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mit Milch und Zucker
Christiane Hurnaus, Brenda Annerl
302 episodes
2 days ago
Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?
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Society & Culture
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Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?
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Society & Culture
Episodes (20/302)
mit Milch und Zucker
Niko Alm - Ein Blick in die Glaskugel
Tradition beginnt mit Wiederholung. Wir festigen unsere Tradition und blicken wieder gemeinsam mit Niko Alm in die Zukunft des Landes. Welche seiner Prophezeiungen aus dem letzten Jahr sind in Erfüllung gegangen? Was bringen die nächsten zwölf Monate? Ist er Aura-Fotograf geworden und hat ein Visionboard erstellt? Ein Gespräch über das kommende Jahr, Europa, die österreichische Medienlandschaft, Musik und darüber, was passieren sollte.
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2 days ago
1 hour 5 minutes

mit Milch und Zucker
Helena Jordan - Sommelière des Jahres 2024: Wie man Weihnachten, Wein und Gastgeben meistert
Wir tauchen gemeinsam mit Helena in die Weihnachtszeit ein. Sie leitet ihr eigenes Lokal in St. Valentin, das Café Capra. Zudem wurde sie im Jahr 2024 als Sommelière des Jahres ausgezeichnet. Wir haben mit Helena darüber gesprochen, wie sie Wein auswählt, wie man guten Wein erkennt und verschenkt und was es für sie bedeutet, Gastgeberin zu sein.
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3 weeks ago
53 minutes

mit Milch und Zucker
Karin Stöttinger - Female Chefs
Männer in Kochshows, auf Bühnen und in Magazinen. Sie gelten als Gesicht der Kulinarik. Dabei gibt es genauso Frauen in der kulinarischen Szene. Aber wie in so vielen Branchen, sind sie oft Einzelne unter vielen Männern. Das gilt nicht nur für die Küche selbst, sondern auch für diejenigen, die Weinkarten gestalten, Restaurants führen, produzieren oder Geschmack erlebbar machen. Sommelières, Winzerinnen, Produzentinnen, Bäckerinnen, Gastgeberinnen. Ihre Geschichten, Perspektiven und Arbeitsrealitäten bleiben jedoch häufig unterrepräsentiert. Sichtbarkeit entscheidet aber darüber, wer gebucht wird, wer eingeladen wird, wer Preise bekommt und wer wahrgenommen wird. Genau hier setzt Female Chefs an. Eine Plattform, die Frauen in der Kulinarikbranche vernetzt, sichtbar macht und stärkt. Wir haben mit Karin darüber gesprochen, wie es zur Plattform Female Chefs kam, welchen Zugang sie zu Kulinarik und Genuss hat und ob die Küche tatsächlich ein männlich dominierter Ort ist. Und natürlich haben wir am Ende auch auf Empfehlungen von ihr bekommen, wo wir gut essen und trinken gehen können. Natürlich bei Frauen, die man kennen sollte.
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1 month ago
49 minutes

mit Milch und Zucker
Matthias Klissenbauer - Wenn zwei sich streiten und eine gemeinsame Lösung finden
Matthias praktiziert Collaborative Law. Collaborative Law ist eine Form der Konfliktlösung, die nicht auf Konfrontation, sondern auf Zusammenarbeit basiert. So wird versucht Beziehungen nicht zu zerstören, sondern zu erhalten. Damit dieses Verfahren funktioniert, braucht es Offenheit, Dialogbereitschaft und den gemeinsamen Willen, Verantwortung für die Lösung zu übernehmen. Gelingt das, entsteht nicht nur eine Einigung, sondern auch eine stabile Grundlage für den weiteren Umgang miteinander. Wir haben Matthias gefragt warum er sich auf Collaborative Law spezialisiert hast. Wie sich solche Verfahren konkret ablaufen, in welchen Bereichen sie besonders sinnvoll sind und worin sich seine Rolle als Anwalt dabei von klassischen Verfahren unterscheidet. Außerdem haben wir überlegt, was es für eine für eine Streitkultur bedeuten würde, wenn weniger Konflikte vor Gericht und mehr Konflikte im Gespräch gelöst werden würden.
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1 month ago
1 hour 1 minute

mit Milch und Zucker
Patricia Otuka-Karner - The Rain Workers
Content Warning: In dieser Folge werden Themen wie FGM (Female genital mutilation) und sexuelle Gewalt besprochen Sexuelle Gesundheit ist kein Luxus, doch für viele Mädchen und Frauen weltweit bleibt sie unerreichbar. Fehlendes Wissen, gesellschaftliche Tabus und ungleiche Machtstrukturen verhindern, dass sie selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden können. Genau hier setzt die Organisation 'THE RAIN WORKERS' an. The Rain Workers arbeiten in mehreren Ländern quer über den afrikanischen Kontinent hinweg mit lokalen Partnerinnen zusammen, um Mädchen und Frauen zu stärken. Ihr Ansatz: Menschen aus den Communities werden zu Rain Workers ausgebildet, die Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit, Familienplanung, HIV/Aids, Gewaltprävention oder den Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung weitergeben. Wir haben mit Patricia Otuka-Karner gesprochen. Sie ist für die Kommunikation und das Fundraising bei The Rain Workers zuständig. Wie The Rain Workers arbeiten, wie die Organisation entstanden ist, wie Aufklärungsarbeit über tabuisierte Themen funktoniert, wollten wir von ihr wissen.
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2 months ago
50 minutes

mit Milch und Zucker
Christiane - Wo Worte ein Zuhause finden
Wir haben etwas zu feiern! Vor sieben Jahren, haben wir das erste Mal auf den "Veröffentlichen"-Button geklickt. Seither haben wir 300 Folgen veröffentlicht. Um diese beiden Ereignisse gebührend zu feiern, haben wir die Seiten gewechselt. Brenda hat sich einen Co-Host geholt, Akim. Gemeinsam sprechen sie mit Christiane über ihre vergangenen sieben Jahre, denn dort, hat sich einiges getan. Neben Hochzeit und Umzug nach Kalifornien, hat sie ihre Liebe zum Schreiben wiederentdeckt und ihr erstes Buch geschrieben. Wie war der Weg dorthin? Welche Geschichten möchte sie noch erzählen? Und hat sie sich bereits in Kalifornien eingelebt?
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2 months ago
57 minutes

mit Milch und Zucker
Brenda - Die Kunst, Menschen zu verbinden
Wir haben etwas zu feiern! Vor sieben Jahren, haben wir das erste Mal auf den "Veröffentlichen"-Button geklickt. Seither haben wir 300 Folgen veröffentlicht. Um diese beiden Ereignisse gebührend zu feiern, haben wir die Seiten gewechselt. Christiane hat sich einen Co-Host geholt, Jürgen. Gemeinsam sprechen sie mit Brenda über die Kunst, Menschen zu verbinden. Denn wer Brenda kennt, weiß, sie ist jemand, der Menschen kennenlernt. Und was noch viel wichtiger ist: Sie schafft es, diese Menschen miteinander zu vernetzen. Sie hört zu, stellt die richtigen Fragen, und sorgt ganz nebenbei dafür, dass Neues entsteht. Freundschaften, Ideen oder einfach inspirierende Gespräche. Wir haben mit ihr darüber geredet, wie man Menschen an einen Tisch bringt, was echtes Zuhören bewirken kann und was sie aus ihren Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen schon alles mitgenommen hat.
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2 months ago
51 minutes

mit Milch und Zucker
Lukas Gahleitner-Gertz - Asylpolitik zwischen Realität und Rhetorik
Beim Thema Asyl werden Menschen zunehmend zu Zahlen und dadurch entmenschlicht. An den EU-Außengrenzen geht die Gewalt gegen Schutzsuchende immer weiter: Menschen werden mit Hunden gejagt, verprügelt oder ins offene Meer abgedrängt. Europa schaut weg. In Österreich wurde der „Stopp des Familiennachzugs“ beschlossen. Eine Entscheidung, hinter der die Schicksale von Frauen und Kindern stehen, die nun ohne Perspektive gestrandet sind. Zwischen Abschiebungen nach Syrien, Regierungstreffen mit den Taliban und der fortwährenden Rhetorik vom „Sozialtourismus“ durch Schutzsuchende geraten sowohl Fakten als auch Menschenrechte immer mehr in den Hintergrund. Wir wollen mit Lukas Gahleitner-Gertz, Sprecher der Asylkoordination Österreich, einordnen, was derzeit mit der Asylpolitik passiert: Wie lassen sich diese Entwicklungen mit den Menschenrechten vereinbaren? Gibt es in Österreich wirklich einen Notstand und eine Überlastung des Asylsystems? Was passiert an den EU-Außengrenzen, wenn von „Abschottung“ oder dem „Stopp der illegalen Migration“ die Rede ist? Und müssen wir uns ernsthaft Sorgen um das Weiterbestehen der Menschenrechte in Europa machen?
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3 months ago
1 hour

mit Milch und Zucker
Hannah Bruckner - Von der Landwirtschaft auf den Tisch
Hannah studiert Agrarwissenschaften. Im Rahmen eines Projektes der Landjugend Österreich hat sie ihr Herzensprojekt umgesetzt: ein Kochbuch, das traditionelle Rezepte sammelt – verfeinert mit landwirtschaftlichem Hintergrundwissen, persönlichen Geschichten und ganz viel Liebe zur Region. Dabei geht es aber nicht nur ums Kochen. Mit ihrem Projekt „so.schmeckt.dahoam“ will Hannah sichtbar machen, wer hinter unseren Lebensmitteln steht. Auf Instagram porträtiert sie Landwirtinnen und Landwirte, gibt ihnen ein Gesicht und zeigt, was Regionalität wirklich bedeutet.
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3 months ago
47 minutes

mit Milch und Zucker
Ali Mahlodji - Wie können wir Klischees und Stereotype überwinden?
Ali Mahlodji ist vielen bekannt, denn er hatte schon viele Rollen intus: Apothekenhelfer, Bauarbeiter, Fastfood-Koch, Fotograf, Kassierer, Lehrer, Projektmanager, Putzmann, Verkäufer, Systemadministrator und Management Consultant. Mittlerweile ist Ali internationaler Keynote-Speaker und Mentor. Er ist Gründer, CEO, aber auch Autor und Kolumnist. Egal in welchem Bereich, seine Arbeit fokussiert er immer auf die Potenzialentfaltung seines Gegenübers. Sei es der Jugendliche in der Brennpunktschule, ein Häftling oder geschäftsführende Personen großer Unternehmen. Themen, die ihm dabei ständig begegnen, sind: Schubladendenken, Klischees und Stereotype. Genau darüber haben wir mit Ali gesprochen: über den Mut, Klischees zu durchbrechen, über Wege, die eigenen Grenzen zu sprengen, und darüber, wie wir als Gesellschaft aufhören können, Menschen in Gruppen zu teilen. Und natürlich auch darüber, wie wir alle ein bisschen netter zueinander werden können.
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4 months ago
59 minutes

mit Milch und Zucker
Doro Blancke - Lesbos 2025 - Hoffnung oder Verzweiflung?
In dieser Folge sprechen wir mit Doro Blancke, die seit Jahren auf Lesbos aktiv ist und sich unermüdlich für geflüchtete Menschen einsetzt. Lesbos – einst Hoffnung, heute Sinnbild europäischer Abschottungspolitik. Wir reden über die katastrophalen Zustände in den Lagern, die Herausforderungen für Helfer:innen und wie sich Europas politische Stimmung immer weiter verhärtet. Was hat sich seit unserem letzten Gespräch verändert? Welche neuen Hürden stehen Geflüchteten und Unterstützer:innen im Weg? Und was bleibt von der Hoffnung auf Menschlichkeit und Würde an Europas Außengrenze? Für alle, die wissen wollen, was wirklich an den Rändern Europas passiert – und warum es uns alle etwas angeht. Jetzt reinhören – für Menschenrechte, klare Worte und solidarisches Handeln.
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5 months ago
1 hour 6 minutes

mit Milch und Zucker
Martin Zinggl - Das ist kein Spaziergang
Nach seinem vierzigsten Geburtstag, auf einer sechzehnstündigen Zugfahrt durch Vietnam, hat eine von Martins Gesichtshälften buchstäblich schlappgemacht. Die Diagnose, nach langem Hin und Her: Gesichtslähmung. Um den Schock zu verarbeiten, hast er sich von Wien aus auf den Weg Richtung Osten gemacht. „Ins Unbekannte“, wie er in seinem Buch schreibt. Das „Unbekannte“ wurde zum Sultans Trail, ein 2400 km langer Weitwanderweg von Wien nach Istanbul, und schließlich zu einem Buch, in dem er die Reise mit allem, was davor und währenddessen passiert ist, beschreibt. Wir haben mit ihm über das Davor und Währenddessen gesprochen, den Prozess des Schreibens mit ihm durchlebt und natürlich erfahren, wo es den besten Kaffee - oder Heißgetränk seiner Wahl - gab.
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6 months ago
59 minutes

mit Milch und Zucker
Maria Gruber und Michaela Prendl - Warten oder Selbermachen
Als kreativer Mensch steht man oft vor der Frage: Kommt da noch was? Egal ob man auf die neue Rolle, ein Engagement oder eine neue zündende Idee wartet, um dann endlich weitermachen zu können. Maria Gruber und Michaela Prendl haben sich zusammengetan, ein eigenes Stück geschrieben und produziert und werden damit vom 17.7.-18.7. sowie am 8.8. auf der Bühne stehen. „DANN“ ist eine Tragikomödie über das Leben, den Sinn des Lebens und darüber, was passiert, wenn alles an einem vorbeizieht. Wir wollen in dieser Folge erfahren: Was erwartet uns bei eurem Stück, was hat euch dazu inspiriert und was hofft ihr, dass euer Publikum mitnehmen kann?
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6 months ago
1 hour 6 minutes

mit Milch und Zucker
Christine und Fatima - Nachbarinnen, die man kennt
Wer von uns weiß, wie die eigenen Nachbarn heißen, geschweige denn, wie sie aussehen. Gerade in großen Städten passiert es, dass man sich als Neuzugezogene schwer zurechtfindet. Auch der Anschluss an ein soziales Netzwerk ist nicht einfach. 2012 hat Christine Scholten das Netzwerk NACHBARINNEN gegründet. NACHBARINNEN sind Sozialassistentinnen. Sie sind Frauen, die die gleiche Sprache sprechen und den gleichen kulturellen bzw. traditionellen Hintergrund haben und suchen Familien bzw. Frauen in ihrem vertrauten Umfeld auf und bieten Unterstützung an. Die Begleitung der Nachbarinnen soll das Empowerment der Familien und insbesondere der Frauen stärken und fungiert somit als Hilfe zur Selbsthilfe. Fatima ist eine dieser Nachbarinnen und kennt den Ablauf und die Erfolgsgeschichten. In dieser Folge sprechen wir über die Arbeit und euren Zugang zu den Familien, welche Vereinbarungen getroffen werden und darüber, wie wir alle bessere NachbarInnen werden können.
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7 months ago
1 hour 1 minute

mit Milch und Zucker
Ursula Bittner und Ramin Mirfakhrai - Ans Licht (gebracht)
In dieser Folge werfen wir gemeinsam mit zwei der GründerInnen des Vereins ans-licht einen besonderen Blick hinter die Kulissen – nämlich auf jene Menschen, die selbst oft im Verborgenen agieren: Whistleblower. Ein Whistleblower ist jemand, der Informationen öffentlich macht, die im ursprünglichen Kontext geheim oder geschützt sind – und die von öffentlichem Interesse sind. Ein Beispiel, das in Österreich besonders im kollektiven Gedächtnis verankert ist: das Ibiza-Video. Es hat die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändert und vieles ans Licht gebracht. Mit genau dieser Erfahrung als Ausgangspunkt haben Ursula Bittner, Ramin Mirfakhrai und Fritz Hausjell den Verein ans-licht gegründet. Ihr Ziel: ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig AufdeckerInnen für eine funktionierende Demokratie sind – und ihnen konkrete Unterstützung bieten. Der Verein versteht sich als Anlaufstelle für Whistleblower: ein sicherer Raum, eine Plattform, eine Hilfe auf einem oft riskanten Weg. Wir sprechen mit Ursula Bittner und Ramin Mirfakhrai darüber, was sie zur Vereinsgründung bewegt hat, wie genau sie künftige Aufdeckerinnen unterstützen wollen und wie viel Mut es braucht, um Missstände ans Licht zu bringen.
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7 months ago
54 minutes

mit Milch und Zucker
Johannes Gasser - Vom Landtag in den Nationalrat
(07:10) Bester Funfact zum Unterschied zwischen Nationalrats- und Landtagssitzungen: Im Landtag Vorarlberg gibt es Pausen, um zum Mittag- und Abendessen zu gehen. (09:30) Ich habe als Mitarbeiter im Nationalratsklub viele Reden für Abgeordnete geschrieben, und es ist etwas ganz anderes, wenn man diese Reden selber halten muss, weil man plötzlich die Reaktionen selber abbekommt. (09:50) Ich bin ein bisschen vom Gas gegangen und habe mir dann gedacht, dass ich die Reden, die ich früher für Abgeordnete geschrieben habe, in dieser Tonalität selber nicht halten könnte. (10:58) Die Bevölkerung hat gegenüber Abgeordneten eines Landtages die Erwartungshaltung, dass sie näher bei den Bürgerinnen und Bürgern sind. (12:28) Das Aufstehen und der gewohnte Habitus, den man am Morgen und am Abend hat – wenn dieser nicht da ist, dann ist es schon ein Unterschied, der auch die politische Arbeit und die Performance beeinflusst. (13:18) Auf Bundesebene werden die großen Stellhebel, wie Gesetze, betätigt. Auf Landesebene sind es zwar nicht die großen Stellhebel, aber die Entscheidungen und Maßnahmen, die dort auf den Weg gebracht werden, sind viel schneller und konsequenter sichtbar. (13:36) Viele Dinge, die im Landtag besprochen werden, haben beispielsweise eine direkte Auswirkung auf meine Nachbarin, wenn zum Beispiel der Anspruch auf Kinderbetreuung umgesetzt wird. (13:49) Die Ausgestaltung eines Gesetzes auf Landesebene hat viel mehr Auswirkungen, als wenn ich auf Bundesebene an dem einen oder anderen Steuersatz etwas ändere. (13:59) Eine Entscheidung auf Bundesebene ist vielleicht für jeden spürbar, aber eine Entscheidung auf Landesebene zeigt sich in der täglichen Gestaltung des Alltags. (14:05) Die Unmittelbarkeit der politischen Entscheidungen ist auf Landesebene deutlicher sichtbar. (17:24) Ich glaube, es ist ganz wesentlich für Politikerinnen und Politiker, transparent damit umzugehen, wie sie arbeiten und zu erklären, was sie eigentlich tun. (18:02) Mein Wechsel vom Landtag in den Nationalrat war auch der Wechsel von einem Oppositionspolitiker zu einem Politiker einer Regierungspartei. (18:14) Als Oppositionspartei hat man den "Luxus", zu kritisieren, wenn bestimmte Sachen nicht schnell genug passieren, und dadurch auch Druck zu machen. Als Regierungspartei hat man oft die Situation, dass man weiß, woran es gerade hängt. (18:38) Der Kern einer Koalition ist, dass man auch gemeinsam Lösungen finden muss und Kompromisse schließen muss, und nicht die Extrempositionen einer einzelnen Partei durchgehen können. (24:42) Es gehört ein gewisser Arbeitsethos als Politiker dazu und auch das Gefühl, dass man eine riesige Verantwortung trägt. (24:56) Ich möchte allen, die sich politisch engagieren möchten, mitgeben, dass man sich anschauen muss, wie verschiedene politische Ebenen in Themen hineinwirken. (25:24) Ich kenne die Gemeindebene als Vorsitzender des Arbeits- und Sozialausschusses in meiner Heimatgemeinde, ich kenne die Landesebene und ich kenne die Bundesebene sehr gut. Ich habe daher gelernt, wie Entscheidungen, die auf einer Ebene getroffen werden, eine Wirkung auf viele verschiedene andere haben. (27:17) Ich finde es sehr wichtig, ein Verständnis für die Positionen anderer zu entwickeln. (27:29) Das Verständnis für die Positionen anderer kann in Koalitionsverhandlungen sehr helfen, vor allem, wenn das Gegenüber mit dem gleichen Verständnis am Tisch sitzt. (28:43) Bei Plenarsitzungen ist der Fokus darauf, sich gegenseitig die eigene Position auszurichten und nicht ein Verständnis für den anderen zu entwickeln. (30:43) In der Kompromissfindung ist es aber trotzdem wichtig, sich im Kompromiss auch wiederzufinden. (33:49) Es wurde oft das Gefühl vermittelt, die Politik ist dort oben und trifft Entscheidungen, aber meines Erachtens ist jede und jeder Teil der Politik. Diese Diskrepanz zwischen denen, die dort oben die Politik machen, und denen, die hier unten sind, muss ich auflösen. (34:37) Der kurzfristige Blick auf den nächsten Wahltag is
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8 months ago
1 hour

mit Milch und Zucker
Teresa und Dejan von idemo! - Brückenbauer zwischen Brüssel, Wien und dem Westbalkan
(06:23) Das war eine Fastenkur, die sich einfach nicht verträgt mit dem Leben. (07:09) Draußen reden alle Italienisch und es riecht nach Kaffee, und ich bin dann immer so enttäuscht, wie das schmeckt. (07:39) Nach drei Bier wollen immer alle was gründen und am nächsten Tag kommt keiner. (08:40) Wenn du in eine neue Umgebung kommst, versuchst du zu verstehen, wie du da hineingehörst. (12:13) Es war für manche eine Hoffnungsinfusion. (14:26) Das ist etwas, was mir in meinen 30 Jahren Bosnien-kennend nicht passiert ist. (15:36) Die Diaspora spielt eine große Rolle bei dem Thema. (19:17) Kann ich dich etwas fragen? (20:07) Wir haben dort alle etwas gefunden, was wir daheim nicht gehabt haben. (21:53) Wir haben uns angeschaut und auf einmal war die Distanz zwischen uns ganz gering. (25:39) Das eine, was Einwanderer in Österreich alle gemeinsam haben – sie dürfen nicht wählen. (26:08) Allein die bosnische Diaspora in Österreich könnte eine Wahl in Bosnien drehen. (30:13) Wir können uns überlegen: Wie kann ich mich in der Gesellschaft engagieren, sodass ich mit jemandem in Berührung komme, der nicht genau wie ich denkt? (30:25) Andersartigkeit hat oft nichts zu tun mit der Ethnie oder der Religion. (33:22) Wir haben auch das Feedback bekommen: So ganz klar, was es werden soll, ist es noch nicht. (36:35) Teresa ist ein Menschenmagnet, an dem viele Menschen kleben bleiben. (40:15) Es ist erstaunlich, wie gut wir über die Dinge, die uns trennen, diskutieren können. (44:24) Dejan kümmert sich darum, dass sich alle so wohl wie möglich fühlen. (45:38) Vielleicht kann man in einem Jahr von uns lernen, wie es nicht geht. (50:38) Wenn du nicht als Student nach Österreich kommst, wo kriegst du deine Bekanntschaften her? (51:11) Nein, nicht noch ein Problem auf dem Tablet, sondern eine Lösung auf dem idemo-Tablet. (54:17) Der Gründungsweg ist lang und kompliziert mit vielen Sidequests. (55:35) Das Mindeste, was jeder tun sollte, ist das, was möglich ist. (57:09) Macht ihr manchmal so Scherze für euer Zukunfts-Ich? (01:01:54) Dejan, wie möchtest du bestattet werden? (01:04:12) Idemo soll nicht groß sein, sondern nützlich. (01:06:49) Ich hab‘ letztens meine Regale angeschaut und die schauen noch sehr leer aus. Da fehlen noch Preise. (01:11:57) Idemo ist keine Photo-Op. (01:13:46) Teresa, no one wants this to happen. That’s why we need to do it.
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8 months ago
1 hour 14 minutes

mit Milch und Zucker
Bernhard - Wie ein Klagenfurter die Wiener Kaffeehauskultur nach Finnland brachte
(05:44) Kaffee kann so vielseitig sein wie Wein, wenn er richtig gemacht ist. (07:38) Wir haben uns die Frage gestellt, ob wir etwas aus Äthiopien nach Finnland bringen können, um eine Verbindung zwischen den beiden Ländern herzustellen. (07:49) Ursprünglich haben wir Kaffee auf der Straße verkauft. (11:16) Finnen schätzen unser Angebot, weil es etwas Exotisches ist. (12:23) Österreich ist ein beliebtes Urlaubsland, gerade zum Skifahren. (12:27) Kaiserschmarrn sagt den Leuten was. (14:04) Der höchste Pro-Kopf-Kaffeekonsum der Welt ist in Finnland. (15:04) Ich habe immer für meinen Schwiegervater Kaffee gemacht und es war ein Anlass, sich hinzusetzen und sich zu unterhalten. (15:21) In der finnischen Kultur hat der Kaffee auch die Funktion, sich hinzusetzen und sich zu unterhalten. (15:54) Meine Liebe zum Kaffee hat sich in Oxford entwickelt. (17:01) Mir hat Kaffee selber nicht gut geschmeckt. Mit der Bialetti hab ich dann den Zugang gefunden, dass es mir doch besser schmeckt. (18:50) Ein Teilnehmer aus dem Sprachencafé war zum Finnisch üben in unserem Kaffeehaus, er wollte ein Praktikum machen, und es war ein Koch aus Argentinien. Er hat mir viele Sachen in der Küche beigebracht, zum Beispiel, wie man Wiener Schnitzel macht. (20:14) Wenn ich mir selber einen Ratschlag geben würde, wäre es: Ein bisschen weniger Risiko einzugehen, wäre nicht schlecht. (20:31) Kochen und Kaffee machen ist für mich mit einer Leidenschaft verbunden, und Leidenschaft bedeutet, dass man bereit ist zu leiden, um etwas richtig zu machen. (25:13) Ein interessanter Kaffee ist zum Beispiel der Wiener Kaisermelange mit Eigelb, Cognac und Honig. Der Wiener Kaisermelange wird auch häufig bestellt, weil er etwas ganz Besonderes ist. (26:13) Ich habe mir ein Buch für Röster bestellt, es durchgearbeitet und dann mit meinem Equipment in Finnland experimentiert. (27:36) Kaffee schmeckt am besten, wenn er relativ frisch geröstet ist. (29:48) Ich empfehle, zum Kaffeetesten einen doppelten Espresso zu bestellen, weil die meisten Maschinen darauf kalibriert sind, und dann kann man den Kaffee schmecken, wie er schmecken sollte. (31:31) Die Frage ist immer, wie weit man mit dem Rösten gehen will, weil: Umso mehr man röstet, umso mehr Geschmack verliert man. (31:38) Wenn man röstet, gibt es zwei Cracks. Man kann sich das vorstellen wie das Poppen bei Popcorn. Beim Kaffee markiert der erste Crack eine leichte Röstung und der zweite eine dunkle Röstung. (33:08) Ich bin ein schwieriger Kaffeekunde geworden. (35:04) In Finnland ist Schlagobers selten im Kaffee, es ist eher etwas Besonderes. (35:10) Als Barista würde ich sagen: Schlagobers gehört nicht in den Cappuccino. (37:58) Die finnische Sprache ist wie Lego spielen – mit Teilen, die sich immer wieder ändern. (38:05) Das Café habe ich auch teilweise deswegen eröffnet, weil ich dachte, ich werde jeden Tag Kontakt haben mit Kunden und mich unterhalten können und werde jeden Tag etwas von der Sprache lernen. (38:46) Mir ist es ein Anliegen, anderen Menschen zu helfen, Finnisch zu lernen. (40:00) Was ich vom Wiener Café gelernt habe, ist, dass es eine Institution ist, wo Leute zusammenkommen. (40:23) Für mich war immer klar, dass es zum Wiener Café dazugehört, dass es eine Plattform ist, um Leute zusammenzubringen. (43:38) Wenn man mich fragt, was mir aus Österreich abgeht, ist es, neue Leute kennenzulernen, weil in Finnland die soziale Distanz dazugehört. (43:56) Es ist etwas Schönes am Sprachcafé, es reduziert Barrieren. (50:06) Unser Café war vorher ein mexikanisches Lokal, also bin ich für den Stil nicht verantwortlich, aber es ist sehr gemütlich.
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9 months ago
50 minutes

mit Milch und Zucker
Gustl - Weltreise im Wohnmobil
(05:00) Egal ob Teppichgeschäft oder Werkstatt, bevor irgendwas angeschaut wird, hockst du dich hin mit den Leuten und trinkst erstmal einen Chai. (06:58) Ein Düdo ist eine Mercedes-Baureihe, das sind leichte LKWs. (08:00) Jeden Tag mit dem Auto in die Arbeit fahren, hatte etwas Endgültiges. (09:34) Ich bin schon als kleines Kind gerne mit dem Opa und seinem Wohnmobil herumgefahren. (10:19) Direkt neben uns am Hippie-Festival war ein Freiburger Bus, der das alte Feuerwehrauto von meinem Nachbarort umgebaut hat. (10:46) Ich brauch irgendwas, was sehr einfache Technik hat, was sehr robust ist und was einen Motor hat, der auch einmal einen schlechten Sprit verträgt. (12:10) Ob’s wirklich die ideale Wahl war, weiß ich nicht, weil die Ersatzteilversorgung nicht so super ist. (13:03) Bevor ich das mit der Weltreise begonnen habe, habe ich für mich eine Probereise gemacht. (14:37) Ja, das wird schwierig, keine Frage. (15:30) Ich mach’s ja nicht, weil‘s einfach ist. Es soll ein Abenteuer sein. (15:43) Ich wollte jetzt schon längst in Indien sein. (16:47) Es ist nicht immer geil, wenn man dort ist, und das sollte man grob wissen. (17:56) Mir ist es mental und psychisch so schlecht gegangen, ich bin total vereinsamt. (20:33) Da hab ich dann keine Sekunde überlegt und gewusst: Darauf hab‘ ich gewartet. (22:16) Allein der Aufbruch und der Tapetenwechsel machen bei mir schon viel mental aus. (23:30) Ich kann mir im Moment kaum vorstellen, wieder in eine Wohnung einzuziehen. (24:32) Von meiner jetzigen Sicht aus könnte ich mir gar nicht vorstellen, auf diesem Faschingswagen mitzufahren. (25:29) Ich bemüh' mich, authentisch zu sein. (25:37) Einfach machen, auch wenn man gar keine Ahnung hat. (25:51) Ich bin schon in viele Fettnäpfchen getreten, zeig' mich in aller Ahnungslosigkeit und Naivität. (26:03) Irgendwie hab‘ ich mich noch aus jeder Scheißsituation befreien können. (29:36) Insgesamt funktioniert’s sogar besser, als ich gedacht hätt‘. (32:31) Es ist einfach sicherer, wenn man als Touristenkonvoi durchfährt. (33:55) Ich hoff’, dass ich eine Antwort auf die Mail krieg, sonst wär‘ ich einfach mal in die Botschaft reinspaziert. (36:15) Plötzlich stand ich vor einem verschütteten Tunnel und dachte mir: Deswegen stand da, ich soll nicht hineinfahren.  (36:50) Ich hab mich gefühlt wie bei Opa und Oma, und von diesen Erlebnissen gab es in der Türkei viele. (39:45) Das ist ja auch der Witz an mir, an der Reise und an meinem Content: Ahnungsloser Typ aus Bayern möchte eine Weltreise machen. (41:00) Das ist der Nachteil einer Wohnmobilreise gegenüber einer Backpacking-Reise. Da ist man gezwungen, draußen zu sein. (42:24) Ich will meine Zeit nicht verschwenden. (43:25) Es ist oft die Flucht vor irgendwas. (44:48) Ich hab nirgends so schlechtes Internet gehabt wie in Deutschland. (48:10) Jetzt will der Bua nach Afghanistan fahren. (48:52) Es musste immer schon wild sein und weit weg. (52:11) Ich könnt mir sogar vorstellen, zwei Wohnmobile zu haben. (53:33) Wenn ich rausschau', will ich keine Betonkirche oder schöne Kirche sehen, ich will Pflanzen sehen.
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9 months ago
55 minutes

mit Milch und Zucker
Irena und Klaudija - Museum of Survivors
(04:36) Es sind nicht nur Geschichten, es sind Geschenke. (06:35) Ich habe meinen ersten Kaffe getrunken das war ich 10 Jahre alt. (09:15) Im Museum of Survivors sind Gestände zu sehen, von Menschen die als Kinder oder Jugendliche , Krieg, Flucht oder Unterdrückung erlebt haben. (10:25) Im Museum of Survivors kann man alles hören und lesen. (11:24) Wenn ich ein Flugzeug sehe denke ich an reisen, jemand der Krieg erlebt hat denkt nicht an reisen. (12:54) Es geht um Kindheitserfahrungen im Krieg aber auch die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen. (13:08) Momentan sind im Museum of Survivors 10 ZeitzeugInnen Geschichten und 3 nächste Generationen Geschichten, tatsächlich haben wir 53 Menschen interviewt. (13:50) Die Ursprungsidee war kein digitales Museum sondern ein analoges Museum in der Mitte des Museumsquartier. (14:56) Wann hört der Krieg in den Köpfen der Menschen auf? Ist es bei einem Waffenstillstand, ist es auf der Flucht oder wenn die Menschen in Österreich nach ihrer Flucht angekommen sind? (19:20) Wir wollen die Menschen die uns ihre Geschichte erzählen auf keinen Fall in einer Opferrolle zeigen. (25:04) Wenn man keine Finanzierung hat ist es schwer ein Projekt wie das Museum of Survivors umzusetzen. (25:50) Wirklich Partner zu finden die an uns glauben ist uns sehr wichtig. (28:02) Wir haben den wissenschaftlichen Bereich des Museums während der Corona Zeit sehr gut abdecken können, aus historischer Sicht mit der Unterstützung des Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, aber auch mit der Psychotraumatologie der Uni und im Bereich Migration Judith Kohlenberger die uns begleitet hat. (29:07) Wir nehmen die Geschichten sehr ernst und werten sie auch wissenschaftlich aus. (29:48) Bei Schulveranstaltungen nehmen Schülerinnen und Schuler Gegenstände mit und überlegen sich wie es wäre wenn sie plötzlich flüchten müssten, was würden sie mitnehmen? (32:48) Uns beide hat unsere Geschichte, die Geschichte unserer Eltern, das Aufwachsen in Wien und Situationen die unsere Eltern und wir hatten, so verbunden und gestärkt. (33:49) Die gemeinsame Stärke wollte ich nicht mehr missen und deswegen bin ich auch so froh, dass wir gemeinsam die Idee des Museums of Survivors verwirklichen konnte. (34:34) Es gibtim Museum of Survivors einen roten Faden in den Geschichten, Themen die immer wiederkehren, die haben wir unter Menüpunkte zusammengefasst wie z.Bsp: "Der Krieg kam plötzlich" oder "Es war der ganz normale Krieg". (37:50) Bei Gesprächen mit Menschen für das Museum of Survivors wollte ich nicht durch das Gespräch leiten sondern schauen, dass wir gemeinsam diese Reise gehen. (38:52) Wir beide hatten keine direkte Kriegs- oder Fluchterfahrung, aber eine indirekte über unsere Familien, und natürlich hat das auch etwas mit uns gemacht. (40:33) Jede Geschichte im Museum of Survivors war für mich eine Bereicherung. (41:36) Jede Geschichte ist ein Schatz, ein Geschenk, und jede Geschichte ist nicht nur wertvoll sondern auch fragil. (43:50) Auch wenn ich bei meiner Familie in Serbien bin, wird wahnsinnig viel gelacht obwohl es sehr viel tristes gibt. (47:44) Mir hat eine Frau ihre Geschichte erzählt, sie ist im Krieg geboren und sie wurde jeden Tag zur Schule gefahren, und am Weg in die Schule waren immer Leichen am Strassenrand zu sehen, es war normal für sie. Als sie mit 15 nach Österreich kam hat sie erkannt, dass das alles nicht normal war. (52:00) Ich hoffe, dass das Museum of Survivors etwas ist, woraus wir lernen, wir schaffen Bewusstsein, wir geben den Menschen eine Form der Anerkennung und wir sind uns der schrecklichen Erfahrungen bewusst und wollen sie nicht wiederholen. (52:42) Wir leisten einen Beitrag zum Frieden. (52:55) Jeder von uns kann einen Beitrag zum Frieden leisten: es fängt dabei an, dass wir nett zueinander sind, dass wir uns in den anderen einfühlen können, dass wir anders miteinander reden, das alles trägt zu einem friedlicheren Miteinander bei.
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10 months ago
57 minutes

mit Milch und Zucker
Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken. Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen. Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage: Mit Milch und Zucker?