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Morgenimpuls
DOMRADIO.DE
1425 episodes
20 hours ago
Gedanken zu Gott und der Welt, Erlebnisse aus dem Alltag einer Ordensfrau - die Olper Franziskanerin Schwester Katharina startet mit Gebeten und Texten um 6 Uhr in den Morgen.
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Gedanken zu Gott und der Welt, Erlebnisse aus dem Alltag einer Ordensfrau - die Olper Franziskanerin Schwester Katharina startet mit Gebeten und Texten um 6 Uhr in den Morgen.
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Christianity
Episodes (20/1425)
Morgenimpuls
Vertrauen in Gott trotz aller Katastrophen
Im Wohnzimmer meiner Tante hing ein großes Bild mit dickem, goldenem Rahmen. Und auf dem Bild war die Gottesmutter Maria zu sehen, die den kleinen Jesus auf dem Schoß hatte und der von der Arbeit nach Hause kommenden Nährvater Josef mit der Axt über der Schulter, der dem Kind einen Teller mit wunderbaren Früchten hinhält: Weintrauben, Pfirsiche, Äpfel. Es war ein typisches Bild der Heiligen Familie von Nazareth.Dieses Fest wurde von der Kirche schon im 17. Jahrhundert eingeführt und im 19. Jahrhundert nochmals stärker betont, weil man gespürt hat, dass die Menschen ein Vorbild brauchten, wie man christliches Familienleben in den damaligen Problemen leben könnte. Und wie ist das heute bei unseren vielfältigen Familienkonstellationen? Eigentlich brauchen wir nur in die Bibel zu schauen und das schmückende, später dazu gedachte Beiwerk weglassen. Da ist eine junge Frau, die nicht verheiratet, aber schwanger ist. Da ist der Verlobte, der nicht der Vater des Kindes ist, seine Partnerin aber nicht wegschickt und sie somit vor dem sicheren Tod rettet. Da ist der Kaiser, der mehr Steuern eintreiben will und somit alle Leute im Reich quer durchs Land schickt, damit seine Steuerlisten perfekt sind. Da sind die überfüllten Herbergen und die geldgierigen Vermieter, die das Pärchen in den Stall abschieben.Dann wird das Kind nach der Tradition in den Tempel gebracht und der armen Mutter verheißen, dass ihr ein Schwert durch die Seele dringen wird. Da ist ein König, der vom neugeborenen König hört und in Panik alle Neugeborenen in der Umgebung töten lässt. Da ist der Josef, der durch dubiose Träume rechtzeitig gewarnt wird und auf die Flucht muss. Da ist die Familie als Flüchtlinge im fremden Land und muss sich so durchschlagen. Da stirbt der alte König endlich und sie können nach Hause, müssen aber völlig neu anfangen. Da nehmen sie den Sohn mit auf Wallfahrt und müssen ihn drei Tage lang suchen, weil er einen eigenen Kopf hat und neue Wege geht und völlig unverständliche Dinge erzählt. Und immer so weiter.Ich denke, wenn Familien spüren können: diese Familie von Nazareth hat so viel Trabbel und Chaos und Katastrophen im Leben gehabt und sie haben es trotzdem geschafft auf Gott zu vertrauen und ihr Leben auf ihn zu setzen, dann kann es tatsächlich Vorbild für uns und unser heutiges Leben in all seinem Chaos und Durcheinander sein. Denn nicht die scheinbar heile Welt auf dem Gemälde mit dem goldenen Rahmen und den köstlichen Früchten stellt die heilige Familie dar, sondern ihr Vertrauen in Gott trotz aller Katastrophen.
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20 hours ago
3 minutes

Morgenimpuls
Ein Weihnachtswunder
Viele Leute schauen in diesen Weihnachtstagen gerne Filme und Serien. Und Weihnachtsfilme und Märchen stehen besonders hoch im Kurs. Da geht es von den drei Haselnüssen für Aschenbrödel, über Sissi, den Kleinen Lord und Kevin allein zu Haus bis zu Serien, die in diesen Tagen rauf und runter gestreamt werden und ein wohliges Weihnachtsgefühl erzeugen. Ein Film, der mich letztes Jahr sehr berührt hat, war "Bach – ein Weihnachtswunder" und erzählt von Johann Sebastian Bach, der 1734 in Leipzig als Thomaskantor mit seiner Familie lebt und arbeitet und an einem großen Werk schreibt, dass zum Weihnachtsfest fertig und aufgeführt werden soll.Und der Film nimmt uns mit in eine bewegte Zeit, in die Abhängigkeit vom Geldgeber der Stadt, in die Eifersucht der Pastöre, die Musik nur als liebliches Beiwerk und nur ihre Worte als Verkündigung gelten lassen wollen. Aber er zeigt uns auch die Probleme und Katastrophen in der eigenen Familie um den Tod seiner ersten Frau, um die Verzweiflung seiner Maria Magdalena um den Tod von sieben Kindern in wenigen Jahren, um die Vaterkonflikte mit seinen so verschiedenen Söhnen und um seinen wirklich schwierigen Charakter.Und dazwischen die Komposition und die tausende von Notenblättern, die überall zum trocknen im Haus hängen, um die üblichen Weihnachtsvorbereitungen für einen großen Haushalt, um die Flucht des sensiblen Sohnes in der Winterkälte und die Rettung in letzter Sekunde, damit nicht der Vorwurf bleibt, er, der Vater, habe an einem Tag zwei Söhne aus dem Haus getrieben, weil er nur an sein Werk und nicht mehr an die Menschen in seiner Nähe denken kann. Und dazwischen Chorproben, Stimmübungen, Orchesterproben und Zoff mit der Tochter, die unbedingt im Chor mitsingen will, was aber damals für Mädchen nicht erlaubt ist.Und dann wird es doch fertig und kommt und bricht heraus mit Chor und Orchester und Pauken und Trompeten erklingt das fulminante "Jauchzet frohlocket, hochpreiset die Tage, rühmet was heute der Höchste getan" und ich konnte mit einem tiefen Seufzer all die Spannung und Tragik, all die Schwierigkeiten und Sorgen in dieser Familie und Zeit, herauslassen und war mit allen glücklich, dass dieses unglaubliche Werk doch noch zustande gekommen ist. Und ich werde es heute anders hören als noch vor Jahren und finde ganz viele Parallelen zum Tun und Rennen und Jagen der letzten Wochen und freue mich ganz neu und jauchze und frohlocke und preise die Tage und rühme was heute der Höchste getan. 
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3 days ago
3 minutes

Morgenimpuls
Gott kommt selbst in diese Welt
"Moment, ich verbinde", höre ich manchmal am anderen Ende der Telefonleitung, wenn ich jemanden sprechen möchte und im Vorzimmer gelandet bin. Wichtige Leute haben meist ein Vorzimmer, das die Korrespondenz führt, Anfragen bearbeitet und auch unliebsame Kontaktanfragen abwimmelt. Und wenn ich Pech habe, dann bekomme ich diese wichtige Person gar nicht selbst zu sprechen, sondern nach einer Weile in der Warteschleife meldet sich das Vorzimmer wieder zurück und dann heißt es: "Der Herr Doktor lässt ausrichten, dass …".Ich gebe zu, dass mich das manchmal ganz schön nervt, weil es auch manchmal etwas wichtigtuerisch daherkommt. Andererseits denke ich aber, dass manche Leute ganz gut ein Vorzimmer gebrauchen können, das ihnen den Rücken freihält. Und was hat das nun mit Weihnachten zu tun? Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Hebräer, dass Gott viele Male und auf vielerlei Weise zu den Menschen gesprochen hat, allerdings meist durch die Propheten. Sie waren also ein solches Vorzimmer, das als Stimme Gottes gewirkt und seine Botschaft den Menschen gebracht hat.Doch jetzt spricht Gott selbst zu uns – ohne ein Vorzimmer, das ausrichten lässt "Gott wünscht, dass und das sollt ihr tun …". Er kommt nämlich selbst in diese Welt, indem er einer von uns wird. Das Vorzimmer wird plötzlich aufgelöst. Er kommt in seine Welt und wird in einem Stall in einem unbedeutenden Kaff am Ende der Welt geboren. Ganz normal, wie Tausende heute in armen, unbehausten, kriegerischen Situationen in der Ukraine, in Gaza und noch vielen weiteren Ländern.Ein Gott, der so unmittelbar ist, dass er in unser Chaos kommt als ein kleines, verwundbares Kind, das zeigt, wie solidarisch er mit uns ist. Zeigen wir diese Solidarität allen Menschen, indem wir auch ihnen ganz nahe sind – live und in Farbe und in der Freude der Weihnacht.
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4 days ago
2 minutes

Morgenimpuls
Wie verbringen eigentlich Ordensleute Heiligabend?
Immer wieder werde ich gefragt, was wir Schwestern denn so am Heiligen Abend machen. Also, wir werden nach den Laudes nachher noch ein paar kleine Vorbereitungen machen und die Kapelle im Haus und in der Pfarrkirche weihnachtlich gestalten. Dann den normalen Haushalt und die Habite und Schleier festtäglich parat machen, Tischdecken nochmal kurz überbügeln und alle Zimmer, die in den nächsten Tagen für Gäste gebraucht werden noch schön dekorieren. Und heute Abend werden wir ins Nachbarstädtchen fahren und mit unseren älteren und alten Schwestern im Altenheim den Heiligen Abend feiern. Wir werden das wunderbare Evangelium lesen, das davon berichtet, dass Kaiser Augustus den ganzen Erdkreis in Steuerlisten eintragen zu lassen befohlen hat und deshalb auch Josef mit Maria nach Bethlehem ziehen musste, weil er aus dem Geschlecht und Haus Davids stammte. Und das mit den Hirten und den Engeln mit der Botschaft vom Frieden auf Erden. Und wir werden zusammen singen, Musik machen, plaudern und ausdeutenden Gedichten und Geschichten lauschen. Dann fahren wir zurück in unseren Konvent, werden ein bisschen zu Abend essen und dann zur Christmette um 22.00 Uhr in ein Nachbardorf fahren. Und wenn wir davon nachhause kommen, dann gibt es bei uns seit vielen Jahren mein Lieblingsritual. Wir gehen in unsere Hauskapelle und singen „zu Bethlehem geboren ist uns ein Kindelein“ und legen das hölzerne Christkind in die Krippe. Soweit das äußere, sichtbare Geschehen. Aber die Dinge, die dazwischen geschehen, die man nicht machen, nicht planen, nicht vorbesprechen kann, auf diese Dinge bin ich gespannt. Wird mein Herz angerührt werden, oder absolviere ich nur, wie immer, wird der göttliche Funke überspringen oder bleibt es eine schöne Feier, wie immer, wird das Kind in der Krippe in mir lebendig oder bleibt es aus schön geschnitztem Holz, wie immer? Ich denke, auch Dir und vielen anderen von uns geht es so. Und so bitte ich mit Dir und euch diesen, zu uns heruntergekommenen Gott, um seine Nähe und seinen Weg mit uns durch diese besonderen Tage und Nächte. 
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5 days ago
2 minutes

Morgenimpuls
Wie kann man Weihnachten fühlen, spüren und neu glauben?
Der Glaube der Menschen an den menschgewordenen Sohn Gottes war immer mehr zurückgegangen und wurde von vielen gläubigen Christen und hochgelehrten Theologen vehement abgelehnt. Und genau in dieser Zeit will Franziskus von Assisi das Weihnachtsgeschehen so feiern, dass man es fühlen, spüren und neu glauben kann. Johannes von Greccio berichtet aus dem Winter 1223: Franziskus habe den Wunsch gehabt, das Gedächtnis an jenes Kind [...], das in Bethlehem geboren wurde, und [...] die bittere Not, die es schon als kleines Kind zu leiden hatte, wie es in eine Krippe gelegt, an der Ochs und Esel standen, und wie es auf Heu gebettet wurde, so greifbar als möglich darstellen zu lassen. Und so haben die Leute ringsum alles dahingebracht: Ochs und Esel, Schafe und Heu und Stroh. Und die Brüder der umliegenden Klöster und die Menschen der umliegenden Dörfer sind gekommen, um mit Fackeln und Kerzen zu sehen, zu singen und zu beten. Und später wird berichtet: während der Predigt des Franziskus, der unentwegt davon gesprochen hat: „Das das heiligste und geliebte Kind uns geschenkt, für uns geboren am Weg und in eine Krippe gelegt worden ist, weil in der Herberge kein Platz gewesen ist“ da habe man gesehen, dass das leblos daliegende Kind in der Krippe lebendig wurde. Soll heißen:  dass das Krippenspiel die Herzen der Menschen [...], die im Glauben an Christus erkaltet waren, wieder aufgeweckt hat. Nach der Prozession, der Lesung des Evangeliums und der Predigt wurde das Krippenspiel beendet und die Menschen kehrten in seliger Freude nach Hause zurück. In vielen Gemeinden werden in diesen Tagen Krippenspiele gespielt. Manchmal von Kindern, oft auch von Erwachsenen. Und wir, sonst so nüchterne Verstandesmenschen, fühlen uns im Inneren angerührt wegen der Geschichte der Geburt dieses Gotteskindes in Armut und Not. Wenn dieses Weihnachtsgeschehen mit seinen Krippenspielen, den alten, oft so romantischen Liedern und dem so bekannten Evangelium es schaffen kann, den Glauben an diesen menschgewordenen Sohn Gottes in uns wieder ein bisschen lebendiger zu machen, dann gibt es kein schöneres Geschenk in den nächsten Tagen für jeden von uns.
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6 days ago
3 minutes

Morgenimpuls
In welche Richtung zeigt der Weihnachtsbaum?
Schon am Freitag hat unser Hausmeister den Baum gebracht und in unser Wohnzimmer gestellt. Anders wäre es nicht zu schaffen gewesen in den letzten arbeitsreichen Tagen vor dem Fest. Jetzt steht er also da, wunderbar dunkelgrün und tatsächlich duftend nach Wald und Harz und Kühle. Und wir haben die Heizung ein bisschen runtergedreht und ihm Wasser in den Christbaumständer gegeben, dass er lange durchhält und uns Freude macht. Und morgen werden wir ihn schmücken, mit Strohsternen und Holzfiguren und kleinen geschenkten Dingen, die ihn dann so wunderschön machen. Und mit elektrischen Kerzen und mit echten Wachskerzen. Mir gefällt die Lichtersymbolik der Adventszeit auf Weihnachten hin so gut. Jeden Adventssonntag eine Kerze mehr am Kranz. Ein kleines Licht mehr, dass das Ankommen Gottes ankündigt und die Sehnsucht danach heller erscheinen lässt. Und dann am Weihnachtsfest der hell erleuchtete Baum mit ganz vielen Lichtern, der zeigt: Gott ist im Kommen. In einer der vielen Geschichten im Advent hatte ich gelesen, dass in vorigen Jahrhunderten der Christbaum tatsächlich unter die Decke gehängt worden ist, mit dem Stamm nach oben und der Spitze nach unten. Und die Deutung dazu war, dass den Leuten deutlich wurde, dass der Baum wie ein Pfeil die Richtung zeigt, weil Gott herunterkommt und unter uns in unserem Alltag und Kleinkram und Sorge und Leid bleiben will. Und dann könnte ja der Baum, wie wir ihn heute sehen, eher unsere Richtung zeigen: den Pfeil nach oben, dorthin wo wir, da wir es weder zeitlich noch räumlich anders denken können, Gottes Gegenwart verorten, in seinem Himmel. Und das ist nicht nur ein frommes Gedanken- und Deutungsspiel. In der heutigen Lesung aus dem Buch Jesaja heißt es unmissverständlich: Ich der Herr will es vollbringen. Und das war viele Jahrhunderte vor Christus. Und im Jakobusbrief, aus dem ersten Jahrhundert nach Christus heißt es: „Brüder und Schwestern, haltet geduldig aus, bis zur Ankunft des Herrn!“ Allein diese Zeitdimension macht uns Heutigen zu schaffen, denen Geduld nicht die bevorzugte Tugend ist. Der leuchtende Baum ist vielleicht eine Gedanken- und Hoffnungsstütze.
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1 week ago
3 minutes

Morgenimpuls
Zehntausende Menschen singen die christliche Botschaft
Es gibt einen wunderbaren neuen Liturgietrend: Im Jahr 2003 fing alles an. 89 Verrückte trafen sich "halblegal" mit Glühwein und Gebäck auf Höhe der Mittellinie im Stadion An der Alten Försterei in Berlin zum Weihnachtsliedersingen.Von Jahr zu Jahr wuchs die Schar der Sänger. Seit Weihnachten 2015 erfüllen die Stimmen von über 28.000 Menschen das "eiserne Wohnzimmer“, das Stadion von Union Berlin. Das Weihnachtssingen ist inzwischen ein generations- und vereinsübergreifendes Ereignis. Pfarrer Kastner trägt die Weihnachtsgeschichte vor, der Chor des Gymnasiums gibt Tonart und Takt vor und eine kleine Bläsergruppe sorgt für festlich-fröhliche Klänge. Liederbuch und Kerze gibt es gratis - eine kleine Spende für die Nachwuchsarbeit des Vereins ist jedoch immer willkommen. Und das Ganze hat Schule gemacht. Weihnachtssingen im Stadion gibt es mittlerweile in vielen Städten: in Dortmund mit mehr als 70 000 Menschen, in Köln, erstmals in Paderborn und in Leverkusen und noch mehr. Wenn die Menschen nicht mehr in die Kirche kommen, dann finden sich andere Möglichkeiten, die wundervolle Botschaft von der Geburt des Gotteskindes in die Welt, an den Mann, an die Frau und zu den Kindern zu bringen. Dass Menschen in den Stadien bei den Fußballspielen singen, ist ja nichts Neues und dass dort beim Zusammensingen ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht, dass man sonst nicht mehr findet, ist auch nichts Neues. Aber wenn im Stadion zehntausende Menschen die Christliche Botschaft mit ihren Liedern verkünden, das ist wunderbar und einmalig. Auch wenn es vielen Menschen gar nicht bewusst ist: die alten und neuen Lieder verkünden auf ihre Weise, dass Gott die Menschen liebt und Ihnen nahe sein will. Keine Sorge: Ich will die festlichen Weihnachtsgottesdienste in den geschmückten Kirchen und Kapellen, mit mehrstimmigen Chorgesängen und Trompetenklang nicht abschaffen und schön gefeierte Liturgien in ihren strengen, festen Formen nicht missen. Aber so ein Gesang von „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind“ aus zehntausenden Kehlen geht mir mehr unter die Haut und ins Herz.
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1 week ago
3 minutes

Morgenimpuls
"Last christmas" und Weihnachten
In meiner Kinderzeit im real existierenden Sozialismus gab es natürlich auch Winter-, Advents- und Weihnachtslieder, die nach 1949 entstanden sind und einen tollen Spagat hinbekommen haben. Da wurden also der Advent und die Weihnachtszeit besungen mit wirklich schönen Melodien und Texten, die ich bis heute kann. Aber nirgendwo in den ganzen Texten kommt auch nur andeutungsweise vor, worum es im Advent und an Weihnachten wirklich geht – um die Vorfreude auf das Geburtstagsfest Jesu Christi und auf das Kommen Christi am Ende der Zeit. Kein Wunder, da sich die DDR ja als sozialistisches und atheistisches Land verstanden hat. Worauf also "Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent?“ Es geht um die schöne Stimmung beim Kerzenschein, um schöne kleine Heimlichkeiten beim Basteln und Handarbeiten, es geht um schöne Düfte beim Backen und Kochen und um schöne Lieder und Melodien und Stimmen, die gerade in dieser Zeit erklingen. Und das kam allen entgegen, die nicht an Gott glaubten und ja trotzdem Advent und Weihnachten feiern wollten. Wenn heute "Last Christmas" und "I am dreaming of a white Christmas" so populär sind und seit November rauf und runtergespielt werden, ist das so ähnlich, nur ohne staatliche Verordnung. Und dann bin ich trotzdem sehr guter Hoffnung auf ein Weihnachtsfest, an dem Menschen zusammen feiern und vielleicht an irgendeinem Punkt spüren, dass an diesem Fest doch mehr dran sein muss: mehr als Geschenke und festliches Essen, mehr als einmal im Jahr Familie aushalten, mehr als freie Tage und schöne Stimmung. Und ich bin so hoffnungsvoll, weil ich glaube, dass Gott da ist und er diese Sehnsucht nach mehr als alles in uns Menschen hineingelegt hat. Und selbst Christen, die an diesen Gott glauben und sich trotzdem mit vielem an seiner Botschaft schwertun, selbst wir leben in dieser Hoffnung und Vorfreude des Advents, auch wenn es scheinbar immer weniger sind, die das spüren und wirklich ersehnen. Die Botschaft bleibt immer die gleiche und wird verkündet, ob in "Last Christmas“ oder im strengen "Herr send herab uns Deinen Sohn, die Völker warten lange schon".
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1 week ago
3 minutes

Morgenimpuls
Was für ein Jesus kommt da auf uns zu?
Die letzten sieben Tage des Advents stehen unter besonderen Vorzeichen. In den Abendgebeten werden in den besonderen Antiphonen die Sehnsucht des Volkes Israel nach Erlösung besungen. Sie sind in ihrem Inhalt also sehr viel älter als das Christentum.Da wird die Weisheit besungen und der Herr angerufen, an die Wurzel aus dem Baumstumpf Isais erinnert, der Schlüssel Davids, der im Buch Jesaja beschrieben ist, wird bestaunt, der Morgenstern herbeigesehnt und der König aller Völker. Und erst in der siebten Antiphon "O Immanuel" taucht ganz vorsichtig eine Bezeichnung für den ersehnten Erlöser auf. Wenn wir ab heute also in die letzte Phase des Advents hineingehen, in die Zeit des Erwartens, könnte es vielleicht eine Zeit werden, mal selbst nach zu denken, wer dieser kommende Gott für mich eigentlich ist. Ist es der ersehnte Erlöser und Immanuel, oder eher der unnahbare Herr, eher etwas so Altes, das schon die Völker des Alten Bundes verehrt haben oder der Jesus von Nazareth, der Bruder aller Menschen? Der unsere Menschenwege mitgegangen ist und sich nicht zu schade war, Leid und Tod auf sich zu nehmen um Menschenleid und Tod zu wenden. In einem Lied, dass während der ersten Coronawelle im Frühjahr 2020, also vor 5 Jahren, entstanden ist, lässt der Texter Franz Thomas Sonka Gott sagen: 1. In dieser schweren Zeit, versinkt die Welt in Dunkelheit. Hab keine Angst, trotz aller Fragen so spricht Dein Gott in diesen Tagen: "Ich bin bei Dir alle Tage, glaube und vertraue mir. Höre was ich zu Dir sage, meinen Segen schenk ich Dir. Niemals lass ich Dich im Stich. Du hast mein Wort: Fürchte Dich nicht"2. In dieser schweren Zeit, herrscht menschenleere Einsamkeit. Hab keine Angst, die bist getragen, so spricht Dein Gott in diesen Tagen:"Ich bin bei Dir alle Tage, glaube und vertraue mir. Höre was ich zu Dir sage, meinen Segen schenk ich Dir. Niemals lass ich Dich im Stich. Du hast mein Wort: Fürchte Dich nicht"
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1 week ago
3 minutes

Morgenimpuls
Der Advent zwischen Gottvertrauen und Verzweiflung
Eines der bewegendsten Adventslieder unserer Zeit ist das Lied von Jochen Klepper: "Die Nacht ist vorgedrungen". Dieses Lied hat er 1937 geschrieben. In der Nazizeit lebend, ist ihm und seiner Familie das Leben zur Hölle gemacht worden, weil er eine jüdische Frau geheiratet hatte und sich nicht dazu hinreißen lassen wollte, sich scheiden zu lassen. Seine ältere Tochter konnte noch rechtzeitig ins Exil gehen, aber er, seine Frau und die jüngere Tochter, sind 1942 freiwillig aus dem Leben gegangen.  Mit diesem Wissen klingt der Text seines Liedes noch einmal völlig anders in unseren Ohren:"Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern. Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.Dem alle Engel dienen, wird nun ein Kind und Knecht. Gott selber ist erschienenzur Sühne für sein Recht. Wer schuldig ist auf Erden, verhüll nicht mehr sein Haupt.Er soll errettet werden, wenn er dem Kinde glaubt.Die Nacht ist schon im Schwinden, macht euch zum Stalle auf! Ihr sollt das Heil dort finden,das aller Zeiten Lauf von Anfang an verkündet, seit eure Schuld geschah.Nun hat sich euch verbündet, den Gott selbst ausersah.Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allender Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr.Von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt. Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht."Vertrauen wir dem Sohn Gottes, dessen Geburt wir jedes Jahr so freudig feiern und denken wir aber auch daran, alles zu tun, dass nicht wieder in und von Deutschland aus eine Ideologie hochkommt, die Menschen in Leid und Tod stürzt. 
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1 week ago
3 minutes

Morgenimpuls
"Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!"
In der Adventszeit gibt es viele Angebote, die uns helfen mögen, ein bisschen mehr zum Kern dieser Zeit zu kommen und Horizonte zu öffnen. Eines dieser Angebote halte ich persönlich für besonders gelungen. Es ist die "Nacht der Versöhnung" heute Abend in unserem Mutterhaus. Immer an einem Montag vor Ostern und vor Weihnachten gibt es diese Art Gottesdienst und Versöhnung zu feiern."Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!" ist das Thema heute Abend und stammt aus dem 27. Psalm der Bibel. Was kann denn in der momentanen Zeit mit all ihren Unsicherheiten und Ängsten den Menschen Mut machen und Hoffnung geben? Als Christen können wir Halt und Zuversicht im Glauben und in der Bibel finden. Im Gottesdienst der Nacht der Versöhnung wird einer der vielen "Hoffnungstexte" der Bibel im Mittelpunkt stehen. Neben der individuellen Auseinandersetzung sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Gedanken auch miteinander zu teilen. So können sie sich gegenseitig Mut und Hoffnung schenken und sich selbst bestärken lassen. Allein das miteinander Singen mit vielen hundert Menschen tut Leib und Seele gut. Nach dem Gottesdienst gibt es Beichtgelegenheiten und die Möglichkeit zu Lebensgesprächen. Und bei Tee und dem legendären Mutterhausgebäck geht es gut sich auszutauschen und über die Hoffnung zu sprechen, die mich und uns bewegt, trotz allem, was da zurzeit weltweit ziemlich wenig Hoffnung macht. Alle, die sich vor Weihnachten eine Auszeit gönnen möchten, sind herzlich eingeladen!Die Aufforderung zu festem Mut und Hoffnung auf den Herrn ist Jahrtausende alt und immer hochaktuell. Wenn das nicht viele Millionen Menschen in der ganzen Welt und auch Du und ich leben würden, würden alle unsere Gesellschaftssysteme zusammenbrechen und Angst, Chaos, Kriege und Krisen überhandnehmen. Wenn nicht wir Menschen des Mutes wären, die ihre Hoffnung auf Gott setzen, wer dann?
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2 weeks ago
2 minutes

Morgenimpuls
Lasst uns Brücken bauen
Gestern kam sie offiziell, die Nachricht, dass die Rahmedetalbrücke auf der A 45, die seit 2021 gesperrt, im Frühjahr 2023 dann gesprengt und seitdem neugebaut wird, dass sie auf der einen Seite bereits am 22. Dezember für den Verkehr freigegeben wird. Leute die nicht hier im großen Umfeld leben und arbeiten oder Pendler sind oder große Firmen leiten, können sich überhaupt nicht vorstellen, was das bedeutet. Ein irrsinniger Verkehrsinfarkt jahrelang, unendliche Staus durch die kleine Stadt Lüdenscheid, Wegzug von Firmen und Arbeitskräften und ein materieller Verlust von sage und schreibe mindestens einer Million Euro – pro Tag.Falls Du Dich erinnerst: Kurz vor der Sprengung hatte ein Künstlerkollektiv in riesigen Buchstaben auf die Brücke gemalt: "Lasst uns Brücken bauen". Sehr selten ist uns dieses Wort, dass in vielen Zusammenhängen benutzt wird, so deutlich vor Augen gestellt worden. Und jeder weiß, dass es vielfältige Umschreibungen dieser Begrifflichkeit gibt. Es geht um Brücken zwischen Menschen im engen Umfeld, zwischen Nachbarn jeder Couleur, zwischen Nachbarländern, zwischen verschiedenen Ideologien und Denkrichtungen, zwischen Demokratien und Diktaturen und so weiter.Aber nie zuvor ist so vielen Menschen wie hier jetzt auch klar geworden, dass man Brücken und Übergänge kontrollieren und überprüfen aber eben auch hegen und pflegen muss. Einmal gebaut reicht nicht. Wir haben es leidvoll erfahren. Und falls tatsächlich irgendwann mal herauskommen wird, welches Konglomerat von Beziehungen, Verantwortlichkeiten und Versäumnissen vorgelegen hat, dann haben wir hoffentlich viel daraus gelernt.Im Buch des Propheten Jesaja wird es uns gerade jetzt im Advent immer wieder gesagt, dass wir doch Berge abtragen, Hügel senken und Täler heben sollen, damit dem Kommen Gottes ein Weg gebahnt wird. Zur Eröffnung der neuen Rahmedetalbrücke werde ich am 22.12. genau daran denken und bei mir selbst schauen, wo ich das alles geschehen lassen muss und auch, wo ich selbst darangehen sollte.
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2 weeks ago
3 minutes

Morgenimpuls
Das innere Tempo runterfahren
Ich war zu einem Termin weiter oben im Hochsauerlandkreis unterwegs. Eine gut ausgebaute Bundesstraße meistens, aber auch kleine Ortsdurchfahrten und engere Stellen. Sicherheitshalber hatte ich eine halbe Stunde mehr Zeit eingeplant, um wirklich pünktlich zu sein. Und was war? Erst ein LKW vor mir, der unterwegs einfach nicht zu überholen war, dann ein Traktor mit zwei Anhängern und dann ein autofahrender Flachlandtiroler, wie man schon einmal über Autofahrer aus Nachbarländern scherzt, die keine Berge haben. Also statt Tempo 70 nur 45, statt 50 nur 25 und so weiter. Am Anfang habe ich mich aufgeregt und rumgeschimpft, ich war Gott sei Dank allein unterwegs. Aber dann kam der innere Schalter: Beruhige Dich, die Veranstaltung beginnt erst, wenn Du da bist.Ich denke, dass Du das auch kennst: Man will höflich, freundlich und vor allem pünktlich sein und setzt sich und seine Mitstreiter permanent unter Druck. Also habe ich tief Luft geholt, mich meinem vor mir Fahrenden angepasst und bin zu meinem Termin getuckert. Und dann habe ich tatsächlich die schön geschmückten Fenster und Türen in den Dörfern gesehen, die schon aufgestellten Weihnachtsbäume in der Dorfmitte oder an den Kirchen und sogar Plakate, die zum Adventssingen und zum Weihnachtsmarkt einladen.Das innere Tempo runterfahren, Augen und Ohren und Herz und Sinne öffnen und schon wird es anders. Ich kann wahrnehmen, wo ich sonst vorbeigerauscht wäre, kann schmunzeln über Details, die ich sonst nie gesehen hätte, ich kann die Fahrt genießen und in Gedanken meinen Part durchgehen, auf den ich mich vorbereitet habe.Zehn Minuten vor Beginn des Termins war ich vor Ort und sogar eine kleine Plauderei mit einem guten Kaffee war noch möglich. Genau so ist eben Advent: das innere Tempo runterfahren, bedenken, worum es eigentlich geht und ausrichten auf Gott, zu dem meine Reise hingeht. Eigentlich nicht so schwer.
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2 weeks ago
2 minutes

Morgenimpuls
Glücklich/t sein
Am Sonntag habe ich sie gesehen am Schriftenstand der Kirche: Plakate, Flyer, Lichtertüten, Spendentüten und Gabentüten. Und alle mit derselben Überschrift GLÜCKLICH/T SEIN.Erst habe ich falsch gelesen und hatte an das bekannte Glücklichsein gedacht. Bis ich Glücklicht sein buchstabiert habe. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, als durch diese Aktion hier im Erzbistum Paderborn allein mehr als 100.000 Euro Spenden für das WDR "Weihnachtswunder" zusammengekommen sind, ist es in diesem Jahr wieder im Oktober angelaufen. Und mehr als 127.000 Artikel in den gespendeten Gabentüten haben vielen Menschen in der akuten Not geholfen und Freude verbreitet. Und dann haben wir von jedem der Werbedinge etwas mit nach Hause genommen und werden sie füllen: mit einer Geldspende, mit haltbaren Lebensmitteln für Menschen, die es gerade brauchen. Und die dritte Tüte ist ganz anders. Es ist eine Lichtertüte aus Pergament, die man auseinanderfalten, ein Teelicht reinstellen und sie auf die Fensterbank stellen kann. Weil das bedeuten kann, wer ein Glücklicht ist, kann Licht ins Dunkel der Mitmenschen bringen. Es sind sogar zwei Lichtertüten. So kann man gut eine davon selbst behalten und eine zweite zu jemandem hintragen, dem es gerade nicht so gut geht und dem das berühmte kleine Licht ganz viel Helligkeit und Hoffnung ins Leben bringen kann.Ein Kinderkirchenlied fällt mir dazu auch ein, wo es am Anfang heißt: "Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen: Fürchtet euch nicht!"Und in die Welt ein Licht tragen tun all die, die eine Hoffnung haben auf einen Gott, der uns nicht verlässt, auf das Geburtstagsfest seines Sohnes Jesus Christus und auf die vielen, viel kleineren Dinge, die von Freude, Geborgenheit, Hilfe und Hoffnung zeugen, die wir im Innern tragen. Und ganz nebenbei neigt sich das Heilige Jahr der Hoffnung dem Ende zu. Wenn in etwas mehr als vier Wochen am 6. Januar 2026 die Heiligen Pforten in Rom und überall in der Welt geschlossen werden, endet sie nicht: die Möglichkeit, mit der eigenen, noch so kleinen Hoffnung ein GLÜCKLICHT für die Welt zu werden.
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2 weeks ago
3 minutes

Morgenimpuls
Bohei um den Geburtstag Jesu
In der vergangenen Woche habe ich viele liebe Genesungswünsche bekommen und mich sehr darüber gefreut. Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die einem gut tun und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. In einem Brief war ein Kärtchen mit einem Psalmvers, ein weiteres mit einem Segenswunsch als Handyscan und dann noch ein drittes. Auf der Vorderseite ein paar in Folie verpackte Plastikweihnachtsmänner mit der Überschrift: "Jesus, der Weihnachtsmuffel". Und auf der Rückseite dann: "Er machte keinen Bohei um seinen Geburtstag, verlor nirgends ein Wort über Tannenbäume. Und beschenkt lieber täglich als alljährlich." Und daneben etwas kleiner gedruckt eine Bibelstelle, die mich jetzt aber echt neugierig gemacht hat: Matthäus 6, Vers 33. Da steht: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere gegeben werden." Ja, okay. Aber was bedeutet das dann?Spannend ist das, was in den Versen davorsteht: Es geht um all die so alltäglichen Sorgen um Essen und Trinken und Kleidung und Wohnung und Heizung und was wir alle so brauchen. Wenn die Sorge darum uns völlig besetzt, dann sind wir wie die Heiden, wie es hier auch heißt. Wir Christen sollen uns um all das sorgen und kümmern, was die Sorge Gottes ist: um unsere Nächsten und um gerechte Verhältnisse in unserem Umfeld, um Sorge füreinander und nicht ums Kreisen um uns selbst.Den Bohei um den Geburtstag Jesu kann ich aber nutzen, so wie es so viele Menschen hier im Land tun: Sie stellen sich auf Weihnachtsmärkte und verkaufen liebevolle Gaben, um Geld für Bedürftige zu sammeln, singen und spielen auf Adventskonzerten, um Menschen eine Freude zu machen und Geborgenheit und Vorfreude zu schenken und noch Vieles mehr.Da bekommt man Lust, oder?
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2 weeks ago
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Morgenimpuls
Maria und der harte Alltag
Am ersten Adventswochenende hatten wir zwölf Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren zu Gast im Mutterhaus; zum Klostergucken und ein bisschen mehr über Ordensleben und die Schwestern zu erfahren. Es ging ums Singen und Beten und Basteln, mit den Schwestern frühstücken und in den Advent staraten. Am Samstagnachmittag haben wir zusammen einen Film angeschaut, der die biblische Geschichte rund um das Weihnachtsgeschehen aus Sicht von Josef und Maria von Nazareth sehr anschaulich gemacht hat. Die Mädchen waren total überrascht und zum Teil auch erschrocken von der ziemlich rauen Realität dieser Zeit; den Kämpfen zwischen den Aufständischen und der römischen Besatzung, der unglaublichen Verwirrung rund um die Volkszählung, der späteren Flucht nach Ägypten und so weiter. Die Mädchen hatten, wie die meisten von uns, eine friedliche und freundliche Vorstellung dieser Zeit und eine süßen Krippen- und Engelsromantik. Und dass Maria so jung war, war ihnen auch nicht bewusst. Und erst mit dem Altersvergleich mit ihnen selbst wurde deutlich, welche Verantwortung Maria und Joseph übernommen hatten und welches Vertrauen sie immer wieder in diesen Gott haben mussten, um all die schrecklichen Geschehnisse zu überstehen und das Kind Jesus zu behüten und zu beschützen. Gottes Sohn ist nicht in eine liebliche und heile Welt gekommen, um allen ein schönes Fest zu bereiten. Er ist heruntergekommen in Krieg und Krise und Chaos, um mit seinen Menschen durch all diese Dinge hindurch zu gehen und bei ihnen zu bleiben und zu zeigen, dass Gott sie nicht verlässt. Und wenn wir heute an Maria denken, die schon von ihrer Zeugung an von Gott zu dieser Aufgabe ausgewählt worden ist, dann denken wir vielleicht nicht mehr nur an eine schöne junge Frau in weißem Gewand mit blauem Schleier, Rosenkranz und geneigtem Kopf. Sondern an eine Frau, die sehr bewusst ihren Auftrag angenommen hat und mit Energie und Liebe alles erfüllt hat, was ihr jeden Tag an Aufgaben gestellt worden sind. 
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Morgenimpuls
Wenn die Dornen Rosen tragen
Seit vielen Jahren beten wir hier im Domradio gemeinsam den Morgenimpuls. In dieser ersten Adventswoche muss ich wegen einer Fuß-OP eine Pause machen. Deswegen gibt es in der ersten Adventswoche Wiederholungen aus den vergangenen Jahren. Ich freue mich, wenn wir nächste Woche dann wieder gemeinsam beten können:Vom 12. Dezember 2023:Im thüringischen Eichsfeld, wo ich geboren und aufgewachsen bin, gibt es viele Wallfahrtsorte und die meisten sind Marienwallfahrtsorte. Der bekannteste ist sicher Etzelsbach geworden, weil Papst Benedikt dort 2011 mit 90 000 Eichsfeldern eine Vesper gebetet hat. Eines der Wallfahrtslieder zur Gottesmutter ist das berühmte "Maria, durch ein Dornwald ging“ das aus dem Eichsfeld stammt. Ich kenne es von Kindheit an und mochte es wegen der schönen Melodie aber auch wegen des etwas geheimnisvollen Textes.Es wird die Szene besungen, dass sich Maria aufmacht, um ihre verwandte Elisabeth zu besuchen, die etwa 100 km entfernt im Bergland von Judäa wohnt und ebenso schwanger ist. Für eine 14-jährige Frau ist dieser Weg voller Dornen und Gefahren. Aber ihre gesamte Situation ist mehr als mühsam: seit der Verkündigung durch den Engel hat sie ihr Leben Gott anvertraut, sie trägt den Sohn Gottes und kann es ihren Mitmenschen und ihrem Umfeld kaum vermitteln, Josef, ihr Verlobter weiß noch von nichts, die Eltern sind entsetzt und die Nachbarn tuscheln, die Freundinnen wissen genau, dass das schiefgehen wird, wenn das bekannt wird… und so weiter.Aber etwas ist anders: sie geht den Weg nicht allein. Sie geht ihn mit dem, dem sie Mutter werden wird. Und in diesem Glauben und ziemlich grenzenlosen Vertrauen tragen sogar die Dornen am Ende Rosen. Die Dornen sind nicht weg, sie sind weiterhin lästig und stachelig und gefährlich. Aber sie tragen die Rosen des tiefen Gottvertrauens und den Duft einer großen göttlichen Liebe.Viele Menschen haben im Moment unter sehr vielen Dornen und Stacheln zu leiden. Unter Kriegen und Vertreibungen, unter Krankheiten und Schwächen, unter Existenzängsten und negativen Vorahnungen, unter Geldknappheit und Angst um den Arbeitsplatz. Erbitten wir Gottes Schutz und Geleit durch diese gefahrvollen Zeiten und gib uns eine Ahnung von diesem GOTT MIT UNS SEIN. 
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Morgenimpuls
Was tröstet uns wirklich?
Seit vielen Jahren beten wir hier im Domradio gemeinsam den Morgenimpuls. In dieser ersten Adventswoche muss ich wegen einer Fuß-OP eine Pause machen. Deswegen gibt es in der ersten Adventswoche Wiederholungen aus den vergangenen Jahren. Ich freue mich, wenn wir nächste Woche dann wieder gemeinsam beten können:Vom 18. Dezember 2024:In vielen Kirchen gibt es noch die Feier der Roratemessen. Sie heißen bei den Gläubigen so, weil der uralte Text aus dem Buch Jesaja genommen wurde, in dem die tiefe Sehnsucht der Menschen nach Heil und Erlösung beschrieben wird. Im Lauf der Jahrhunderte ist dieser Text gerade im Advent vielfach gesungen worden und wird – eingebettet in eine stimmungsvolle Liturgie mit vielen Kerzen in einer dunklen Kirche – zu einem ahnungsvollen, stillen Hören. Der Rorategesang, der dort gesungen wird, packt mich immer neu. Darin heißt es in der vierten Sequenz: "Tröste Dich, tröste Dich, Volk meiner Gnade. Denn nahe ist Deine Rettung. Warum verzehrst Du dich in Trauer, da dich Dein Schmerz erneuert. Heil schenk ich Dir. Fürchte Dich nicht mehr. Denn ich bin der Herr Dein Gott und König. Der heilige Israels und Dein Erlöser."Der Ruf nach Erlösung und einem starken Erlöser, geht durch die Menschheitsgeschichte bis heute. Die Suche nach dem starken Mann mit den einfachen Lösungen und dem simplen Schwarz-Weiß-Denken kommt in allen Generationen bis in unsere Tage wieder hoch. Die Maos, Stalins, Hitlers, Jipings früherer und heutiger Tage wurden mächtig, weil sie den Massen suggeriert haben, dass sie die Lösung aller Probleme und Fragen parat haben und man ihnen nur die Macht in die Hand geben soll. In diesem Lied aber ist von Trost die Rede, nicht von billiger Vertröstung. Wirklicher Trost bietet die Zusicherung, mit mir durch dieses Leid, diese Katastrophe zu gehen. Mich darin nicht zu verlassen und mich stattdessen an die Hand zu nehmen und mir zu helfen, damit wir das das gemeinsam schaffen. In der Ankündigung, dass Rettung nahe ist, werden innere und äußere Kräfte freigesetzt, die mir helfen durchzuhalten und die Hoffnung, dass es gut ausgeht, nicht zu verlieren. "Tröste Dich, tröste Dich, Volk meiner Gnade. Denn nahe ist Deine Rettung" ist ein machtvollerer Trost als ein "das wird schon wieder, du wirst sehen"
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Morgenimpuls
Gottes Kommen kündet sich an
Seit vielen Jahren beten wir hier im Domradio gemeinsam den Morgenimpuls. In dieser ersten Adventswoche muss ich wegen einer Fuß-OP eine Pause machen. Deswegen gibt es in der ersten Adventswoche Wiederholungen aus den vergangenen Jahren. Ich freue mich, wenn wir nächste Woche dann wieder gemeinsam beten können.Vom 12. Dezember 2022:Nein, ich gehe prinzipiell nicht auf Weihnachtsfeiern vor Weihnachten. Ich gehe ja auch nicht auf Neujahrsempfänge im Dezember. Eine Zeit ist Advent, eine Zeit ist die Weihnachtszeit, eine Zeit ist die Sommerzeit und so weiter.Die Tendenz, alles in die Zeit vor Weihnachten zu packen kann ich gut verstehen. Das ging dieses Jahr sogar so weit, dass Mitte November eine Weihnachtsfeier angesetzt war, weil sonst keine Zeit mehr gewesen wäre. Man möchte mit den Kolleg*innen, den Gruppen und Kreisen, in denen man sich bewegt, zusammen dieses tolle Fest feiern. Und nach Weihnachten sind halt Ferien und dann ist die Weihnachtszeit längst vorbei.Bei einer befreundeten Familie war ich dieser Tage und die Wohnung war wunderschön geschmückt und der Weihnachtsbaum aufgestellt und er blinkte und funkelte in aller Pracht. Und sie waren ganz erstaunt zu hören, dass wir den Advent mit gerade mal vier Kerzen immer heller werden lassen und erst am 23.12. den Baum aufstellen und am 24.12. die Krippe. Und dann bemerkte der kleine Sohn: "Aber Weihnachten ist doch ein schönes Haus für alle und immer" Ja, er hat recht. Weihnachten ist ein schönes Haus, dass uns göttliche Geborgenheit schenkt und das Beispiel der Familie von Jesus, die in allen Höhen und Tiefen der nächsten Jahre zusammensteht, Freude und Leid miteinander trägt und im Vertrauen auf den himmlischen Vater und seine Führung durchs Leben geht.Und wenn wir dann die nicht vergessen, die genau wie die Familie von Jesus fliehen müssen, bedrängt und verfolgt werden, im Winter der Gesellschaft und des Miteinanders leben müssen, und ihnen Geborgenheit, Wärme und Heimat zu geben versuchen, dann ist es gut."Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen. Bald wir kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen. Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil." – Gottes Kommen kündet sich an und macht uns stark darin, denen, die in Not sind, vom Kommen des heilbringenden Gottes zu künden. Und das geht wahrscheinlich auch auf Weihnachtsfeiern vorher.
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Welche Visionen haben Sie?
Seit vielen Jahren beten wir hier im Domradio gemeinsam den Morgenimpuls. In dieser ersten Adventswoche muss ich wegen einer Fuß-OP eine Pause machen. Deswegen gibt es in der ersten Adventswoche Wiederholungen aus den vergangenen Jahren. Ich freue mich, wenn wir nächste Woche dann wieder gemeinsam beten können:Vom 2. Dezember 2022:Vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt gibt es die Aussage: "Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen!"Hintergrund war eine Anfrage, welche Vision er für die nächsten Jahre in der Politik habe.Eigentlich war klar, was gemeint war: wo soll es hingehen in unserem Land, was wollen wir erreichen, was soll anders, bestenfalls besser werden, wer braucht mehr Unterstützung und was können wir endlich mal sein lassen.Wie ist das denn mit Ihren Visionen für heute früh? Was erwarten Sie an Ihrem Tag, an Ihrer Arbeit, in Ihrer Familie? Wohin soll sie gehen, Ihre Lebensreise?Ach nein, denken Sie vielleicht, solche Ideen und Pläne hatte ich früher, als ich jung war und meine Sturm- und Drangjahre hatte. Aber heute? Visionen? Hm. Aber, wir sind in der ersten Woche des Advent und diese Zeit ist in den biblischen Texten voller Visionen und tollen Ankündigungen: vom Frieden auf Gottes ganzem heiligen Berg, von den wilden Tieren die miteinander weiden, von den Menschen, die nichts Böses mehr tun, von einem Festmahl für alle Völker mit den feinsten Speisen und edelsten Weinen, von den Tränen die für immer abgewischt werden, vom Tod, der für immer verschlungen ist ins Leben, von der Heilung der Blinden und Lahmen, von der Speisung der tausenden Menschen und von dem Vielen, was übrig bleibt für alle.Und was hat das mit mir zu tun? Eine Antwortidee könnte sein: Jesus kann die vielen Menschen satt machen, nachdem er seine Freunde gefragt hatte: wie viel Brote habt ihr? Und sie geschaut und gegeben hatten, was sie hatten.Visionen können in die Gänge kommen, wenn ich gebe, was ich habe, was ich kann, was meine Talente und Möglichkeiten sind. Also doch nicht mit Visionen zum Arzt, sondern mitten unter die Menschen und in meinen neuen Tag!
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Morgenimpuls
Gedanken zu Gott und der Welt, Erlebnisse aus dem Alltag einer Ordensfrau - die Olper Franziskanerin Schwester Katharina startet mit Gebeten und Texten um 6 Uhr in den Morgen.