"Der Bruch ist die Sünde" – das steht in goldener Schrift auf einem blauen Glaskopf, der den Künstler Erwin Eisch selbst zeigt. Mit seinem Riss, dem Bruch am Ohr, stellt dieses Werk alles infrage, was man von perfektem Glas erwartet. Erwin Eisch war der Mann, der die internationale Studioglasbewegung nach Deutschland brachte. In dieser Folge erzählen wir die Geschichte einer legendären Begegnung im August 1962: Als Harvey Littleton, der "Vater der Studioglasbewegung", im Bayerischen Wald auf Erwin Eisch trifft, ist das der Beginn einer künstlerischen Revolution. Aus Glas wird Kunst statt Handwerk, die Funktion wird absichtlich sabotiert.
Wir sprechen mit Sven Hauschke, Direktor der Kunstsammlungen der Veste Coburg und des Europäischen Museums für modernes Glas über:
● Die Porträtkopf-Serie von Eisch
● Seine Studienzeit in München
● Die historische Begegnung mit Harvey Littleton 1962
● Die Rolle von Gretel Eisch als Künstlerin und unsichtbare Kraft hinter den Werken
● Die Bedeutung von Religion und Spiritualität in seinem Schaffen
● Die Bild-Werk-Sommerakademien in Frauenau
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