Was ist Liebe? Eine Meinung? Eine Kraft, ein Teil unserer Selbst? Bestimmt - aber eben nicht nur. Zu Römer 13 entspinnen sich drei Geschichten, über ganz eigene Nächte in unseren Leben. Hört selbst, wo da die Liebe bleibt.
Predigt zu zum Ewigkeitssonntag/Totensonntag 2025
Johannes 5, 24-29
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch darüber nicht. Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Volkstrauertag ist ein Tag der Anforderung. Wir sollen und müssen vieles. Aber was, wenn uns das zu viel wird? Oder wenn wir so gar nichts mit all dem anfangen können, was von uns gefordert ist? Unser Gott hält es auch aus, wenn wir Abstand von ihm nehmen. Denn wahre Liebe schenkt Freiheit, anstatt sie zu nehmen.
Vortrag von Hanna über ein paar Gedanken aus ihrem Buch „Religion und Distanz. Eine theologische Neubestimmung des christlichen Religionsbegriffs im Anschluss an die Mythostheorien Ernst Cassirers und Hans Blumenbergs“
https://www.mohrsiebeck.com/buch/religion-und-distanz-9783161646126/
Gehalten am 6.11.205 anlässlich der Verleihung des Christian-Gottlob-Heyne-Preises der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen
Zu 5. Mose 6,4-7
Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einer. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.
Predigt zu 1. Mose 28, 10-19
Jakob ist auf der Flucht. Sein Bruder Esau ist hinter ihm her, schäumend vor Wut. Was hatte Jakob getan?
Er hatte Esau betrogen. Nicht um Geld oder Besitz, zumindest nicht direkt. Sondern um einen Segen. Den Segen ihres Vaters Isaak. Der nämlich wollte eigentlich seinen Erstgeborenen segnen. Und das war - wenn auch nur um ein Haar - der Zwillingsbruder Esau. Doch der alte Isaak war blind und so konnte Jakob ihn hereinlegen: Als Esau fort war, ging er zum Vater und legte sich ein Fell auf, damit der Vater dachte, es sei der - sehr behaarte - Erstgeborene Sohn. War er aber nicht, und so bekam den Segen Jakob. Dieser Segen war mehr als das Zeichen dafür, dass der Besitz an den Erstgeborenen übergehen sollte zeigen: Du führst den Bund fort, Abraham mit Gott geschlossen hat, du leitest uns in der Gemeinschaft mit Gott. Esau war natürlich stinksauer. Er wollte Jakob töten.
Jakob ist Heimat und rastlos, vielleicht plagt ihn sogar ein wenig das schlechte Gewissen, auf jeden Fall Angst und Unsicherheit.
In dieser Situation beginnt unser Predigttext. Er steht im ersten Buch Mose, Kapitel 28:
Jakob zog von Beerscheba nach Haran.
Unterwegs kam er an einen Ort,
an dem er übernachtete.
Denn die Sonne war schon untergegangen.
Er nahm einen von den Steinen dort
und legte ihn neben seinen Kopf.
Dann schlief er ein.
Im Traum sah er eine Leiter,
die von der Erde bis zum Himmel reichte.
Auf ihr stiegen Engel Gottes hinauf und herunter.
Plötzlich stand der Herr vor ihm und sagte:
»Ich bin der Herr,
der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks.
Das Land, auf dem du liegst,
will ich dir und deinen Nachkommen geben.
Sie werden so zahlreich sein
wie der Staub auf der Erde.
Du wirst dich nach Westen und Osten,
nach Norden und Süden ausbreiten.
Durch dich und deine Nachkommen
sollen alle Völker der Erde gesegnet sein.
Siehe, ich bin bei dir und behüte dich überall,
wohin du auch gehst.
Ich bringe dich zurück in dieses Land.
Ich werde dich nicht verlassen,
bis ich vollbringe, was ich dir verheißen habe.«
Als Jakob aus dem Schlaf erwachte, sagte er:
»Gott ist an diesem Ort,
und ich wusste es nicht.«
Da fürchtete er sich und dachte:
»Vor diesem Ort muss man Ehrfurcht haben!
Hier ist gewiss ein Haus Gottes
und ein Tor zum Himmel.«
Am Morgen stand Jakob früh auf und nahm den Stein,
den er neben seinen Kopf gelegt hatte.
Er stellte ihn als Kultstein auf
und rieb seine Spitze mit Öl ein.
Jakob nannte den Ort Bet-El, das heißt: Haus Gottes.
am 7.9.2025
Zu Apostelgeschichte 3, 1-10
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit. 2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, der war gelähmt von Mutterleibe an; den setzte man täglich vor das Tor des Tempels, das da heißt das Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen. 3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen. 4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! 5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. 6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! 7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, 8 er sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. 9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben. 10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor dem Schönen Tor des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.
Predigt von Hanna an Rogate am 25.5.2025
Predigttext: Johannes 16
23Und an jenem Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. 24Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass eure Freude vollkommen sei.
25Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; 27denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.
Was heißt hier Muttertag? - Und was hat das mit Weisheit und der neuen Schöpfung zu tun?
Predigt von Moritz vom 11.5.2025
Sprüche 8, 22-26
Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. 23 Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. 24 Als die Tiefe noch nicht war, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen. 25 Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, 26 als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens.
„Im Zweifel doch“ - Predigt zu Jeremia 20,7-11 vom So, 23.3.2025
Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des Herrn Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht.
Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« Aber der Herr ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.
Am Wahlsonntag predigen heißt politisch predigen. Was bedeutet es Dir, in diesen bewegten Zeiten Christin oder Christ zu sein? Bist Du zuerst Demokratin, dann Christ oder andersrum oder beides irgendwie gleichzeitig?
Um diese Fragen geht es - und darum, was das alles mit Luthers „Freiheit eines Christenmenschen“ zu tun hat. Und mit den Reisen des Paulus, vor 2000 Jahren. Hör gern rein!
Predigttext: Apostelgeschichte 16,9-15
Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Makedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Makedonien und hilf uns! 10 Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Makedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.
11 Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis 12 und von da nach Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Makedonien, eine römische Kolonie. Wir blieben aber einige Tage in dieser Stadt. 13 Am Sabbattag gingen wir hinaus vor das Stadttor an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.
14 Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. 15 Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.
Predigt zur Jahreslosung 1. Thess 5,21 und 1. Joh 5,11-13 vom 5.1.2025
Seid wach und nüchtern. Tut ab, was euch träge
macht. Schütz euch gegen zu viel Wut und
Traurigkeit mit einem Schutzpanzer aus Glaube,
Liebe, Hoffnung. Seid fröhlich und dankbar über
all das Wahre, Gute und Schöne, das uns in
Gestalt der Natur, der Kunst und anderer
Menschen uns alle immer umgibt. Achtet und
ehrt die Leute, die Verantwortung übernehmen
bei euch. Haltet Frieden. Seid ehrlich zueinander
und selbstkritisch. Duldet keine Nachlässigkeit
und keine faulen Ausreden. Nehmt keine Rache,
sondern jagt allezeit dem Guten nach. Trottet
nicht, sondern prescht ihm hinterher. Betet.
Tröstet und erbaut einander. Seid geduldig. Gebt
dem Geist Raum und macht euch über große
Visionen nicht lustig. Prüft alles, ehrlich und ohne
Vorbehalt, und behaltet das Gute.
Freie Übersetzung von Emilia Handke aus einem Instagram-Post @handkemachtes
https://www.instagram.com/p/DEUNmgONqDG/?igsh=Z3lycWQ4MnI1eDIy
Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
Bitte und Fürbitte
Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes
https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/1JN.5
Predigt zur Christnacht 2024
von Moritz
1. Timotheus 3,16
Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens:
Er ist offenbart im Fleisch,
gerechtfertigt im Geist,
erschienen den Engeln,
gepredigt den Heiden,
geglaubt in der Welt,
aufgenommen in die Herrlichkeit.
Von einem Volk das da im Finsteren wandelt ist die Rede…. von der Trotzkraft der Hoffnung in finsteren Zeiten.
Predigttext Jesaja 9, 1-6
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.