Besinnlichkeit – ein Zustand, den wir alle suchen undgleichzeitig vermeiden. In einer Welt, die ständig rauscht, wird Stille schnell verdächtig: zu langsam, zu ehrlich, zu nah an uns selbst. Doch wahre Besinnlichkeit ist kein saisonalerWohlfühlmoment, sondern ein philosophischer Akt des Anhaltens – ein mutiger Blick nach innen, gerade dann, wenn alles um uns beschleunigt.
Toni Faber, Dompfarrer von St. Stephan in Wien begleitet mich in dieser Episode durch die Frage, was Besinnlichkeit jenseits von Kerzenschein, Konsum und Adventromantik bedeutet. Gemeinsam beleuchten wir:
- Warum Stille ein Tor zur inneren Freiheit ist
- Wie Besinnlichkeit gegen Stress, Reizüberflutung und seelische Erschöpfung wirkt
- Was Denker wie Martin Buber und Dostojewski über das Innehalten sagen
Eine Episode für alle, die Sinn suchen, Ruhe brauchen oder die Weihnachtszeit bewusster erleben möchten.
Philosophisch. Tief. Menschlich.
Genuss macht das Leben intensiver – ein Moment, in dem Zeit und Bewusstsein verschmelzen. Bevor ein Rausch überhaupt entsteht, gibt es etwas viel Zarteres: den Genuss. Dieser flüchtige Augenblick lässt das Leben dichter wirken, als hätte jemand heimlich die Sättigung hochgedreht. Genuss ist eine kleine Kunstform: bewusst, freiwillig, begrenzt.
Doch wie in jeder guten Familiengeschichte wohnt gleich nebenan die Sucht – die wilde, unberechenbare Tochter des Genusses. Manchmal zu laut, manchmal verletzlich und doch untrennbar mit ihm verbunden.
Gabriele Fischer ist Ärztin und Leiterin der Suchtforschung an der Medizinischen Universität Wien. Gemeinsam philosophieren wir über die Kunst des lustvollen Lebens und über die feinen Grenzen zwischen Genuss und Sucht.
Wir beleuchten, wie Lust, Dopamin und Disziplin unser Leben steuern – und warum Genuss manchmal zur Sucht werden kann.
Philosophische Fragen, die wir besprechen:
Warum Lust ohne Risiko nicht existiert
Wie Dopamin unser Verhalten unbewusst manipuliert
Wieso Disziplin nicht der Feind des Genusses ist
Welche Faktoren Menschen besonders anfällig für Sucht machen
Was uns wirklich hilft, ein lustvolles, aber freies Leben zu führen
Ein tiefgründiges Gespräch über Philosophie, Genuss, Freiheit, Maß, Lust und Sucht. Über das Leben am Rand zwischen Selbstbestimmung und Verlangen – und über die Kunst, lustvoll zu leben, ohne vom eigenen Begehren verschluckt zu werden.
Was ist Schönheit – und wo finden wir sie? Ein flüchtiger Moment im Spiegel unserer Wahrnehmung, oder ein ewiges Rätsel, das sich erst zeigt, wenn wir aufhören, nach ihm zu suchen? Vielleicht liegt sie gar nicht im Glatten, Symmetrischen oder Makellosen, sondern in den feinen Rissen, in den unperfekten Linien - in all dem, was echt ist.
In dieser Folge begebe ich mich gemeinsam mit Norbert Wagenbrett - Künstler, Denker und feinsinniger Beobachter der Zwischentöne - auf eine spontane Reise, ein Gespräch, das selbst zur Kunst wurde. Ohne Drehbuch, aber mit offenen Sinnen.
Norbert Wagenbrett spricht mit mir über all das, was sich dem unmittelbaren Blick entzieht – über das Unscheinbare, das erst durch bewusste Wahrnehmung Bedeutung gewinnt. Vielleicht liegt die wahre Kunst der Schönheit genau darin: das Ungesehene zu erkennen, noch bevor es sich offenbart.
Was bedeutet Sprache heute – zwischen starren Strukturen, gesellschaftlichen Erwartungen und ständigen Normen? Kann sie uns noch wirklich bewegen, oder ist sie längst ein Werkzeug der Macht, das uns steuert, statt uns zu befreien? Schweigen? Vielleicht die radikalste Form von Kommunikation, lauter als jedes Wort.
In dieser Folge spreche ich mit Christian Zillner – Maler, Dichter, Wortschöpfer – über die Macht der Sprache, ihre Fallen und ihre magische Fähigkeit, Welten zu erschaffen und zu zerstören. Vom Schweigen der Wüstenväter bis zur Genderdebatte, von Platon über Nietzsche bis zu Chomsky und Geld als stilles Machtinstrument: Wir erkunden die Poesie, den Witz und die unheimliche Kraft unserer alltäglichsten Begleiterin – der Sprache.
Warum ist ein Haus dumm und das Zelt das ideale Gerüst? Weil starre Mauern begrenzen, während ein Zelt Raum für Bewegung, Freiheit und Kreativität lässt – genau wie die Sprache, wenn wir sie bewusst nutzen.
Ein ehrliches, augenzwinkerndes, manchmal unbequemes Gespräch – für alle, die noch selbst denken und lauschen wollen. Jetzt reinhören.
Was ist moralisch richtig – und wer legt das eigentlich fest? In dieser Folge von Geistesinterpretationen – Moral kennt keine Paragraphen tauchen wir mit Anwalt Christoph Urbanek tief in die Grauzonen zwischen Gesetz und Gewissen ein. Wir hinterfragen, ob Moral universell ist oder nur ein Kind unserer kulturellen Prägung, und diskutieren alles von der Todesstrafe bis zu den kleinen, aber entscheidenden Alltagsentscheidungen, die unser Gewissen herausfordern. Und ganz nebenbei: Fahren unmoralische Anwälte wirklich einen Ferrari? Ein provokantes, philosophisches Gespräch über Recht, Moral, Gerechtigkeit und die feinen Grenzen, an denen Paragraphen auf persönliches Gewissen treffen. Bereit, deine eigenen Überzeugungen auf die Probe zu stellen?
Zuverlässig wie Steuerbescheide und Montagsgefühle begleitet uns die Angst durch Beziehungen, Karrieren, Social Media und innere Monologe. Und auch wenn sie sich heute anders tarnt – als Selbstoptimierungsdruck, Bindungsangst oder Furcht vor Bewertung – bleibt sie eines: zutiefst menschlich.
In dieser Folge sprechen wir über Angst im privaten wie beruflichen Kontext – über ihre Ursachen, Nebenwirkungen und versteckten Chancen. Zu Gast: Karin Brauneis-Ryan– eine echte Granate der Finanzwelt, die nicht nur Zahlen jongliert, sondern auch Gedanken tanzen lässt.
Wir fragen uns: Ist es heute überhaupt noch möglich, angstfrei Beziehungen zu führen – zu anderen und zu sich selbst? Und wie unterschiedlich gehen Männer und Frauen mit dieser Angst um? Wer lebt mit ihr – und wer wird von ihr gelebt?
Was bedeutet Freiheit heute, in einer Welt der ständigen Wahlmöglichkeiten, der sozialen Konventionen und der moralischen Überkorrektheit? Gibt es sie noch – die echte, gelebte Freiheit? Oder ist sie längst ein nostalgisches Ideal, das in Likes, Shitstorms und Normvorgaben untergeht? In meiner ersten Podcast Folge spreche ich mit Andreas Kreutzer – Marktexperte, Autor, kritischer Geist – über persönliche, gesellschaftliche und politische Freiheit. Über Cancel Culture, Rauchverbote, Dresscodes und darüber, warum Freiheit oft dort endet, wo Anpassung beginnt. Zwischen Kant, Adorno, Nietzsche und Raumschiff Enterprise erkunden wir mit einem Augenzwinkern den philosophischen Tiefgang und die alltäglichen Zumutungen des Frei-Seins.
Ein ehrliches, unbequemes, aber befreiendes Gespräch – für alle, die noch selbst denken wollen. Jetzt reinhören und mitdenken.
Kommentare willkommen – solange sie frei sind.