Willst du Innovation in deinem Unternehmen vorantreiben, aber fragst dich, wie du sie praktisch umsetzen kannst? "Innovation. Einfach. Machen." ist dein Podcast für konkrete Tipps, inspirierende Impulse und praxisnahe Strategien rund um Innovationsmanagement, Innovationskultur und Intrapreneurship.
Hier bekommst du leicht umsetzbare Ideen und Methoden, wie Design Thinking, Innovationsworkshops und vieles mehr. Ob als CEO, CTO oder Innovationsverantwortliche:r – dieser Podcast hilft dir, Innovation nicht nur zu planen, sondern endlich ins Handeln zu kommen.
Freu dich auf Solo-Episoden voller wertvoller Insights sowie spannende Interviews mit Expert:innen aus der Welt der Innovation. Lass uns gemeinsam Innovation einfach machen!
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Bianca Prommer [00:00:00]:
Was ist eigentlich ein Innovationsökosystem? Stell dir folgende Situation vor. Du möchtest ein richtig gutes Orchester zusammenstellen. Da reicht es halt nicht einfach nur die besten Geigerinnen zu haben oder die besten Schlagzeugspielerinnen, die besten Dirigenten zu haben, sondern es geht das Zusammenspiel. Das ist wie im Fußball, da hilft es auch nicht, wenn ich die besten Einzelspieler habe. Ich brauche eine Gesamtheit, ich brauche dieses Zusammenspiel, damit hier Erfolg passieren kann. Und genau so ist es auch mit Innovationen. Da ist es einfach wirklich so, dass diese Einzelkämpferinnen schnell an ihre Grenzen stoßen Und deshalb sprechen heute bereits viele über Innovationsökosysteme. Was das genau ist und warum auch du dich damit beschäftigen solltest, darum geht es in der heutigen Folge.
Bianca Prommer [00:01:00]:
Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute dreht sich alles Innovations Ökosysteme und weil das so ein komplexes Thema ist, gibt es nicht nur die heutige Folge dazu, sondern ein paar weitere Folgen. Also insgesamt werden es so 4, 5 Folgen sein, wo ich verschiedene Aspekte 1 Innovations-Ökosystems beleuchten möchte. Wenn du wissen möchtest, was ein Innovationssystem, Ökosystem überhaupt ist, was dahinter steckt, warum es eigentlich heute notwendig ist, erfolgreich innovieren zu können und vor allem auch, wie du jetzt als Innovationsverantwortliche davon profitieren kannst. Damit werden wir in der heutigen Folge des Teil 1 dieser Serie starten. Wir schauen uns ein bisschen so die Theorie an, wir schauen uns auch spannende Beispiele an und ich werde wirklich darauf eingehen, was ist das jetzt ganz konkret, was bedeutet es auch und was sind so auch die Vorteile. Warum beschäftige ich mich gerade damit? Ich war schon öfters Teil 1 Innovationsökosystems, egal ob es in der Automobilindustrie, wo wir sehr stark mit Universitäten als auch mit Startups kooperiert haben. Ich war Teil der Startup-Welt, wo wir auch wirklich mit Startups, Gründerinnen, KMUs und Forschungseinrichtungen gearbeitet haben.
Bianca Prommer [00:02:26]:
Und jetzt ist es wirklich so, dass 2 Dinge dazu führen, dass ich mich ganz, ganz intensiv damit beschäftige. Das erste ist, dass ich ja Teil 1 ISO-Expertinnen-Gremiums bin, das sich ja mit der 56.000-Namen-Familie auseinandersetzt, wo es Innovationsmanagement-Systeme geht. Und seit ein paar Wochen beschäftigt sich eine kleine Kerngruppe mit 1 neuen ISO-Guideline, und zwar der 56.012, wo es eine Guideline für Innovationsökosysteme geht. Und da bin ich Teil davon, habe da auch einen Team-Lead übernommen, das heißt mein Team und ich, wir schreiben diese Guideline rund das Thema Operation, also Operating the Innovation Ecosystem und was es hier wirklich auf der operativen Ebene braucht, damit Innovation in einem Innovationsökosystem passieren kann. Das heißt, da beschäftige ich mich wirklich mit Expertinnen, Experten aus unterschiedlichsten Ländern dieser Welt, also von Amerika bis nach China sind da wirklich ganz ganz viele Expertinnen und Experten mit drinnen und wir schreiben da jetzt gerade diese Guidelines. Finde ich super spannend, weil natürlich das Schreiben 1 solchen ISO-Guideline noch etwas anderes ist, als wenn ich es so im Podcast drüber spreche oder am Blogartikel drüber schreibe. Finde es aber echt spannend, mit welch großartigen Menschen ich da jetzt gerade zusammenarbeiten darf und hier wirklich einen Beitrag leisten darf. Na ja, seit ich mich so intensiv mit diesen Innovations-Ökosystemen auseinandersetze, spreche ich natürlich auch mit meinen Kundinnen und Kunden über das Thema.
Bianca Prommer [00:04:15]:
Und plötzlich ist es so, dass ich in 2 konkreten Horizon EU Anträgen mit dabei bin, weil wir hier eine Förderung haben wollen für den Aufbau von einem Innovationsökosystem. Und das sind 2 verschiedene. Das eine ist eher im Gesundheitsbereich, das andere eher im Sozialbereich. Und immer wenn ich davon spreche, Ökosystem, dann sind die, die mir gegenüber sitzen, egal ob das jetzt Geschäftsführende sind, ob das jetzt Innovationsmanagerinnen und Manager sind. Es ist so spannend, sind sofort alle voll interessiert und deswegen habe ich mir gedacht, naja, dann nutze ich doch meinen Podcast, hier mal über dieses Thema zu sprechen. Und deshalb heute starten wir wirklich mit diesen Basics. Lass uns da gleich einsteigen. Was ist denn ein Innovationsökosystem? Und ich möchte gleich einmal mit einem Zitat vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation nennen.
Bianca Prommer [00:05:19]:
Und zwar sagen die, ein Innovationsökosystem ist ein dynamisches Netzwerk von Akteuren, deren Interaktivität und gemeinsame Nutzung von Ressourcen den Innovationsprozess beschleunigen und nachhaltige Mehrwerte schaffen. Was heißt das jetzt? Ein Innovationsökosystem ist eine Gemeinschaft, eine lebendige Gemeinschaft von verschiedensten Stakeholdern, von verschiedensten Akteuren, die gemeinsam daran arbeiten, Innovation zu entwickeln, umzusetzen und voranzutreiben. Das heißt, das ist eine Gemeinschaft an Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Investoren, Behörden, Startups und auch Kunden und Kundinnen. Das heißt, die bringen wir zusammen in ein Netzwerk, in eine Gemeinschaft, in eine echte Kooperation. Jeder bringt unterschiedliche Ressourcen, Blickwinkel, Wissen mit ein, vernetzen sich und dadurch können dann neue Ideen entwickelt werden, Innovationen entwickelt werden und auch entsprechend in marktreife Produkte, Services, Geschäftsmodelle verwandelt werden. Das ist einmal so die Definition. Was heißt das jetzt ganz konkret? Stell dir vor, ein Krankenhaus. Ein Krankenhaus beschließt, wir wollen patientenzentrierter arbeiten.
Bianca Prommer [00:06:55]:
Uns ist es wichtig, hier noch patientenzentrierter zu arbeiten. Wir wollen hier neue Services, neue Geschäftsmodelle entwickeln. Wir wollen hier wirklich Innovation ermöglichen und das komplett auf den Patienten zugeschneitert. Und es beschließt dieses Krankenhaus, wir suchen uns jetzt weitere Akteure, die dieselbe Zielgruppe haben und mit denen wir hier gemeinsam Innovation entwickeln können. Also so ein Krankenhaus könnte jetzt hingehen und sich mit irgendeiner medizinischen Universität zusammenschließen. Die könnten sich mit Versicherungsunternehmen zusammenschließen, die ja hier auch Krankenversicherung, Unfallversicherungen anbieten. Die könnten auch schauen, welche Start-ups gibt es denn da in dieser Richtung, welche Start-ups beschäftigen sich mit dem Thema. Die könnten aber noch einen ganz anderen Schritt machen und sagen, naja, für diese Patientenzentrierung ist auch das Gebäude wichtig und in diesem Gebäude ist zum Beispiel auch die Lichttechnik wichtig oder da ist wichtig, wie die Wände, die Räumlichkeiten gestaltet sind.
Bianca Prommer [00:08:02]:
Das heißt, die können sich mit Architekten zusammenschließen, die können sich mit Beleuchtungsunternehmen zusammenschließen. Das heißt, ich schaue mir hier diese gesamte Kundenreise meiner Zielgruppe an, in dem Fall Patientinnen und Patienten, und schaue, wer entlang dieser Kundenreise ist hier vielleicht noch ein wichtiger Akteur, ein wichtiger Stakeholder, den wir hier mit einbinden können. Und da geht es nicht darum, dass man es mit denen einfach mal einen Workshop macht, weil das passiert ohnehin schon in vielen Unternehmen. Die laden sich dann Universitäten ein, andere Unternehmen ein, hier gemeinsam Innovation in einem Workshop zu entwickeln. Da ist es wirklich in einem Ökosystem, dass man hier wirklich über alle Phasen des Innovationsprozesses von wir haben es einmal Chancen-Handlungsfelder identifiziert hin über Ideenentwicklung hin zu zum Testen der Ideen bis wirklich zur Umsetzung und Markteinführung. Das heißt, sie arbeiten hier ganz ganz eng zusammen. Das könnte auch sein, ein weiteres Beispiel könnte sein, dass eine Versicherung sagt, wir bieten Haushaltsversicherungen an. Und jetzt schaue ich mir an, naja, Wer sind denn meine Kunden in so 1 Haushaltsversicherung? Das sind halt Privatpersonen vielleicht, Menschen, die in einem Haus wohnen, die in 1 Wohnung wohnen.
Bianca Prommer [00:09:24]:
Und jetzt kann ich mir auch hier diese gesamte Kundenreise anschauen. Vielleicht der Student, die Studentin oder der junge Erwachsene, der das erste Mal von zu Hause auszieht, seine erste Wohnung sucht. Bis hin, ich muss vielleicht was reparieren lassen, instand setzen, siedeln. Also was sind so typische Fälle innerhalb so 1 Kundenreise von jemandem, der irgendwo wohnt. Das sind ja viele Dinge. Handwerker zu suchen, also die Ausstattung, die erste Möbeleinrichtung, da gibt es ganz, ganz viele Punkte. Und jetzt sagt die Versicherung, okay, wen brauchen wir entlang dieser Kundenreise, hier gemeinsam was Neues zu entwickeln? Und es können auch die hergehen und sagen, naja, wir könnten mit Siedlungsunternehmen zusammenarbeiten, wir könnten mit Handwerkern, vielleicht auch solchen Plattformen zusammenarbeiten, wo Handwerker vermittelt werden. Und was hat es die Versicherung davon? Die Versicherung hat davon, wenn das neue Produkt, das Service, das Geschäftsmodell entstehen, dann können die wieder überlegen, was können wir da jetzt versichern.
Bianca Prommer [00:10:31]:
Also zum Beispiel, wenn wir zum Beispiel das Siedeln, ja es wird ein Siedlungsunternehmen beauftragt für ganz ganz teure Gegenstände, dann kann ich sagen, okay ich biete deine Versicherung dafür an, zum Beispiel jetzt. Das heißt, ich schaue mir hier wirklich entlang 1 kompletten Kundenreise für einen Kunden an, was kann ich hier neu machen, welche neuen Möglichkeiten ergibt sich. Und der Vorteil, den ich hier sehe, und das ist wirklich ein ganz großer Vorteil, ist, dass durch diese anderen Stakeholder, durch die anderen Akteure hier neue Blickwinkel kommen. Weil wenn ich da jetzt mit einem Beleuchtungstechniker zusammenarbeite, der sieht hier ganz andere Themen, ganz andere Kundenbedürfnisse möglicherweise als ich als Versicherungsunternehmer. Und über diese neue Erkenntnis kann ich vielleicht wieder ein neues Produkt oder ein neues Service anbieten. Und das ist aus meiner Sicht einfach ein riesengroßer Vorteil von solchen Innovationsökosystemen. Denn, und jetzt komme ich auch schon zum Punkt, warum Innovations-Ökosysteme. Es gibt Studien, die zeigen, dass zum Beispiel auch in Deutschland die Innovationsquote gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen seit 15 Jahren rückläufig ist.
Bianca Prommer [00:11:55]:
Das heißt, es wird weniger in Innovation investiert. Klar, hohe Geschwindigkeit, hohe Komplexität, wo setzt man an, Das Ganze kostet was. Wir haben gerade aktuell vielleicht wichtigere Themen, wo man sagt, wir müssen schauen, dass wir die Arbeitsplätze erhalten. Ich muss schauen, dass ich meine Mitarbeitenden überhaupt bezahlen kann. Da habe ich kein Geld dafür, jetzt was in Forschung zu investieren. Und dann ist es natürlich auch ein hohes Risiko das Ganze. Was ist, wenn die Innovation nicht funktioniert? Was ist, wenn die Idee nicht funktioniert? Wenn ich draufkomme, dass ich da wahnsinnig viel Geld investiert habe Und dann funktioniert das Ganze nicht. Und all das führt natürlich dazu, dass diese Innovationsquote rückläufig ist.
Bianca Prommer [00:12:37]:
Also es gibt hier ganz konkrete Zahlen. Zum Beispiel 2014 war diese Innovationsquote von KMU bei 37 Prozent, während sie 1999 bei 56 Prozent war und auch jetzt sinkt sie weiterhin, gerade im KMU-Bereich. Und deshalb glaube ich, dass Innovations-Ökosysteme hier wirklich ein großer Mehrwert sind. Warum? Wenn du jetzt wirklich Teil 1 Innovationsökosystems bist, dann hast du mehrere Vorteile. Erstens, du kannst mit dem Thema der Komplexität und Geschwindigkeit besser umgehen. Weil alleine ist es natürlich ganz ganz schwierig, weil das sind so Themen wie Digitalisierung, KI, ESG, Energiewende, Gesundheit. Es ändert sich ja nahezu täglich was. Und da jetzt gerade als kleineres, mittleres, aber auch als großes Unternehmen immer diesen Überblick zu behalten, immer zu schauen, was tut sich denn da jetzt in den einzelnen Feldern, wird es halt schon schwierig.
Bianca Prommer [00:13:41]:
Jetzt gibt es aber Universitäten, die sich vielleicht mit Forschung in diesem Feld schon beschäftigen. Es gibt Startups, die da vielleicht schon ganz anders drauf schauen. Also warum nicht mit denen auch zusammenzuarbeiten, hier Ressourcen zu verteilen, gemeinsam Ressourcen zu nutzen. Das heißt, ich bekomme Wissen, ich bekomme Forschungsergebnisse Und dafür gebe ich vielleicht irgendwie Ressourcen ein, dass ich sage, ich habe eine Produktion, da könnte man mal schnell Prototypen realisieren. Und genau darum geht es in so einem Innovationsökosystem. Das heißt, gemeinsam kann man diese Komplexität dieser 9 großen Themen einfach viel besser bewältigen. Ein zweiter großer Vorteil, den ich sehe, ist, dass man natürlich das Risiko verteilt und gemeinsam Ressourcen nutzt. Ich habe schon ausgesprochen, natürlich hat jede neue Idee ein großes Risiko.
Bianca Prommer [00:14:31]:
Funktioniert sie am Markt, funktioniert sie nicht, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, das richtige Bedürfnis, das richtige Wording zu verwenden und das ist ja gar nicht so einfach, wenn man das als einzelnes Unternehmen jetzt einmal schultern muss. Und deshalb ist so ein Ökosystem natürlich großartig, weil man sagt, wir verteilen das Risiko, weil so viele Blickwinkel da mit reinkommen, weil da so viele neue Perspektiven, Wissen, Know-how da einfach wirklich miteinfließen und man damit einfach viel mehr Daten hat und damit auch viel fundiertere Entscheidungen treffen kann. Und natürlich kann man Ressourcen miteinander nutzen. Ein weiterer dritter großer Vorteil ist, dass man einen besseren Zugang zu Märkten, zu Talenten und zu Technologien hat. Also zum Beispiel Startups, wenn die da in einem Ökosystem dabei sind, die profitieren natürlich von den etablierten Unternehmern, weil die haben vielleicht schon Marktkanäle, die aufgebaut sind, die haben schon Zugang zu Kundinnen und zu Kunden, die haben Erfahrungen, die haben vielleicht auch Kapital, die haben vielleicht auch entsprechende Produktionsmaschinen. Die Startups wiederum haben eine frische Perspektive, kreative Ideen. Das heißt, beide profitieren voneinander. Wenn dann auch noch die Wissenschaft mit reinkommt, die Forschung mit reinkommt, die einerseits Wissen, Grundlagenwissen hat und dann vielleicht sogar neue Talente hat, weil ja dort gerade welche studieren, dann bringt es wirklich einfach wahnsinnig viel Mehrwert.
Bianca Prommer [00:16:01]:
Und wenn man dann auch noch Kundinnen und Kunden mit einbaut in dieses Ökosystem, dann sieht man auch sehr sehr schnell in den ersten Tests, kann diese Innovation funktionieren, wird die da entsprechend auch akzeptiert. Und das ist für mich auch dieser vierte Vorteil 1 Innovationsökosystems, ist wirklich diese Relevanz und Akzeptanz. Das heißt, dass man hier wirklich gemeinsam auch sehr schnell sieht, funktioniert eine Idee oder funktioniert sie nicht. Das heißt, kurz zusammengefasst, Innovationsökosysteme beschleunigen aus meiner Sicht Innovation. Sie machen Innovation günstiger, sie verteilen Risiken und sie öffnen Türen zu Wissen, zu Talenten, zu Technologien und zum Markt. Und damit ist es für mich ein riesengroßer Vorteil natürlich hier entsprechend Innovation einfach zu machen. Kommen wir zum Abschluss und zum dritten Punkt, den ich dir mitgeben möchte. Also es ist einmal die Frage, was bedeutet das jetzt für dich als Innovationsverantwortlicher, als Innovationsverantwortlicher? Weil vielleicht denkst du dir, ja das sind ja so große Beispiele, Das sind ja alles nur diese großen Innovations-Ökosysteme.
Bianca Prommer [00:17:19]:
Die großen Unternehmen haben das. Silicon Valley oder vielleicht eine Universität in München oder das ist einfach für viele gar nicht greifbar. Es gibt aber auch schöne Beispiele, die zeigen, dass es auch in einem regionalen Rahmen funktioniert. Zum Beispiel gibt es, also ich bin in Weiz zu Hause und in Weiz haben wir ganz viel Industriebetriebe, aber Weiz ist eine ganz kleine Stadt. Also die, die in Deutschland jetzt zuhören, werden sich denken, wie kann man mit rund 7 bis 8.000 Einwohnerinnen eine Stadt sein. Ja, wir sind offiziell eine Stadt und da gibt es zum Beispiel das sogenannte Woodvision. Das Woodvision ist ein Innovationsökosystem hier in der Region, ein wirklich europaweit einzigartiges Innovationsökosystem mit dem Schwerpunkt auf Holz- und biobasierten Materialien, daraus Leichtbauanwendungen zu entwickeln. Und das Woodvision bringt jetzt quasi Forschung zusammen, Entwicklung, Industriepartner und Startups.
Bianca Prommer [00:18:23]:
Da sind ganz unterschiedliche Unternehmen dabei. Da ist zum Beispiel Weizer Parkett dabei, es ist die Stadt Weiz, die steirische Wirtschaftsförderung, Your Name Research. Es liegen ganz ganz viele Partner dabei, hier gemeinsam jetzt aus dieser Grundlagenforschung wirklich zu schauen, wie können hier nachhaltige Leichtbauanwendungen ausschauen aus Holz. Das heißt auch hier sieht man auch in so 1 Region, in so 1 kleinen Region, wie weit kann das passieren. Und da gibt es mehrere solche Beispiele, also zum Beispiel die Energie AG Oberösterreich, die fördert Innovationsökosysteme ganz ganz zentral. Die haben sogar einen Innovationsmanager bzw. Innovationsmanagerin, die diesen Auftrag hat, Innovationsökosystem weiterzutreiben. Das heißt, es passiert hier wirklich auch Jetzt nicht nur in diesen großen Innovationsstätten, sondern auch wirklich hier in Regionen, wo man sich denkt, aha, okay, spannend.
Bianca Prommer [00:19:25]:
Deshalb, was ist vielleicht für dich wichtig, was du mitnehmen kannst? Stell dir folgende Fragen, da mal überhaupt reinzukommen. Erste Frage, mit wem bist du heute schon vernetzt? Mit wem seid ihr als Unternehmen heute schon vernetzt? Vielleicht ist es ein Startup, vielleicht sind es andere KMUs, vielleicht sind es Hochschulen, vielleicht auch Politik, Stadt, Gemeinde. Schau hier wirklich, mach mal so eine kleine Netzwerkkarte. Mit wem seid ihr hier schon vernetzt? Dann überlege, wo fehlen vielleicht noch wichtige Puzzleteile, für eure Zielgruppe neue Innovation zu entwickeln? Also beispielsweise fehlt hier der Zugang zu den Kundinnen und Kunden, fehlt hier Zugang zu irgendwelchen Daten, zu Laboren, zu Wissen, zu Forschung. Also wo fehlt hier wirklich ein wichtiger Puzzlestein? Und dann schau dir mal, kann ich da vielleicht einmal die Menschen auch zusammenbringen und vielleicht einmal überlegen, können wir hier gemeinsam ein Ökosystem aufbauen? Macht es Sinn? Hat wer Lust dazu? Oder gibt es vielleicht sogar schon ein Innovationszentrum, eine Universität, ein Ökosystem, wo wir uns anbinden können, wo wir dazugehen können. Aber dazu solltest du mal wissen, wen hast du schon im Netzwerk, was fehlt auch, was wollt ihr auch erreichen, für wen wollt ihr was erreichen und dann kann man hier wirklich mal schauen, gibt es schon ein Ökosystem oder wollen wir hier auch 1 aufbauen und es gibt es aktuell noch bis 15. Oktober zum Beispiel einen Call von Horizon, also eine EU-Förderung, wo es genau diesen Aufbau von Innovations-Ökosystemen geht. Also, lasst uns zusammenfassen.
Bianca Prommer [00:21:21]:
3 ganz konkrete Dinge. Erstens, Innovations-Ökosysteme sind mehr als nur Netzwerke. Es sind wirklich klar strukturierte, lebendige Systeme mit klaren Rollen, mit 1 klaren Ressourcenverteilung, Innovation zu ermöglichen. Zweitens, Innovationsökosysteme machen Innovation schneller, relevanter und auch günstiger, weil Ressourcen geteilt werden. Und drittens, nein, du musst nicht im Silicon Valley sein, von einem Innovations-Ökosystem zu profitieren. Schau dir wirklich mal in deinem Umfeld an, was gibt es, Wozu suchst du Partner, Partnerinnen, Stakeholder und dann schaue ich wirklich, was für dich notwendig ist, mit wem du ins Gespräch kommen kannst. Das war's für heute schon. In der nächsten Folge gehen wir rein, welche Modelle 1 Innovationsökosystems gibt's, Also welche Player brauche ich denn in einem funktionierenden Innovationsökosystem? Braucht ihr überhaupt alle? Wen braucht es da dafür? Wie schaut das Ganze aus? Und das werden wir uns in der nächsten Folge näher anschauen.
Bianca Prommer [00:22:30]:
Ich freue mich, wenn du das nächste mal dabei bist und wenn du mir ein Feedback auf diese Folge zukommen lässt. Gerne auf LinkedIn. Hast du eine Frage schreib mir auch auf LinkedIn, du findest wie immer alles in den Show Notes und damit Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.