
In dieser Episode von Frame für Frame nehmen sich Luu und Nicko einen der bissigsten und kontroversesten Kultfilme der 2000er vor: American Psycho (2000). Mary Harrons schwarze Satire, basierend auf dem Roman von Bret Easton Ellis, seziert den Yuppie-Lifestyle im New York der späten 1980er und hält der Konsum-, Status- und Männlichkeitsbesessenheit einen blutigen Spiegel vor.
Im Mittelpunkt steht Patrick Bateman (Christian Bale), Investmentbanker, Schöngeist und möglicher Serienkiller. Der Film spielt bewusst mit der Unsicherheit, ob Batemans extreme Gewaltexzesse real sind oder sich nur in seinem zunehmend fragmentierten Geist abspielen. Luu und Nicko sprechen darüber, wie genau diese Ambivalenz den Film bis heute so verstörend, komisch und faszinierend macht.
Analysiert werden ikonische Szenen wie Batemans obsessive Morgenroutine, die legendäre Visitenkarten-Szene, der Huey-Lewis-&-the-News-Monolog mit Axt, die surreale ATM-Sequenz („Feed me a stray cat“) sowie das offene, nihilistische Finale mit dem Satz „This is not an exit“. Dabei geht es um Themen wie Identitätsverlust, toxische Männlichkeit, Kapitalismus als Horror und die völlige Austauschbarkeit von Menschen in einer oberflächlichen Leistungsgesellschaft.
Natürlich gibt’s auch jede Menge Trivia und zum Schluss wartet ein Spiel für Luu, Empfehlungen der Woche und ein Ausblick auf den nächsten Film!