
In dieser Folge von Recharge Love spreche ich über zwei tiefe Bindungswunden, die viele Menschen unbewusst in sich tragen: die Vaterwunde und die Mutterwunde. Beide entstehen aus einem Mangel an Sicherheit in der Kindheit – zeigen sich jedoch auf sehr unterschiedliche Weise im Erwachsenenleben und besonders in Beziehungen.
Die Vaterwunde entsteht häufig durch emotionale oder physische Abwesenheit, Leistungsdruck oder fehlende Anerkennung. Menschen mit dieser Wunde entwickeln oft den inneren Glaubenssatz, nur durch Leistung, Stärke oder Funktionieren wertvoll zu sein. In Beziehungen zeigt sich das durch ein starkes Bedürfnis nach Bestätigung, das Gefühl, Verantwortung für die Beziehung tragen zu müssen, sowie Schwierigkeiten, sich wirklich fallen zu lassen und zu entspannen.
Die Mutterwunde entsteht meist durch emotionale Überforderung, fehlende Feinfühligkeit oder Instabilität der Mutter. Betroffene lernen früh, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und Verantwortung für das emotionale Wohl anderer zu übernehmen. In Beziehungen äußert sich das häufig durch fehlende Abgrenzung, Schuldgefühle beim Nein-Sagen, emotionale Überanpassung und die Angst, Liebe zu verlieren, wenn man für sich einsteht.
Ich erkläre, warum sich Menschen mit Vater- und Mutterwunden oft gegenseitig anziehen, wie sich diese Wunden spiegeln und warum Partnerschaften häufig unbewusste Heilungsversuche des eigenen Systems sind. Gleichzeitig betone ich, dass der Partner niemals Elternersatz sein kann und Heilung nicht im Gegenüber, sondern im eigenen Inneren beginnt.
Die Folge lädt dazu ein, die eigenen Muster ehrlich zu erkennen, Trigger als Hinweise auf ungeheilte Anteile zu verstehen und Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen – statt sie an den Partner abzugeben. Wahre Heilung entsteht, wenn wir lernen, aus unserem erwachsenen Ich heraus zu reagieren und unserem inneren Kind selbst die Sicherheit geben, die es damals nicht bekommen hat.
Takeaways:
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