oder will. Auch mit Klopp stoßen die Titelambitionen an wirtschaftliche Grenzen. „Solange RB immer wieder seine besten Spieler abgibt, wird es nie dazu kommen, dass man den Bayern wirklich das Wasser reichen kann“, sagt Schäfer deutlich.
Takeaways
Guido Schäfer spricht über die Weihnachtsstimmung und die aktuelle Lage im Fußball.
Urs Fischer wird als der richtige Trainer für Mainz 05 angesehen.
RB Leipzig hat einen Wettbewerbsvorteil, da sie nicht international spielen.
Die Spielweise von RB Leipzig wird kritisch betrachtet.
Verletzungen könnten das Topspiel gegen Leverkusen beeinflussen.
Ole Werner wird als seriöser Trainer beschrieben, der ungern wechselt.
Die Belastung durch den Europapokal ist ein Thema.
Tatjana Haenni wird als wichtige Figur im Fußball hervorgehoben.
Jürgen Klopp hat Einfluss auf die Kaderzusammenstellung bei RB Leipzig.
Christoph Baumgartner zeigt eine positive Entwicklung in seiner Karriere.
Kapitel
00:00 Weihnachtsstimmung und Rückblick
00:57 Mainz 05 und Trainerwechsel
03:01 RB Leipzigs Saison und Konkurrenz
05:56 Spielstil und Trainer Ole Werner
08:52 Winterpause und persönliche Anekdoten
12:05 Frauen im Fußball und Marketingaspekte
15:08 Die Rolle von Frauen im Sportmanagement
16:16 Führungsstrategien und Teamdynamik bei RB Leipzig
18:15 Die Meisterschaftsambitionen von RB Leipzig
20:36 Jürgen Klopps Einfluss auf RB Leipzig
23:49 Christoph Baumgartners Entwicklung und Zukunft
27:00 Prognosen für das Topspiel gegen Leverkusen
28:47 Weihnachtsgrüße und persönliche Reflexionen
Fünf Pflichtspiele ohne Sieg, drei Niederlagen, darunter beide Derbys – beim 1. FC Köln zeigt der Trend nach starkem Saisonstart in die entgegengesetzte Richtung. Und das liegt indirekt auch an Said El Mala.
„Man hat aktuell schon das Gefühl, dass sehr viel auf Said El Mala hinausläuft“, sagt Julian Witzel (Thekenphilosophen) im Fever Pit’ch Podcast. „Wenn beim FC gerade etwas passiert, dann meistens über ihn.“ El Mala ist Kölns auffälligster Offensivspieler, Topscorer, Tempodribbler – derjenige, der Eins-gegen-eins-Situationen auflösen kann. In einer Mannschaft, der zuletzt Durchschlagskraft und Selbstverständnis fehlen, wird er damit zwangsläufig zum Fixpunkt.
Genau daraus ergibt sich jedoch das Problem. „Es besteht die Gefahr, dass sich andere unterbewusst darauf verlassen, dass El Mala das schon regelt“, kritisiert Witzel. Verantwortung wird abgegeben, Lösungen werden delegiert. Der Ball geht immer wieder zu ihm – in der Hoffnung, dass eine Einzelaktion reicht, um ein stockendes Spiel zu beleben. Doch je einseitiger dieser Fokus wird, desto berechenbarer wird Kölns Offensive.
Denn El Mala ist altersbedingt noch kein Taktgeber, der ein Spiel über die vollen 90 Minuten lenkt. Er ist ein Aktionsspieler, kein permanenter Spielgestalter. Wird er früh attackiert oder konsequent zugestellt, fehlt dem Kölner Spiel aktuell die Ausweichroute. „Wenn er zugestellt wird, wird es für Köln schnell sehr zäh“, beschreibt Witzel. „Dann fehlt oft der zweite Gedanke, die zweite Lösung.“
Eine Mannschaft, die sich in schwierigen Phasen fast ausschließlich auf einen Momentenspieler verlässt, verliert nicht nur Variabilität, sondern auch Kontrolle über ihr eigenes Spiel – wie die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen. Gerade deshalb wird der El-Mala-Fokus in dieser Phase für den FC heikel. Was als Lösung gedacht ist, verstärkt so die strukturelle Schieflage.
Für den FC ist das weniger eine Personal- als eine Systemfrage. Köln braucht wieder mehr Präsenz neben El Mala, mehr Anschlussoptionen, mehr Spieler, die Verantwortung übernehmen, wenn Spiele kippen. Nur so entsteht wieder Variabilität – und nur so verliert der Gegner den klaren Ansatzpunkt, das Kölner Spiel zu neutralisieren.
Das letzte Heimspiel vor Weihnachten gegen Union Berlin wird damit zum Gradmesser. Nicht für El Mala, sondern für den FC insgesamt. Entscheidend ist weniger, ob der Unterschiedsspieler glänzt, sondern ob Köln wieder als Mannschaft Lösungen findet. Gelingt das, geht der FC mit Stabilität in die Pause. Bleibt der Fokus einseitig, wird aus einer Stärke endgültig das Problem, das diese Phase prägt.
Takeaways
Der 1. FC Köln hat nach einem starken Saisonstart eine Krise erlebt.
Verletzungen in der Innenverteidigung haben die Leistung des Teams beeinträchtigt.
Said El Mala spielt eine zentrale Rolle im Spiel des FC.
Die mentale Verfassung der Spieler ist entscheidend für den Erfolg.
Die kommenden Spiele sind von großer Bedeutung für die Saison.
Realismus ist wichtig, um die Erwartungen an das Team zu steuern.
Die Transfersituation könnte entscheidend für die Rückrunde sein.
Die Abhängigkeit von El Mala könnte das Team gefährden.
Kapitel
00:00 Einführung in die aktuelle Situation des FC Köln
01:20 Analyse der letzten Spiele und der aktuellen Krise
03:14 Verletzungsproblematik und deren Auswirkungen auf die Mannschaft
05:00 Die Rolle von Said El Mala und Teamdynamik
09:37 Mentale Herausforderungen und Derby-Niederlagen
12:28 Die Bedeutung des kommenden Spiels gegen Union Berlin
15:26 Realismus vs. Optimismus in der Teamführung
19:46 Zukunftsausblick und notwendige Veränderungen im Kader
21:12 Die Herausforderungen des Spielers El Mala
24:09 Taktische Überlegungen und Teamdynamik
27:53 Der Trainer und seine Ansprache
30:11 Die Entwicklung des Spielers und der Verein
34:58 Familienbande und deren Einfluss auf Entscheidungen
38:18 Weihnachtsstimmung und die Leistung des FC Köln
Während Schalke 04 als Herbstmeister der 2. Bundesliga fast geräuschlos in die Winterpause geht, ist die Stimmung rund um Borussia Dortmund deutlich unruhiger. Dabei trennt beide Klubs aktuell weniger die nackte Tabellenlage als der Umgang mit Erfolg, Erwartung und Fehlern.
„Natürlich hätte vor der Saison niemand gedacht, dass Schalke nach 16 Spieltagen Herbstmeister ist“, sagt Kommentator Hannes Herrmann (Sky/Prime) im Fever Pit’ch Podcast. „Das ist die beste Hinrunde seit über 50 Jahren – das ist unglaublich, was die Verantwortlichen da geschafft haben.“
Der Schlüssel zum Schalker Aufschwung liegt in der Struktur. Trainer Miron Muslic habe früh klare Prinzipien etabliert, erklärt Herrmann: defensive Stabilität, klare Hierarchien, Leistung vor Namen. „Schalke hat nach 16 Spieltagen nur acht Gegentore kassiert und neunmal zu null gespielt. Das kommt nicht zufällig.“
Auffällig: Selbst Siege werden kritisch eingeordnet. Torhüter Loris Karius sprach nach dem 1:0 gegen Nürnberg offen von einem „glücklichen Sieg“. Für Herrmann ist genau das ein Zeichen von Reife: „Fehler werden benannt, aber es wird kein Drama draus gemacht. Das gibt einer Mannschaft Sicherheit.“
Ganz anders die Lage beim BVB. Zwei verspielt wirkende Führungen – das 2:2 gegen Bodø/Glimt und das 1:1 in Freiburg – kosteten Dortmund binnen einer Woche wichtige Chancen in Champions League und Bundesliga. Dennoch warnt Herrmann davor, von einer Krise zu sprechen: „Ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass der BVB tief liegende Probleme hat. Unter Niko Kovac ist die Mannschaft schwer zu schlagen.“
Was Dortmund aber fehlt, ist Konsequenz. „Dieser Killerinstinkt hat in vielen Momenten der Hinrunde gefehlt“, sagt Herrmann. Mehrfach habe der BVB Führungen – teils sogar Zwei-Tore-Vorsprünge – nicht über die Zeit gebracht. Schalke dagegen zieht auch knappe Partien konsequent durch, bleibt bis zum Ende in der Ordnung. Die Knappen akzeptieren Unansehnlichkeiten zugunsten von Punkten – Dortmund sucht zu oft die perfekte Lösung.
Doch Erfolg entsteht nicht nur durch Qualität, sondern vor allem durch Klarheit im Handeln. Schalke weiß aktuell sehr genau, was es ist – und was nicht, analysiert Herrmann: „Der BVB hat das Fundament. Aber Schalke zeigt gerade, wie wichtig es ist, Stabilität wirklich bis zum Schlusspfiff durchzuziehen.“
Takeaways
Dortmund steht vor einer Krise, während Schalke überrascht.
Proteste im Fußball nehmen zu, Sicherheitskontrollen werden strenger.
Schalke hat die beste Hinrunde seit 50 Jahren.
Trainer Miron Muslic hat eine klare Struktur bei Schalke geschaffen.
Loris Karius spielt eine Schlüsselrolle im Team.
Dortmund hat Schwierigkeiten, Führungen zu halten.
Disziplinprobleme bei Dortmund könnten die Saison beeinflussen.
Nico Schlotterbeck äußert Kritik an seinen Mitspielern.
Die Rückrunde könnte für Schalke herausfordernd werden.
Das letzte Spiel vor Weihnachten ist entscheidend für Dortmund.
Kapitel
00:00 Einleitung und aktuelle Situation im Fußball
03:00 Proteste und Sicherheitskontrollen im Fußball
05:42 Schalke 04: Herbstmeisterschaft und überraschende Leistungen
08:48 Trainerwechsel und Spielerentwicklung bei Schalke 04
11:55 Vergleich zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund
14:54 Dortmunds Herausforderungen und die Erwartungshaltung
17:45 Schlussfolgerungen und Ausblick auf die Rückrunde
19:08 Borussia Dortmunds aktuelle Situation
26:06 Nico Schlotterbecks kritische Äußerungen
30:24 Zukunftsperspektiven von Nico Schlotterbeck
34:37 Vergleich mit Schalke und Weihnachtswünsche
Real Madrid hat ein Trainerproblem – aber nicht, weil Xabi Alonso versagt hätte. Das 1:2 gegen Manchester City hat gezeigt: Die Mannschaft lebt, kämpft und stellt sich hinter ihn. Der wahre Grund der Krise der Königlichen liegt tiefer.
„Real Madrid ist ein Staat im Staat“, erklärt Journalist Miguel Gutiérrez, Real- und Spanien-Kenner im Fever Pit’ch Podcast. „Wer die Machtverhältnisse kennt, weiß: Entscheidend ist nicht der Trainer, sondern das Umfeld, die Egos und Florentino Pérez.“ Alonso kämpft bei Real also nicht gegen Gegner, sondern gegen Strukturen. Gegen ein System, das Erwartungen hat, aber keine Philosophie. „Die einzige Philosophie ist: gewinnen, gewinnen, gewinnen. Real gewinnt aber nicht über Systeme, sondern über Mythos“, sagt Gutiérrez. Und dieser Mythos funktioniert nur so lange, wie die Stars liefern.
Doch genau das tun sie aktuell nicht. Einige Schlüsselspieler sind verletzt, andere formschwach und leisten sich individuelle Fehler, die – wie gegen Manchester City – die Gegentore einleiten. Und wieder andere, so Gutiérrez, „glauben, sie seien unsterblich und könnten sich alles erlauben.“ Der verweigerte Handschlag von Vinícius im Clásico war deshalb kein Ausrutscher, sondern eine Machtprobe, die der Verein nicht auffing – und die die Autorität von Trainer Alonso nachhaltig beschädigte.
Der sollte den Klub eigentlich modernisieren, traf aber auf einen Kader voller Talent, aber ohne Führung. Eine Gruppe, deren Umfelder – „Ehefrauen, Berater, Familien“, wie Gutiérrez aufzählt – im Klub mitreden. Der Verlust von Leader-Figuren wie Sergio Ramos, Toni Kroos oder Luka Modrić wiegt schwer: Die Mannschaft hat keine Hierarchie mehr, keinen Spieler, der in kritischen Momenten die Kabine zusammenhält. In diesem Klima kann ein Trainer nur funktionieren, wenn ihn der Verein aktiv schützt. Doch genau das passierte nicht.
Natürlich hat auch Alonso Fehler gemacht. Gutiérrez nennt späte Wechsel, verpasste Chancen, zu wenig Mut bei der Integration junger Spieler. Doch keiner dieser Punkte erkläre die Krise, sagt er. Es seien Symptome eines tieferliegenden Problems, das weniger über Alonso aussagt als über Real selbst. Und das nur einen Schluss zulässt: „Real ist eigentlich untrainierbar.“
Takeaways
Xabi Alonso steht unter Druck, aber die Mannschaft zeigt Unterstützung.
Florentino Perez hat die alleinige Entscheidungsgewalt im Verein.
Verletzungen von Schlüsselspielern haben die Leistung von Real Madrid beeinträchtigt.
Die Mannschaft hat sich trotz der Niederlagen bemüht.
Real Madrid hat keine klare Spielphilosophie, die von Trainer zu Trainer variiert.
Die Rolle von Führungsspielern ist entscheidend für den Erfolg des Teams.
Es gibt Spekulationen über mögliche Trainerwechsel, aber keine klaren Nachfolger.
Die interne Kommunikation im Verein ist hermetisch und wenig transparent.
Die Spieler müssen sich anpassen und die Herausforderungen annehmen.
Die Zukunft von Xabi Alonso hängt von den kommenden Spielen ab.
Chapters
00:00 Der Tango von Real Madrid und Xabi Alonso
02:53 Die Herausforderungen von Real Madrid
05:52 Die Machtverhältnisse im Verein
08:46 Die Zukunft von Xabi Alonso
11:49 Interne Dynamiken und Spielerpsychologie
16:14 Die Geheimnisse von Real Madrid
18:31 Xabi Alonso: Der Trainer unter Druck
21:41 Die Herausforderungen bei Real Madrid
24:33 Die Philosophie von Real Madrid
27:34 Die Suche nach einem neuen Leader
31:35 Fazit und Ausblick auf die Zukunft
Beim FC Bayern dreht sich derzeit alles um den 17-jährigen Lennart Karl. Mit seinem Tor beim 3:1 gegen Sporting Lissabon jagt er Kylian Mbappé einen Rekord ab und lässt Experten von besseren Zeiten für den deutschen Fußball träumen. „Der ist so wendig, schnell und klein – wirklich ein bisschen wie Messi“, schwärmt Kolumnist Alex Steudel im Fever Pit’ch Podcast über Karls Beweglichkeit, die er gegen Sporting erneut eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Karl verbindet diese Beweglichkeit mit Tempo, Mut und Abschlussstärke. Sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 war bereits sein drittes in drei aufeinanderfolgenden Champions-League-Spielen. Damit knackte er Mbappés Altersrekord – und zeigte eine für einen 17-Jährigen außergewöhnliche Reife und Präsenz, die Steudel „eher an fertige Spieler als an Nachwuchsleute erinnern“. Selbst in Phasen, in denen ihm nicht alles gelingt, bleibt Karl gefährlich, suchend, aktiv. „Der trifft auch dann, wenn er nicht gut spielt“, betont Steudel – ein seltenes Qualitätsmerkmal in diesem Alter.
Seine Auftritte in der Champions League sind kein Strohfeuer, sondern ein Muster, das sich mit jeder Partie weiter verfestigt. „Der Junge macht aus dem Hype eine Entwicklung“, lobt Ex-Weltmeister Sami Khedira bei DAZN. Eine Entwicklung, die zwangsläufig in die Nationalmannschaft und zur WM 2026 führen muss. „Wenn der nicht beim ersten Länderspiel im März dabei ist, gehe ich auf die Straße“, sagt Steudel – für den Karl längst ein Hoffnungsträger für ein erfolgreiches Turnier ist.
Karl verkörpert etwas, das dem deutschen Fußball seit Jahren fehlt: ein Offensivspieler, der Tempo, Risikobereitschaft und Abschlussstärke selbstverständlich verbindet. Und dass er das im Trikot des FC Bayern zeigt, unter permanentem Konkurrenzdruck und in einem Alter, in dem andere noch nicht einmal an die Bundesliga denken, verleiht seinem Aufstieg zusätzliches Gewicht. „Wer sich bei Bayern so durchsetzt, ist keine Eintagsfliege“, sagt Steudel – und deutet an, dass mit Karl vielleicht tatsächlich ein deutscher Messi(as) heranwachsen könnte.
Takeaways
Lennart Karl ist ein großes Talent, das die Bundesliga aufmischt.
Mo Salah könnte ein interessanter Wechsel für die Bundesliga sein.
Eintracht Frankfurt hat mit Verletzungen und Formproblemen zu kämpfen.
Die Entwicklung von Spielern wie Kahl ist entscheidend für die Nationalmannschaft.
Die Champions League bietet spannende Spiele, aber auch viel Hype.
Die WM 2026 könnte mit Talenten wie Karl spannend werden.
Die Bundesliga hat viele Talente, die es wert sind, beobachtet zu werden.
Chapters
00:00 Champions League Hype und Spielerwechsel
03:01 Mo Salah und die Bundesliga
05:58 Eintracht Frankfurt: Kämpfen und Verletzungen
09:05 Lennart Karl: Ein Jahrhunderttalent?
11:58 Alex Steudels Kolumne und Buchveröffentlichung
14:57 Bayern Münchens Stürmerproblematik
17:58 Die Zukunft der Nationalmannschaft
21:05 Gianni Infantino und die FIFA
23:55 Abschließende Gedanken und Ausblick
Ergebnistechnisch wirkt St. Pauli nach dem Pokalsieg in Gladbach und dem Punktgewinn in Köln erholt. Jackson Irvines Rückkehr stabilisiert die Mannschaft – doch die Krise ist noch längst nicht vorbei.
„Irvine ist das Herz der Mannschaft“, sagt Niels Babbel (Fußball MML) im Fever Pit’ch Podcast. Seit der Kapitän nach überstandener Fußoperation wieder über die volle Distanz zur Verfügung steht, hat St. Paulis Zentrum erneut Struktur und Ordnung. Er gibt dem Team jene Basissicherheit zurück, die während der historischen Serie von neun Bundesliga-Niederlagen gefehlt hatte. Was wie eine Trendwende aussieht, trägt seine Handschrift. Ohne ihn wirkte St. Pauli zerrissen, mit ihm wieder deutlich kompakter. „Solange er auf dem Platz steht, schlägt das Herz weiter“, sagt Babbel.
Doch nicht einmal Irvine kann alle Probleme lösen – das zeigte das 1:1 in Köln. Laut Babbel war es „eine der schwächsten Offensivleistungen der Saison“. Irvines Präsenz verhindert zwar, dass die Mannschaft auseinanderfällt, doch sie ersetzt weder die fehlende Durchschlagskraft noch die mangelhaften Abläufe im letzten Drittel. Er kann stabilisieren, aber nicht kreieren.
Damit rückt das eigentliche Kernproblem in den Fokus: der Kader. „Du hast eine zusammengewürfelte Truppe, bei der wenig ineinandergreift“, kritisiert Babbel den Sommerumbau. Der habe das Gefüge geschwächt; wichtige Rollen wurden falsch besetzt oder Abgänge nicht adäquat ersetzt. „Der Umbau war riskant – und Stand jetzt ist er misslungen“, sagt er. Neuzugänge, die tragen sollten, bleiben hinter den Erwartungen zurück, und Spieler, die vergangene Saison das Gerüst bildeten, finden nicht in Form.
Das bringt – bei allen Treueschwüren – auch Trainer Alexander Blessin unter Druck und erklärt seinen emotionalen Auftritt nach dem Köln-Spiel. Er muss Lösungen finden. Eine Leistung wie in Köln dürfte in den richtungsweisenden Partien gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Heidenheim und Mainz kaum für Punkte reichen. Dafür bräuchte es mehr als Irvine allein – wie auch für den Klassenerhalt.
„Man muss sich nichts vormachen. Ohne Verstärkungen im Winter wird es ein ganz harter Abstiegskampf“, sagt Babbel und nennt eine klare Wunschliste: ein physischer Zielspieler, mehr Tiefe im Zentrum, eine Alternative neben Irvine.
Irvine kann St. Pauli vielleicht allein stabilisieren – für alles darüber hinaus braucht er Verstärkung.
Takeaways
Die Bauchschmerzen sind nach dem Spiel in Köln größer geworden.
Man hat nie das Grundsatzproblem gesehen.
Die nächsten beiden Spiele werden entscheidend sein.
Der Kaderumbruch im Sommer war riskant und misslungen.
Jackson Irvine gibt der Mannschaft extrem viel.
Die Kabinenhygiene ist entscheidend für den Erfolg.
Die Mannschaft wirkt offensiv sehr ideenlos.
Die Rückrunde wird defensiv stabiler.
Im Elfmeterschießen ist St. Pauli kaum zu schlagen.
St. Pauli ist also noch nicht verloren.
Kapitel
00:00 Einleitung und aktuelle Situation des FC St. Pauli
03:00 Trainer und Kaderproblematik
06:01 Transferpolitik und Kaderzusammenstellung
09:02 Jackson Irvine und seine Bedeutung für das Team
11:58 Defensive Stabilität und Herausforderungen
14:49 Ausblick auf die kommenden Spiele und die Saison
16:41 Rückblick auf die Saison und aktuelle Herausforderungen
19:42 Die Rolle von Jackson Irvine und Teamdynamik
22:41 Transferstrategien und Kaderbedarf
25:31 Die Bedeutung der nächsten Spiele für den Klassenerhalt
28:44 Ausblick auf die Rückrunde und mögliche Szenarien
Das Pokalaus bei Holstein Kiel hat es erneut gezeigt: Der HSV ringt um Stabilität – und Fabio Vieira erklärt, warum sie so schwer zu finden ist. Er wird in eine Rolle gedrängt, in der er seine Stärken kaum ausspielen kann.
„Er ist ein Zehner, aber das System gibt diese Position gar nicht her“, erklärt HSV-Kenner Babak Milani (BILD) im Fever Pit’ch Podcast . Deshalb spielt Vieira meist auf dem Flügel, wo ihm das Tempo fehlt und seine Kreativität verpufft. Wenn er von dort ins Zentrum einrückt, um überhaupt ins Spiel zu kommen, entstehen Verschiebungen, die der HSV nicht immer sauber auffängt – wie man in Kiel besonders deutlich sehen konnte: viel Ballbesitz, kaum Durchschlagskraft. „Null Torgefahr, eine öde erste Halbzeit“, fasst Milani zusammen .
Umso bitterer ist, dass Vieira eigentlich genau das mitbringt, was dem HSV fehlt: Qualität in engen Räumen, Überraschungsmomente, technische Präzision. Sein Assist gegen Stuttgart war ein Beispiel dafür, wie sehr er Spiele öffnen kann. „Ganz stark“, lobt Milani, „aber er schafft das nicht über 90 Minuten“ .
Das liegt aber nicht nur am System, sondern auch an Vieira selbst. Seine Körpersprache ist aufgeladen, oft ungeduldig, manchmal überdreht. „Ich möchte nicht direkt Arroganz sagen, aber es hat schon etwas Herrisches“, beschreibt Milani seine Art, mit Schiedsrichtern und Situationen umzugehen . Der Mannschaft hat er damit schon häufiger einen Bärendienst erwiesen. Seine Gelb-Rote in Köln war sinnbildlich – der Schiedsrichter fühlte sich schon zur Pause „zu Tode genervt“ von seinen Dauerprotesten .
Für einen Aufsteiger, der über Ruhe und Kompaktheit kommen muss, ist das eine Hypothek. Und die nimmt der HSV jetzt mit ins Nordderby gegen Werder Bremen. Denn die Frage, wie man mit Vieira umgeht, ist letztlich die Frage, wie stabil dieser HSV überhaupt sein kann – und welchen Fußball er in der Bundesliga spielen will.
Takeaways
HSV hat Schwierigkeiten, konstante Leistungen zu zeigen.
Die Stürmerproblematik ist ein zentrales Thema.
Torwartwechsel könnte die Defensive beeinflussen.
Psychologische Aspekte spielen eine Rolle im Team.
Das Nordderby hat eine besondere Bedeutung für die Fans.
Tim Wiese wird als prägende Figur im Nordderby erwähnt.
Bakery Jatta hat sich nach langer Verletzung zurückgekämpft.
Viera hat Schwierigkeiten, sich im System zu integrieren.
Der Druck auf Trainer und Team ist hoch.
Die Fans sind hungrig nach Erfolg und unterstützen das Team.
Kapitel
00:00 HSV und Holstein Kiel: Ein Heimspiel-Debakel
03:08 Die Qualität des HSV: Ein Aufsteiger mit Schwächen
06:04 Sturmprobleme: Verletzungen und Personalpolitik
08:53 Torwartwechsel: Eine umstrittene Entscheidung
12:09 Psychische und physische Herausforderungen beim HSV
13:45 Nordderbys: Tradition und Rivalität im Wandel
15:47 Der Einfluss des VAR im Fußball
17:39 Die Rückkehr von Bakery Jatta und seine Bedeutung
19:37 Die Zukunft von Jatta beim HSV
20:36 Die Rolle von Viera im Team
23:06 Die Herausforderungen von Viera und seine Einstellung
27:03 Das Wir-Gefühl beim HSV und die Fanbindung
30:39 Der Druck auf Trainer und die Erwartungen an den HSV
Die 1:2-Niederlage von Borussia Mönchengladbach im Pokal gegen St. Pauli hat deutlich gemacht: Ohne Florian Neuhaus fehlt den Fohlen etwas. Er ist vielleicht nicht der einzige Schlüssel im Polanski-System – aber ein entscheidender.
Warum das so ist, erklärt Gladbach-Kommentator Karsten Linke (FohlenTV und Sportdigital) im Fever Pit’ch Podcast sehr klar. Neuhaus’ Fehlen war nicht nur deshalb spürbar, weil er selbst stark ist – sondern weil die Alternativen seine Rolle schlicht anders interpretieren. „Reyna und Stöger haben andere Profile, haben andere Stärken“, sagt Linke. „Da hat sich was gefunden – und auf einmal ist das eben nicht mehr da.“
Genau das war gegen St. Pauli zu sehen. Ohne Neuhaus fehlten Gladbach wichtige Verbindungslinien zwischen der Dreierkette und der Offensive, das saubere Anspiel in die Halbräume und jene Ruhe am Ball, die das Team in den Wochen zuvor stark gemacht hatte. Die Laufwege passten nicht mehr so selbstverständlich zusammen, die Automatismen der positiven Serie griffen nicht – das gesamte Gefüge wirkte fragiler.
So entsteht ein klares Bild: Gladbach verliert ohne Neuhaus nicht die komplette Ordnung, aber spürbar ein Stück Rhythmus, Balance und Kontrolle. Die Mannschaft spielt hektischer, unruhiger, weniger sauber strukturiert. Und das lässt sich auch faktisch belegen: Die beiden einzigen Niederlagen der letzten Wochen – gegen Bayern und jetzt gegen St. Pauli – waren exakt die Spiele, in denen Neuhaus fehlte.
Trotzdem ist es wichtig, nicht in Schwarz-Weiß-Bilder zu verfallen. Karsten Linke betont ausdrücklich, dass Gladbach nicht abhängig von Neuhaus sei: „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft abhängig ist – sie sind voneinander abhängig. Es gibt eine Achse.“
Genau darin liegt die Wahrheit: Neuhaus trägt die Borussia nicht allein – aber er ist der Spieler, der Polanskis Idee verbindet, stabilisiert und für die nötige Klarheit sorgt. Ohne ihn fällt das System nicht auseinander, doch es verliert seine Form, seine Selbstverständlichkeit, seine Struktur.
Gladbach bricht ohne Neuhaus nicht ein – aber Gladbach wackelt ohne ihn.
Takeaways
Die Niederlage im Pokal wird als einmaliger Ausrutscher betrachtet.
Florian Neuhaus hat eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Teams.
Trainer Polanski hat einen klaren Plan und kommuniziert gut mit der Mannschaft.
Die Teamdynamik hat sich verbessert, was zu besseren Leistungen führt.
Es gibt eine Abhängigkeit von Schlüsselspielern wie Neuhaus und Tabakovic.
Die nächsten Spiele sind entscheidend für die Entwicklung der Mannschaft.
Die Spieler müssen sich im Training anbieten und Leistung zeigen.
Nachhaltigkeit im Spielstil ist wichtig für den langfristigen Erfolg.
Die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern ist entscheidend.
Die Mannschaft muss sich auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren.
Chapters
00:00 Einleitung und Rückblick auf das Pokalspiel
03:10 Analyse der Mannschaftsleistung und Taktik
06:10 Die Rolle von Florian Neuhaus und seine Bedeutung
08:48 Der Einfluss von Polanski auf die Mannschaft
11:53 Schlüsselspieler und Teamdynamik
14:08 Die Entwicklung der Spieler und Teamdynamik
17:50 Der Einfluss des Trainers auf die Mannschaft
19:30 Die Herausforderungen gegen Mainz und die Bedeutung der nächsten Spiele
22:30 Nachhaltigkeit im Trainerwechsel und langfristige Perspektiven
25:37 Vergleich mit früheren Trainern und die Zukunft von Polanski
Das 2:1 in Leverkusen war ein Statement-Sieg, ein Beweis der Topspieltauglichkeit, und doch: Euphorie löste er nicht aus. Der BVB wirkt stabil, erwachsen, defensiv verlässlich – aber nicht wie der Klub, den seine Fans eigentlich erwarten. Dortmund gewinnt, aber nicht im vermeintlichen Dortmunder Stil. Mit nüchternem, kontrolliertem Pragmatismus und nicht mehr wie in der romantisch verklärten Klopp-Ära mit Vollgas, Emotion und Spektakel. Nicht schön, aber effektiv.
Genau darin liegt die Reibung. Dortmund spielt Fußball, der funktioniert, aber nicht begeistert. Und diese Diskrepanz erzeugt im Umfeld eine ständige Grundskepsis, die BVB-Experte Jonas Ortmann (Funke) im Fever Pit'ch Podcast so beschreibt: „Beim BVB kommt dieser latente Negativismus sofort hoch – man ist eigentlich nie zufrieden.“ Gemeint ist nicht Miesmacherei, sondern eine kulturelle Haltung: Ein BVB-Sieg fühlt sich für viele erst dann richtig gut an, wenn er auch ästhetisch passt.
Da liefert Niko Kovač aber bewusst etwas anderes. Sein Fußball steht für Struktur, Kontrolle, defensive Ordnung. Unter ihm hat Dortmund die zweitwenigsten Gegentore der Liga kassiert, gehört bei intensiven Läufen zu den Topteams, gewinnt Spiele über Standards, Kompaktheit und Arbeitsfußball – und jetzt in Leverkusen erstmals auch wieder ein Topspiel. Der BVB ist wieder schwer zu bespielen, wirkt stabiler als in den Jahren zuvor, aber weniger identitätsstiftend und weniger emotional.
Wie dieser nüchterne BVB funktioniert, zeigt sich auch im Umgang des Trainers mit der Szene um Serhou Guirassy und dessen verweigerten Handschlag. Kovač reagierte sofort, ruhig, nahm jede Schärfe aus der Situation. Er machte die Szene nicht größer als nötig, suchte direkt das Gespräch, ordnete die Emotion ein. Es war derselbe pragmatische Führungsstil, der die Mannschaft stabilisiert – und sie mit Platz drei, klarem Kurs aufs Champions-League-Achtelfinale und einer realistischen Pokalchance besser dastehen lässt, als es sich anfühlt.
Und genau darin steckt das Dortmunder Dilemma. Der Kovač-Fußball bringt den BVB sportlich voran, aber er fühlt sich nicht wie der Fußball an, in den sich Dortmund verliebt. „Insgesamt muss man sich ja schon auch mal kritisch hinterfragen, finde ich, ob man das beim BVB alles doch insgesamt zu negativ bewertet“, sagt Ortmann – eine Kritik an einer Erwartungshaltung, die sich vielleicht erst durch Ergebnisse verschieben lässt. „Wenn man zweimal Leverkusen schlägt, dreht sich die Stimmung komplett.“
Takeaways
Chapters
00:00 Einleitung und Rückblick auf BVB vs. Leverkusen
02:58 Bewertung von Spielstil und Ergebnissen
05:57 Kritik und Anspruchshaltung beim BVB
09:02 Niko Kovac und seine Trainerphilosophie
11:59 Serhou Guirassy und seine Leistung
14:53 Elfmeterthemen und Spielerleistungen
17:10 Fabio Silva und seine Entwicklung
19:31 Karim Adeyemi: Der Aufstieg eines Talents
22:57 Niko Kovac und die Fitness des BVB
25:57 Der Pokal und die Erwartungen an den BVB
30:47 Nachhaltigkeit und die Zukunft des BVB
Wer nach dem 0:3 gegen Bergamo immer noch glaubt, Eintracht Frankfurt habe nur „kleinere Stellschrauben“ zu drehen, um wieder in die Spur zu finden, irrt sich. Die Lage bei den Hessen ist viel ernster.
Der Kader ist nicht konkurrenzfähig. Toppmöller braucht fünf Neue – sofort. Das fordert Eintracht-Experte Marc Heinrich (FAZ) im Fever Pit'ch Podcast. Seine Mängelliste zieht sich durch alle Mannschaftsteile. Er beginnt bei der Baustelle im Zentrum.
„Auf der Sechs hat die Eintracht seit Jahren ein strukturelles Defizit“, so Heinrich. Und das fällt aktuell besonders ins Gewicht. Ellyes Skhiri ist außer Form, Hugo Larsson verletzt, Mo Dahoud eine situative Notlösung. Der Trainer muss Woche für Woche neu improvisieren – und genau das bricht der Mannschaft in den großen Spielen das Genick.
In der Innenverteidigung sieht es nicht besser aus. Die Eintracht kassierte in der Champions League bereits 14 Gegentore, dazu 22 in der Bundesliga. „Die Tore gegen Bergamo waren hergeschenkt“, kritisierte Robin Koch, der als Nationalspieler aber selbst den Ansprüchen nicht genügt. „Frankfurt braucht dringend einen Chef in der Innenverteidigung – und dahinter noch einen, der sofort Bundesliga-Niveau bringt“, sagt Heinrich.
Dazu kommt die Verletzung von Jonathan Burkardt im Spiel gegen Atalanta. Als der Stürmer vom Platz musste, brach die Mannschaft mental und spielerisch in sich zusammen. „Burkardt ist der wichtigste Spieler”, erklärt Heinrich. „Er hält das ganze Offensivsystem zusammen.“ Seine Laufwege, sein Pressing, seine Wucht – all das gibt es im Kader kein zweites Mal. Ohne Burkardt fehlt der Eintracht jede Tiefe und jede Entlastung.
Auch auf den Flügeln herrscht Mangel. Chaibi kämpft sich rein, Doan hat Momente, Knauff schwankt – aber keiner trägt konstant. „Die Eintracht lebt vorne zu sehr von Momenten, nicht von Verlässlichkeit“, sagt Heinrich. Ein Außenspieler mit Tempo, Abschluss und Entscheidungsqualität ist im Wintertransferfenster damit ebenfalls Pflicht. „Der Winter entscheidet über die ganze Saison“, sagt Heinrich. Und ohne Verstärkungen wird diese Entscheidung nicht zu Gunsten der Eintracht ausfallen.
Chapters
00:00 Eintracht Frankfurt und die Champions League
02:53 Defensive Probleme und die Rolle der Ultras
06:00 Kaderzusammenstellung und Verletzungsproblematik
08:59 Psychologische Faktoren und Teamdynamik
11:44 Trainerdiskussion und taktische Vorgaben
14:53 Wintertransfers und Kaderbedarf
18:23 Qualität und internationale Ambitionen 20:05 Umbruchphase und Fanreaktionen
22:05 Trainer und Vereinsführung
25:37 Fanverhalten und Ultras
30:51 Vereinschädigendes Verhalten und Dialogbereitschaft
Bayer Leverkusen hat beim 2:0-Sieg über Manchester City ein Zeichen gesetzt, das man vor dem Doppelpack in Liga und Pokal auch in Dortmund sehr genau zur Kenntnis nehmen sollte.
Trotz verspäteter Anreise und einer durch diverse Ausfälle erzwungenen Not-Elf spielte Leverkusen im Etihad so kontrolliert, reif und nervenstark wie zuvor unter Kasper Hjulmand noch nie in einem Topspiel. „Hjulmand nannte es hinterher eine ‚night to remember‘ – und das war es auch“, bringt es Patrick Scherer (Kölner Stadtanzeiger) im Fever Pit’ch Podcast auf den Punkt.
Gegen PSG und Bayern war noch Leverkusen chancenlos, doch in Manchester wirkte die Mannschaft wie verwandelt: ruhig im Ballbesitz, klar in den Abläufen, defensiv konsequent, laufstark wie nie zuvor (über 121 Kilometer). „Das war ein ganz anderer Auftritt“, sagt Scherer. Übrigens, auch als der BVB vor wenigen Wochen, als er an gleicher Stelle chancenlos war.
„Du hast gesehen, die wollten unbedingt diesen Sieg. Die sind füreinander gerannt, haben füreinander gekämpft“, sagte Scherer. Hjulmands Handschrift war dabei klar zu erkennen: vereinfachte Strukturen, definierte Rollen, diszipliniertes Positionsspiel, kaum Leichtsinn.
Zentraler Faktor der positiven Entwicklung: Mark Flekken. Dessen Leistungsprung nach schwierigen Start steht sinnbildlich für den neuen Ausdruck von Stabilität, der Hjulmands Team prägt. „Ein ganz großer Faktor. Wenn der jetzt so ankommt, ist das für Bayer enorm wichtig.“
All das gewinnt zusätzliche Relevanz mit Blick auf die beiden Duelle gegen Dortmund innerhalb von vier Tagen. Der BVB feierte beim 4:0 gegen Villarreal zwar einen wichtigen Sieg fürs Selbstvertrauen, doch der kam vor allem dank Platzverweis und veränderter Statik zustande. Die erste Halbzeit war wacklig, unsauber und strukturlos. „Dortmund hat mehr Druck auf dem Kessel“, glaubt Scherer.
Denn Bayer Leverkusen gewinnt Spiele aus einem Plan heraus, Dortmund aus emotionalen Schubmomenten. Hjulmands Team wirkt gefestigter, klarer, selbstbewusster. Kovacs Mannschaft stark, aber über 90 Minuten und über die letzten Wochen betrachtet deutlich volatiler. Die formstarken Leverkusener schicken sich dagegen an, ihren stetigen Aufwärtstrend fortzusetzen. Sollte das gelingen, könnte Borussia Dortmund gegen dieses Bayer tatsächlich alt aussehen.
Takeaways
Chapters
00:00 Champions League Erfolge und Rivalität
03:04 Die Herausforderungen der Anreise nach Manchester
05:55 Leverkusens beeindruckende Leistung gegen City
09:06Die Entwicklung von Bayer Leverkusen unter Jülmann
11:41 Vergleich der Trainer: Hjulmand und Alonso
14:54 Zukunftsausblick und Herausforderungen für Leverkusen
17:05 Die Entwicklung von Bayer Leverkusen
19:24 Dortmunds Herausforderungen und Druck
21:27 Der Kampf um die Vormachtstellung in Deutschland
23:00 Bayerns Stabilität und Dortmunds Chancen
25:21 Die Zukunft von Bayer Leverkusen in der Champions League
27:09 Vorhersagen für die kommenden Spiele
29:11 Pokal oder Liga: Was ist wichtiger?
Lennart Karl ist zwar erst 17, spielt aber, als wäre er schon seit Jahren ein fester Teil der Bayern-Offensive. Vor dem Champions-League-Duell bei Arsenal führt deshalb kaum ein Weg an ihm vorbei – er macht die Bayern besser.
„Das ist extreme Qualität – Ballführung, Antizipation, Abschluss“, sagt Martin Volkmar (ran) im Fever Pit’ch Podcast. „Der Junge ist wahnsinnig weit.“ Karl agiert nicht wie ein Nachwuchsspieler, sondern wie jemand, der Tempo, Räume und Anforderungen des Bayern-Spiels bereits vollständig verinnerlicht hat.
Sein Einfluss ist messbar: Tore, Assists und klare Strukturgebung im Offensivspiel. Vor allem die Harmonie mit Michael Olise war gegen Freiburg auffällig. Dieses Zusammenspiel könnte jetzt auch in der Champions League zur entscheidenden Waffe werden – zumal Luis Díaz gesperrt fehlt und Serge Gnabry nach seiner Verletzungspause noch nicht voll belastbar sein dürfte.
Damit wird Karl zur logischen Lösung gegen ein Arsenal, das derzeit wie eine Maschine verteidigt, kaum Tore kassiert und vor allem kaum Abschlüsse zulässt. Gegen diese rigide Zentrumskontrolle braucht Bayern Mut, Tempo und 1-gegen-1-Qualität. Also: Lennart Karl in seiner momentanen Topform.
Louis van Gaal prägte einst den Satz, der Thomas Müllers Karriere prägte: „Müller spielt immer.“ Bei Lennart Karl drängt sich die Parallele auf – auch wenn Volkmar einschränkt: „Müller war damals 19, da würde ich einen Unterschied machen.“ Trotzdem betont er, Karl habe sich „mit seinen Leistungen völlig zurecht reingespielt“. Wer Spiele so beeinflusst wie Karl, wird schnell unverzichtbar.
Auch in der Champions League. Und deshalb wäre das Risiko, den erst 17-Jährigen in London nicht von Beginn an zu bringen, größer als das Risiko, ihm zu vertrauen. Für Vincent Kompany ist Karl faktisch die einzig logische Entscheidung.
Takeaways
Chapters
00:00 Einzigartiges Talent und Selbstwahrnehmung
05:58 Watzke und die Herausforderungen bei Borussia Dortmund
12:03 Bayern gegen Arsenal: Vorbereitungen und Erwartungen
17:58 Lennart Karl: Ein aufstrebendes Talent bei Bayern
21:16 Erfolgreiche Jugendarbeit und deren Herausforderungen
23:41 Die Rolle von Bayern und anderen Vereinen
24:04 Die Rolle der Jugendspieler im Profifußball
26:07 Risiko und Chancen junger Spieler
29:47 Vorbereitung auf das Spiel gegen Arsenal
Chapters
33:52 Manuel Neuer und die Torwart-Diskussion
Karim Adeyemi ist gerade selbst die größte Mystery Box des BVB. Sportlich blockiert, privat verheddert, schlecht beraten: Der Offensivspieler irrt durch ein Labyrinth aus Fehlentscheidungen und Unsicherheiten - wirkt zunehmend orientierungslos.
„Er hat allein im letzten Jahr vier verschiedene Spielerberater gehabt”, erklärt Sky-Reporter Patrick Berger im Fever Pit’ch Podcast. “Das zeigt mir, dass einer vielleicht nicht so richtig weiß, wo er steht, wo er hin will.“ Und das spiegelt sich derzeit auf, aber auch neben dem Platz wider.
Wie in der Geschichte um die „Mystery Box“, die Adeyemi als Überraschungspaket bestellte – und die am Zoll unerwartet zur Schlagzeile wurde und ihm jede Menge Ärger einbrachte. Eine Episode, die vor allem durch seine völlige Fehleinschätzung der eigenen Lage Brisanz bekam. „Was ich viel dümmer finde, ist, dass er dachte, das kommt nicht raus“, kritisiert Berger und nennt sein Verhalten „naiv und dumm“, denn Adeyemi hatte weder den BVB noch den DFB informiert.
Und auch sportlich hat Adeyemi derzeit seinen Kompass verloren. Der Saisonstart war stark: sechs Scorerpunkte bis Anfang Oktober. Doch seitdem nichts mehr. Kein Tor, keine Vorlage. Und je mehr die Formkurve nach unten zeigte, desto unbeherrschter reagierte er. „Dann verweigert er vielleicht auch mal den Handschlag oder pfeffert eine Flasche auf den Boden“, kritisiert Berger.
Adeyemis Verhalten verrät viel über sein extrem angespanntes Nervensystem. Er ist ein Spieler, der Stabilität braucht, um sein Potenzial abzurufen. Läuft es im Team gut, läuft er mit. Läuft es schlecht, passt er sich an. „Er ist ein super Spieler, aber keiner, der in einer schwierigen Phase den Karren für eine ganze Mannschaft aus dem Dreck ziehen kann“, so Berger. Adeyemi braucht Räume, Rhythmus, Vertrauen – und am besten eine Mannschaft, die gerade selbst stabil ist. Doch genau das ist Borussia Dortmund aktuell nicht.
Das verstärkt Adeyemis Orientierungslosigkeit und macht ihn zur rätselhaftesten Figur in einem BVB, der selbst gerade eine einzige große Mystery Box ist.
Takeaways
Chapters
00:00 Einführung in die Mystery Box und Borussia Dortmund
02:50 Karim Adeyemi und die Sozialstunden
05:53 Die Hintergründe der Mystery Box
08:56 Auswirkungen auf die sportliche Leistung von Adeyemi
11:58 Borussia Dortmunds aktuelle Form und Herausforderungen
14:53 Niko Kovac und die Zukunft des BVB
17:56 Schlussfolgerungen und Ausblick auf die Saison
19:24 Die Entwicklung der Mannschaft unter Kovac
20:37 Erwartungshaltung und Geduld in Dortmund
23:07 Die Situation um Nico Schlotterbeck
25:58 Unruhe durch Vertragsverhandlungen
29:10 Schlotterbeck im Vergleich zu Rüdiger
31:04 Das bevorstehende Spiel gegen Stuttgart
33:18 Watzkes Rolle und die Präsidentenwahl
36:56 Die Zukunft des BVB als Mystery Box
Nur wenige Monate nach dem turbulenten Fast-Abstieg herrscht auf Schalke eine fast unwirkliche Ruhe. Keine Trainerdebatte, keine Führungsdiskussion, keine Nebenschauplätze. Schalke wirkt plötzlich leise, stabil und erwachsen – und genau darin liegt der Kern des Erfolgs.
„Ungewohnt, aber irgendwie auch schön“, sagt Marcel Witte (Ruhr24) im Fever Pit’ch Podcast über die neue Atmosphäre. Die Angst, dass nach zwei Niederlagen sofort wieder das Chaos ausbricht, ist verschwunden. Der Klub arbeitet konzentriert, geschlossen, ohne hausgemachte Dramen. Und das hat zwei Gründe: Frank Baumann und Miron Muslić.
Baumann hat Schalke entgiftet. Der Sportvorstand, zunächst skeptisch beäugt, hat mit ruhiger Hand Strukturen geschaffen, die der Verein jahrelang vermisst hat. Er setzte Muslić gegen Widerstand im Aufsichtsrat durch – eine Entscheidung, die Schalkes Saison prägt. Muslić bringt Feuer und eine klare Idee: aggressives Pressing, frühe Tore, vertikales Spiel.
Schalke setzt Gegner früh unter Druck und steht dank einer völlig erneuerten Defensive bei nur sieben Gegentoren. „Hut ab“, sagt Witte über Abwehrchef Katić, der die Mannschaft führt und Verantwortung übernimmt.
Trotz zwölf Verletzten blieb Schalke stabil. Die Reaktion auf das 0:4 in Darmstadt und das 1:2 in Karlsruhe: keine Panik, keine Flucht nach vorne, sondern ein abgeklärtes 1:0 gegen Elversberg. Schalke hat zum ersten Mal seit Jahren Rückschlagskompetenz – ein Zeichen echter Reife.
Baumann und Muslić arbeiten harmonischer zusammen als jedes Schalker Führungsduo der letzten Jahre. Keine Eitelkeiten, kein Alarmismus, kein Kurswechsel nach jedem Ergebnis. Das neue Schalke ist strukturiert, belastbar und weiß, was es will. Die Fans sind zurück, die Mannschaft funktioniert, die Kultur trägt. Schalke scheint sich endlich nicht mehr selbst im Weg zu stehen - bei der Rückkehr in die Bundesliga.
Takeaways
Chapters
00:00 Die Ruhe auf Schalke
03:03 Erfolgsfaktoren und neue Kultur
05:56 Baumann und Muslic: Die Kulturbringer
09:08 Stabilität und Teamgeist
11:57 Aufstiegsträume und Herausforderungen
14:56 Defensive Stabilität und Spielweise
17:51 Verletzungsproblematik und Belastungssteuerung
20:56 Standardsituationen als Stärke
24:02 Transferstrategien und Kaderplanung
27:01 Krisenmanagement und Teamdynamik
30:11 Zukunftsausblick und Aufstiegschancen
Das 6:0 über die Slowakei hat etwas Entscheidendes offengelegt: Diese DFB-Auswahl kann beeindruckend aussehen – aber nur, wenn ein Spieler das Ganze zusammenhält: Joshua Kimmich.
Seine Rückkehr hat das Team schlagartig verändert: im Tempo, in der Haltung, in der Klarheit. Sein Einfluss war in Leipzig nicht zu übersehen. „Joshua Kimmich ist aktuell der einzige deutsche Weltklasse-Spieler“, lobt Christopher Michel (Absolut Fußball) im Fever Pit’ch Podcast.
Dabei kam Kimmich angeschlagen zurück, spielte trotz Kapselverletzung – ging über die Schmerzgrenze – und setzte sofort die entscheidenden Akzente. Die resolute Grätsche gegen Obert war sein erstes Signal; kurz darauf folgte eine seiner „Weltklasse-Flanken“ zum 1:0. Michel lobt ihn als „nicht nur Rechtsverteidiger, sondern Stimmungsgeber, Taktgeber, Intensitätsgeber. Man merkt den brutalen Unterschied, ob der Rechtsverteidiger Kimmich heißt oder Baku.“
Doch seine Bedeutung geht weit über das Feld hinaus. Kimmich ist das emotionale Zentrum dieser Mannschaft. Er führt mit Haltung – und mit Empathie: Er schreibt Nick Woltemade nach jedem Tor persönliche Glückwünsche, kümmert sich, verbindet Generationen. Genau diese Mischung aus Anspruch, Menschlichkeit und Präsenz macht ihn unverzichtbar.
Aber genau darin liegt die Gefahr. Luxemburg hat brutal sichtbar gemacht, wie sehr das Team ohne ihn ins Straucheln gerät: weniger Rhythmus, weniger Schärfe, weniger Stabilität. Gegen Topgegner wäre das tödlich. Michel macht es klar: Der Ausfall, der Deutschland am härtesten treffen würde, wäre der von Kimmich. Für das gesamte Gefüge ist er so zentral wie Rodri bei Manchester City – bricht dieser Pfeiler weg, kippt die Statik.
Das Dilemma ist eindeutig: Mit Kimmich hat Deutschland Format, Selbstvertrauen und Struktur. Ohne ihn drohen Chaos und Orientierungslosigkeit.
Takeaways
Chapters
00:00 Ein magischer Abend gegen die Slowakei
02:29 Die Rolle von Joshua Kimmich
04:09 Das Grundniveau der deutschen Mannschaft
06:51 Druck und Motivation unter Nagelsmann
08:47 Nagelsmanns Entwicklung als Trainer
12:31 Konstanz im Kader und die WM-Vorbereitung
16:00 Die Rückkehr von Leroy Sané
18:24 Sané: Genie oder Wahnsinn?
19:59 Wirtz: Der Schlüssel zum Erfolg?
22:46 Kimmich: Der unverzichtbare Kapitän
25:13 Die Abhängigkeit von Kimmich
28:33 Vorfreude auf die WM 2026
30:31 Die Bedeutung des ersten Spiels
33:04 Der Spirit der Mannschaft
Vor den zwei entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Luxemburg und die Slowakei setzt Bundestrainer Julian Nagelsmann ausgerechnet auf den unberechenbarsten Spieler des deutschen Fußballs: den zuletzt aussortierten Leroy Sané.
Nagelsmann verkauft die Rückkehr als letzte Chance für den Spieler. Jan Christian Müller (Frankfurter Rundschau) nennt sie im Fever Pit’ch Podcast dagegen einen „Verzweiflungsakt“, ausgelöst durch ein DFB-Niveau, das dem Bundestrainer „nicht mehr genug Alternativen“ bietet. Sein Glaube an den mittlerweile 30-Jährigen ist gering.
„Es ist alles schon versucht worden“, erklärt Müller – Lob, Strenge, Nähe, Distanz. Nichts brachte Konstanz. Für Pit Gottschalk liegt das an Sanés Selbstwahrnehmung, die „stark von der Fremdwahrnehmung abweicht“ und immer wieder in Bockigkeit kippt. Egal ob in der Nationalmannschaft oder bei seinen Klubs, zuletzt auch bei Galatasaray: Der Spieler, der Weltklasse sein könnte, bleibt ein Fragezeichen – mal brillanter Dribbler, mal abwesender Mitläufer.
Müller fasst es trocken zusammen: „Sané ist eine Wundertüte.“ Dabei bräuchte das DFB-Team gerade jetzt Verlässlichkeit, denn „zu viele Spieler sind Wundertüten.“ Dennoch setzt Nagelsmann auf ihn, weil keiner seiner Konkurrenten wirklich liefert.
Gegen Luxemburg und die Slowakei muss Sané nun zeigen, dass er mehr ist als ein ewiges Versprechen. Müller warnt zwar, dass man eine Top-Leistung gegen Gegner dieser Kategorie kaum objektiv bewerten könne – doch genau diese Spiele bieten Sané die Chance, Haltung, Intensität und Verantwortung zu demonstrieren. Nicht zum ersten, aber vielleicht zum letzten Mal.
Takeaways
Chapters
00:00 Erinnerungen an den Terroranschlag
03:03 Erfahrungen und Emotionen im Stadion
05:57 Die Auswirkungen auf Reporter und Spieler
08:58 Fußball als Nebensache und Hauptsache
12:02 Aktuelle Herausforderungen der deutschen Nationalmannschaft
14:59 Die Debatte um Spieler und Kaderentscheidungen
19:22 Klare Kommunikation im Fußball
22:10 Öffentliche Kritik und ihre Auswirkungen
24:46 Umgang mit Druck und Erwartungen
28:42 Die Herausforderung der Nationalmannschaft
30:24 Zukunftsperspektiven und junge Talente
Der VfB Stuttgart wirkt stabil wie seit Jahren nicht, steht auf Augenhöhe mit Dortmund und Leipzig als Bayern-Verfolger in den Startlöchern - aber Stiller, Mittelstädt und Undav werden vom DFB links liegen gelassen Vom VfB Deutschland des Vorjahres kaum etwas übrig, Bundestrainer Julian Nagelsmann schaut woanders hin.
Unverständlich, denn Stuttgart liefert Woche für Woche gute Argumente. „Wenn man 21 Punkte geholt hat – ist das für mich nicht nachvollziehbar“, kritisiert Michael Bollenbacher (SWR), einer der Macher der ARD-Doku „Rise and Fall – VfB Stuttgart“ im Fever Pit’ch Podcast. „Gerade Angelo Stiller ist in letzter Zeit wieder sehr auf dem aufsteigenden Ast.“
Das gilt auch für Maximilian Mittelstädt, einen der konstantesten Außenverteidigern der Liga. Zumal, wie Bollenbacher richtig anmerkt: „Auf der Position gibt’s in Deutschland ja nicht so viele Alternativen.“ Und auch Deniz Undav trifft nach überstandener Verletzung wieder regelmäßig.
Nagelsmann begründet Stillers Nichtnominierungen mit Profilfragen. Für Bollenbacher ist das schwer nachzuvollziehen: „Ich finde, Leon Goretzka hat null Torbeteiligung diese Saison – rein sportlich wenig nachvollziehbar. Wahrscheinlich kennt Nagelsmann ihn einfach besser als einen Stiller.“
Die Botschaft: Reputation schlägt Leistung. Der Vorwurf: Nagelsmann übersieht die neue Substanz beim VfB Stuttgart, der mittlerweile viel effizienter und erwachsener auftritt. „Vor einem Jahr hat der VfB oft schön gespielt und verloren – jetzt spielen sie pragmatischer und holen Punkte“, sagt Bollenbacher und benennt damit einen möglichen Teil des Problems: Die Mannschaft ist stärker, aber weniger spektakulär. Ein Klub, der Ruhe gefunden hat, fällt weniger auf. Damals stellte der VfB sechs Nationalspieler, aktuell zwei.
Fluch und Segen der Arbeit von Trainer Sebastian Hoeneß, der gemeinsam mit Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Geschäftsführer Alexander Werle dem Verein Struktur und Balance verliehen hat. „Diese Kontinuität gibt es jetzt seit zweieinhalb Jahren – das ist das große Glück des VfB“, sagt Bollenbacher. „Früher haben sie die Trainer gewechselt wie die Boxershorts“, erklärt Bollenbacher trocken. Jetzt ist Kontinuität plötzlich wieder ein Erfolgsrezept.
Der neue VfB lebt von Teamgeist statt Typenkult. Von einem Kollektiv, mit dem Abgänge wie Nick Woltemade oder Enzo Millot kompensiert werden können. Von Spielern wie Chris Führich, die sich auch als Joker in den Dienst der Mannschaft stellen, und von einer Defensive, die endlich Stabilität verkörpert. „Chabot ist hinten der Fels in der Brandung”, sagt Bollenbacher. Und vorne liefert Undav, „ein guter Straßenfußballer, der Spiele entscheiden kann“.
Aber es beim DFB momentan nicht darf. Die Tür ist zwar nicht zu, aber offen ist auch die große Frage, „nach welchen Prinzipien Nagelsmann mittlerweile nominiert”, sagt Bollenbacher. „Irgendwie ist da keine Linie drin”. Zumindest, Stand jetzt.
Takeaways
Chapters
00:00 Der VfB Stuttgart im Herbst 2025
02:55 Nominierungen und die Nationalmannschaft
05:48 Aktuelle Tabellenlage und Herausforderungen
08:46 Kontinuität und Trainerwechsel beim VfB
11:45 Spielerentwicklung und Teamdynamik
14:59 Zukunftsperspektiven des VfB Stuttgart
17:39 Die Rolle von Deniz Undav im Team
21:29 Umgang mit sensiblen Spielern
25:01 Die Herausforderungen des VfB Stuttgart
29:20 Fabian Wohlgemuths Einfluss auf den VfB
33:29 Anekdoten aus der Doku "Rise and Fall"
Laut, direkt, emotional – Steffen Baumgart kämpft gegen den VAR und brachte die übermächtigen Bayern an den Rand einer Niederlage. Der Union-Trainer steht für das, was der Bundesliga fehlt: Leidenschaft, Chaos und Mut.
Fünf Millimeter Abseits, fünf Minuten Videobeweis – und ein Trainer, der explodiert. Steffen Baumgart tobte über den VAR, sprach von Leuten, die „Lack gesoffen“ hätten. Viele schüttelten den Kopf – doch sein Ausbruch steht sinnbildlich für eine Liga, die sich in ihrer eigenen Korrektheit verliert.
„Der VAR macht den Fußball gerechter“, sagt Kommentator Tobi Fischbeck im Fever Pit’ch Podcast, schränkt aber ein: “er hat ihm auch etwas von seiner Leichtigkeit genommen – gerade beim Torjubel.“ Der Fußball sei „deutlich bürokratischer“ geworden.
Doch dieser „Bürokratisierung des Fußballs“, wirkt ein Mann entgegen: Steffen Baumgart. In einer Liga voller standardisierter Emotionen und steriler Entscheidungen ist er das Störsignal der Weckruf. Laut, unberechenbar, ehrlich – und, wie Fischbeck anmerkt, „manchmal auch drüber“.
Seine Attacke gegen den VAR-Keller nach dem aberkannten Tor war zweifellos überzogen. Aber genau das macht den Reiz aus. Baumgart überzieht – weil er fühlt. Und genau das fehlt vielerorts in der Bundesliga. Denn seine Mannschaft verkörpert das, was dem Spiel abhandengekommen ist: Risiko, Leidenschaft, Widerspruch.So wie im Spiel gegen die Bayern. Beim 2:2 gegen den übermächtig scheinenden Rekordmeister zeigte Union, wie man sie zumindest kurzzeitig aus dem Takt bringen kann – mit Mut, mit Tempo, mit Verzicht auf Perfektion. Vielleicht etwas, das auch für das Pokalspiel im Dezember Hoffnung auf Spannung verspricht.
Doch realistisch bleibt: Auch das wird kaum reichen, um die Dominanz zu brechen. Die Bayern werden sich neu justieren, die Liga bleibt berechenbar. Aber immerhin gibt es noch Typen wie Steffen Baumgart, die sich überhaupt noch auflehnen – wenigstens bis der VAR sie wieder einfängt. Retten kann er den Fußball nicht. Aber er erinnert uns daran, warum wir ihn lieben.
Wenn Köln über Fußball spricht, fällt in diesen Tagen ein Name, der Erinnerungen weckt. Said El Mala, 19 Jahre alt, frech, explosiv – ein Spieler, der mit jedem Ballkontakt das Stadion summen lässt. Und einer, der bei älteren Fans etwas auslöst: War da nicht mal einer, der genauso spielte?
„Komm, sag’s – er ist der neue Podolski“, sagt Moderator Malte Asmus im Fever Pit’ch Podcast. „Na ja“, antwortet Julian Witzel (Funke Medien und Thekenphilosophen) und lacht. Er weiß: ganz so falsch ist der Vergleich nicht. El Mala hat, wie einst Podolski, diese ungebremste Lust am Spiel, den Mut zum Risiko – und die Fähigkeit, ein Stadion in Sekunden auf Temperatur zu bringen. Ein Straßenkicker, der das Spiel liebt, nicht das System. Einer, der zündet, weil er nicht nachdenkt. Und einer, den die Stadt sofort adoptiert.
Im Podcast beschreibt Witzel ihn als „Spieler mit gewaltigem Tempo und dem Mut, etwas zu riskieren“ – aber auch als jemanden, der „manchmal zu viel will“. „Ich habe manchmal das Gefühl, er will immer das Besondere zeigen“, sagt er. Das Publikum verzeiht ihm das gern. Denn aus jedem Versuch, aus jeder Überhastung blitzt dieses kölsche Etwas: Leidenschaft mit Fehlerquote.
Dabei war der Weg kein Selbstläufer. Gladbach hatte ihn in der Jugend aussortiert – körperlich zu roh, zu ungestüm. Jetzt steht er mit dem FC vor eben jenem Derby, das seine Geschichte schreibt. „Klar, das bewegt ihn“, sagt Asmus. „Nach Dortmund hat er zugegeben, dass ihn die gelbe Wand beeindruckt hat. Gegen Gladbach will er zeigen, dass er gelernt hat.“ Wenn er denn spielen kann, unter der Woche musste er das Training wegen einer Blessur abbrechen.
Selbst Weltmeister Jürgen Kohler ist beeindruckt, warnt El Mala allerdings: „Wenn sich die Verteidiger mal auf ihn eingestellt haben, wird’s spannend." Aber im Moment finden sie kein Rezept. Kwasniok geht klug mit seinem Rohdiamanten um. „Wir passen auf ihn auf“, sagt der Trainer intern immer wieder. Er lässt ihn nicht zu früh verbrennen, gibt ihm Räume, in denen Fehler erlaubt sind. El Mala dankt es mit Toren – und mit Momenten, die Köln liebt: laut, wild, unberechenbar.
Noch ist er nicht der neue Podolski. Aber er erinnert Köln daran, wie sich Aufbruch anfühlt. Und das allein reicht, um aus einem Talent einen Hoffnungsträger zu machen. Übrigens auch schon für Nationaltrainer Julian Nagelsmann, der El Mala kurz nach unserer Podcast-Aufzeichnung für die nächsten Länderspiele nominierte.
Takeaways
Chapters
00:00 Vorfreude auf das rheinische Derby
02:12 Besonderheiten des rheinischen Derbys
04:55 Gladbachs Rückkehr in die Spur
06:32 Die Rolle der Joker und Kaderqualität
10:20 Schröder und die Zukunft von Gladbach
13:04vErfahrungen aus der zweiten Liga
16:00 Kwasniok: Ein Trainer mit Gesicht
20:08 Ragnar Ache und seine Bedeutung für den FC
25:31 Euphorie und Realismus im Fußball
27:12 Kaderqualität und Verletzungsmanagement
28:50 Der Einfluss von Schlüsselspielern
30:42 Der neue Star: El Mala und seine Entwicklung
33:01 Vergleich mit Legenden: El Mala und Podolski
36:48 Die Herausforderungen für junge Talente
39:33 Zukunftsperspektiven und Transfergerüchte
Die intensive zweite Halbzeit beim 2:1-Sieg der Bayern in Paris hat es gezeigt: Jonathan Tah ist genau der Spieler, den Bayern gebraucht hat. Kein Glamour-Transfer, aber einer, der dem Rekordmeister eine neue Qualität verleiht.
„Ja, sie können leiden”, erklärt Luca Beckmann (Fußball MML) im Fever Pit’ch Podcast. „Und das liegt auch daran, dass Dayot Upamecano und Jonathan Tah einfach wahnsinnig gut zueinander gefunden haben, seitdem sie im Sommer zusammenspielen.“ Upamecano wirkt stabiler als je zuvor, Tah spielt, als wäre er schon ewig in München.
Die Defensive - früher eine Schwachstelle, nun Bayerns Rückgrat und die Basis im Erfolgssystem von Vincent Kompany. Tahs Ruhe am Ball und sein Gefühl für die Balance machen ihn zum idealen Partner für Upamecanos Dynamik – zum fehlenden Puzzlestück in Kompanys System, zum Anker, den Kompanys Mannschaft brauchte.
Beide Abwehrspieler ergänzen sich perfekt: Einer geht, einer sichert. Einer antizipiert, einer blockt – und das alles ohne Panik, ohne Fehlzündung. „Es ist wahrscheinlich genau das, es ist das Pärchen, was sich gesucht und gefunden hat“, sagt Beckmann.
Das bewies besonders die zweite Halbzeit in Paris: Mit Stellungsspiel, Zweikampfstärke und Nervenstärke sorgte das Duo dafür, dass Bayerns Spiel auch in Unterzahl nicht zerfiel – und niemand befürchten musste, dass noch etwas passieren könnte.
Dass der Trainer selbst Verteidiger war, dürfte erheblich dazu beigetragen haben: Kompany weiß, welche Art von Kommunikation und Vertrauen ein Innenverteidiger braucht. „Die Ansprache scheint sehr wertschätzend und motivierend zu sein“, erklärt Beckmann. „Und das sieht man – diese Mannschaft lebt.“
Und sie wächst – vor allem wegen ihrer sattelfesten Defensive – immer mehr in die Rolle als Topfavorit auf den Champions-League-Titel hinein.
Takeaways
Chapters
00:00 Bayern München: Ein Rock'n'Roll Fußballerlebnis
03:06Dominanz und Überraschung: Die Bayern im internationalen Vergleich
06:02 Taktische Kniffe und Spielerwechsel: Die Rolle von Kompany
09:01 Defensive Stärke: Upamecano und Tah im Fokus
11:58 Teamdynamik und Trainerphilosophie: Die Entwicklung der Bayern
15:04 Fitness und Belastung: Herausforderungen für die Bayern
17:57 Vergleich mit PSG: Individuelle Klasse vs. Teamarbeit
21:20 Bayern und die Fitness-Strategie
23:19 Luis Díaz: Unterschätzter Spieler
24:45 Jonathan Tah und die Defensive der Bayern
27:13 Manuel Neuer: Der Rückhalt im Tor
29:57 Die Rückkehr von Musiala und ihre Auswirkungen
35:38 Die Herausforderungen der Bayern in der Champions League