Shownotes: In der Folge 153 von Schlaflos dank Seattle, unserer Re-Assessment-2025-Folge, sprechen wir darüber, wie sich die großen Tech-, Plattform- und KI-Versprechen des Jahres tatsächlich entwickelt haben – jenseits von Ankündigungen, Keynotes und Schlagzeilen. Wir ziehen Bilanz: Was ist Realität geworden, was steckt fest, und wo zeigt sich erst jetzt die strategische Tragweite?
Im Fokus stehen dabei die großen Plattformen und ihre Machtverschiebungen. Wir schauen auf Apple zwischen CarPlay Ultra, Satellitenstrategie, Siri-Verzögerung und dem Formel-1-Deal – und fragen, ob Apples Zurückhaltung Ausdruck von Plan oder von Orientierungslosigkeit ist. Parallel beleuchten wir TikTok zwischen politischer Hängepartie in den USA, wachsendem E-Commerce-Ambitionsniveau in Europa und der Frage, ob Social Commerce hier wirklich skaliert oder gerade erst seine Anlaufphase verlässt.
Ein zentrales Thema der Folge ist der Kampf um Distribution, Daten und Checkout: Amazon baut sich mit Haul, Optics, Kuiper und Logistik-Services immer tiefer als Infrastrukturplayer ein, während OpenAI und Perplexity mit eigenen Browsern eine neue Datenschicht etablieren wollen. Cloudflare versucht mit „Pay per Crawl“ erstmals, das offene Web gegen KI-Scraping zu monetarisieren – mit unklaren Folgen für Publisher und Plattformen.
Wir sprechen außerdem über den Status von KI im Unternehmenskontext: Warum Private- und Sovereign-AI-Ansätze vom Randthema zum Management-Standard geworden sind, wie Uber Datenannotation als eigenes Geschäftsmodell skaliert und warum ChatGPT trotz Rekord-Downloads vor allem eines zeigt – dass Reichweite nicht automatisch Kontrolle bedeutet.
Abgerundet wird die Folge durch einen Blick auf autonome Mobilität, Regulierung, Ultra-Fast-Fashion und die zunehmende politische Einhegung globaler Plattformen. Insgesamt ist Folge 153 kein Ausblick, sondern eine Standortbestimmung: Ein Re-Assessment darüber, wer 2025 wirklich vorangekommen ist – und wer vor allem gut darin war, Bewegung zu simulieren.
In Folge 152 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die Ernennung von Denise Dresser zur Chief Revenue Officer bei OpenAI und darüber, was diese Personalie über die aktuelle Strategie des Unternehmens verrät. Wir ordnen ein, warum OpenAI mit einer ehemaligen Slack-CEO und Salesforce-Managerin klar auf Enterprise-Vertrieb, Monetarisierung und Governance setzt – und ob das noch zu „Code Red“, also dem ausgerufenen Fokus auf Produkt und Customer Experience, passt.
Anschließend schauen wir auf Googles Android-XR-Ankündigungen. Unser Fazit: Entscheidend ist weniger die Brille als das dahinterliegende Android-Ökosystem. Mit vielen Hardwarepartnern und Millionen Entwicklern könnte XR erstmals aus der Demo-Ecke herauskommen und im Business ankommen – etwa in Wartung, Montage und Field Service.
Im dritten Teil diskutieren wir eine Postbank-Studie, nach der große Social-Media-Plattformen bei Jugendlichen an Nutzung verlieren. Für uns ist das kein „Death of Social Media“, sondern ein Shift hin zu Dark Social, privaten Accounts und geschützten Communities – mit spürbaren Konsequenzen für Brand- und Reichweitenstrategien.
Darauf aufbauend geht es um Googles KI-Zusammenfassungen in Google News und die parallele kartellrechtliche Untersuchung der EU. Wir sprechen über Zero-Click-Search, selektive Zahlungen an große Verlage und die Frage, wer künftig noch über Inhalte und Reichweite entscheidet.
Zum Abschluss ordnen wir die Hochstufung von Wärtsilä durch die Bank of America ein und sprechen darüber, warum Energie und Data-Center-Power zum kritischen Faktor für KI und Digitalisierung werden. Unser Fazit: KI ist längst nicht mehr nur Software – sie ist Infrastruktur
In Folge 151 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die zunehmenden Cyberangriffe auf den deutschen Mittelstand und die wachsenden Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Wir diskutieren, warum besonders kleine und mittlere Unternehmen von professionellen Ransomware-Gruppen angegriffen werden, welche Rolle historisch gewachsene IT-Landschaften spielen und wie regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie das Thema zusätzlich verschärfen
Anschließend beschäftigen wir uns mit dem überraschenden Comeback von DeepSeek, das nach einer Phase auffälliger Zurückhaltung plötzlich zwei neue Modelle – DeepSeek 3.2 und 3.2 Special – veröffentlicht hat. Wir sprechen über deren Leistungsfähigkeit, die Positionierung zwischen Open-Source-Modellen und High-End-Lösungen wie GPT-5 oder Gemini 3, das Thema Kostenreduktion und die strategischen Herausforderungen rund um Distribution und Vertrauen.
Danach geht es um OpenAIs ungewöhnliche Beteiligung an Thrive Holdings – ein Kreislaufgeschäft, bei dem OpenAI Engineering-Leistungen in Portfoliounternehmen einbringt und dafür Anteile erhält. Wir diskutieren, ob dies ein sinnvoller strategischer Schritt oder ein Symptom einer entstehenden KI-Bewertungsblase ist, welche Ziele Thrive eigentlich verfolgt und warum OpenAI trotz „Code Red“ möglicherweise seinen Fokus verliert.
Im Anschluss widmen wir uns Alibabas Einstieg in den Markt für KI-Brillen. Mit den neuen Quark S1 und G1 Modellen adressiert Alibaba den rasant wachsenden Wearables-Sektor in China und greift Meta und Xiaomi an. Wir sprechen über Funktionen wie Echtzeitübersetzung, Navigations-Overlays, Meeting-Transkription und Bezahlen per Brille, die tiefe Einbindung ins Qwen-Ökosystem sowie die strategische Bedeutung für den chinesischen und internationalen Markt.
Darauf folgt ein Blick auf Apple und Intel: Apple plant, künftig Low-End-M-Chips wieder bei Intel fertigen zu lassen – ein politisch und strategisch motivierter Schritt, der weniger mit Technologie als mit Diversifizierung, geopolitischen Interessen und dem Label „Made in USA“ zu tun hat. Wir ordnen ein, warum Intel trotz Qualitätslücke für Apple relevant wird und welche langfristigen Effekte das haben könnte.
Zum Abschluss sprechen wir über Amazons neuen Quick-Commerce-Vorstoß „Amazon Now“. Der Dienst startet in Seattle und Philadelphia und soll Haushaltswaren und Lebensmittel in rund 30 Minuten liefern. Wir analysieren, warum Quick Commerce in Europa gescheitert ist, wieso er in den USA oder Asien anders funktionieren könnte, welche Rolle Amazon Flex, Micro-Fulfillment-Center und vorhandene Infrastruktur spielen – und wie solche Angebote den Wettbewerb im Handel weiter verschärfen.
In unserer Jubiläumsfolge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir wieder über eine ganze Reihe aktueller Entwicklungen aus der Tech- und KI-Welt. Wir starten mit OpenAI, wo deutlich wird, dass das Unternehmen die Gesundheitsbranche stärker ins Visier nimmt. Nicht weil es eine komplette Neuausrichtung gäbe, sondern weil Gesundheitsfragen bereits jetzt zu den wichtigsten Use Cases gehören. OpenAI rekrutiert Ärzte und Fachexperten, um medizinische Auskünfte zu verbessern – ein riesiger Markt, aber zugleich ein hochregulierter Bereich voller Risiken, Haftungsfragen und Datenschutzthemen.
Danach sprechen wir über Googles neue Shopping-Features. Mit Funktionen wie „Buy it for me“, automatischen Store-Telefonaten und conversational Produktsuche versucht Google, im Commerce-Bereich gegen OpenAI zu bestehen. Gleichzeitig entsteht ein neuer Gatekeeper-Effekt: Händler müssen sich immer stärker an KI-Systeme anpassen, die bestimmen, welche Produkte sichtbar werden.
Im dritten Thema geht es um DeepSeek, das chinesische KI-Startup, das den Westen vor einem Jahr mit einem hocheffizienten Modell überrascht hat und einen regelrechten „Efficiency-Schock“ ausgelöst hat. Nach langer Funkstille meldet sich das Unternehmen zurück – allerdings ungewöhnlich zurückhaltend und pessimistischer als erwartet. Anstatt neue Durchbrüche zu feiern, warnt ein Senior-Forscher vor den gesellschaftlichen Risiken von KI.
Anschließend schauen wir nach Europa: Microsoft investiert zehn Milliarden US-Dollar in ein gigantisches KI-Rechenzentrum in Portugal, während die Schwarz-Gruppe – bekannt durch Lidl und Kaufland – elf Milliarden in ein eigenes Mega-Datacenter in Deutschland steckt. Beide Projekte zeigen den enormen Infrastrukturbedarf der KI-Welt und die wachsende Bedeutung europäischer Standorte. Besonders spannend: Die Schwarz-Gruppe wird mit Stackit zunehmend zu einer Alternative zu US-Hyperscalern – ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Souveränität.
Zum Abschluss sprechen wir über Jeff Bezos, der überraschend wieder in eine operative Rolle zurückkehrt. Als Co-CEO des KI-Startups Project Prometheus will er „AI for the physical economy“ entwickeln – KI, die reale Industrien wie Fertigung, Robotik, Raumfahrt und Supply Chains beeinflusst. Das Startup hat bereits über sechs Milliarden US-Dollar eingesammelt und Top-Talente aus der gesamten Branche angezogen.
In Folge 149 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Palantirs Höhenflug und eine steigende Skepsis: Wir ordnen die starken Quartalszahlen ein, erklären das KGV und vergleichen es mit Microsoft und Nvidia, diskutieren die Frage, wie viel KI-Fantasie und wie viel Substanz im Kurs stecken. Wir zeigen, womit Palantir aktuell Geld verdient und weshalb das „AI“-Label oft eher Vermarktung als Produktkern ist.
Danach drehen wir den Blick auf OpenAIs Mega-Einkäufe von Rechenleistung (u. a. der neue AWS-Deal über 38 Mrd. $) und diskutieren Multi-Sourcing, mögliche Kapazitätsengpässe, Leasing- und Marktplatz-Logik in der Cloud sowie die Systemrisiken, wenn eine Seite strauchelt.
Im Commerce-Teil beleuchten wir OpenAIs Checkout-Ambitionen: die PayPal-Kooperation als Hebel für Conversational Commerce, die Rolle von Stripe/Klarna, wiederkehrende Zahlungen und warum Zahlungsanbieter für „Frag–Finde–Kaufe“-Journeys im Chat zentral werden.
Anschließend geht’s um Amazons „Alexa Plus“ in der Amazon-Music-App als erstes praktisches Testfeld der neuen, KI-gestützten Alexa-Generation: natürlichere Dialoge, komplexe Musik-Queries, personalisierte Playlists – und die Frage, ob Alexa vom reinen Voice-Assistant zum echten KI-Assistenten reift.
In der Bullshit-Corner nehmen wir Elon Musks Robotaxi-Ankündigungen auseinander, ordnen die Realität mit Sicherheitsfahrern und fehlenden Genehmigungen ein, erinnern an den nie gelieferten Roadster und streifen die jüngsten Sticheleien zwischen Musk und Altman.
Zum Schluss blicken wir nach Frankreich: Das Wirtschaftsministerium droht Shein mit einem Verkaufsverbot – ein Fall, der den wachsenden EU-Druck auf Temu/Shein, Fragen zu Lieferketten, Produkt- und Marktplatzaufsicht sowie die Glaubwürdigkeit der Plattformmodelle in Europa zuspitzt.
In der Folge 148 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den Wettlauf der Tech-Konzerne um das „Next Big Device“ – und warum Meta, Apple, Snap & Co. auf Brillen setzen. Dabei geht es auch um die Frage: Wie unabhängig können Unternehmen werden, wenn sie ihre eigene Hardware kontrollieren wollen?
Außerdem geht’s um das Ende von Googles Privacy Sandbox, die gescheiterte Idee einer datenschutzfreundlichen Cookie-Alternative – und warum Google froh ist, das Kapitel schließen zu dürfen.
Ein weiteres Thema ist die überraschende Partnerschaft von Meta und Arm, die gemeinsam energieeffiziente Rechenzentren für KI-Anwendungen aufbauen wollen.
Wir vergleichen die aktuellen Entwicklungen bei OpenAI und Anthropic: 800 Millionen Nutzer auf der einen Seite, bis zu 9 Milliarden Dollar Jahresumsatz auf der anderen. Warum OpenAI trotz riesiger Reichweite Geldprobleme hat, welche Rolle Nvidia dabei spielt und warum Meta ChatGPT-Integrationen in WhatsApp & Co. künftig verbietet, besprechen wir ebenfalls.
Ein spannender Abschnitt dreht sich um Polymarket – die Plattform, auf der Menschen auf alles Mögliche wetten, von Wahlen bis Bitcoin-Kursen. Wir erklären, warum diese „Vorhersagemärkte“ für KI-Modelle plötzlich als wertvolle Datenquelle gelten und weshalb selbst die New York Stock Exchange-Mutter ICE dort investiert.
Zum Abschluss geht’s um Apple: Der Konzern hat sich ab 2026 die exklusiven US-Übertragungsrechte an der Formel 1 gesichert – für rund 140 Millionen Dollar pro Jahr. Wir ordnen ein, was hinter dieser strategischen Wette steckt, warum die Formel 1 in den USA gerade boomt und wie Apple damit sein Streaming-Ökosystem stärkt.
In Folge 147 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir darüber, was die aktuellen und absehbaren zukünftigen Entwicklungen von KI und speziell ChatGPT sind – und welche Auswirkungen das auf Unternehmen, das Ökosystem, Plattformen und Daten hat.
Beginnen tun wir dabei mit beeindruckenden Zahlen: ChatGPT hat inzwischen 800 Millionen wöchentliche Nutzer, über vier Millionen Entwickler bauen bereits auf Basis der OpenAI-API, und jede Minute werden mehr als sechs Milliarden Tokens verarbeitet.
Von dort aus tauchen wir ein in die neuesten Features: Mit ChatGPT Pulse entwickelt sich der Chatbot von einem reaktiven zu einem proaktiven Assistenten, der eigenständig recherchiert, personalisierte Updates liefert und den Alltag des Nutzers antizipiert. Wir diskutieren, was das für Datenschutz, Rechenaufwand und die Integration in den Arbeitsalltag bedeutet – und warum On-Device-KI in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung gewinnt.
Ein weiteres Thema ist der Instant Checkout, also die Möglichkeit, Produkte direkt in ChatGPT zu kaufen. Wir sprechen über Potenziale, Grenzen und darüber, warum der Hype wahrscheinlich größer ist als der tatsächliche Nutzen – es aber mit Agenten-Funktionalitäten wie dem Agent Kit durchaus in Richtung „Agentic Commerce“ gehen könnte.
Im Anschluss geht es um den Plattform-Shift von OpenAI: Über neue Apps und Konnektoren lassen sich Dienste wie Spotify, Canva, Booking oder HubSpot direkt in ChatGPT integrieren. Wir diskutieren, warum das für viele Anbieter zur existenziellen Bedrohung werden könnte, da OpenAI sich zur „Super-App“ entwickelt, während andere nur noch als Erfüllungsgehilfen agieren.
Darauf aufbauend beleuchten wir die sogenannte Dead-Internet-Theory, also die Vorstellung, dass immer mehr Inhalte und Interaktionen im Netz nicht mehr von Menschen, sondern von KIs erzeugt werden. Im Zusammenspiel mit Headless Browsing und autonomen Agenten droht das Internet zu einem maschinellen Ökosystem zu werden – mit gravierenden Folgen für Werbung, Analyse und die Unterscheidung zwischen realem und künstlichem Content.
Zum Abschluss geht es um Meta: Ab dem 16. Dezember will der Konzern alle Text- und Sprachchats mit der Meta AI (etwa in WhatsApp oder Instagram) zur Personalisierung von Werbung und Inhalten nutzen – ohne Opt-out-Möglichkeit. Wir sprechen darüber, wie weit diese Datennutzung gehen darf, warum Komfort oft über Datenschutz siegt und welche ethischen Fragen das aufwirft.
In der Folge 146 von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über gleich mehrere große Tech-Themen, die gerade Schlagzeilen machen und die Machtverhältnisse im digitalen Ökosystem neu sortieren.
Wir starten mit der ersten großen Klage gegen Googles AI Overviews: Die Penske Media Corporation (u. a. Rolling Stone, Billboard, Variety, The Hollywood Reporter) wirft Google vor, journalistische Inhalte ohne Zustimmung für KI-Zusammenfassungen zu nutzen – und damit Reichweite, Klicks und Werbeeinnahmen abzuschneiden. Wir diskutieren, ob Gerichte diese Praxis tatsächlich stoppen könnten, wie „Fair Use“ in diesem Kontext interpretiert werden könnte und warum sich Verlage strategisch neu aufstellen müssen, statt nur auf langwierige Verfahren zu hoffen.
Anschließend schauen wir auf den TikTok-Deal zwischen den USA, China und einem von Trump unterstützten Investorenteam. ByteDance verkauft seinen berühmten Empfehlungs-Algorithmus nicht, sondern vermietet ihn an eine neue US-Gesellschaft, die von Investoren wie Andreessen Horowitz, Silver Lake und Oracle kontrolliert wird. Wir beleuchten die juristische Grauzone („Lizenzierung vs. verbotene Kooperation“), die Zweifel an Oracles technischer Kompetenz und das Risiko, dass TikTok in den USA seine bisherige Präzision, kulturelle Vielfalt und Attraktivität verliert.
Danach geht’s um Amazon: Der Konzern öffnet seine Logistik weiter für Wettbewerber und erfüllt künftig auch Bestellungen, die auf Walmart.com eingehen – zusätzlich zu Plattformen wie eBay, Etsy, Temu und bald Shein oder Shopify. Wir sprechen darüber, wie Amazon vom Händler endgültig zum Service-, Tech- und Logistik-Giganten wird, welche Machtverschiebung das auslöst und warum selbst Konkurrenten kaum um Amazons Infrastruktur herumkommen. Außerdem diskutieren wir Amazons Experiment mit Erstattungen ohne Rücksendung – eine Kostenentscheidung, die gleichzeitig Kundenkomfort schafft.
Zum Schluss blicken wir auf Nvidia, das sich immer stärker als Rückgrat der KI-Industrie positioniert. Das Unternehmen investiert 5 Mrd. US-Dollar in Intel, plant bis zu 100 Mrd. US-Dollar für OpenAI und sichert sich damit langfristig Chip-Absatz und Einfluss. Gleichzeitig erhält Samsung die wichtige Zertifizierung für seine HBM3E-Speicherchips und wird so wieder zu einem relevanten Zulieferer. Wir analysieren, wie Nvidia mit gigantischen Summen Umsatz absichert, die gesamte KI-Wertschöpfungskette kontrolliert und damit sowohl Hype als auch Abhängigkeiten befeuert.
In Folge 145 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über das anstehende Apple-Event am 9. September – doch statt Visionen gibt es Gerüchte über Handyketten, Emojis und „nur“ dünnere Geräte. Wir fragen uns: Wo bleibt die KI-Strategie? Warum kommt Siri nicht voran? Und wieso wirkt Apple eher reaktiv als innovativ, wenn es um künstliche Intelligenz geht? Das einst visionäre Unternehmen wirkt zunehmend ziellos.
Auch OpenAI scheint in viele Richtungen gleichzeitig zu laufen: das mäßige Echo auf GPT-5, die 1,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Statsig, das Johnny-Ive-Gerät, Gerüchte um Social Networks, Job-Plattformen – und das Ziel, zur „Antwortmaschine“ zu werden. Wir analysieren, ob das Strategie ist oder bloßer Aktionismus.
Außerdem sprechen wir über den zunehmenden juristischen Druck: Anthropic muss 1,5 Mrd. $ an Autor:innen zahlen – die erste große Urheberrechtsklage im KI-Kontext, die wirklich durchgeht. Weitere Klagen gegen Google, Meta und OpenAI sind anhängig. Gleichzeitig entstehen neue Modelle zur fairen Monetarisierung von Trainingsdaten – etwa über Cloudflare oder per „Pay-per-Use“.
Zum Abschluss geht es um Googles EU-Strafe in Höhe von 3 Mrd. € im Werbegeschäft – und was sie für die transatlantischen Beziehungen bedeutet. Wir diskutieren, warum Tech-Giganten wirtschaftlich längst auf Augenhöhe mit der Old Economy agieren – politisch aber noch immer nicht so behandelt werden.
Private-Enterprise-AI – Die Brille der Technik – zusammen mit Levent Celik
Willkommen zum zweiten Teil unseres Sommer-Spezials! Nachdem wir in Folge 143 die Business-Vision hinter einer Private Enterprise AI skizziert haben, geht’s jetzt ans Eingemachte: Wie setzt man so ein System in der Realität technisch um?
Die Folge zeigt praxisnah, wie Unternehmen eine eigene, datensichere KI aufbauen können – von der Architektur über Modellwahl bis hin zur Automatisierung und Integration in bestehende Systeme.
Wir sprechen über:
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Private-Enterprise-AI – Die Brille des Business – zusammen mit Clarissa Buttmann
Willkommen zu unserem Sommer-Spezial! In dieser Folge verlassen wir die üblichen Tech-News und tauchen tief in ein Thema ein, das jedes Unternehmen umtreibt: Wie kann man das enorme Potenzial von Künstlicher Intelligenz sicher und strategisch im eigenen Unternehmen nutzen?
Jeder Mitarbeiter nutzt heimlich ChatGPT, doch was bedeutet das für Ihre Unternehmensdaten, Ihre Sicherheit und Ihre Wettbewerbsfähigkeit? Wir diskutieren, warum ein einfaches Verbot der falsche Weg ist und wie Sie stattdessen aus der unkontrollierten "Schatten-IT" einen echten, messbaren Vorteil schmieden.
In dieser Folge sprechen wir über:
Das Dilemma der Entscheider: Zwischen KI-Euphorie und der Angst vor Datenlecks durch öffentliche Tools.
KI-Guidelines als strategischer Hebel: Warum klare Spielregeln keine Überregulierung sind, sondern die Grundlage für Innovation und Sicherheit schaffen.
Mehr als nur ein Chatbot: Was "Private-Enterprise-AI" wirklich bedeutet und warum Ihr eigenes Unternehmenswissen der entscheidende Treibstoff ist. Wir definieren den Unterschied zwischen einem allwissenden Praktikanten (ChatGPT) und einem loyalen, digitalen Experten für Ihre Firma.
Konkrete Anwendungsfälle jenseits von Marketing & Sales: Wir beleuchten, wie eine interne KI das Wissensmanagement revolutioniert, den Vertrieb proaktiv unterstützt und sogar das Onboarding neuer Mitarbeiter transformiert.
Hat diese Folge Ihre strategische Neugier geweckt? In der nächsten Woche wird es technisch! In Folge 2: Private-Enterprise-AI – Die Brille der Technik beantworten wir die Frage: Wie baut man eine solche Lösung sicher und skalierbar? Wir sprechen über Datenarchitektur, die Auswahl der richtigen KI-Modelle und wie man sicherstellt, dass sensible Informationen auch wirklich geheim bleiben.
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In Folge 142 sprechen wir über die wachsende Bedeutung von ChatGPT und ordnen aktuelle Nutzungszahlen ein.
ChatGPT verarbeitet mittlerweile rund 2,5 Milliarden Prompts täglich, wovon etwa 330 Millionen aus den USA stammen. Mit mehr als 500 Millionen wöchentlichen Nutzer:innen entwickelt sich die Plattform zunehmend zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu klassischen Suchmaschinen – hat aber auch im Hinblick auf produktive Nutzung wie Texterstellung, E-Mail-Zusammenfassungen oder Programmierhilfen eine starke Verbreitung.
Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die globalen Verschiebungen in der KI-Wertschöpfung: Internationale Konzerne wie McDonald’s, Tesco und Bupa bauen ihre KI-Kompetenzzentren zunehmend in Indien auf. Parallel dazu verändert sich die Datenbereitstellung: Immer mehr KI-Unternehmen setzen beim Training ihrer Modelle nicht mehr auf Billig-Labeling, sondern auf hochspezialisierte Expert:innen aus Medizin, Physik oder Recht.
Anschließend geht es um Ubers massive Investition in Robotaxis: 300 Millionen Dollar fließen in den E-Auto-Hersteller Lucid, weitere rund 400 Millionen in das AV-Startup Nuro. Zudem geht Uber Partnerschaften mit dem chinesischen Tech-Giganten Baidu ein. Die Folge beleuchtet den Strategiewechsel vom klassischen Plattformanbieter hin zum Flottenbetreiber und diskutiert die Risiken dieses „Asset-heavy“-Ansatzes.
Beim letzten Thema der Folge geht es um Apples und Amazons ungenutztes Potenzial im Bereich dezentraler Netzwerke. Mit über 2,35 Milliarden aktiven Apple-Geräten und Amazons flächendeckendem Sidewalk-Netzwerk (90 % Abdeckung in den USA) verfügen beide Unternehmen über die ideale Infrastruktur, um Peer-to-Peer-Kommunikation auch ohne Internetzugang zu ermöglichen. Doch bislang bleibt entsprechender Nutzen aus. Genau hier setzt Jack Dorseys neues Projekt „Bitchat“ an: ein minimalistischer Messenger, der über Bluetooth Mesh Nachrichten versendet – ganz ohne Internet, Accounts oder zentrale Server.
In Folge 141 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über neue Monetarisierungsmodelle, Plattformmacht und strategische Entwicklungen im KI-Zeitalter.
Google führt die Offerwall ein – ein neues Feature, mit dem Publisher ihre Inhalte durch Mikrozahlungen, Umfragen oder Werbespots monetarisieren können. Wir diskutieren, ob das eine faire Kompensation für den durch AI Overviews entgangenen Traffic ist oder eher ein cleverer Trick, um Publisher enger ans Google-Ökosystem zu binden.
Auch Cloudflare greift ein: Mit „Pay per Crawl“ startet ein Marktplatz, über den Webseitenbetreiber Geld fürs KI-Scraping verlangen können. Ein spannender Schritt, der die Kontrolle über Inhalte zurückbringen könnte – oder zumindest ein neues Abrechnungsmodell schafft.
Das Bundeskartellamt prüft die Marktmacht von AWS, Google Cloud und Microsoft. Wir sprechen über Lock-in-Effekte, strukturelle Abhängigkeiten und warum auch SAP und DATEV in der Diskussion nicht fehlen dürfen. Der Hebel liegt am Ende bei den Unternehmen selbst – und ihrer Bereitschaft, unabhängiger zu werden.
Gerüchte um eine mögliche Übernahme von Perplexity durch Apple sorgen für Spekulationen: Panikkauf oder kluger Schachzug? Wir analysieren, welche Rolle Apple in der KI-Welt künftig spielen könnte – und ob sie dabei auf Plattformstrategie statt eigenes Modell setzen.
Zum Abschluss geht es um Rewe Pay, womit der Einzelhändler eigene Wege geht. Per Lastschrift, gekoppelt mit dem Rewe-Bonusprogramm, will Rewe Transaktionskosten senken und die Kontrolle über Zahlungsdaten behalten. Wir ordnen ein, was das für den Handel bedeutet.
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In Folge 140 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir zuerst über den Vormarsch von Stablecoins: Auslöser ist ein neues US-Gesetz, das Stablecoins – also an reale Werte wie den US-Dollar gekoppelte Kryptowährungen – reguliert. Unternehmen wie Amazon oder Walmart könnten davon profitieren, indem sie eigene Coins als kostengünstige Payment-Infrastruktur etablieren. Stablecoins werden damit zum Kundenbindungsinstrument – und zur potenziellen Konkurrenz für etablierte Bezahldienste.
Nach Metas Einstieg bei Scale AI zieht nun auch Uber nach: Unter dem Label „Uber AI Solutions“ bietet das Unternehmen Datenannotation als Service an – ein neuer Geschäftszweig, der auch auf Ubers riesigem Datenschatz basiert.
JD.com wiederum baut in China einen Food-Delivery-Dienst in Rekordzeit auf – offenbar weniger aus wirtschaftlichem Antrieb, sondern um massenhaft Nutzerdaten zu generieren und Kunden enger zu binden. Kleine Transaktionen liefern große Datensätze.
Wir besprechen außerdem ein Whitepaper zweier DeepMind-Mitarbeiter: Weil öffentlich verfügbare Daten endlich sind, beginnen KI-Modelle selbst, neue Daten zu erzeugen – etwa durch gezielte Online-Interaktionen und Diskussionsanstöße.
Mit dem Claim „Cheat on everything“ sorgt das US-Startup Cluely für Aufsehen: Die App hilft Nutzern KI-gestützt in Bewerbungsgesprächen, Prüfungen oder Verhandlungen. Wir diskutieren ethische Fragen, mögliche Einsatzszenarien – und wo wir als Gesellschaft Grenzen ziehen sollten.
Zum Schluss geht’s um die Bewerbungsflut durch generative KI. Viele Bewerbungen sind blitzschnell erstellt, aber wenig individuell. Gleichzeitig dürfen Unternehmen sie oft nicht automatisiert prüfen – ein Ungleichgewicht entsteht. Die Idee von AI-Wasserzeichen könnte ein Weg zu mehr Transparenz sein.
In Folge 139 von Schlaflos dank Seattle geht es um die AWS Summit 2025, eine internationale Veranstaltungsreihe von Amazon Web Services, die Einblicke in neue Cloud-Technologien und Anwendungsfälle gibt. Besonders im Fokus stehen massive Investitionen in AI-Infrastruktur, etwa 30 Milliarden Dollar allein in den USA, sowie der Aufbau eines souveränen Rechenzentrums in Brandenburg mit 9 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Unternehmen noch mit grundlegenden Aufgaben beschäftigt sind. Auch der Umgang mit Datenschutz und der Wunsch nach europäischer Infrastruktur spielen in Deutschland weiterhin eine zentrale Rolle.
Danach widmen wir uns der Apple WWDC 2025, die unter gemischten Reaktionen stattgefunden hat. Während einige die fehlenden großen Durchbrüche kritisieren, sehen wir eher eine konsequente Weiterentwicklung in Apples Strategie. Mit Apple Intelligence werden KI-Funktionen systemnah und datenschutzfreundlich in die Betriebssysteme integriert. Entwickler sollen künftig Zugriff auf lokale KI-Modelle bekommen, auch wenn noch unklar ist, wie leistungsfähig diese wirklich sind. Es folgen Diskussionen über Designsprache, fehlende Innovationen bei nativen Apple-Apps und die Frage, wie offensiv Apple sich im KI-Wettbewerb positionieren möchte.
Anschließend sprechen wir über Lidls Einstieg in die Containerschifffahrt. Mit der Reederei Tailwind und fünf neu bestellten Großcontainerschiffen will die Schwarz Gruppe sich unabhängiger von globalen Lieferketten machen. Die Investition von rund 600 Millionen Euro ist Teil einer größeren Strategie zur Stärkung der eigenen Souveränität, ähnlich wie bei der Cloud-Initiative Stackit.
Zum Abschluss geht es um Walmart, das sich frühzeitig auf KI-Shopping-Agenten vorbereitet. Ziel ist es, sowohl die eigene Website als auch ein dediziertes Protokoll so zu gestalten, dass KI-Systeme möglichst effizient darauf zugreifen und Transaktionen auslösen können. Walmart plant zudem einen eigenen KI-Einkaufsagenten, der Nutzern z. B. beim Zusammenstellen von Wocheneinkäufen hilft. Die Diskussion beleuchtet, wie sich Webseiten, Marketinglogiken und E-Commerce-Prozesse verändern könnten, wenn Maschinen statt Menschen einkaufen – und ob es am Ende nicht darauf ankommt, seine digitalen Inhalte grundsätzlich sauber, zugänglich und verständlich aufzubauen, ganz gleich ob für Mensch oder Maschine.
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In Folge 138 sprechen wir über Aurora, Microsofts neues KI-Modell zur Wetter- und Umweltvorhersage. Wir diskutieren, wie es mit über einer Million Stunden an Satelliten- und Sensordaten trainiert wurde und warum es als Paradigmenwechsel in der Wetterprognose gilt – weg von physikalischen Gleichungen, hin zur reinen Mustererkennung aus Beobachtungsdaten. Dabei ziehen wir Parallelen zu Teslas Ansatz beim autonomen Fahren und sprechen über den „lernenden Schwarm“ als datengetriebenes Systemprinzip.
Anschließend werfen wir einen Blick auf OnlyFans, das mit seinem abonnentenbasierten Modell inzwischen Milliardenumsätze erzielt – komplett ohne Werbung. Wir sprechen über die Hintergründe des geplanten Verkaufs für acht Milliarden Dollar, die Rolle von Creator-Content und warum dieses Modell auch außerhalb des Kontexts in Ansätzen funktioniert, aber selten dieselbe Zahlungsbereitschaft auslöst.
Drittes Thema ist die geplante EU-Initiative zur „digitalen Volljährigkeit“. Kinder und Jugendliche sollen künftig nur noch eingeschränkt auf soziale Medien zugreifen dürfen – etwa durch verpflichtende Altersverifikation direkt auf dem Gerät. Wir diskutieren den Sinn, die Umsetzbarkeit und die Frage, ob es wirklich neue Gesetze braucht – oder ob nicht einfach bestehende Regeln wie Artikel 8 der DSGVO endlich durchgesetzt werden sollten.
Zum Abschluss geht’s um das Thema: China baut den ersten KI-Supercomputer im All – mit bis zu 2800 Satelliten, die Datenverarbeitung direkt im Weltraum ermöglichen. Wir sprechen über die Vorteile (z. B. Kühlung, Sonnenenergie, geringe Latenz), die Herausforderungen beim Hardware-Austausch und den Vergleich zu klassischen Rechenzentren auf der Erde.
In Folge 137 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die rasante Verbreitung von ChatGPT in US-Unternehmen. Bereits 32,4 % der Firmen nutzen ein kostenpflichtiges Abo – ein enormer Anstieg im Vergleich zu den Vormonaten. Gleichzeitig verliert Google AI massiv an Bedeutung. Wir diskutieren, woran das liegt, welche Use Cases realistisch sind und warum der tatsächliche Mehrwert im Unternehmenskontext oft überschätzt wird – vor allem, wenn ChatGPT ohne unternehmensspezifisches Wissen arbeitet.
Außerdem sprechen wir über Klarna, das nach einem radikalen KI-Kurs im Kundenservice nun zurückrudert und wieder Menschen einstellt. Wir beleuchten, warum der rein KI-basierte Ansatz gescheitert ist, welche Rolle emotionale Kundenanliegen spielen und ob der Rückschritt auch strategische Gründe wie einen geplatzten Börsengang haben könnte.
Ein weiteres Thema ist Alibaba und das neue Trainingsverfahren ZeroSearch. Dabei erzeugt die KI eigene, künstliche Suchergebnisse – ganz ohne Zugriff auf echte Suchmaschinen. Wir erklären, wie das funktioniert, welche Kostenersparnis möglich ist und warum dieses Vorgehen zugleich faszinierend wie auch fragwürdig erscheint.
Wir werfen auch einen Blick auf Apple und das Neurotech-Startup Synchron. Gemeinsam arbeiten sie daran, iPhones, iPads und Vision Pro künftig über Gedanken steuern zu können – nicht invasiv, sondern über ein Implantat in der Halsvene. Wir sprechen über die Unterschiede zu Elon Musks Neuralink und wie Apple damit einen innovativen Use Case mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert verfolgt.
Natürlich darf auch Amazon nicht fehlen: Wir analysieren die Entwicklung von Prime Video, wo inzwischen mehr als ein Drittel der Streamingzeit auf die werbefinanzierte Version entfällt. Trotz enormer Reichweite bleibt das Werbeerlebnis enttäuschend. Im Gegensatz zu Anbietern wie Tencent oder Peacock fehlt es an Personalisierung, Kontextbezug und smarter Umsetzung.
Zum Abschluss schauen wir auf Audible. Der Amazon-Ableger ermöglicht es jetzt, Bücher per KI automatisch in Hörbücher umzuwandeln – mit über 100 synthetischen Stimmen in mehreren Sprachen. Besonders Self-Publisher und kleine Verlage sollen davon profitieren. Wir diskutieren, warum dieser Schritt strategisch sinnvoll ist und wie sich so exklusiver Content mit geringen Kosten erzeugen lässt.
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In Folge 136 von Schlaflos dank Seattle sprachen wir über mehrere spannende technologische Entwicklungen. Zuerst diskutierten wir den Start von Amazons Kuiper-Projekt, bei dem die ersten 27 Satelliten ins All geschickt wurden, um eine weltweite Internetversorgung zu ermöglichen. Kuiper ist Amazons Antwort auf das Starlink-Projekt von Elon Musk. Trotz des Vorsprungs von Starlink in Bezug auf die Anzahl der Satelliten wird Kuiper vor allem durch die Integration mit AWS und spezifischen Unternehmensanwendungen wie IoT-Überwachungen differenzieren.
Im Anschluss ging es um Microsofts neue Funktionen im Edge-Browser, darunter “Copilot Vision”, das Webseiten analysieren und zusammenfassen kann, sowie “Recall”, das Screenshots des gesamten Bildschirms für eine bessere Suche speichert.
Es folgte ein Blick auf die Gemini Live-Funktion von Google, bei der die KI jetzt nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Live-Kameradaten analysieren kann, um noch relevantere Ergebnisse zu liefern. Diese Weiterentwicklung zeigt, wie KI zunehmend multimodale Fähigkeiten entwickelt.
Abschließend beschäftigten wir uns mit den Monetarisierungsmöglichkeiten von KI, insbesondere wie Anbieter wie OpenAI und Perplexity nach Wegen suchen, durch Daten und Plattformintegration neue Geschäftsmodelle zu schaffen. Hierbei wurden die Pläne zur Schaffung eigener Browser und der Wunsch, bestehende Plattformen wie Chrome zu übernehmen, thematisiert.
Die Folge beleuchtet, wie der Wettbewerb um Daten und die Integration von KI in alltägliche Anwendungen voranschreiten und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft von Technologie und Geschäftsmodellen haben könnte.
In dieser Folge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über: ChatGPT ist die weltweit meistgeladene App im März 2025 – erstmals vor Instagram und TikTok. - Mit 46 Millionen Downloads innerhalb eines Monats zieht ChatGPT an den Social-Media-Giganten vorbei. Wir schauen auf die Gründe für diesen Hype: neue Bildfunktionen, Ghibli-Memes, Voice-Upgrades – und eine gelockerte Moderation, die neue kreative Räume öffnet. Außerdem diskutieren wir, was Downloadzahlen wirklich aussagen und warum sie oft trügen können.
Google bringt mit Agent2Agent (A2A) ein offenes Protokoll für KI-Agenten an den Start. - A2A ist sowas wie das „Esperanto“ für KIs: Unterschiedliche Agenten können über Anbietergrenzen hinweg zusammenarbeiten. Wir erklären, wie das technisch funktioniert, was das mit Plattformen wie Agentspace zu tun hat – und warum das ein echter Gamechanger für Unternehmen, Produktivität und digitale Prozesse sein könnte.
Nvidia investiert 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur in den USA. - Nvidia baut Fabriken – unter anderem in Texas und Arizona. Wir beleuchten, warum dieses Investment so groß ist, was politisch dahintersteckt, und wie Nvidia damit die Grundlagen für das KI-Zeitalter schafft.
Apple will Augmented-Reality-Brillen zum nächsten Mega-Produkt machen. - Tim Cook hat die Entwicklung von leichten, alltagstauglichen AR-Brillen zur Top-Priorität erklärt. Wir sprechen über den aktuellen Stand, technologische Hürden, die Rolle der Vision Pro – und ob Apple hier wirklich einen neuen „AirPod-Moment“ schaffen kann. Dazu gibt’s Einblicke in die Strategien von Meta, ByteDance & Co.
Walmart will Modetrends mit KI in nur sechs Wochen umsetzen. - Mit dem neuen Tool „Trend-to-Product“ analysiert Walmart soziale Netzwerke und bringt daraus automatisch Designideen hervor – inklusive Moodboards und KI-gestützter Beschaffungsplanung. Was das für den Modehandel bedeutet, welche Rolle Trump’s neue Zölle spielen – und warum Ethik trotzdem eine Rolle spielt, klären wir im letzten Teil der Folge.
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In Folge 134 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über den Start von TikTok Shop in Deutschland. Erste Livestreams erinnern eher an Teleshopping mit wenig Reichweite – wie etwa bei About You. Wir fragen uns, ob das wirklich Zukunft hat oder ob nicht automatisch getaggte Produkte in Kurzvideos das größere Potenzial bieten.
Außerdem schauen wir auf Aldis Rückzug aus dem E-Commerce. Für uns ein Rückschritt – denn wer wie Lidl stationär und digital gut verzahnt, kann deutlich mehr erreichen. Fehlende Prozessintegration und Innovationskraft dürften hier das eigentliche Problem sein.
Dann werfen wir einen Blick auf Elon Musks XAI und die Übernahme von X (Twitter). Grok ist stark, aber wir zweifeln am Umgang mit Daten – besonders, wenn alles mit Nutzerkonten, Fahrzeugdaten und mehr verknüpft wird.
Waymo möchte nach Washington, D.C. expandieren. Der Konkurrent von Tesla betreibt bereits in mehreren US-Städten fahrerlose Ride-Hailing-Dienste und erreicht über 200.000 autonome Fahrten pro Woche. Während Elon Musk mehr durch große Ankündigungen auffällt, liefert Waymo still und effizient.
Zum Schluss sprechen wir über 23andMe und die Frage, was mit sensiblen DNA-Daten passiert, wenn ein Unternehmen pleitegeht. Und wir schauen nach China: Dort wird der Importstopp energiehungriger Chips plötzlich mit Klimaschutz begründet – aus unserer Sicht eher ein geopolitisches Manöver.