In dieser Episode tauchen wir ein in die Essenz des Männlichen und Weiblichen, nicht als Rollen oder Identitäten, sondern als lebendige Kräfte, als innere Bewegungen, die durch uns wirken. Wenn wir als Frau unsere männliche Energie integriert haben, entsteht etwas Stilles und zugleich Kraftvolles, ein innerer Halt. Wir werden klar, präsent und selbsttragend. Unser innerer Raum öffnet sich, eine Art Container, der uns hält. Aus dieser inneren Kapazität werden wir wirklich empfangend. Nicht aus Mangel, nicht aus Bedürftigkeit, sondern aus Offenheit, weil wir bereits Ganzheit in uns haben. Und erst dann kann das Männliche im Aussen wahrhaft geben, weil wir nicht mehr ziehen, sondern in uns präsent bleiben. Wir brauchen Niemanden mehr, der uns trägt oder hält, aber wir wählen es, weil wir es lieben Frau zu sein und das bringt auch den Mann in seine Kraft, weil es die natürliche Ordnung in der Polarität ist. Alte Dynamiken und Abhängigkeiten lösen sich auf. Wir begegnen dem Männlichen aus unserer eigenen Grösse heraus, wach, frei und bewusst. Weil wir das Männliche in uns kennen, entspannen wir uns im Aussen in es hinein und müssen es weder fürchten noch künstlich erhöhen. Aus dieser inneren Stärke heraus sind wir weich, nährend, sinnlich, hingebungsvoll, empfangend ohne uns im Gegenüber zu verlieren oder uns selbst zu verlassen, denn wir brauchen keinen Pseudo Schutz mehr. Wir sind wahrhaftig, stark, verankert in uns selbst und erlauben es vollständig gesehen zu werden. Erst dann entsteht gesunde Polarität. Und natürlich gilt das ebenso für den Mann. Je integrierter seine innere Weiblichkeit ist, desto präsenter und kraftvoller wird seine Männlichkeit. Er sucht keine Mutter mehr und auch keine Frau, die sich unterordnet oder ihn anhimmelt. Er wählt eine Gefährtin. Eine Partnerin auf Augenhöhe. Nicht aus Mangel oder innerer Fragmentierung, sondern weil er seine Männlichkeit bewusst verkörpern möchte. Reife entsteht auch hier, wenn Richtung und Gefühl, Halt und Lebendigkeit im Inneren zusammenfinden. Wenn das Männliche und Weibliche nicht mehr gegeneinander arbeiten, sondern sich gegenseitig tragen, entsteht echte Begegnung und eine heilige Verbindung.
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