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Worthaus Podcast
Worthaus
269 episodes
2 weeks ago
Der Worthaus e. V. wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, den aktuellen Diskussionstand der christlichen Hochschultheologie einem breiten Publikum verständlich und in Form von Video- und Audiovorträgen im Internet kostenfrei zugänglich zu machen. Worthaus will allen, die sich für den christlichen Glauben interessieren, ein spannendes, informatives und inspirierendes Angebot auf hohem inhaltlichem Niveau machen. Dabei legt Worthaus wert auf theologische Substanz, Verständlichkeit und gesellschaftliche Relevanz. Ausgangspunkte für das Bildungsangebot von Worthaus sind diese Überzeugungen: 1. Denken und Glauben schließen sich nicht aus, sondern befruchten sich, sie bedingen sich. Dementsprechend gibt es bei Worthaus auch keine Denk- und Sprechverbote. Und auch keine Tabus. 2. »Wer die Bibel wörtlich nimmt, nimmt sie nicht ernst.« – Jedes ungeschichtliche Bibelverständnis führt in eine Sackgasse, entscheidend und weiterführend sind die Fragen nach dem Verständnis der biblischen Schriften: Aus der Enge in die Weite, aus der Oberflächlichkeit in die Tiefe! 3. Für jede Generation muss der christliche Glaube neu »übersetzt« und erklärt werden. Denn christlicher Glaube ist einem speziellen, für den Menschen der Moderne fremden kulturellen Kontext entstanden, dem Kontext der antiken Lebenswelt. Das Wissen um die damaligen Lebensumstände, das Verstehen der kulturellen und sozialen Voraussetzungen, die vor dreitausend Jahren in Israel und im gesamten Orient bestanden, sind entscheidend, um die Botschaft der biblischen Autoren zu begreifen. 4. Der christliche Glaube ist nicht etwas statisches, sondern etwas dynamisches. Auch wenn der christliche Glaube einen Ewigkeitsanspruch in sich trägt, muss er sich entwickeln. Es ist notwendig, dass er auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Macht er dies nicht, wird er seltsam, skurril, einfältig, letztlich irrelevant. 5. Der Blick über den Tellerrand hinaus ist ein bereichernder Blick. Christlicher Glaube profitiert von der Beschäftigung mit Sozial- und Naturwissenschaften, Dialog mit anderen Religionen, aber auch mit der Kunst. Es lohnt sich fachübergreifend zu denken beziehungsweise das interdisziplinäre Gespräch zu suchen. Auf dieser Basis versucht Worthaus einen unverstellteren Blick auf die biblischen Texte, die christlichen Traditionen und nicht zuletzt auf den Mann zu gewinnen, an dessen Geburt sich nicht nur die Zeitrechnung der westlichen Welt orientiert. Worthaus will den christlichen Glauben in seiner unglaublichen Fülle, Dichte und Relevanz für die Herausforderungen und Entscheidungen des heutigen Lebens wieder entdecken: Was sind die zentralen Themen von dem Mann aus Nazareth? Welche Relevanz hat sein Leben, seine Botschaft und auch seine Person für die heutigen Lebensfragen?
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Christianity
Religion & Spirituality
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Der Worthaus e. V. wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, den aktuellen Diskussionstand der christlichen Hochschultheologie einem breiten Publikum verständlich und in Form von Video- und Audiovorträgen im Internet kostenfrei zugänglich zu machen. Worthaus will allen, die sich für den christlichen Glauben interessieren, ein spannendes, informatives und inspirierendes Angebot auf hohem inhaltlichem Niveau machen. Dabei legt Worthaus wert auf theologische Substanz, Verständlichkeit und gesellschaftliche Relevanz. Ausgangspunkte für das Bildungsangebot von Worthaus sind diese Überzeugungen: 1. Denken und Glauben schließen sich nicht aus, sondern befruchten sich, sie bedingen sich. Dementsprechend gibt es bei Worthaus auch keine Denk- und Sprechverbote. Und auch keine Tabus. 2. »Wer die Bibel wörtlich nimmt, nimmt sie nicht ernst.« – Jedes ungeschichtliche Bibelverständnis führt in eine Sackgasse, entscheidend und weiterführend sind die Fragen nach dem Verständnis der biblischen Schriften: Aus der Enge in die Weite, aus der Oberflächlichkeit in die Tiefe! 3. Für jede Generation muss der christliche Glaube neu »übersetzt« und erklärt werden. Denn christlicher Glaube ist einem speziellen, für den Menschen der Moderne fremden kulturellen Kontext entstanden, dem Kontext der antiken Lebenswelt. Das Wissen um die damaligen Lebensumstände, das Verstehen der kulturellen und sozialen Voraussetzungen, die vor dreitausend Jahren in Israel und im gesamten Orient bestanden, sind entscheidend, um die Botschaft der biblischen Autoren zu begreifen. 4. Der christliche Glaube ist nicht etwas statisches, sondern etwas dynamisches. Auch wenn der christliche Glaube einen Ewigkeitsanspruch in sich trägt, muss er sich entwickeln. Es ist notwendig, dass er auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Macht er dies nicht, wird er seltsam, skurril, einfältig, letztlich irrelevant. 5. Der Blick über den Tellerrand hinaus ist ein bereichernder Blick. Christlicher Glaube profitiert von der Beschäftigung mit Sozial- und Naturwissenschaften, Dialog mit anderen Religionen, aber auch mit der Kunst. Es lohnt sich fachübergreifend zu denken beziehungsweise das interdisziplinäre Gespräch zu suchen. Auf dieser Basis versucht Worthaus einen unverstellteren Blick auf die biblischen Texte, die christlichen Traditionen und nicht zuletzt auf den Mann zu gewinnen, an dessen Geburt sich nicht nur die Zeitrechnung der westlichen Welt orientiert. Worthaus will den christlichen Glauben in seiner unglaublichen Fülle, Dichte und Relevanz für die Herausforderungen und Entscheidungen des heutigen Lebens wieder entdecken: Was sind die zentralen Themen von dem Mann aus Nazareth? Welche Relevanz hat sein Leben, seine Botschaft und auch seine Person für die heutigen Lebensfragen?
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Christianity
Religion & Spirituality
Episodes (20/269)
Worthaus Podcast
14.10.1 Advent
Wir feiern den Advent nur nebenbei - wenn überhaupt. Es sind schließlich die hektischen Wochen vor Weihnachten: Geschenke kaufen, Feiertagsbesuche planen, Festessen organisieren, dazwischen Weihnachtsfeiern und bitte auch etwas Besinnlichkeit. Ach ja, und wieder eine Kerze anzünden, wie die Zeit vergeht! Dabei hat der Advent wenig mit Weihnachten zu tun. Und viel damit, wie wir durchs Leben gehen. In der Antike – und auch heute noch – schaute man auf das Bewährte, erklärt Siegfried Zimmer. Gut war, was schon lange funktionierte. Neues machte Angst, die Zukunft war ungewiss. Jesus aber war ein Revolutionär – er blickte nach vorn. Er versprach den Leidenden künftigen Trost und den Trauernden das Reich Gottes. Das Gute kommt noch. Und wer zurückblickt, so sagte es Jesus, der ist nicht geschaffen für das Reich Gottes, der erstarrt im Hier und Jetzt. Damit uns das nicht passiert, gibt es den Advent.
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1 week ago
47 minutes 6 seconds

Worthaus Podcast
15.3.1 Die Königsbücher – Teil 2
Es geht um Mord, Eifersucht und Intrigen, um Dynastien, Thronfolger und Kriege. Es geht um den Kampf zwischen Königen und Propheten, um Ausbeutung und Sozialkritik. Und natürlich um Gott. Die Königsbücher liefern genug Stoff für eine mitreißende Netflix-Serie. Walter Dietrich erzählt in seinem zweiten Vortrag über die beiden Bücher zwischen Samuel und Chroniken einige dieser Geschichten nach, berichtet von ihren Autoren und Quellen und erzählt, warum wir sie heute noch lesen sollten.
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3 weeks ago
1 hour 38 minutes 43 seconds

Worthaus Podcast
15.2.1 Die Königsbücher – Teil 1
Auf den ersten Blick erzählen die Königsbücher im Alten Testament Geschichten der hebräischen Könige aus vier Jahrhunderten. Walter Dietrich, Professor für das Alte Testament, ermöglicht den zweiten Blick. Denn die Königsbücher sind weit mehr als eine Aneinanderreihung von Geschichten. Sie zeigen die hohe Erzählkunst der alten Hebräer, Geschichten voller Schönheit und Vielfalt – und gleichzeitig echte Geschichtsschreibung, die doch so ganz anders ist, als das, was wir heute von historischer Berichterstattung erwarten würden. Dietrich erklärt, wer die Königsbücher verfasst hat, wie genau sie von weit zurückliegenden Ereignissen erzählen und warum gerade ihr Ende für die jüdische Geschichte so wichtig ist.
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3 weeks ago
1 hour 19 minutes 46 seconds

Worthaus Podcast
15.1.1 Eine biblische Heilungsgeschichte erzählt für Kinder
Bevor es Netflix gab, Fernsehen oder Radio, in einer Zeit also gar nicht so lange vor unserer Zeit, da war es eine große Kunst, Geschichten erzählen zu können. Siegfried Zimmer beherrscht diese Kunst und erzählt. Dieses Mal wendet sich der Theologe an Kinder ab etwa neun Jahren. Allerdings mit einer kleinen Warnung für die Eltern, denn die Geschichte könnte für manche Kinder zwischendurch unheimlich sein. Es geht um eine Krankheit und um eine Erzählung, die die meisten Christen längst kennen. Für viele Kinder mag es das erste Mal sein, dass sie diese Geschichte hören. Für Erwachsene ist es eine seltene Gelegenheit, einfach nur zuzuhören, so wie es die Kinder einst taten, vor Radio, Fernsehen und Netflix.
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1 month ago
25 minutes 31 seconds

Worthaus Podcast
14.9.1 Das Haggaibuch
Was tun wir, wenn unser Leben in Trümmern liegt? Welche Prioritäten setzen wir, wenn wir unser Leben wieder aufbauen wollen? Worauf konzentrieren wir uns, um wieder aus der Krise zu kommen? Und was kann noch warten, wofür ist es noch nicht an der Zeit? Vor etwas über 2500 Jahren lag der Tempel der Israeliten in Trümmern, zerstört von den Babyloniern, die israelitische Oberschicht im Exil im fernen Babylon, nur allmählich waren Nachkommen der Deportierten zurückgekehrt. Es war keine freudige Rückkehr. Dürren und Missernten plagten das Land, die Menschen rangen dem Boden ihre Nahrung ab, Wohnraum war knapp. Wer dachte da daran, ein Gebäude wieder aufzubauen, in dem niemand wohnen konnte? Niemand außer Gott. Ein ganz unscheinbares Buch am Ende des Alten Testaments, nur zwei Kapitel dick, rückt die Prioritäten zurecht: Wer nach einem Schicksalsschlag sein Leben wieder aufbauen will, muss Gott an erste Stelle setzen. Der Schweizer Theologe Martin Leuenberger beschreibt, wie der Prophet Haggai die Anführer der Israeliten auf den richtigen Weg brachte, was die Forschung über den Ursprung des Haggaibuchs weiß und was wir heute daraus lernen können.
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1 month ago
1 hour 14 minutes

Worthaus Podcast
14.7.1 Die Briefe des Paulus
Im 21. Jahrhundert schreibt man Mails und Kurznachrichten, schreibt »Hi« und »LG« oder auch gar keine Grußformeln mehr, schickt Emojis und »LOL«. Viele wissen, was gemeint ist, manche sind empört ob der Unhöflichkeiten, und wenn die Server und Festplatten irgendwann einmal kaputtgehen, ist alles Geschriebene auf immer verloren. Anders als Briefe, die vor 2000 Jahren geschrieben wurden. Sie waren lang, sie enthalten ausführliche Grußformeln, keine Emojis, und wir können sie heute noch lesen (wenn auch meist nicht im Original). Der Apostel Paulus ist gerade wegen seiner Briefe unter Christen und darüber hinaus bekannt. Anders als viele Menschen heute Nachrichten schreiben, hat Paulus seine Briefe mit Bedacht verfasst. Die meisten seiner Adressaten kannten ihn noch gar nicht, seine Briefe waren der erste Eindruck, den andere von ihm bekamen, seine einzige Chance, in der Ferne bei den jungen »christlichen« Gemeinden ernst genommen und bei Besuchen aufgenommen zu werden. Der Theologe und Professor für Papyrologie Peter Arzt-Grabner erklärt in seinem Vortrag, was wir heute über die kunstvollen Briefe des Paulus wissen, warum er welche Worte benutzt hat und wie uns diese Jahrtausende alten Briefe überliefert wurden.
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4 months ago
1 hour 22 minutes 44 seconds

Worthaus Podcast
14.6.3 Paulus und die Postmoderne
Das neue Testament wurde von einer überschaubaren Anzahl von Menschen vor eine unüberschaubaren Menge an Jahren geschrieben. Es sind Stimmen aus einer anderen Zeit, fremde und herausfordernde Stimmen, die – wenn man sich ihnen ganz öffnet – unsere Standpunkte ins Wanken bringen. »Darin liegt Schönheit«, sagt Thorsten Dietz. Denn wenn alle Standpunkte zerstört sind, bleiben Wege übrig. Auf Wegen kann man sich auch mal verlaufen, kann die Richtung ändern, kann gemeinsam gehen und voneinander lernen. Dietz führt das Publikum in diesem Vortrag Wege, die nicht naheliegen. Er führt in die Philosophie. Denn nicht nur in der Theologie haben sich Menschen mit Paulus beschäftigt, auch Philosophen wie Alain Badiou, Giorgio Agamben oder John D. Caputo haben seine Schriften gelesen. Und sich Gedanken darüber gemacht, was Paulus uns Menschen, knapp 2000 Jahre nach seinem Tod, zu sagen hat.
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4 months ago
1 hour 35 minutes 13 seconds

Worthaus Podcast
14.6.2 Das Judentum – die religiöse Heimat von Paulus von Tarsus
War Paulus Jude – oder Christ? Die Antwort ist für die Theologin Kathy Ehrensperger klar: Paulus war einer der ersten Christus-Nachfolger und ist Jude geblieben. Um zu verstehen, was das bedeutet, müsst ihr alles vergessen, was ihr über das Judentum zu wissen glaubt. Das Judentum der Antike hat nichts mit dem Judentum der Neuzeit zu tun, betont Ehrensperger. Und sie erklärt, welche Stellung die Juden unter der römischen Herrschaft hatten, wie Nicht-Juden in die eigentlich jüdische Gruppe der Christus-Nachfolger integriert wurden und wie die Römer mit anderen jüdischen Gruppen umgingen, die ihren eigenen Messias verkündeten. Und sie wagt sich an heikle Fragen heran: Haben die Juden damals einen Fehler gemacht? Müssen sie bekehrt werden? Oder wie sollte die Beziehung von Christen und Juden heute aussehen?
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5 months ago
1 hour 23 minutes 49 seconds

Worthaus Podcast
14.6.1 Das römische Reich – die kulturelle und gesellschaftliche Heimat von Paulus von Tarsus
Paulus trug zwei Welten in sich. Er war jüdischer Schriftgelehrter und römischer Bürger. Und möglicherweise auch Nachkomme von Sklaven. So erklärt sich, wie er als Jude gleichzeitig Römer sein konnte. So erklärt sich auch, warum Paulus in seinen Briefen so oft von Sklaverei schreibt und warum es ihm so wichtig ist, seinen Lebensunterhalt mit einem eigenen Handwerk verdienen zu können. Und noch ein Thema zieht sich durch Paulus’ Schriften: das Vereinswesen im römischen Reich. Der Theologe Peter Arzt-Grabner beschreibt die Welt, in der Paulus lebte, die Kulisse, vor der sich die erste große Missionsgeschichte des Christentums abspielte. Er erklärt, wie Paulus an neuen Orten sein Netzwerk aufbaute, was es bedeutete, römischer Bürger zu sein, und wie sich Sklaverei in der Antike von dem unterschied, was wir heute als Sklaverei kennen.
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5 months ago
1 hour 7 minutes 7 seconds

Worthaus Podcast
14.5.3 Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11–32)
Dutzende Predigten über das Gleichnis haben wir schon gehört, was kann man da noch Neues lernen über die Geschichte vom verlorenen Sohn? Über die Geschichte vom suchenden Vater und dem anderen, dem zurückgebliebenen Sohn? Sehr viel, wenn man Siegfried Zimmer zuhört. Er dreht und wendet diese allzu bekannte Geschichte und schüttelt immer wieder neue Aha-Erlebnisse heraus: Für wen wird diese Geschichte erzählt? Warum ist sie unvollständig ohne den älteren Sohn, der beim Vater bleibt? Wollen wir Stubenhocker oder Abenteurer? Wir lernen, dass der jüngere Sohn nicht aus Liebe zurückkam, was seine wirkliche Sünde war und warum es so wichtig ist, Jesu Gleichnisse durch die Ohren seiner Gegner zu hören.
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6 months ago
1 hour 21 minutes 54 seconds

Worthaus Podcast
14.5.2 Nietzsche und Paulus
Er wurde streng religiös erzogen, war hoch gebildet, konnte mehrere Sprachen, betete eifrig, war rhetorisch auf der Höhe seiner Zeit und schrieb Bücher, die noch heute erhalten sind. Und Jesus veränderte sein Leben. Ja, Nietzsche ist gemeint. Und Paulus auch. Der eine hat Christus in der Welt bekannt gemacht. Der andere zog aus, das moderne Christentum zu erschüttern – und er hatte dabei vor allem an Paulus etwas auszusetzen. Was Nietzsche umtrieb, warum er mit Jesus klarkam, mit Paulus aber überhaupt nicht, das erklärt Thorsten Dietz in diesem Vortrag.
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6 months ago
1 hour 33 minutes 10 seconds

Worthaus Podcast
14.5.1 »Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin« (1 Kor 15,10): Paulus – Heidenmissionar von Syrien bis Rom
Paulus fiel vom Pferd, Jesus sprach zu ihm, Paulus kehrte um und bekehrte die Welt. So knapp die Geschichte, so falsch. Zwar sprach Jesus zu Paulus, vom Pferd fiel er aber dabei nicht und einfach mal auf Missionsreise aufgebrochen ist er auch nicht. Was die meisten übersehen sind Jahre, die im Dunkeln liegen, zwischen der Bekehrung des Paulus, dem ersten Treffen mit den Aposteln in Jerusalem und seiner ersten Missionsreise, die er noch als Praktikant eines anderen Missionars antrat. Was hat sich nach Paulus’ Lebenswende getan, was hat er in Arabien gemacht, wie wurde aus ihm der Apostel der Heiden? Katja Hess rekonstruiert das Leben des Paulus nach seiner Bekehrung anhand seiner Briefe und der Apostelgeschichte des Lukas. Und sie erklärt, wie aus dem Mann, der aneckte, fliehen musste, gejagt und verhaftet wurde, der sich immer wieder mit seinen Wegbegleitern zerstritt trotz allem der einflussreichste Apostel aller Zeiten werden konnte.
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7 months ago
1 hour 13 minutes 28 seconds

Worthaus Podcast
14.4.3 Die Entwicklung der Paulusforschung
Er galt als Stänkerer und Eiferer, als früher Luther, er war geachtet und verpöhnt – jede Epoche warf ein anderes Licht auf Paulus. Wer sich mit ihm beschäftigte, verstand ihn vor allem vor dem Hintergrund seines eigenen Lebens. Wie Menschen Paulus einst verstanden und was sie in ihm sahen, kann uns noch heute bereichern, davon ist Thorsten Dietz überzeugt. Er blickt in die vergangenen 100 Jahre der Paulusforschung, vom deutschen Theologen Rudolph Bultmann, über den schwedischen Theologen Krister Stendahl und andere bis ins Heute. Spannende Entdeckungen, die zeigen, wie Paulus Jahrtausende nach seinem Tod die Menschen bewegt, gegen sich aufbringt, fasziniert. Und dass wir, egal wie wir zu Paulus stehen, eine entscheidende Sache von ihm lernen können.
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7 months ago
1 hour 39 minutes 12 seconds

Worthaus Podcast
14.4.2 »Ein Eiferer für Gott« (Apg 22,3): Paulus – vom Christenverfolger zum Heidenmissionar
Er war klug und gebildet, sprach mehrere Sprachen, kannte die Schriften und hasste die Christen. Er war ein »Eiferer für Gott«. Das jedenfalls glauben wir zu wissen. Doch was wissen wir wirklich über Saulus von Tarsus. Was wissen wir über die Zeit, als er schon längst ein Eiferer, aber noch lange nicht Paulus war? Die katholische Theologin Katja Hess stellt in diesem Vortrag das Leben und Wirken des Paulus aus historischer Perspektive dar. Sie blickt auf die vorchristliche Zeit, dröselt auf, was glaubwürdig ist und was nicht. Und erklärt, wer und was Paulus geprägt hat, vor seinem wohl prägendsten Erlebnis vor den Toren von Damaskus.
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8 months ago
1 hour 10 minutes 7 seconds

Worthaus Podcast
14.4.1 Paulus und die Stoa – Warum ein stoischer Intellektueller im 1. Jahrhundert durchaus Christ werden konnte
Voll innerer Ruhe sein, den Stürmen des Lebens gelassen entgegentreten, Schicksalsschläge abprallen lassen oder gar glücklich sein können, egal was kommt – das klingt doch verlockend! Und nahezu unmöglich. Diese innere Haltung war das Ziel der Stoiker, Anhänger einer philosophischen Lehre der Antike. Innere Ruhe, Resilienz, Selbstoptimierung – das sind die Ziele vieler Ratgeberbücher, die heute in den Regalen stehen, ein aktuelles Thema also. Ein Lebenskonzept, ebenso wie das Christentum. Udo Schnelle, Professor für Neues Testament, verbindet in seinem Vortrag beide Lebenskonzepte, arbeitet Gemeinsamkeiten heraus und zeigt, welches Konzept letztendlich das realitätsnahe ist und den Menschen in seiner Lebenswirklichkeit im Blick hat.
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8 months ago
1 hour 8 minutes 39 seconds

Worthaus Podcast
14.3.1 Der erste Christ
»Sie nennen ihn ein »Genie des Hasses«, den »größten Umstürzler aller Zeiten«, das »enfant terrible des Christentums«. Er war aber auch ein Netzwerker, ein Reisender, Schiffbrüchiger, ein Mystiker und Praktiker, er wurde verfolgt, ausgepeitscht, eingesperrt, gesteinigt. Aber vor allem war Paulus der erste Mensch, der den Jesus-Glauben in die weite Welt trug. Alois Prinz hat sich in seinem Leben mit den Lebensläufen vieler Menschen aus Kirchen- und Weltgeschichte beschäftigt, auch mit Paulus. In diesem Vortrag zeichnet er die Lebensgeschichte eines Mannes nach, der antiken Texten zufolge wenig Ausstrahlung, dafür umso mehr Streitlust hatte. Und der trotzdem wie so viele umstrittene und unperfekte Menschen zum Werkzeug Gottes wurde.
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8 months ago
1 hour 20 minutes 15 seconds

Worthaus Podcast
14.2.1 Das Buch Kohelet
»Alles ist nichtig, flüchtig« – diese Aussage kennen wohl die meisten Menschen in unserem Kulturkreis, die wenigsten wissen, wo dieser Satz steht. Er klingt leicht depressiv, resigniert. Und er steht im Buch Kohelet. Diejenigen, die wissen, wo dieser berühmte Satz steht, nennen Kohelet einen Skeptiker, einen Hedonisten oder Pessimisten. Er selbst beschreibt sich als König und Prediger. So gespalten die Meinungen zu ihm sind, so widersprüchlich scheinen die Verse in seinem Buch. Sie wirken mal hoffnungslos, mal rufen sie zu Lebensfreude und Gelassenheit auf, bleiben fern von allem vereinfachenden Schwarz-Weiß-Denken. Und passen damit perfekt in unsere Zeit. Wie die Lesenden selbst das Buch verstehen, »hängt wohl sehr von der eigenen Einstellung und Weltsicht ab«, fasst die Alttestamentlerin Annette Schellenberg dann auch zusammen. Sie erklärt in ihrem Vortrag, wer Kohelet vermutlich war, wann das Buch entstanden ist, an wen es sich richtete und was er uns mit seinen Worten über die großen Themen des Lebens, über Altern und Sterben, Reichtum und Genuss, heute noch sagen kann.
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9 months ago
1 hour 15 minutes 10 seconds

Worthaus Podcast
14.1.1 Der Jakobusbrief
Dass der Bruder Jesu einen der Briefe im Neuen Testament verfasst hat, haben viele Menschen erst durch eine aufsehenerregende Fälschung mitbekommen: 2001 war ein Knochenkasten aufgetaucht, der die Knochen von Jakobus enthalten haben soll. Jakobus, der Bruder Jesu. Die Inschrift stellte sich als Fälschung heraus, aber in vielen Köpfen blieb hängen: Jesus hatte einen Bruder. Und von diesem Bruder gibt es sogar einen Brief in der Bibel, gerichtet an alle Juden in aller Welt. Aber wurde dieser Brief wirklich von Jesu Bruder verfasst? Was wissen wir über den Verfasser, über die Adressaten und die Zeit und Umstände, in der sie lebten? Der evangelische Theologe Theo Heckel beantwortet diese Fragen nach dem neuesten Stand der Forschung und erklärt, wie der Inhalt dieses unscheinbaren Briefes in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Debatten über Glaubensfragen befeuerte – und wie er den Königsweg darstellen könnte für die Lösung des immer wieder aufflammenden Konflikts zwischen Juden- und Christentum.
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9 months ago
1 hour 44 minutes 56 seconds

Worthaus Podcast
13.13.1 Das Vaterunser (Lk 11,1–4)
Oft leiern wir es im Gottesdienst nur noch herunter, hören die Worte kaum, die wir selbst und die Menschen um uns herum aussprechen. Wir haben sie ja schon zu oft gehört und gesprochen. Was uns dabei entgeht, ist eine gewaltige Kraft, eine Einzigartigkeit, die in diesem Gebet steckt. Diese wenigen Worte sind eigentlich viel zu groß für eine halbe Minute am Sonntagmorgen. Das Vaterunser ist ein Gebet für die Welt. Für alle Religionen, alle Nationen, alle Zeiten. Jesus war von den Jüngern gefragt worden, wie sie beten sollen. Er formulierte ein Modellgebet, das es so in keiner anderen Religion gibt. Siegfried Zimmer erzählt mit Leidenschaft und Bewunderung von diesem Gebet und erklärt, warum die Anrede »Papa« für Gott damals eine Revolution war, obwohl Götter schon in der Antike gelegentlich als Vater bezeichnet worden waren. Er beschreibt die Sozialkritik, die in einer der Bitten steckt und wie uns dieses Gebet als Menschheit vereint. Weit über diese dreißig Sekunden am Sonntagmorgen hinaus.
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10 months ago
1 hour 56 minutes 19 seconds

Worthaus Podcast
13.17.2 Das Patriarchat als Strafe
Eva beißt in den Apfel, reicht ihn an Adam weiter und hat es damit für die gesamte Menschheit verbockt. Nicht der Teufel, der Eva verführte, nicht Adam, der ebenfalls zugriff, nein, allein Eva ist schuld am Sündenfall und den Strafen, die der Apfelkonsum mit sich brachte. Dass weder Apfel, Paradies, Sünde noch Adam in der Geschichte erwähnt werden, erklärt Theologe Konrad Schmid in diesem Vortrag. Er erläutert, was die Geschichte vom Sündenfall eigentlich bedeutet, wie sie vom Erwachsenwerden, von Wissen und Unkenntnis erzählt und wie sie begründet, was für alle Menschen offensichtlich war: dass der jetzige Zustand der Welt und der Gesellschaft nicht optimal ist, dass er nicht so ist, wie Gott sich die Schöpfung gedacht haben muss. Gleichzeitig, sogar noch vor der Geschichte über den Sündenfall, erzählt Genesis, dass die Gesellschaft der Menschen auch anders aussehen kann: ebenbürtig, gleichwertig. Und wieder zeigt sich, dass in der Bibel mehr steckt, als wir beim ersten Lesen verstehen, dass dieses Buch überrascht, und dass selbst Schriften, die in einer patriarchalen Gesellschaft von Männern geschrieben wurden, die bestehende Ordnung kritisieren können.
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10 months ago
29 minutes 36 seconds

Worthaus Podcast
Der Worthaus e. V. wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, den aktuellen Diskussionstand der christlichen Hochschultheologie einem breiten Publikum verständlich und in Form von Video- und Audiovorträgen im Internet kostenfrei zugänglich zu machen. Worthaus will allen, die sich für den christlichen Glauben interessieren, ein spannendes, informatives und inspirierendes Angebot auf hohem inhaltlichem Niveau machen. Dabei legt Worthaus wert auf theologische Substanz, Verständlichkeit und gesellschaftliche Relevanz. Ausgangspunkte für das Bildungsangebot von Worthaus sind diese Überzeugungen: 1. Denken und Glauben schließen sich nicht aus, sondern befruchten sich, sie bedingen sich. Dementsprechend gibt es bei Worthaus auch keine Denk- und Sprechverbote. Und auch keine Tabus. 2. »Wer die Bibel wörtlich nimmt, nimmt sie nicht ernst.« – Jedes ungeschichtliche Bibelverständnis führt in eine Sackgasse, entscheidend und weiterführend sind die Fragen nach dem Verständnis der biblischen Schriften: Aus der Enge in die Weite, aus der Oberflächlichkeit in die Tiefe! 3. Für jede Generation muss der christliche Glaube neu »übersetzt« und erklärt werden. Denn christlicher Glaube ist einem speziellen, für den Menschen der Moderne fremden kulturellen Kontext entstanden, dem Kontext der antiken Lebenswelt. Das Wissen um die damaligen Lebensumstände, das Verstehen der kulturellen und sozialen Voraussetzungen, die vor dreitausend Jahren in Israel und im gesamten Orient bestanden, sind entscheidend, um die Botschaft der biblischen Autoren zu begreifen. 4. Der christliche Glaube ist nicht etwas statisches, sondern etwas dynamisches. Auch wenn der christliche Glaube einen Ewigkeitsanspruch in sich trägt, muss er sich entwickeln. Es ist notwendig, dass er auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Macht er dies nicht, wird er seltsam, skurril, einfältig, letztlich irrelevant. 5. Der Blick über den Tellerrand hinaus ist ein bereichernder Blick. Christlicher Glaube profitiert von der Beschäftigung mit Sozial- und Naturwissenschaften, Dialog mit anderen Religionen, aber auch mit der Kunst. Es lohnt sich fachübergreifend zu denken beziehungsweise das interdisziplinäre Gespräch zu suchen. Auf dieser Basis versucht Worthaus einen unverstellteren Blick auf die biblischen Texte, die christlichen Traditionen und nicht zuletzt auf den Mann zu gewinnen, an dessen Geburt sich nicht nur die Zeitrechnung der westlichen Welt orientiert. Worthaus will den christlichen Glauben in seiner unglaublichen Fülle, Dichte und Relevanz für die Herausforderungen und Entscheidungen des heutigen Lebens wieder entdecken: Was sind die zentralen Themen von dem Mann aus Nazareth? Welche Relevanz hat sein Leben, seine Botschaft und auch seine Person für die heutigen Lebensfragen?