Der Sozialstaat wird heute von links verteidigt, während Konservative und Rechte ihn bekämpfen. Das leuchtet intuitiv ein, ausgeblendet wird dabei die Historie: Mit Zuckerbrot und Peitsche kämpfte Reichskanzler Otto von Bismarck mit Kaiser Wilhelm I. gegen die Sozialisten.
Zum einen ging die Regierung repressiv gegen die Arbeiterklasse und ihre Vertreter vor, zum anderen führte man in den 1880er-Jahren verschiedene Absicherungen für die arbeitende Klasse ein. Dies war nicht einfach eine Wohltat der Reichen und Mächtigen für die Arbeiter, sondern dahinter steckte eine kluge Strategie, die bis heute aufgeht: Die Arbeiter erzog man somit zur Staatsloyalität – und indem man Versicherungen einführte, deren Kosten vermeintlich von Arbeitnehmern und Arbeitgebern geteilt werden, zelebrierte man einen Klassenfrieden (auch Sozialpartnerschaft genannt), der die Radikalität der Sozialisten zähmte und später die SPD immer wieder dazu trieb, die arbeitende Klasse zu verraten.Der Sozialstaat rettete den Kapitalismus.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur/Quellen:
Renate Dillmann/Arian Schiffer-Nasserie: Der soziale Staat. Über nützliche Armut und ihre Verwaltung, VSA Verlag.
Felix Kersting: "Mimicking the Opposition: Bismarck's Welfare State and the Rise of the Socialists", online verfügbar unter: https://opus4.kobv.de/opus4-hsog/frontdoor/deliver/index/docId/5989/file/BSoE_DP_0081.pdf
Gerhard A. Ritter: “Die Sozialversicherung in Deutschland 1881— 1914. Entstehung — Charakter — Wirkungen”, online verfügbar unter: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/532765/die-sozialversicherung-in-deutschland-1881-1914-entstehung-charakter-wirkungen/#footnote-target-3.
Michael Schneider: Kleine Geschichte der Gewerkschaften, J. H. W. Dietz Nachfahren Verlag.
Benjamin Ziemann: “Die moderne Industriegesellschaft”, in: Das Deutsche Kaiserreich 1871–1918, online verfügbar unter: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/BPB_IzpB_329_Kaiserreich_barrierefrei.pdf.
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Veranstaltungen:
Am 27. Januar ist Ole in Marburg:
https://www.kfz-marburg.de/programm/ole-nymoen-warum-ich-niemals-fur-mein-land-kampfen-wurde
Am 29. Januar ist Ole in Hannover bei den Kritischen Jurist*innen.
(Link folgt)
Nachdem wir in Folge 333 über den ersten Teil des Aufsatzes „Beyond Capitalism“ von Aaron Benanav diskutiert haben, geht es nun um den zweiten Teil, der eine Umsetzung der Synthese aus Karl Marx und John Maynard Keynes skizziert.
Entstehen soll eine neue Wirtschaftsordnung. Der Wirtschaftshistoriker schlägt nicht die Abschaffung des Geldes, sondern ein duales Währungssystem vor, in dem es Punkte und Credits gibt. Während die Verbraucher mit Credits ihre Bedürfnisse stillen können, erhalten die Unternehmen, die von Investitionsgremien überwacht und gegründet werden, Punkte, mit denen sie Investitionen tätigen können.
Diese beiden weitgehend entkoppelten Kreisläufe dienen dazu, die Profitlogik des Marktes auszuhebeln. Fortan entscheidet der Demos darüber, was zu welchem Zweck produziert wird. Zwar gibt es noch einen freien privaten Konsum, aber die Produktionsmittel sind vergesellschaftet.
In der neuen Folge diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das ambitionierte Konzept.
Literatur:
Aaron Benanav: Beyond Capitalism 2, in: The New Left Review, online verfügbar unter: https://newleftreview.org/issues/ii154/articles/aaron-benanav-beyond-capitalism-2
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Wer braucht schon „In Stahlgewittern“ von Ernst Jünger, wenn es „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ von Waldemar Bonsels gibt? 1912 erschien der Roman, auf den in den 1970er-Jahren die berühmte Zeichentrickserie aufbaute. Der Bestseller hatte jedoch einen sehr anderen Ton als die Serie: Wir haben es mit einem Roman zu tun, der Kriegstüchtigkeit und Wehrfähigkeit propagiert, der die jungen Leser auf Opfertod und Heldenhaftigkeit eichen will.
Die Protagonistin Maja erscheint zunächst als eine Individualistin, die sich nicht der Ordnung des Bienenstocks unterwerfen möchte. Stattdessen will sie die Welt und die Menschen kennenlernen. Als jedoch Gefahr durch die Hornissen droht, unterwirft sich Maja ganz und gar dem Staat. Was zehn Jahre später bei Ernst Jünger zu lesen und von Carl Schmitt theoretisch ausformuliert wird, hat Waldermar Bonsels bereits für ein junges Publikum antizipiert.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über einen ungewöhnlichen Kinderbuchklassiker.
Literatur:
Waldemar Bonsels: Die Biene Maja und ihre Abenteuer. Reclam.
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Der Kapitalismus, zumal der westliche, steckt in einer tiefen Krise. Konjunkturprogramme können kein erhebliches Wirtschaftswachstum mehr stimulieren. Aber was kommt nach dem Kapitalismus?
Diese Frage stellt sich der Wirtschaftshistoriker Aaron Benanav in der „New Left Review“. Auf 120 Seiten skizziert er ein Wirtschaftsmodell, das multikriteriell aufgebaut ist, heißt: Es soll nicht mehr länger das Bruttoinlandsprodukt die alles entscheidende Kennziffer sein, sondern weitere Maßstäbe (Soziales, Ökologisches, Lebensqualität etc.) sollen bestimmend werden.
Benanav verknüpft dabei unorthodox marxistische mit keynesianischen Positionen und legt den Fokus auf Investitionen, über die demokratisch entschieden wird. In dieser Folge sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den ersten Teil von Benanavs Aufsatz „Beyond Capitalism“.
Literatur:
Aaron Benanav: Beyond Capitalism: https://newleftreview.org/issues/ii153/articles/aaron-benanav-beyond-capitalism-1newleftreview.org
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Samantha Bermúdez
Der Amerikanische Bürgerkrieg dauerte von 1861 bis 1865. Schätzungsweise 600.000 Soldaten kostete dieser Krieg das Leben, aber wofür bzw. wogegen wurde eigentlich gekämpft?
Während der Norden des Landes schon weit industrialisiert war, auf freie Lohnarbeit setzte und folglich die Sklaverei abgeschafft hatte, beharrten sie Südstaaten darauf, Menschen versklaven zu dürfen, um ihr Geschäftsmodell und ihre Eigentumsordnung aufrechterhalten zu können. Vor allem die Baumwollproduktion, das wichtigste US-Exportgut für den Weltmarkt, glaubte man, nur mit Sklaverei weiter profitabel betreiben zu können.
Unter Ökonomen ist es jedoch schon lange strittig, ob die Versklavung von Menschen wirklich ökonomisch "sinnvoll" ist. Adam Smith bezweifelte dies. Die Geschichte zeigt jedoch, dass es nicht bloß um eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung geht.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Termine:
Am 17. Dezember ist Ole in Potsdam:
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Für „Schlager für Alle“ sind wir am 13.2. in Hamburg:https://tickets.centralkomitee.de/product/91256/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-13-02-2026
Für „Schlager für Alle“ sind wir am 11.4. in Hamburg:https://tickets.centralkomitee.de/product/91257/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-11-04-2026
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In der neuen Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über das Abstimmungsverhalten der Linken beim Rentenpaket. Interessanterweise hat die Partei nicht gegen das schwarz-rote Gesetz gestimmt, sondern sich enthalten, da man Verantwortung für Millionen Rentner übernehmen möchte, denen es ohne eine Einigung bald schlechter ergehen könnte. Aber ist das tatsächlich der einzige Grund? War es die richtige Strategie, diese Entscheidung schon drei Tage vor der Bundestagssitzung bekannt zu geben, sodass Merz doch noch eine Kanzlermehrheit organisieren konnte?
Danach geht es um die Frage, wann Warnungen vor einem Rechtsruck übertrieben sind bzw. die Wirklichkeit verschleiern. Wir diskutieren ausführlich darüber, ob man die Binnenwirtschaft ankurbeln könnte und höhere Löhne die Exportnation wirklich bedrohen. Wir sprechen weiter über das Verhältnis von Liberalismus, Kapitalismus und Faschismus und beantworten eine Frage zur imperialen Lebensweise.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen „Wohlstand für Alle“-Speakeasy-Bar!
Alle Fragen:
00:20:30: Sind die Warnungen vor dem Rechtsruck übertrieben?
00:30:52: Braucht es mehr Nudging in der Öffentlichkeit?
00:35:00: Wie verändert die Gamification die Kriegsführung?
00:43:23: Wie lassen sich die Begriffe Kapitalismus, Liberalismus und Neoliberalismus inhaltlich von einander abgrenzen?
00:54:47: Wieso sprechen wir oft über den Ungleichheitsforscher Branko Milanović, aber selten über Thomas Piketty?
01:03:23: Was sagen wir zu Markus Wissen und Ulrich Brand und ihrer Theorie der "imperialen Lebensweise"?
01:16:05: Wie findet man seinen eigenen Zugang zur Literatur?
01:22:42: Wieso will der Staat immer weiter an Sozialstandards und Löhnen kürzen? Ein Streitgespräch!
01:49:35: Gibt es bald Unterrichtsmaterial zu den kleinen Holzdieben?
01:50:33: Was sagen wir zum Streitgespräch zwischen Ole Liebl und Varnan?
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Der Krieg in der Ukraine dauert an, aber die Finanzierung wird immer schwieriger. Die USA haben unter Donald Trump kein Interesse daran, weiterhin finanzielle Unterstützung zu leisten. Die EU will zwar, dass die Ukraine weiter gegen Russland kämpft, findet aber dennoch keinen Weg zu einer neuen gemeinschaftlichen Verschuldung, um Mittel für diesen Kampf bereit zu stellen.
Deshalb hat man nun einen anderen Plan: Die russischen Assets, die überwiegend in Belgien einfroren sind, sollen den Ukrainern als Darlehen zur Verfügung gestellt werden.Dies sei, betont die EU, keine Enteignung – man werde die russischen Vermögen nämlich zurückzahlen, wenn Russland Reparationszahlungen an die Ukraine leistet, sobald der Krieg vorüber ist.
Dass dies de facto aber eine Enteignung ist, kann schwerlich übersehen werden. Kein Wunder, dass sowohl Belgien als auch die EZB skeptisch sind. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Situation.
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Quellen/Literatur:
European Parliamentary Research Service: “Confiscation of immobilised Russian sovereign assets”, online verfügbar unter: https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2025/775908/EPRS_BRI%282025%29775908_EN.pdf?utm_source=chatgpt.com.
Europäische Kommission: “Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des Reparationsdarlehens für die Ukraine”, online verfügbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52025PC3502.
Friedrich Merz: “Wir entscheiden jetzt über die Zukunft Europas”, online verfügbar unter: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/faz-gastbeitrag-von-friedrich-merz-russisches-vermoegen-fuer-die-ukraine-nutzen-110796208.html.
Termine:
Am 11. Dezember ist Wolfgang in Koblenz: https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/vor-ort-entdecken/veranstaltungen/termin/ende-einer-dienstfahrt-rheinland-pfalz-11-12-2025/
Am 13. Dezember ist Wolfgang in Bonn:
https://www.rex-filmbuehne.de/inhalt/vorschau
Am 17. Dezember ist Ole in Potsdam:
https://eintrittfrei-potsdam.de/veranstaltung/kaempfen-fuer-sein-land-oder-besser-abhauen/
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Das bürgerliche Lager hat sich endlich auch den Klassismusbegriff angeeignet, um den eigenen Status gegen alle Angriffe abzusichern. Hurra!
Der Philosophie-Professor Hanno Sauer legt mit seinem Buch „Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten“ ein Buch vor, das nicht nur das Versprechen des Untertitels nicht einhält, sondern auch die nötige Klarheit vermissen lässt, die es braucht, wenn man von Klasse reden will.
Klasse, Schicht, Status – Hanno Sauer ist alles recht, was sich assoziativ ergibt und was benötigt wird, um den Status quo abzusichern. Eine klassenlose Gesellschaft sei nicht möglich, selbst eine Politik gegen Ungleichheit wenig erfolgsversprechend – nur etwas weniger Diskriminierung wäre wünschenswert. Dieses Update von Thorstein Veblens „Theorie der feinen Leute“ kommt elaboriert daher, ist aber bemerkenswert blöde.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über eine konservative Klassismustheorie.
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Literatur:
Hanno Sauer: Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten, Piper.
Termine:
Ole ist am 3. Dezember in München: https://muenchen.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++395bfd28-ade1-11f0-9e26-59a43a2fcb58
Wolfgang ist am 4.12. in Frankfurt: https://www.instagram.com/p/DRDNuEsjFJC/
Wolfgang ist am 6.12. in Dresden: https://scheune.org/show/5408/radikale-rede-by-ole-liebl-und-wolfgang-m-schmitt.html
Ole und Wolfgang sind am 9. Dezember in Paderborn:
https://www.uni-paderborn.de/veranstaltung/ringvorlesung-wissen-wirken-werden-vortrag-mit-wolfgang-m-schmitt-und-ole-nymoen
Wolfgang ist am 11.12. in Koblenz: https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/vor-ort-entdecken/veranstaltungen/termin/ende-einer-dienstfahrt-rheinland-pfalz-11-12-2025/
Wolfgang ist am 13.12. in Bonn: https://www.rex-filmbuehne.de/inhalt/vorschau
Jane Austen ist die große Realistin in der Literatur des 19. Jahrhunderts. Niemals sind ihre Romane süßlich oder kitschig, auch wenn die Rezeption – wohl auch aufgrund zahlreicher sentimentaler Verfilmungen – lange Zeit diesen Eindruck erweckt haben mag.
„Stolz und Vorurteil“ („Pride and Prejudice), 1813 erschienen, erzählt die Geschichte der Familie Bennet, die aus Vater, Mutter und fünf unverheirateten Töchtern besteht und die vor dem Problem steht, dass das Erbe der Familie nur an einen Mann weitergegeben werden darf. Stirbt der Vater, sind die Töchter mittellos, das Vermögen geht an einen Neffen. Die Töchter müssen folglich möglichst bald verheiratet werden, aber das gestaltet sich schwierig. Vor allem Elizabeth, die klügste von allen, widersetzt sich einer reinen Vernunftehe, aber auch den reichen und gutaussehenden Edelmann Mr. Darcy versetzt sie zunächst, da dieser ihr viel zu arrogant erscheint. Derweil entstehen andere Verbindungen, immer legt Austen darauf wert, die ökonomischen Erwägungen transparent zu machen.
Während wie in dem Klassiker durchaus eine Emanzipationsgeschichte erzählt bekommen, steht dies dem Volk der Diener nicht zu – sie bleiben bemerkenswert gesichtslos, mehr Objekte als Subjekte.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt diesen vorzüglichen Roman unter ökonomischen Gesichtspunkten.
Literatur:
Jane Austen. Stolz und Vorurteil. Übersetzt von Ursula von Christian Grawe, Reclam.
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In seiner „Theorie der feinen Leute“ („The Theory of the Leisure Class“) analysierte der amerikanische Soziologe Thorstein Veblen bereits 1899, warum Menschen Konsumgüter erwerben, obwohl sie diese gar nicht wirklich brauchen. Besonders die Klasse der Reichen demonstriert durch Konsum ihre Macht.
Jedoch können auch diejenigen, die nur wenig Geld haben, sich der Logik des Status-Konsums nicht entziehen. Mag ökonomische Verschwendung eigentlich gar keinen Sinn ergeben, erhält sie plötzlich Bedeutung, wenn damit ein Status manifestiert und demonstriert werden kann.
Der Klassiker der Soziologie, in dem es um Konkurrenzkämpfe und Statuswettbewerbe geht, ist bis heute lesenswert. Wenn teure Uhren, schnelle Autos und sonstige Utensilien eines gehobenen Lebensstils noch immer wichtig sind, um gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen, sind wir noch immer in Veblens Welt. Aber diese Theorie hat auch ihre Tücken, wenn der Autor ständig anthropologische Konstanten zu erkennen meint und somit gesellschaftliche Verhältnisse enthistorisiert werden.
Mehr dazu in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt.
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Literatur:
Thorstein Veblen: The Theory of the Leisure Class. Oxford World`s Classics.
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Termine:
Ole ist am 27. November in Rudolstadt:https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/ZNFIQ/warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde?cHash=d6c6a7c899351443efabc525ed4888a9
Wolfgang ist am 4.12. in Frankfurt: https://www.instagram.com/p/DRDNuEsjFJC/
Wolfgang ist am 5. Dezember gemeinsam mit Ole bei der Studio-Rot-Gala in Hamburg: https://schauspielhaus.de/stuecke/weihnachtsgala-studio-rot
Wolfgang ist mit Ole Liebl in Dresden: https://scheune.org/show/5408/radikale-rede-by-ole-liebl-und-wolfgang-m-schmitt.html
Ole und Wolfgang sind am 9.12. in Paderborn: https://www.hnf.de/veranstaltungen/vortraege/date/2025/12/09/cal/event/tx_cal_phpicalendar/wissen-und-bildung-durch-die-magischen-kanaele-von-influencern-youtubern-und-podcastern.html
Wolfgang ist am 10.12. in Berlin: https://lfbrecht.de/events/2025-12-10/
Generationenstreit statt Klassenkampf: Derzeit hat es den Anschein, als würde die Junge Union im Namen der jungen Generation kämpfen, während die SPD und Friedrich Merz die Rentner hofieren. Während die einen das Rentenniveau möglichst schnell senken wollen, möchten die anderen das Rentenniveau zwar auch senken, aber bitte nicht ganz so rasch.
Sollte man sich auf eine der beiden Seiten stellen? Die Realität sieht wie folgt aus: Hier werden in erster Linie Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt, über die eigentliche Gemeinheit des Rentensystems wird nicht gesprochen. Um den Irrsinn in dieser Debatte zu begreifen, sollten wir das Rentensystem grundsätzlich verstehen und kritisieren.
Dabei lernen wir auch, wie dramatisch die Situation der meisten Rentner in Deutschland heute schon ist. Auch wenn immer wieder Meldungen von Rentenerhöhungen zu vernehmen sind, sollten wir uns davon nicht täuschen lassen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
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Literatur/Quellen:
GegenStandpunkt: “Stichwort: Sozialversicherungen”, online verfügbar unter: https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/stichwort-sozialversicherungen.
Termine:
Wolfgang ist am 26. November in Düsseldorf:https://www.filmwerkstatt-duesseldorf.de/marlene/
Ole ist am 27. November in Rudolstadt:https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/ZNFIQ/warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde?cHash=d6c6a7c899351443efabc525ed4888a9
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über Konsumkritik und die wahren Zahlen: Vor allem in linksliberalen Kreisen wird gern so getan, als würden alle Bürger wie wild konsumieren, aber das deckt sich nicht mit der Realität. Für die USA haben wir konkrete Zahlen: Die obersten 10 Prozent sind für 50 Prozent des gesamten Konsums verantwortlich. Wir sehen daran auch, wie es um die Reallöhne steht: sehr schlecht.
Anschließend diskutieren wir Fragen aus dem Publikum: Warum liegen Donna Haraway und Bruno Latour falsch? Was waren die Beweggründe für Wolfgangs Auftritt bei Ben ungeskriptet? Darf die Geschichte als Kronzeugin herbeigerufen werden, um vor einem Sozialismus zu warnen? Wird der politische Diskurs debiler? Außerdem geht es um den Hype um True-Crime-Podcasts, Buchhandlungen mit immer weniger Büchern und um das Thema Klasse mit den konträren Positionen von Hanno Sauer und Nicole Meyer-Ahuja.
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Alle Fragen:
1: Warum war Wolfgang bei Ben ungeskriptet?
2: Lehrt die Geschichte, dass der Sozialismus nicht funktioniert?
3: Was halten wir von Dimitri Kochenovs Kritik der Staatsbürgerschaft?
4: Wo bleiben eigentlich die 68er 2.0?
5: Wie erklärt sich der Krimi-Hype?
6: Was halten wir von Kritischer Pädagogik?
7: Was denken wir über Hanno Sauer und seinen Bestseller "Klasse"?
8: Wieso gibt es in Buchhandlungen immer weniger Bücher zu kaufen?
9: Warum halten wir nichts von Donna Haraway und Bruno Latour?
10: Wie gewinnt man ein realistisches Bild des modernen China – fernab von anti-kommunistischer Propaganda?
11: Wie kommt es, dass zuletzt so viele Frauen Literaturpreise gewinnen?
12: Wie stellt man sein Leben am besten in den Dienst einer linken Sache?
Der Goldpreis ist seit Beginn des Jahres 2025 um 1000 Euro pro Feinunze gestiegen. Vorangegangen war dem ein kontinuierlicher Anstieg über Jahre hinweg. Welche Ursachen hat dieser neue Goldrausch?
Während viele Jahre lang nur Crash-Propheten auf das Edelmetall setzten, sind es jetzt vor allem die Zentralbanken, die zu Treibern des Goldpreises werden. Die Dollar-Reserven nehmen an Bedeutung ab, während Gold immer wichtiger wird, um sich krisenfest abzusichern. Vor allem Trumps konfuse Zollpolitik sowie die tendenzielle Ent-Dollarisierung haben einen Anstieg des Goldpreises zur Folge.
Dieser Boom macht einzelne Akteure sicherlich sehr reich, aber ist kein gutes Zeichen für die Weltwirtschaft. Darüber diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Literatur:
Bloomberg über unsichere Zeiten: https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-21/gold-price-fall-why-record-rally-is-showing-signs-of-strain
Die „FT“ über den globalen Gold-Boom: https://www.ft.com/content/34017e72-9085-4808-9281-1b09614bdf0e
Die Deutsche Bank über Gold und Bitcoin: https://www.dbresearch.com/PROD/RI-PROD/PDFVIEWER.calias?pdfViewerPdfUrl=PROD0000000000603643
Harald Freiberger in der „SZ“: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/goldpreis-anstieg-alarmzeichen-kommentar-li.3323326
Ruchir Sharma über hohe Gold- und Aktienkurse: https://www.ft.com/content/f54be5f0-7d6b-43b5-8aad-a4b9d7e3cae5
Termine:
Am 12. November ist Ole in Saarbrücken: https://www.camerazwo.de/event/121070
Am 13. November ist Ole in Frankfurt: https://roemerberggespraeche-ffm.de/58-roemerberggespraeche-bedingt-einsatzbereit-wehrdienst-und-die-pflicht-zum-dienst-am-staat/
16.11. Wolfgang in München: https://www.stadtakademie-muenchen.de/veranstaltung/nur-jedem-das-seine/
17.11. Wolfgang in Frankfurt: https://dasungesagte.de/kinotermine/
18.11. Wolfgang in Fürth: https://www.vhs-fuerth.de/p/477-C-252-10090
19.11. Ole und Wolfgang in Innsbruck: https://aut.cc/veranstaltungen/wohnungsnot-und-kapitalismus
Das Hörbuch von “Die kleinen Holzdiebe” auf Spotify: https://open.spotify.com/show/34DTfvxYmXtfSPUXW8IifI
Das Hörbuch von “Die kleinen Holzdiebe” auf Audible: https://www.audible.de/pd/Die-kleinen-Holzdiebe-und-das-Raetsel-des-Juggernaut-Hoerbuch/B0FV8ZPWDD
Das Hörbuch von “Die kleinen Holzdiebe” bei Thalia:https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1076948771
Die Einführung des digitalen Euro wurde schon vor fünf Jahren diskutiert, jetzt scheint die Realisierung des ambitionierten Projekts näher zu rücken.
2029 soll es soweit sein, wenn auch heute noch unklar ist, wie genau das digitale Zentralbankgeld im Euro-Raum genutzt werden kann. Wahrscheinlich fragen sich die meisten ohnehin, wozu sie einen digitalen Euro brauchen.
Gewiss, Kreditkarten-Unternehmen oder digitale Dienstleistern wie Paypal nehmen Gebühren – das könnte durch den digitalen Euro als Alternative günstiger werden. Aber plant die Europäische Zentralbank tatsächlich lediglich ein verbraucherfreundliches Instrument, das das Leben der Konsumenten vereinfachen soll?
Nein, der digitale Euro ist auch ein geopolitisches bzw. geoökonomisches Projekt, mit dem die EU der Dollar-Dominanz aus Washington etwas entgegensetzen will. EZB-Chefin Christine Lagarde schreibt: „Europa befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel hin zum Wiederaufbau seiner Hard Power, was auch dazu beitragen dürfte, das weltweite Vertrauen in den Euro zu stärken.“
Welche Rolle spielt bei diesem Wunsch nach neuer Machtfülle der digitale Euro? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Alle Informationen zu "Dreihundert Männer" von Konstantin Richter findet ihr hier:
https://www.suhrkamp.de/wfa
Literatur:
Piero Cipollone: "Harnessing the digital future of payments: Europe's path to sovereignty and innovation", online verfügbar unter: https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2025/html/ecb.sp250515~fd8adac5a4.en.html
Europäische Zentralbank: "Häufig gestellte Fragen zum digitalen Euro", online verfügbar unter: https://www.ecb.europa.eu/euro/digital_euro/faqs/html/ecb.faq_digital_euro.de.html#q1
Christine Lagarde: "This is Europe’s ‘global euro’ moment", online verfügbar unter: https://www.ft.com/content/4d5dea18-bc4b-4ccf-94d3-1973fd1467cc
Peter Schadt: "Digitaler Euro-Imperialismus", in: konkret 4/2024.
Termine:
Am 11. November ist Ole in Darmstadt:
https://www.instagram.com/p/DP_Ho8ciJ_m/
Am 12. November ist Ole in Saarbrücken:
https://www.camerazwo.de/event/121070
Am 14. November ist Ole in Stuttgart:
https://www.instagram.com/p/DQmVMGZDIM4/
Am 15. November ist Ole in Frankfurt am Main:
https://roemerberggespraeche-ffm.de/58-roemerberggespraeche-bedingt-einsatzbereit-wehrdienst-und-die-pflicht-zum-dienst-am-staat/
Am 16.11. ist Wolfgang in München: https://www.stadtakademie-muenchen.de/veranstaltung/nur-jedem-das-seine/
Am 17.11. ist Wolfgang in Frankfurt: https://dasungesagte.de/kinotermine/
Am 18.11. ist Wolfgang in Fürth: https://www.vhs-fuerth.de/p/477-C-252-10090
Am 19.11. sind Ole und Wolfgang in Innsbruck: https://aut.cc/veranstaltungen/wohnungsnot-und-kapitalismus
Christian Krachts Roman „Faserland“ ist der Grundstein dessen, was als deutsche Popliteratur bezeichnet wird. Zugleich kann man den Text aber auch als einen Grabstein für genau jene Literatur verstehen, die sich ganz in der Pose des Ungefähren gefällt.Der namenlose Ich-Erzähler präsentiert uns seinen schnodderigen Monolog voller Alltagsbeschreibungen, Hass auf die Gutbürgerlichen wie auf die da unten. Die Haltung der Haltungslosigkeit wird zelebriert und zugleich wieder persifliert. Nichts ist sicher. Deutschland wird zu einem Ort der Leere, des Bräsigen und der permanenten Präsenz der Geschichte, die nicht vergangen ist. Sozialdemokratie oder Sozialstaat spielen hier keine Rolle mehr. Alles ist egal geworden. Wie sollten wir heute auf das Kultbuch der 1990er-Jahre blicken? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723
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Genial oder fahrlässig? Mit dem GENIUS-Act, der mit einer Mehrheit aus Republikanern und einigen Demokraten im Sommer verabschiedet wurde, reguliert die US-Administration die Stablecoins.
Künftig müssen die Dollar-gestützten Coins im Verhältnis von 1 zu 1 mit Dollar hinterlegt sein, was in der Regel bedeutet, dass die Emittenten der Stablecoins Staatsanleihen erwerben müssen. Das gibt dem Finanzministerium, das die Anleihen herausgibt, mehr Spielraum und schwächt tendenziell die Fed, die Trump schon länger im Visier hat.
Doch der GENIUS Act betrifft nicht allein US-amerikanische Belange, er wird auch Auswirkungen auf den internationalen Zahlungsverkehr und auf die Dollar-Hegemonie haben. Die EU, China und andere Länder sind bereits alarmiert, während die Krypto-Szene frohlockt.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
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Zum Podcast "Weltunordnung geht es hier entlang:
https://www.rosalux.de/weltunordnung
https://weltunordnung.podigee.io/
Literatur:
„Foreign Policy“ über Chinas Angst vor dem US-Stablecoin: https://foreignpolicy.com/2025/08/19/china-stablecoins-crypto-dollar-genius-act/
John Cassidy im „New Yorker“: https://www.newyorker.com/news/the-financial-page/why-passing-the-stablecoin-genius-act-might-not-be-so-smart
Deutsche Bank zum Stablecoin: https://www.dbresearch.com/PROD/RI-PROD/PDFVIEWER.calias?pdfViewerPdfUrl=PROD0000000000602780
Jürgen Schaaf über die Herausforderungen für die EU: https://www.ecb.europa.eu/press/blog/date/2025/html/ecb.blog20250728~e6cb3cf8b5.en.html
Amit Seru in der NYT: https://www.nytimes.com/2025/09/29/opinion/cryptocurrency-genius-clarity-stablecoin-digital-dollar.html
World Economic Forum über den GENIUS Act:https://www.weforum.org/stories/2025/07/stablecoin-regulation-genius-act/
World Economic Forum über den Aufstieg der Stablecoins: https://www.weforum.org/stories/2025/03/stablecoins-cryptocurrency-on-rise-financial-systems/
„If I can make it there, I'm gonna make it anywhere, it's up to you, New York, New York“, heißt es in der berühmten Hymne auf die Stadt, die niemals schläft.
Schafft es der Sozialismus in New York City, gelingt es ihm dann bald überall? Der demokratische Sozialist Zohran Mamdani tritt als Bürgermeisterkandidat im November an und hat ausgezeichnete Chancen, die Wahl zu gewinnen. Der republikanische Kandidat ist kaum von Bedeutung und der Establishment-Kandidat Andrew Cuomo ist in den Umfragen ein gutes Stück hinter Mamdani, der mit seinem ambitionierten Programm das Kapital aufgeschreckt hat.
Mamdani plant einige Schritte, um die New Yorker „working class“ von hohen Mieten ebenso zu befreien wie von unerschwinglichen Lebensmitteln. Auch plant der Kandidat, der aus einer wohlhabenden Akademiker- und Künstler-Familie stammt, die Kinderbetreuung und den öffentlichen Nahverkehr so zu regeln, dass alle etwas davon haben. Vor Umverteilung schreckt Mamdani auch nicht zurück.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Zohran Mamdani und seine Visionen für ein besseres New York.
Termine:
Am 23. Oktober stellt Ole seine Neuerscheinung in Berlin vor:
https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DYHTL/auf-der-suche-nach-der-gestohlenen-zeit?cHash=bcea6a4dde723ed537f4a2b8799faf5b
Am 11. November ist Ole in Darmstadt:
https://www.instagram.com/p/DP_Ho8ciJ_m/
Am 12. November ist Ole in Saarbrücken:
https://www.camerazwo.de/event/121070
Am 19. November sind Ole und Wolfgang in Innsbruck:
https://aut.cc/veranstaltungen/wohnungsnot-und-kapitalismus
Am 20. November ist Wolfgang in Prag:
https://prager-gruppe.org/veranstaltungen/#zizek
Literatur:
Eric Lach: “What Zohran Mamdani knows about power”, online verfügbar unter: https://www.newyorker.com/magazine/2025/10/20/zohran-mamdani-profile.
John Cassidy: “The Case for Zohranomics”, online verfügbar unter: https://www.newyorker.com/news/the-financial-page/the-case-for-zohranomics.
Ist die Meinungsfreiheit bedroht? Ja, wobei zugleich zu sagen ist: Gesetze muss man dafür gar nicht ändern. Meinung kann man wunderbar steuern, wenn man viel Geld hat und dieses sich mit politischer Macht verbindet.
Während Rechte immer noch so tun, als sei die Welt in einer linken Meinungshegemonie gefangen, sieht die Realität gänzlich anders aus: Gerade konsolidiert sich die Medienlandschaft neu, dabei fällt immer mehr Macht in die Hände jener, die auch Donald Trump unterstützen.
Der inzwischen zweitreichste Mann der Welt, David Ellison, soll künftig das US-amerikanische TikTok mitsteuern dürfen. Sein Sohn krempelt gerade Hollywood um. Und auf den Plätzen 1 und 3 stehen Elon Musk und Mark Zuckerberg, die seit einer Weile erbittert gegen linke Positionen kämpfen. Die Meinungsfreiheit ist bedroht, aber anders, als die Rechten es behaupten.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
Termine:
Am 23. Oktober stellt Ole seine Neuerscheinung in Berlin vor:
https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DYHTL/auf-der-suche-nach-der-gestohlenen-zeit?cHash=bcea6a4dde723ed537f4a2b8799faf5b
Am 27.10. ist Wolfgang in Berlin zu Gast: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/Z8EQD/wie-cool-koennen-linke-sein?cHash=7e6fd90fab8cb5fe18f1b1f83e145f54
Am 3.11. treten Ole und Wolfgang in Essen auf: https://www.literaturdistrikt.de/programm-2025/ld25-festivaleroeffnung-nymoen-schmitt/
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Quellen/Literatur:
NYT-Artikel über David Ellison: https://www.nytimes.com/2025/07/25/business/media/skydance-paramount-david-ellison.html
David Ellison bei Paramount: https://www.ft.com/content/b0771100-9180-4a73-adb4-38595aa8c15c
Der Deal mit Bytedance: https://www.economist.com/business/2025/10/02/bytedance-will-be-better-off-without-tiktok-us
Oracle und der TikTok-Deal: https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-09-24/tiktok-deal-why-oracle-has-a-key-role
Die Nähe zu Trump: https://www.forbes.com/sites/forbeswealthteam/2025/09/25/the-web-of-billionaire-pals-partners-and-trump-supporters-taking-control-of-tiktok-us/
“The Economist” über die neuen Medienmogule: https://www.economist.com/business/2025/10/01/americas-newest-media-moguls-the-ellisons
Wie wurde Larry Ellison so reich? https://www.zeit.de/digital/2025-09/gruender-oracle-larry-ellison-usa-technologie-vermoegen/komplettansicht#cid-77609067
Wo stehen die Ellisons politisch? https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/oracle-larry-ellisonwird-zeitweise-zum-reichsten-menschen-der-welt/100154446.html
In der neuen Folge der Speakeasy-Bar widmen wir uns zunächst der Demographie: Menschen in westlichen Ländern bekommen weniger Kinder. Das ist keine neue Erkenntnis, aber auffällig ist die Kluft zwischen Konservativen und Progressiven. Progressive bekommen in den USA 0,8 Kinder weniger als Konservative. Wie sind die Zahlen zu deuten? Welche Probleme ergeben sich daraus?
Anschließend sprechen wir über Bassam Tibi und die Schwierigkeiten des Multikulturalismus, über die Großbritannien nach dem Brexit, Coaching-Trends und linke Lehren, das Problem mit Utopien, Podcast-Tipps für Kinder und über Charity-Lotterielose. Ausführlich diskutieren wir über Albert Einsteins „Why Socialism?“.
Knapp zwei Stunden lang diskutieren wir eure Fragen!Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!
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Alle Fragen:
Demographie – warum haben Rechte mehr Kinder als Linke?Wie stehen wir zu Fernsehlotterien?Wieso sind utopische Autoren der Vergangenheit Freunde von Sklaverei und Krieg gewesen?Wie betrachten wir den Brexit ökonomisch?Wieso geht Ole nicht zu Chemie Leipzig anstatt zu RB?Braucht es Multikulturalismus oder Kulturpluralismus?Was denken wir zu Albert Einsteins Text "Why Socialism?"?Welche Bedeutung hat das Werk Alexander Kluges für uns?Lohnt es sich, im Kino Opernübertragungen zu schauen?Wie stehen wir zu Jonathan Beller?Braucht es eine linke Antwort auf Persönlichkeitscoaches?Welche Rolle spielt der Glauben für Wolfgang?Wie reagieren, wenn Kinder schon "Hoss und Hopf" hören?Wieso sind wir gegen das BGE?
Wie geht es eigentlich Argentinien, nachdem Präsident Javier Milei die Kettensäge ausgepackt hat? Neoliberale und Rechte in aller Welt blickten begeistert auf diese Politik. Milei prahlt mit seinen Erfolgen: Er habe die Armut drastisch reduziert und das Wohnungsproblem gelöst.
Ein erster Blick auf die Statistiken scheint das zu bestätigen, aber bei genauerem Hinsehen ergibt sich ein anderes Bild. Und ironischerweise benötigt der Anarchokapitalist, der eigentlich gegen das Gelddrucken ist, dringend neues Geld. Deshalb agiert er zunehmend als Bittsteller, der bei seinen Freunden in Washington um Milliarden bettelt. Trump, Bessent und Vance wollen dem gern nachkommen, zu sehr fürchten sie sich vor einem Linksruck in Argentinien – die Umfragen für Milei sind schon eine Weile gar nicht mehr gut.
Der Dollar-Imperialismus soll es richten. Zudem hat Milei stets mit präpotenten Souveränitätsgesten unter Beweis stellen wollen, dass er unabhängig von China ist. Auch das entpuppt sich als Unwahrheit.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Javier Mileis Argentinien!
Quellen/Literatur:
Brat Setser/Stephen Paduano: “Other people’s money, and the problem with Mileism“, online verfügbar unter: https://www.ft.com/content/5f4bb8d6-e93c-4bf0-b0ae-f459255eb8c7.
Wall Street Journal zu Mieten in Argentinien:https://www.wsj.com/world/americas/argentina-milei-rent-control-free-market-5345c3d5.
David Lawder/Andrea Shalal: “US Treasury's support for Argentina gives peso, Milei friendly leg-up, for now”, online verfügbar unter: https://www.reuters.com/world/americas/us-treasurys-support-argentina-gives-peso-milei-friendly-leg-up-now-2025-09-23/.
Buenos Aires Times: "Poverty in Argentina fell to 31.6% in the first half of 2025, reports INDEC", online verfügbar unter: https://www.batimes.com.ar/news/argentina/poverty-in-argentina-fell-to-316-in-the-first-half-of-2025-reports-indec.phtml.
Termine:
Wolfgang ist am 16.10. in Sankt Augustin zu Gast: https://www.h-brs.de/de/zev/studierenden-konferenz-das-ende-des-gemeinwohls
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