
Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten: Donald Trump verunsichert die Staatengemeinschaft, autoritäre Mächte wie Russland und China verschieben das globale Machtgefüge, Handelskriege und Pandemien erschüttern internationale Strukturen, während der Klimawandel unaufhaltsam voranschreitet. In dieser zugespitzten Lage fragen sich Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl in „Steil & Kahl“: Ist Optimismus in dieser Lage ein notwendiger Antrieb oder vielmehr eine gefährliche Illusion? Wann kann Optimismus mobilisieren – und wann verführt er zur politischen Untätigkeit? Persönliches Engagement könnte wichtiger denn je sein, um Entwicklungen entgegenzuwirken, die zu lange ignoriert wurden. Zugleich eröffnet der Blick auf negative Szenarien neue Handlungsspielräume: Wer Risiken klar benennt, kann ihnen frühzeitig begegnen. Trotz aller Herausforderungen gibt es auch Ressourcen für Zuversicht: eine global vernetzteÖffentlichkeit, der wachsende Druck auf autoritäre Regime und neue politische Generationen, die Veränderungen einfordern. Sind dies nicht vielleicht die „Silberstreifen am Horizont“, die wir brauchen, um die Zukunft der internationalen Ordnung neu zu denken?
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.
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