In dieser Podcastfolge widmen wir uns den beiden unterschiedlichen Publikationsformen einer Dissertationsschrift: der Monographie und dem Kumulus.
Wir sprechen mit Professor*innen, Postdocs und Promovierenden unterschiedlicher Disziplinen der Philosophischen Fakultät der Heine Uni Düsseldorf über das Für und Wider, so dass vor allem promotionsinteressierte Zuhörer*innen aber auch Betreuende nicht nur einen vielfältigen Einblick in die Unterschiede erhalten, sondern auch für sich sondieren können, welche Form für das jeweilige Thema oder mich als Schreiber*in die vielleicht beste Wahl ist. Reinhören lohnt sich!
In unserem Poolgespräch sprechen wir mit Promovierenden über den enormen Mehrwert der Vernetzung unter Gleichgesinnten an den Beispielen organisierter Schreibgruppen (Accountability Gruppen) und dem Promovierendennetzwerk philFAELTIG, eine Initiative von Doktorand*innen der Graduiertenakademie philGRAD für Wissenschaftler*innen der Heine-Uni und darüber hinaus.
Frei nach dem Motto "Geteiltes Leid, ist halbes Leid": das gilt auch oder insbesondere für das stark konkurrenzbehaftete System Wissenschaft. Wir können voneinander lernen, uns gegenseitig motivieren, uns ortsunabhängig zum Arbeiten verabreden, uns Ziele setzen, von unseren Erfolgen berichten und uns gemeinsam freuen. Wir erhalten hilfreiche Tipps und Ratschläge, wenn es vielleicht mal nicht so gut läuft. All das kann gelingen, wenn wir uns als Forschende miteinander vernetzen. Johanna Plenter und Julian Junggeburth berichten von ihren Erfahrungen.
Christine Stender ist Promovierende im Fach Kunstgeschichte der Heine-Uni Düsseldorf. Sie forscht zu kultureller Teilhabe in Form eines bürgerwissenschaftlichen Projektes (Citizen Science). Dafür arbeitet sie mit Personen von Initiativen zusammen, die der "Bundesvereinigung kultureller Teilhabe e.V." angehören und kostenfrei Tickets für lokale Kultur- und Sportveranstaltungen an Menschen ohne oder nur mit geringem Einkommen vermitteln. Mit ihnen gemeinsam hat Christine Stender einen Fragebogen entwickelt zum Nutzungsverhalten dieser Angebote. Wie sie sich ihrem Thema angenähert hat und auf welche Herausforderungen sie bei der Umsetzung ihres Forschungsvorhabens stößt, verrät sie uns in diesem Gespräch. Hört doch mal rein und erfahrt, wie vielleicht auch ihr euch das Wissen von Bürger*innen für eure Forschungsprojekte nutzbar machen könnt.
Digital Humanities an der Philosophischen Fakultät der Heine-Uni
Stefan Reiners-Selbach ist Koordinator der Digital Humanities an der Heine-Uni und unterstützt alle Forschenden der Philosophischen Fakultät mit Schulungen, Beratungen und Vernetzungsangeboten im Bereich der Digital Humanities. In unserem podcast erklärt er uns, was Digital Humanities sind und wie wir sie in unseren Forschungsarbeiten einsetzen und uns zu Nutze machen können. Aufgrund seiner Expertise im Feld berät er nicht nur das Heine Center for Artificial Intelligence and Data Science (HeiCAD HHU) in der Gestaltung des Programms KI für alle, sondern ist auch im Coordination Committee von Text+ tätig. Er selbst promoviert im Fach Philosophie und arbeitet auch hier mit Digital Humanities zur Erschließung seines Textcorpus'. Sein Einblick in die experimentierfreudige Community der Digital Humanities macht uns Mut, die Methoden kennenzulernen und selbst einmal auszuprobieren. Hört doch mal rein!
Thomas Ladurner promoviert als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Modernes Japan an der Heine Universität Düsseldorf und spricht mit uns, nicht nur über seine Promotion mit Kind, sondern auch über seinen Forschungsaufenthalt in der Peripherie Japans mit seiner jungen Familie. Wie es gelingen kann, mit Kind ein schwindendes Dorf zu erforschen und dabei zu mehr Gelassenheit zu gelangen, das erfahrt ihr in dieser Sendung.
Dr. Jan Stamm ist unser Trainer für Projekt- und Zeitmanagement für alle Promovierenden der Philosophischen Fakultät der Heine-Uni. Er unterstützt sie bei der Organisation ihrer Promotionsvorhaben, benennt aufrichtig und vertrauensvoll Herausforderungen sowie Phasen möglicher Krisen und natürlich auch, was dagegen hilft. Im Gespräch gibt er uns zusätzlich sehr interessante Einblicke in seinen eigenen beruflichen Werdegang vom promovierten Philosophen zum erfolgreichen Trainer und Coach.
Dr. Aylin Imeri ist Postdoc in der Abteilung Informationswissenschaft am Institut für Sprache und Information der Heine-Uni Düsseldorf. Sie forscht zu Activity Tracking Technologies, die uns u.a. als Fitness Tracker bekannt sind. Was Informationswissenschaft mit Fitness Tracking zu tun hat, wie wir uns durch Social Media und Gamification motivieren lassen können und was mit unseren persönlichen Daten bei der Verwendung von Gesundheit-Apps passiert, darüber haben wir mit ihr in dieser Podcastfolge gesprochen.
Endlich ist es soweit – Semesterferien: lange Autofahrten, warten am Flughafen oder einfach nur entspannen auf dem heimischen Sofa oder der Sonnenliege am Pool und sich dabei berieseln lassen von Eindrücken, Hintergrundwissen und der inhaltlichen Themenvielfalt eines herrlich bunten Abends der Wissenschaften. Am 22. Juni 2022 fand Heinrich – der Slam der Philosophischen Fakultät der Heine-Uni statt, ein spannender Vortragswettbewerb der geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Mit dem Poolgespräch möchten wir Euch eintauchen lassen in die Wissenswelt unserer Slammer:innen: in die Kasusmorpheme der Linguisten, in die Abwesenheit von Geistern in den Geisteswissenschaften, in das unbedachte Verhalten von Arbeitstieren sowie das Geschehen hinter verschlossenen Türen der Herrentoiletten. Unterhaltung ist garantiert und wer gewonnen hat, wird natürlich auch verraten!
Dr. Jessica Nieder ist Linguistin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wurde für ihre kumulative Promotion "Maltese Plurals: Phonotactics, Variation and the Structure of the Mental Lexicon" von der Philosophischen Fakultät mit dem Preis "Beste Dissertation 2021" ausgezeichnet. Sie hat mit uns über ihre herausragenden Forschungsleistungen, das Besondere an den Maltesischen Pluralbildungen sowie die Herausforderungen experimenteller Untersuchungen unter den Erschwernissen der Pandemie gesprochen.
Dr. Sigrun Wegener-Feldbrügge leitet das Welcome Center im Junior Scientist and International Researcher Center (JUNO) der Heine-Uni Düsseldorf. Sie unterstützt mit ihrem Team nicht nur alle internationalen Promovierenden, Postdocs und Professor:innen, die an die HHU kommen mit einem breiten Angebot in allen administrativen Angelegenheiten rund um einen reibungslosen Aufenthalt in Düsseldorf, sondern bietet auch Austausch- und Vernetzungsangebote für Incomings und Wissenschaftler:innen vor Ort an, um sich bestmöglich willkommen und integriert zu fühlen. Darüber hinaus finden insbesondere auch gefährdete Wissenschaftler:innen mit einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Förderprogramm Unterstützung. Aber auch die Mobilität der Promovierenden und Postdocs liegt der Heine Uni am Herzen und so stellt das Welcome Center Reisekostenzuschüsse zur Verfügung, die Reisen zu Tagungen oder Forschungsaufenthalten im Ausland ermöglichen.
Sophie Karow ist Politikwissenschaftlerin an der Heine-Uni Düsseldorf. Nach vielen Herausforderungen, Prozessen der Selbstoptimierung und mentaler Erschöpfung entscheidet sie sich, ihre Promotion abzubrechen. Über ihren Weg zu dieser wichtigen Entscheidung, ihre Reisen als Promotionsnomadin und warum sie sich jetzt als noch bessere Wissenschaftlerin sieht und glücklich ist, erzählt sie in unserem Podcast. Wir sind ihr sehr dankbar für dieses offene Gespräch und freuen uns, dass wir ein Stück zur Enttabuisierung des Themas beitragen können.
Melanie Fritsch ist Juniorprofessorin für Game Studies und angrenzende Gebiete am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf. Sie bestreitet ein sehr junges Forschungsfeld an deutschen Universitäten und spricht mit uns über das Spielen als performative Praxis, das weite Feld der Spielkulturen und wie sie ihre junge Professur mit viel Neugier und Pioniergeist auskleiden wird. So wird sie sich unter anderem auch mit Ludomusicology, Women in Games, Games und andere Medienkulturen, Designtheorie, Fan Studies, Performancetheorie, Liveness sowie die Rolle der Umwelt in virtuellen Welten beschäftigen. Damit aber nicht genug. Es ist ihr sehr wichtig, dass Studierende und Promovierende auch praktische Erfahrungen beim Spielen sammeln. Eigens zu diesem Zweck baut sie aktuell ihr Labor für Computerspiele auf. Eins ist sicher: Wir werden noch weitere spannende Gespräche mit ihr führen!
Zu Gast ist Dr. Pamela Geldmacher und spricht sehr offen mit uns über die Bedeutung von mentaler Gesundheit und über ihre eigenen Erfahrungen sowie psychischen Herausforderungen als Wissenschaftlerin im akademischen System. Nach dem Ausstieg aus der Wissenschaft hat sie sich unter anderem selbständig gemacht als Mental Coach und gibt Trainings zur Mental Health Awareness in der akademischen Qualifizierungsphase. Sie ist im Fach Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität promoviert worden und als Wissenschaftlerin, Moderatorin, Yogalehrerin und Mental Coach tätig.
Das Promotionskolleg "Kulturkonflikte/Konfliktkulturen" startet erstmals im Januar 2022 an der Heine-Uni Düsseldorf. Innerhalb dieses, von der Deutsch-Französischen Hochschule geförderten, Kollegs können Doktorandinnen und Doktoranden der Kultur- und Geisteswissenschaften an den Universitäten Düsseldorf, Tübingen und Aix-Marseille (Frankreich) in einem interdisziplinären und binationalen Forschungsumfeld zu den hochpolitischen und aktuellen Themenkomplexen der Kulturkonflikte promovieren. Wie bereichernd es ist, in diesem Rahmen interkulturelle Kompetenzen in der Praxis zu erwerben und welche Unterschiede im Wissenschaftssystem zwischen Deutschland und Frankreich bestehen, verrät uns Andrea von Hülsen-Esch, Professorin der Kunstgeschichte an der Heine-Uni.
Wie erlebe ich das Promovieren aus Sicht eines Doktoranden, einer PostDoc und eines Professors? Frenzis Scheffels, Doktorand der Philosophie, Anna Soßdorf, promovierte Sozialwissenschaftlerin und Achim Landwehr, Geschichtsprofessor der Heine Uni blicken auf das Promovieren aus ihrer jeweiligen Perspektive. Es geht um Erwartungshaltungen, Wünsche und Erlebtes. Durch die Gespräche führen Laura Hartmann-Wackers und Adis Selimi, beides Promovierende der Philosophie an der Heine-Uni.
Inga Brentel ist Doktorandin der Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heine-Uni Düsseldorf und Mitglied des vom Land geförderten Graduiertenkollegs Digitale Gesellschaft. Sie promoviert kumulativ und in einer kooperativen Tandempromotion zum Thema Angebots- und Publikumsfragmentierung online. Mit ihrer Tandempartnerin, einer Medienökonomin der Hochschule Düsseldorf, teilt sie nicht nur Erfolg und Leid, sondern publiziert auch Paper in Co-Autorschaft.
Zu Gast ist Dr. Peter (Peet) Schröder, unser Trainer und Experte für gute wissenschaftliche Praxis. Für Promovierende an der Philosophischen Fakultät ist der Besuch des Workshops zur guten wissenschaftlichen Praxis verpflichtend. Wer sich mit Peet unterhält, merkt schnell, dass es nie langweilig und trocken wird, sondern immer unterhaltsam und spannend, weil die Bedürfnisse und Fragen der Promovierende im Fokus stehen. Gute wissenschaftliche Praxis ist ein komplexes und wichtiges Themenfeld in der Wissenschaft. Berührungsängste und Vorbehalte abzubauen ist das Ziel von uns und Peet! Hört rein und überzeugt Euch selbst!
Zu Gast ist Constantin Wurthmann, Politikwissenschaftler und Experte für Wahlverhalten und Wertorientierung in Deutschland. Insbesondere vor der Bundestagswahl 2021 ist er ein gefragter Mann und gibt sein Wissen und seine Erkenntnisse zu Parteiprogrammen, Kampagnen und Prognosen preis. Er promoviert an der Heine-Uni Düsseldorf.
Die erste Folge des podcast "was mit promotion" schaut hinter die Kulissen der Graduiertenakademie philGRAD der Heine-Uni Düsseldorf. Sarah Krings und Simone Brandes, die Macherinnen des Podcast, sprechen über Biographisches, Entwicklungen, Bewegründe und Zielsetzungen von philGRAD und die Ideen zu "was mit promotion".