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Stufen.aufs.Ohr
Stufen des Lebens
130 episodes
1 week ago
Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebenden
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Spirituality
Religion & Spirituality
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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebenden
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Religion & Spirituality
Episodes (20/130)
Stufen.aufs.Ohr
Mein König?
Schon wieder ist Weihnachten. Schon wieder dieselbe Geschichte vom Jesus-Kind in der Krippe! Manchen ist das eine große Freude! Endlich wieder die geliebten Weihnachtslieder singen. Für manchen eher langweilig - denn sie können das Krippenspiel an Weihnachten nicht mehr sehen! Kann man denn nach so vielen Jahren mit derselben Geschichte noch was Neues entdecken? In einem Adventsgottesdienst habe ich neue Gedanken entdeckt, obwohl ich diese Geschichte wirklich schon lange kenne! Dort kamen die Personen aus der Geschichte selbst zu Wort. Eine Person war König Herodes, der sagte: Ein neuer König der Juden in meinem Herrschaftsgebiet! Das geht doch nicht… Mein Herrschaftsgebiet… das ließ mich aufhorchen! Was sind denn meine Herrschaftsgebiete? Da, wo ich regiere, ich bestimme, mir nicht reinreden lasse… sowohl in Lebensentscheidungen, Erfahrungen, mancher Ansicht als auch da, wo ich mit anderen zusammen unterwegs bin und meine es zu wissen, wie es geht. Da hinein kommt ein neuer König. Da hinein will Jesus kommen - nicht als Kind -sondern als König, als Regierender. Als der mit der Macht, der macht, was er als richtig weiß. Ein anderer König, wie ihn die Welt kennt. Aber das geht doch nicht! Mein Herrschaftsgebiet. Ich muss doch ich bleiben! Ich bin doch nicht nur eine Krippe! Es gibt Herrschaftsgebiete in mir, da kann Jesus als König regieren. Und dann gibt es welche, bei denen es mir schwerfällt. Immer wieder erinnert uns Gott daran, dass ER sich in uns hineingeben möchte, dass ER uns formen möchte - in der Bibel werden Bilder von uns als Gefäß, Ton oder als Tempel des Geistes gemalt. Ich bete gern ein Gebet der Lebensliturgien - gerade auch im Hinblick auf das neue Jahr, das vor uns liegt: Oh Heiliger Geist, komm in mein Leben und erfülle mich! Ich für mich bin nichts weiter als ein leeres, zerbrechliches Gefäß: Erfülle mich, auf dass ich ein Leben aus deiner Kraft lebe. Ein Leben voller Güte und Wahrheit, ein Leben voller Schönheit und Liebe, ein Leben voller Weisheit, Geduld und Stärke. Aber vor allem: Lass Christus in mir Gestalt gewinnen! Hilf den Thron in meinem Herzen räumen und mache Christus zu meinem Herrn und König, auf dass wir eine Einheit werden: er in mir und ich in ihm. Heute, 2026 und in allen Tagen. Amen Eine gesegnete Weihnachts- und Neujahrszeit wünscht Damaris mit dem Stufen.aufs.Ohr-Team - bis zum 7. Januar
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2 weeks ago

Stufen.aufs.Ohr
Es muss nicht Weihnachten sein...
Es muss nicht Weihnachten sein, um Weihnachtliches zu erleben. Es sind die Momente, wo Himmel und Erde sich berühren. Ein solcher Moment geschah im Oktober dieses Jahres. Ich habe eine Freundin, die in einem Seniorenheim lebt. Ihre tiefe Trauer war, dass ihr einziger Sohn sich über viele Jahre nicht mehr gemeldet hat: Beziehung abgebrochen. Ohne Erklärung. Schweigen. Keine Möglichkeit zu fragen, keine Möglichkeit zu klären, keine Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Ohnmächtig und allein fühlte sie sich, denn auch der Ehemann ist schon einige Jahre nicht mehr an ihrer Seite. Vor ein paar Wochen stattete ich dieser Freundin einen Besuch ab. Es ging ihr körperlich und seelisch nicht gut. Wir hatten einige Lebensmittel dabei und auch Dinge fürs Herz, in der Hoffnung, dass diese ihr guttun. Als wir aus dem Auto stiegen, noch ganz mit uns beschäftigt, drehte ich mich um. Und wen sah ich? Den Sohn meiner Freundin. Mir verschlug es die Sprache. Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Erst vor 40 Minuten habe er sich angekündigt, sagte er, er würde einen kurzen Besuch machen. Um die beiden allein zu lassen, wäre ich am liebsten gleich umgedreht. Aber er lehnte diese Idee ab. Er bat, noch 20 Minuten mit dem Hund zu gehen, dann wäre es gut, wir kämen dazu. Nur staunend, mit klopfendem Herzen und betend, über das Unfassbare redend machten wir unseren Spaziergang. Nach 20 Minuten kehrten wir in das Seniorenheim zurück und da begegnete uns meine Freundin mit ihrem Rollator, strahlend, neben ihr ihr Sohn. Er verabschiedete sich liebevoll, sie fragte, ob er denn wiederkomme. Er sagte, ja, er komme wieder, würde sich jetzt wieder um sie kümmern. Als er gegangen war, fielen wir uns vor Glück und Dankbarkeit weinend in die Arme. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Ich fragte sie, wie denn die Begrüßung gewesen sei? Er habe geklopft, sie habe geöffnet und da habe sie nur einfach die Arme weit aufgemacht und er habe sie so genannt, wie er sie immer nannte. Alles war gut. Ein unfassbarer Glücksmoment. Keine Vorwürfe, Fragen, Klagen, nur in die Arme nehmen und das Geschenk staunend und Gott dankend, annehmen. Das haben wir dann gefeiert mit Mitgebrachtem, Nützlichem und Schönem, es war uns weihnachtlich zumute. Wir staunten über die Regie, das Zeitmaß, die barmherzige Liebe Gottes, die wir leibhaftig erleben durften. Vielleicht kennt auch ihr solche Momente zum Aufschreiben, Weitersagen, oder einfach im Herzen beglückt bewahren? In diesem Sinne: eine gesegnete Adventszeit und weihnachtliche Momente im ganzen Jahr, wünscht Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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3 weeks ago

Stufen.aufs.Ohr
In den Adventsliedern baden
„Wir wollen in den Adventsliedern baden“, hat unser Gemeindepfarrer am ersten Advent seine Predigt begonnen. Das hat meine Frau und mich bestärkt in unserem Vorhaben: In diesem Advent werden wir vermehrt Adventslieder singen. Wir wollen in den Adventsliedern baden. Vor allem unsere vier Lieblingsadventslieder jeden Tag singen. Sie stammen alle aus schweren Zeiten. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs oder kurz danach und aus der dunklen Zeit des Nationalsozialismus im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs. Wir lernen diese Lieder auswendig, damit sie sich in uns verwurzeln können. Dabei entdecken wir, welche Botschaft sie für uns gerade heute haben und wie sehr wir sie brauchen, damit wir weder resignieren noch die Augen verschließen angesichts so vieler Probleme in unserer Zeit. Die Adventslieder aus schweren Zeiten haben sich bewährt. Sie haben die vor uns durchgetragen. Wir wollen uns an sie halten, uns aufrichten und ermutigen lassen. In unserer Zeit der Gottvergessenheit Gott anbeten und loben und ihm vertrauen. Mit dem Hoffnungslied beginnen wir den anbrechenden Tag, wenn die Nacht langsam weicht. Es ist das Lied von Jochen Klepper: „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern.“ Die ganze Not der Welt im Kleinen und im Großen sehen wir aufgenommen im Klage- und Bittlied von Friedrich Spee. Er war katholischer Pfarrer und Bekämpfer der Stigmatisierung von Frauen als Hexen zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Sein Lied: „O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel Lauf, reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.“ Das uns allerliebste Adventslied ist im Schatten des Dreißigjährigen Kriegs von Paul Gerhardt gedichtet worden. Es ist ein Trostlied. Trost als Herzensstärkung. Ein Mutmachlied. Eine tiefe Glaubensvergewisserung. Ein Sehnsuchtslied nach Jesus: „Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier.“ Und dann das bekannteste Adventslied, ein Anbetungs- und Loblied. Wir singen es auch mit unseren Enkelkindern mit Armbewegungen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Die alten Adventslieder entdecke ich als Gebetsschule für Klagen und Bitten, hoffnungsstark und trostmächtig und als Anstoß zum Lob Gottes, zum Durchhalten Tag für Tag. Ich lade Sie und Euch ein, in den alten Adventsliedern zu baden, Mit adventlichem Gruß, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
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1 month ago

Stufen.aufs.Ohr
Besuche
Stellt Euch vor, Ihr seid irgendwo eingeladen. Was braucht es, dass Ihr Euch dort wohl fühlt? Schön ist, wenn man schon mit einem freundlichen Lächeln empfangen wird. Und ich fühle mich willkommen, wenn ich merke, dass man sich auf meinen Besuch eingestellt hat. Ich brauche das Gefühl, nicht in einem unpassenden Moment hereinzuplatzen, sondern dass man sich gerade jetzt freut, dass ich da bin. Die i-Tüpfelchen sind, wenn ein für mich vorgesehener Platz hergerichtet ist, wenn ich den Eindruck habe, man hat sich vorher Gedanken gemacht, was mir gefallen könnte. Wenn es jemand aber zu sehr übertreibt mit den Vorbereitungen, merke ich, dass mir das unangenehm wird. Ich möchte, dass der andere sich auf mich freut und nicht auf dem Zahnfleisch daherkommt, weil er sich so verausgabt hat. Und was wünschen wir uns dann, während wir da sind? Dass der Andere Zeit für uns hat. Dass er nicht gestresst ist, weil jetzt Besuch da ist. Dass wir Zeit miteinander verbringen, ins Gespräch kommen können. Dass weder Arbeiten noch das Handy Vorrang hat, vor der gemeinsamen Zeit. Wir sind im Advent. Die Zeit, in der wir uns auf das Ankommen von Jesus auf die Erde vorbereiten und uns daran erinnern, was es bedeutet, dass er auf die Erde gekommen ist. Die Zeit ist oft geprägt davon, dass wir uns bereit machen auf Besuche und besucht werden, auf schöne Stunden mit Advents- und Weihnachtsfeiern. Aber die Frage ist doch, wie muss ich mich vorbereiten, dass sich Jesus bei mir wohl fühlt. Gibt es da noch was aufzuräumen, dass ihn stören könnte? Freue ich mich wirklich darauf Zeit mit ihm zu verbringen, oder habe ich viel zu viel Stress, um Zeit für diesen speziellen Besuch zu haben? Wann habe ich ihn zum letzten Mal bewusst eingeladen? Was bringt ihm Freude? Und wenn ich dann Zeit mit ihm habe, können wir uns wirklich begegnen oder fülle ich die Zeit mit Geschäftigkeiten, mit christlichen Diensten, statt ganz mit ihm zu sein. Nutzen wir doch die Adventszeit uns Gedanken zu machen, was es braucht, dass Jesus sich bei uns wohl fühlt. Ein Adventslied beginnt: „wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir“ und später im Vers „damit was Dich ergötze, mir kund und wissend sei“. Ich hoffe, Ihr freut Euch mit mir auf diesen speziellen Besuch, der jedem von uns begegnen will. Ich wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit Eure Christine Sommer
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1 month ago
2 minutes 43 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Ein Opfer für Gott?
Wir sind mittendrin im „Stufen des Lebens“-Kurs „Ob Vertrauen sich lohnt?“- es geht um die Abrahamsgeschichte!  Ich bleibe hängen an dem Geschehen, das uns in 1.Mose 22 beschrieben wird. Gott fordert Abraham heraus mit dem Auftrag, seinen einzigen und geliebten Sohn Isaak als Brandopfer darzubringen. Das beschäftigt mich! Wie kann Gott von Abraham so etwas grausames verlangen?? Das passt so gar nicht in mein Gottesbild und wirft Fragen auf! Will Gott ihn hier prüfen? Will Gott sehen, wie es um das Vertrauen von Abraham bestellt ist? Abraham selbst fragt nicht nach! Im Laufe seines Lebens hatte er mehrmals die Stimme Gottes gehört. Sie war ihm also vertraut. Diese Stimme hatte ihn herausgerufen in Neues Land und ihn aufgefangen, wenn er ins Zweifeln kam.   Der Stimme folgend macht Abraham sich auf den Weg – nichtwissend, was kommen wird! Wie sollte er Gott hier verstehen? Diesen schweren Weg konnte er nur im VERTRAUEN gehen, dass Gott irgendeine Lösung für ihn haben würde. Schließlich war Isaak der verheißene Sohn, auf den er so lange warten musste.   Als Isaak seinen Vater fragte, wo denn das Lamm zum Opfern sei, antwortet dieser: „Gott wird sich das Opferlamm ausersehen!“ Für mich klingt das nicht nur wie ein vertröstender Spruch – eher nach Erfahrung: Gott wird dafür sorgen! Das muss eine tiefe Überzeugung Abrahams gewesen sein, denn den Knechten, die unten am Berg zurückblieben, sagt Abraham: „Isaak und ich wollen Gott anbeten und dann zu euch zurückkehren!“ Da denke ich an Hebräer 11,2: „Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft – ein Überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht!“   Gott gebietet Abraham in letzter Minute Einhalt! Er will keine Menschenopfer und schickt Abraham einen Schafbock zum Opfern. Gott sah Abrahams großes Vertrauen und dass er bereit war, sein Liebstes Gott zurückzugeben!   Ein Brandopfer im Alten Testament drückte immer auch die Hingabe an Gott aus! Wie können wir uns Gott hingeben?? Was könnte ich Gott – sinnbildlich - auf den Altar legen?   Vielleicht meine Zeit – meine Begabungen – meine selbstgeschmiedeten Pläne? Gott braucht kein Opfer von uns!! Das größte Opfer hat ER uns selbst gegeben: Jesus - seinen einzigen und geliebten Sohn! Mit IHM schenkt Gott uns seine Liebe! Ein größeres Geschenk gibt es nicht!   Da kann ich nur DANKE sagen und Gott anbeten! SHALOM und herzliche Grüße von Ute Wolf
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1 month ago
2 minutes 58 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Ihr sucht Jesus!
Durch die Lebensliturgien - eine App zu Tageszeitengebeten - höre ich immer wieder dieselben Bibeltexte. Das tut mir gut. So war vor einigen Tagen eine der Auferstehungsgeschichten aus Matthäus 28 dran - die Marias, die nach dem Grab sehen wollen. Ein Erdbeben erschüttert die Erde und ein Engel des Herrn erscheint und er sagt zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er es gesagt hat… Kurz darauf eilen die Frauen davon, wollen es den Jüngern erzählen und da begegnet ihnen Jesus, der sagt: Fürchtet euch nicht! In den Kursen fragen wir oft: Was habt ihr noch im Ohr? Woran seid ihr hängengeblieben? Ich blieb bei dem Satzteil hängen: Ich weiß, ihr sucht Jesus… Ich suche Jesus. Ich komme mit vielen Fragen, Gedanken, Sorgen um diese Welt, um Menschen, um mich und habe beim Hören ganz tief gespürt, wie dieser Satz in mir auf Resonanz trifft: Ihr sucht Jesus. Du suchst Jesus. Den Gekreuzigten. In meinem Kopf kreisen die Gedanken über unsere Gesellschaft, unser Miteinander im Alltag, in Gemeinden, in Familie und Freundschaften und ich empfinde mich so hilflos - weiß nicht was ich tun soll, was ich lassen kann - wo ich nach mir schauen soll und wo ich mich selbst zurücknehmen soll und für andere da sein… Meine Möglichkeiten und meine Grenzen - in dieser schnellen, so bedürftigen und empfindsamen Welt. Wie damit umgehen? Und in all dem höre ich den Satz: Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Ein tiefer Atemzug geht durch meinen Körper. JA. Ich suche Jesus. JA. Ich brauche Jesus, den Gekreuzigten in dieser Welt - der aus Liebe alles für diese Welt gegeben hat, auch für mich. Ich spüre es, merke, wie mein Herz weich wird, mein Körper entspannt. Wo bist du Jesus? Den Frauen begegnet der auferstandene Jesus. Der Jesus, der den Tod, das Chaos, das Egoistische, das Ungute überwunden hat. Und auch dieser sagt zu Ihnen, wie der Engel: Fürchtet Euch nicht! Fürchte dich nicht! Das spricht auch Jesus mir zu. Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Ich helfe dir. Schritt für Schritt. Suche mich. Bleib bei mir. Fürchte dich nicht! Eine gesegnete Woche wünscht Damaris Friedrich
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1 month ago
2 minutes 49 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Vier trugen ihn
Eine Geschichte aus dem zweiten Kapitel des Markusevangeliums beschäftigt mich. Da kommen einige Menschen, vier davon tragen einen Gelähmten auf einer Trage. Sie wissen sicher nicht die genaue Diagnose. Aber sie sind sich ganz sicher, dass dieser Jesus helfen kann. Als sie am Ziel ankommen ist alles überfüllt. Bis vor die Tür stehen die Menschenmassen, so dass kein Durchkommen ist. Warten? Umdrehen und wieder nach Hause gehen? Auf garkeinen Fall. Die Freunde werden kreativ und auch ein bisschen unverschämt. Sie steigen aufs Flachdach und graben ein Loch in die Decke und lassen den Kranken auf seiner Trage hinunter. Ob es passt während der Predigt? Das ist ihnen egal. Ihr kranker Freund hat jetzt absolute Priorität. Und als Jesus ihrenGlauben sah, den stellvertretenden Glauben der Freunde, spricht er den Kranken an: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“. Niemand hatte das geahnt, dass dieser Satz kommen würde. Sieht Jesus nicht, dass der Gelähmte geheilt werden soll? Ich denke Jesus wusste es, aber er sieht tiefer. Er sieht die krankmachende Fessel, alles was sich zwischen Gott und ihn geschoben hatte. Jesus meint sicher nicht, dass die Sünde die Ursache für die Krankheit ist. Das klärt er an anderer Stelle. Aber er sieht, dass Vergebung für diesen Menschen die oberste Priorität hat. Die Beziehung zu Gott wird für Zeit und Ewigkeit wiederhergestellt. Mein Fokus ist, dass dieser Mensch Freunde hat, vier davon tragen ihn zu Jesus. Sie steigen aufs Dach, räumen alle Hindernisse weg, gehen sozusagen durch die Wand. Immer wieder erlebe ich, wie wir Menschen vor Jesus bringen können. Wie wir sie stellvertretend im Gebet tragen können. Ich erlebe, dass solch ein Gebet entscheidend ist und oftmals den Durchbruch bringt. Ich erlebe, dass Jesus unseren Glauben sieht. Der Gelähmte steht am Ende der Geschichte tatsächlich auf. Und ich denke, jetzt kommt es auf sein eigenes Vertrauen an. Unsere Aufgabe ist es stellvertretend einzutreten. Sicher bin auch ich selbst einmal diejenige, die vor Jesus getragen werden muss, weil ich wie gelähmt bin. Weil ich keinen Plan mehr habe, wie es weitergehen könnte. Ich bin dankbar, dass ich weiß, dass auch ich solch kreative Freundinnen und Freunde habe. Ich wünsche uns Mut, Kreativität, Beharrlichkeit und Weisheit. Eine gesegnete Woche wünscht Traudel Krause
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1 month ago
2 minutes 45 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Zu spät?
Es ist doch interessant, wie einem in unterschiedlichen Lebensphasen ganz neue Aspekte in eigentlich altbekannten biblischen Geschichten auffallen können. Mir geht es aktuell mit Abraham so. Natürlich war Abraham ein sehr alter Mann, als er Vater wurde. Aber er war auch schon ein alter Mann, nämlich 75 Jahre, als er auf Gottes Verheißung hin aus Haran aufgebrochen ist. Ich erlebe das Älter werden in dem Bewusstsein, dass sich meine Möglichkeiten reduzieren. Wenn ich mich mit jungen Menschen unterhalte, ihren Plänen und Vorstellungen zuhöre, wird mir bewusst, dass ich das nicht mehr kann. Einen neuen Beruf lernen, ins Ausland ziehen, ein Jahr Work and Travel passen nicht mehr zu meinem Alter. Egal, welche versteckten Talente ich noch entdecken könnte – etwas komplett Neues zu lernen fällt immer schwerer und würde schon einen großen Kraft- und Willensaufwand benötigen. Allgemein fallen mir Veränderungen schwerer, ich bin immer weniger bereit Risiken einzugehen und die Sorgen, was passieren könnte, überwiegen die möglichen positiven Auswirkungen. Man ist nicht mehr so flexibel. Und dann lese ich von Abraham, dass er mit 75 Jahren aufbricht. Wie schafft Abraham es, neues zu wagen, vom festgelegten Menschen zum Nomaden zu werden, aus einer bestehenden Sicherheit in ein herausforderndes Leben aufzubrechen? Zum einen erhält er eine Verheißung, für die es sich für ihn lohnt, sich anzustrengen, etwas aufzugeben. Die Aussicht etwas zu bekommen, das ich mir so sehr sehne, vielleicht mich ein Leben lang schon danach sehne, überwindet die Hindernisse. Und dann wird er von Gott angesprochen. Er geht den Weg nicht allein. Er erlebt, dass er von Gott gesehen wird und Gott in ihm etwas sieht. Das setzt Kräfte und Mechanismen frei, die wir allein nicht mobilisieren könnten. Eine Herausforderung des Älter werden ist, nicht aufzuhören nach meinen Sehnsüchten zu forschen, diese zuzulassen und etwas einzusetzen, um sie zu erfüllen. Abraham wird oft als Vater des Glaubens bezeichnet. Aber er ist auch ein Vorbild, dass es kein zu spät gibt. Es ist immer möglich neu anzufangen. Es ist immer noch möglich, alte Grenzen zu sprengen. Es ist immer noch möglich neue Freiheiten zu entdecken. Und dort, wo wir an biologische Grenzen stoßen, ist Gott nichts unmöglich. Ich wünsche uns allen, dass wir wie Abraham vertrauen können, dass Gott unsere Sehnsüchte erfüllen möchte. Ihre Christine Sommer
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2 months ago
2 minutes 48 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Wenn Jesus zornig wird
„Anstößig leben?!“ ist ein provozierender Titel für einen Kurs von Stufen des Lebens. Wir erleben ihn in diesen Wochen in unserer Gemeinde in Linkenheim. „Anstößig leben?!“ provoziert. Anstößig ist das Gegenteil von angepasst. Angepasst ist bequemer. In unserem Kurs begegnen wir Jesus, wie er sich provozieren lässt und provoziert. Im Tempelvorhof regt er sich auf über Betriebsamkeit und Geschäftigkeit. Alles dreht sich ums Opfer. Du musst, du musst. Jesus macht aus Stricken eine Peitsche, erzählt der Evangelist Johannes drastisch. Und auch die anderen drei Evangelien erzählen die Geschichte, wie Jesus die Tische der Geldwechsler umstößt und die der Taubenhändler. Jesus ist zornig, weil der Rummel ums Opfer aus dem Tempel als Bethaus eine Räuberhöhle gemacht hat. Die Geschäftigkeit raubt Gott die Ehre, hindert die Sammlung und Ausrichtung auf Gott. Und Menschen werden gehindert Gott, dem Vater Jesu voller Vertrauen zu begegnen. Was hindert mich an der liebevollen Beziehung zu Gott? Wo verrenne ich mich in Ersatzlösungen? Wo will ich mir Liebe erkaufen, wo mir Anerkennung verdienen? Wo lebe ich fremdbestimmt? Was drängt sich zwischen Gott und mich, verdrängt Gott. Wo ist Zorn nötig, um das auszutreiben, was mich am Leben und der Lebendigkeit hindert? Anleitung zum Zorn entdecke ich bei Jesus. Dieser Zorn ist etwas anderes als die sich ausbreitende Empörungskultur in unserer Gesellschaft. Wut muss unterscheiden zwischen Egoismus und Selbstbestimmung. Mich fasziniert an der Geschichte von der Tempelaustreibung, dass sie zu einer Heilungs- und Befreiungsgeschichte wird. Plötzlich dürfen im Tempel die vorkommen, die bisher übersehen werden, die Blinden und Lahmen. Die gehen zu Jesus und er heilt sie. Und die Kinder kommen vor. Sie schreien laut: „Hosianna, dem Sohn Davids.“ Bei Jesus darf ich vorkommen wie ich bin mit meinen blinden Flecken und meiner Mutlosigkeit, mit meinen Gefühlskindern, mit Lebenslust und Eigensinn. Das unterdrückende „Du musst!“ darf zur Spontaneität befreit werden: „Du darfst sein!“ Du darfst dich an Gott und am Leben freuen. Du musst dir die Liebe Gottes nicht verdienen. Dafür lohnt es sich, hin und wieder zornig zu sein gegen alles, was Menschen unterdrückt und fremdbestimmt. Schalom und liebe Grüße Ihr und Euer Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
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2 months ago
2 minutes 58 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Wirklich "Überrascht von der Freude!"
Wir haben uns im Redaktionsteam von SdL mit Zachäus und dem Thema „Sehnsucht“ auf den Weg gemacht. Dabei hat mich beeindruckt, wie sehr Zachäus seine Sehnsucht spürt, ernst nimmt, und beharrlich nachgeht. Er ahnt die Erfüllung seiner Sehnsüchte in der Begegnung mit Jesus. Er setzt alles ein. Nimmt alle inneren und äußeren Hindernisse auf sich, um an den Platz zu kommen, von dem aus er einen guten Ausblick hat und weiß, dass Jesus DORT vorbeikommen wird, auf einem Maulbeerbaum. Wie eine Ewigkeit wird es ihm vorgekommen sein, so manche Gedanken sind ihm möglicherweise durch den Kopf und das Herz gegangen; viele Fragen, vielleicht Zweifel letztlich auch Ohnmacht. Die Sehnsucht hält er aus, die Sehnsucht hält ihn an dem Platz. Der Sehnsucht wird begegnet in dem Augenblick, in dem Jesus ihn sieht, bis in alle Tiefen, ihn liebend aufsucht, würdigt und aber auch im Jetzt und Hier herausfordert. Da kommt Tempo ins Geschehen. Heute – sofort – jetzt - muss ich bei dir zu Gast sein. Sagt Jesus. Jetzt: kaum Entscheidungsmöglichkeit. Vielleicht eher eine tiefe Klarheit: es geht um alles oder nichts um jetzt oder vielleicht nie? Es geht um mein Leben.  Und Z. steigt schnell vom Baum und nimmt Jesus in sein Lebenshaus auf. Nicht nur das, sondern es heißt:  mit FREUDEN! Und das berührt mich sehr. In dieser Begegnung, auf diesem Weg, wächst die Lebensfreude, die kaum in Worte zu fassen ist. Weil er erleben darf, dass mehr Sehnsüchte als er erwartet hat, gestillt wurden.  Alles in seinem Leben und was ihn und sein ganzes Umfeld ausmacht, heil, zum Leben gekommen ist und Frieden gefunden hat. Kennt Ihr, kennen Sie diese heiligen Augenblicke? Dieses liebevolle Aufgenommen und angesehen Seinmit allem, was so in uns ist. Alles und alle Sehnsüchte kommen ans Licht, sind liebevoll aufgenommen. Eine innere Lebendigkeit, Freude und tiefer Friede machen sich breit. Was tiefste und ehrliche Freude für Auswirkungen hat, durfte ich neulich bei meinem fünfjährigen Enkelerleben: als er ein Spielzeug entdeckte, die Carrera Bahn, die ihm sein Onkel erlaubte, herauszuholen. Die Freude darüber ergriff ihn von der Haarspitze bis zum kleinen Zeh. Er strahlte, tanzte, jubelte, wie ich es lange nicht gesehen habe. Welche Ausstrahlung dann wohl unsere tiefste Freude hat, wenn wir Jesus mit Freude in unser Lebenshaus aufnehmen? Ich wünsche uns diese Erfahrung immer wieder und grüße herzlich, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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2 months ago
3 minutes 2 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Von ganzem Herzen
Kürzlich bin ich beim Lesen in der Bibel an dem Ausdruck „von ganzem Herzen“ hängen geblieben. David schreibt in Psalm 9: „Ich will dem Herrn danken mit meinem ganzen Herzen!“ In Psalm 119 steht: „Mit meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht!“ „Glücklich sind, die den Herrn von ganzem Herzen suchen!“ Es gibt die feste Zusage in der Bibel, dass wir Gott finden werden, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen werden!   Beim Nachforschen finde ich immer mehr Verse: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen!“ Gott wirbt um das Volk Israel: „Kehret um zu mir mit eurem ganzen Herzen!“ Der Prophet Samuel fordert auf: „Dient Gott mit eurem ganzen Herzen!“ Was für ein starker Ausdruck: mit ganzem Herzen!!   Was steckt dahinter? Ganz bedeutet: ungeteilt – keine halben Sachen - vollständig – komplett – uneingeschränkt – da gehört ALLES dazu! Das Herz ist Sitz des Lebens, Ort der Entscheidung, der Gefühle, des Willens…  und auch Ort der Begegnung zwischen Gott und mir.   Da frage ich mich: Was lasse ich alles in mein Herz hinein? Was mache ich mit ganzem Herzen? Wie begegne ich Menschen? Wie lebe ich meine Berufung? Diene ich Gott mit meinem ganzen Herzen?   Gott sehnt sich nach unserem ungeteilten Herzen! Er sehnt sich nach ganzer Beziehung mit uns!   Jesus antwortet auf die Frage, welches das wichtigste Gebot ist: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und mit deiner ganzen Kraft!“ Das ist aufrichtige, innige und hingebungsvolle Liebe – eine tiefe Verbindung, ganz ausgerichtet auf das Gegenüber.   Ich kann Gott kein Versprechen geben, dass ich ihn IMMER von ganzem Herzen lieben und ihm dienen werde – aber ich kann mich jeden Tag neu dazu entscheiden, mein ganzes Herz ihm zu öffnen, seine Liebe, sein Wort in mich aufzunehmen und ihn bitten, dass er mir hilft, ihm von ganzem Herzen zu dienen und in seinem Willen zu leben.   Ich bin so dankbar, dass Gott unser Herz sieht und dass er uns in seiner großen Liebe aufnimmt – auch mit allem, was zu uns gehört!   Gott segne dein Herz und deine Gedanken! Herzliche Grüße von Ute Wolf
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2 months ago
3 minutes 1 second

Stufen.aufs.Ohr
Gott handelt
Nächste Woche starte ich mit dem Kurs „Durch Krisen reifen“. In diesem Kurs geht man einen Weg mit Elia, ein bedeutender Prophet in der Bibel. Krise als Thema. Es scheint, als stecken wir weltweit nur noch in der Krise. Von einer in die nächste, und noch eine parallel. Dazu die persönlichen Krisen. Erst heute habe ich erfahren, dass jemand, den ich mag, an Krebs erkrankt ist. Das macht mich traurig. Plötzlich ist alles anders. Es ist schwer – auch wenn wir die Auferstehungs-Hoffnung in uns tragen.   Nicht immer führt uns etwas Schweres in die Krise. Manchmal darf man dankbar staunen, wo Vertrauen zu Gott gewachsen ist und einen trägt. Dann ist es schwer – aber keine Krise. Und dann gibt es Manches, das uns tiefer erschüttert- unser Lebenshaus, ja unseren Lebensgrund durchrüttelt und die Krise auslöst.   Beim Vorbereiten der ersten Einheit bin ich beim Lesen des Bibeltextes an einer Sache hängen geblieben: Elia taucht ganz plötzlich richtig mächtig auf. Ganz klar, als Prophet Gottes teilt er dem König Israels keine nette Botschaft mit. Sie wird in die Krise führen. Sie zeugt von Gottes Macht. Sie zeigt, wie groß der Gott Israels ist. Wie stark. Und dann – gerade als Elia dem Götzenkult den Kampf angesagt hat, sagt Gott zu Elia: Geh hier weg. Zieh dich zurück in die Wüste. Raus aus der Action. Raus aus der Beweisführung, wer der wahre Gott ist. Elia hat gesagt und getan, was seine Aufgabe war und nun heißt es: Zieh dich zurück. Allein. In die Wüste. Daran bleibe ich immer hängen. Wie wäre es mir ergangen an Elias Stelle? Wäre ich dankbar gewesen, dass Gott mich schützt ? Oder empört, weil ich jetzt nicht mehr „der“ Prophet sein darf und mitten drin bin, wenn Gott sich offenbart als HERR dieser Welt…?   Wie geht es mir, wenn ich plötzlich wo rausgenommen werde? Nicht mehr mit dabei bin? Wenn etwas doch nicht passiert, von dem ich überzeugt war, dass Gott mich da inspiriert hat oder mich beauftragt hat?   Einmal hatte ich auf dem Herzen einen Lobpreis-Hauskreis zu starten. Ich habe eingeladen. Einige kamen. Wir sind gestartet und nach dem 2. Mal hatten bis auf einen alle abgesagt aus den verschiedensten Gründen. Hatte ich falsch gehört? Haben wir die falschen Lieder gesungen? Wussten die anderen nicht, wie wichtig Loben ist? Mochten sie mich nicht?.... Man könnte so viele Gedanken spinnen… und wie schnell denken wir, was andere denken und was vielleicht war und ist und sein könnte…   Vielleicht kommen euch solche Situationen bekannt vor. Sie können etwas in uns anstoßen und uns in Frage stellen… Ich merke, diese Stelle in 1. Könige 17, 3 fordert mich immer wieder heraus: Wer ist derjenige der handelt und tut? Wer entscheidet, was passiert? Gott handelt. Er beauftragt. Er beschützt. Er versorgt. Er zeigt seine Macht und Größe. Nicht ich. Ich bin dabei. Ich mache mit. Was für ein Privileg. Und auch was für eine Herausforderung. In diese – Gottes Hände - will ich mich geben, hineinlegen, bergen und anvertrauen und mich erinnern, dass ER der Handelnde ist. Eine gesegnete Woche, Eure Damaris Friedrich
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3 months ago
3 minutes 49 seconds

Stufen.aufs.Ohr
Über das Richten
Über das Richten. Wenn Jesus uns Hinweise gibt, wie wir leben sollen, dann merke ich, dass ich diese für mich einordne: ist das schwierig für mich oder einfach? In Lukas 6, 37 steht: „Und richtet nicht, so werdet auch ihr nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt.“ Als ich diesen Text vor kurzem wieder gelesen habe, war ich entspannt. Schließlich richte und verurteile ich niemanden. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto unruhiger wurde ich, weil ich gemerkt habe, dass das nicht stimmt. Das Richten ist sehr alltäglich. Ich bilde mir eine Meinung über das Verhalten anderer und ich passe mein Verhalten an, um den anderen „auf Spur“ zu bringen oder nutze meine Möglichkeiten zu strafen oder werde selbstzufrieden, weil ich nach meiner Einschätzung hier besser abschneide als der andere. Bei der Erziehung versuchen wir mittels Androhung und auch Vollzug von Strafen oder Belohnungen andere zu bestimmtem Handeln zu bewegen. Und wir erziehen nicht nur Kinder, sondern auch Partner, Eltern, Kunden, Kollegen, usw. Überall werden wir heute zu einer Bewertung aufgefordert: Einkaufsmöglichkeiten, Produkte, Restaurants, Freizeiteinrichtungen. Wir beurteilen die Leistung von Sportlern, von Politikern, von Lehrern, von Pfarrern, von Führungskräften. Ist das wirklich richten? Ja - wenn ich Bewertungen lese oder höre, dann ist das richten und das Nutzen meiner Macht, um andere in eine bestimmte Richtung zu lenken oder abzustrafen. Im weiteren Verlauf von Lukas 6 sagt Jesus: „denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.“ (V. 38) und „Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?“ (V. 41). Besonders krass finde ich Bewertungen im Internet. Die Servicekraft war nicht zuvorkommend genug, die Rückantwort war zu langsam, der Handwerker kam eine halbe Stunde zu spät. Wie wohl Internet – Bewertungen aussehen würden, wenn diese vor dem Schreiben durch den Filter „mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird Euch zugemessen“ gehen würden? Oder wie würde die Beurteilung der Freundlichkeit einer Verkäuferin aussehen, wenn ich mir vorher überlegt habe, wo mein Balken ist, also: wie war denn mein Auftreten? Ich glaube Jesus würde ganz viele Bewertungen und Urteile heute als Heuchelei bezeichnen. Laut der Lehre einiger Rabbiner zu der Zeit Jesu hatte Gott zwei Maßstäbe, die er zur Beurteilung von Menschen verwendete. Das eine war ein Maß der Gerechtigkeit und das andere ein Maß der Barmherzigkeit. Mit welchem Maß du auch immer von Gott bemessen werden willst, solltest du dasselbe Maß bei anderen anwenden. Vor dem Satz zum Richten steht in Lukas 6,36 „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Es wäre doch schön, wenn auch wir vor dem beurteilen und bewerten die Barmherzigkeit in den Vordergrund rücken könnten. Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer
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3 months ago
2 minutes 59 seconds

Stufen.aufs.Ohr
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Josef, der Träumer aus dem Alten Testament, beschäftigt mich. Da hat alles so locker leicht angefangen. Er ist der Liebling des Vaters – der lang Ersehnte. Er wird bevorzugt und sonnt sich darin ohne zu merken, wie sich der Neid und die Eifersucht der Geschwister einen Weg bahnt. Und eines Tages platzt es heraus. Die Brüder werfen ihn in einen Brunnen. Eigentlich würden sie ihn am liebsten umbringen. Aber in letzter Sekunde verkaufen sie ihn an eine vorbeiziehende Karawane. Dem Vater sagen sie, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Sogar sein blutiges Kleid präsentieren sie dem Vater. Ein schneller Ausbruch, eine schnelle Entscheidung und das Leben aller Beteiligten wird auf lange Zeit schwer auszuhalten sein. Alle müssen die Folgen der Entscheidung aushalten. Das Opfer und die Täter und alle die dazugehören. Ist es nicht genauso bei uns? Schnell ist eine Entscheidung getroffen. Ich muss gestehen, dass ich selbst immer Mühe habe mit Entscheidungen. Ich quäle mich lange herum, habe Angst genau das Falsche zu entscheiden und dann könnte es die Katastrophe sein. Aber irgendwann muss ich Ja oder Nein sagen. Es ist ein Moment mit oft weitreichenden Konsequenzen. Manchmal wird auch über mich entschieden. Eine gefällte Diagnose, ausgesprochen in einem Moment und ich werde lange Zeiträume damit leben. Oder ich bin einmal unkontrolliert und mache Blödsinn…. Und über lange Zeit muss ich mit den Folgen leben. Bei Josef fällt der Vater Jakob in eine Depression und schottet sich ab.  20 Jahre haben die Brüder keine Chance mit ihm zu reden. Sie müssen mit ihrer Entscheidung allein klarkommen. Josef selbst lebt als Sklave in Ägypten. Wo führt ihn dieser Weg hin? Hat Gott ihn vergessen? Wie kann er das alles aushalten? Jahre als Sklave, dann ein unerwarteter Aufstieg und Abstieg. Er landet im Gefängnis. Zuletzt, nachdem er die Träume des Pharao deuten konnte, ist er fast so mächtig wie Pharao. In der Fremde ist er trotzdem noch. Und seine Geschichte ist noch nicht versöhnt. Unsere Lebensgeschichte führt uns an Punkte, an denen wir lange Zeit nichts mehr verstehen. Am Ende kann Josef zu seinen Brüdern sagen: Ihr gedachtet es böse zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen. Kann ich das glauben, dass Gott seine Hand über mich hält und mich führt? Kann ich glauben, dass er auch dann, wenn ich falsch entschieden habe, aus meinem Fehler sogar das noch Bessere machen kann? Ich wünsche uns, dass wir uns mit allem in Gottes Hand legen können. Ihre Traudel Krause  
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3 months ago
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Ich singe dir mit Herz und Mund - Entdeckungen und Anregungen
Herbstzeit. Erntezeit. Staunen. Empfangen dürfen. Loben, den Schöpfer und Ernährer. Gott. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Trauben, Nüsse dankbar genießen, Menschenskind. Paul Gerhardt, mein evangelischer Lieblingsliederdichter hat ein wunderbares Herbstlied gedichtet. Es erschien in einer Ausgabe seiner vertonten Lieder fünf Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg, 1653. Zig Generationen haben es seither gesungen. Ich habe das Lied abgeschrieben und angemalt. Ich habe entdeckt, dass es ein kunstvolles Werk ist. Ein großartiges Gedicht. Es lohnt sich, es auswendig zu lernen. Jedes Jahr singe und meditiere ich es einen Monat lang. Mein Herbstlied in 18 kurzen, vierzeiligen Strophen. Sein Aufbau ist ebenfalls kunstvoll. Es beginnt und schließt mit einem Selbstbeschluss: „Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr meines Herzens Lust“ Und: „Ich weiß, dass du der Brunn der Gnade und ewge Quelle bist“. So beginnen die beiden ersten Strophen. Und die letzte ein bisschen fromm-frech: „Ei nun, so lass ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig dankbar sein.“ Auf den Selbstbeschluss folgt eine Selbstklärung. Vier Strophen mit neun Fragen. Fragen wollen zum Nachdenken anregen. Sie nehmen nichts für selbstverständlich. Sie verwehren Oberflächlichkeit. „Was sind wir doch? Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt?“ Die Selbstklärung führt in fünf Gebetsstrophen: „Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir“. Das Lied bleibt nicht in einer anonymen Dankbarkeit stecken, auch wenn Dankbarkeit als Lebenshaltung wertvoll ist. Biblisches Denken kommt aus dem Beten und führt ins Beten. Beten umfasst beides: Loben und Klagen. Beten bindet uns an den Schöpfer, Retter und Tröster, den dreieinigen Gott. Beten schließt nichts aus, sowohl das nicht, was uns begeistert, als auch das nicht, was uns bedrückt. Was für eine tröstliche, zärtliche Sprache in diesem gedichteten, gesungenen Gebet: „Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr und Tränlein ist zu klein, du hebst und legst es bei.“ Aus dem Beten folgt das Bekennen. Was ich mit Gott erfahren habe, möchte ich anderen weitersagen. Christenmenschen leben wie alle anderen Zeitgenossen in Ängsten und Sorgen. Aber sie setzen auf einen Widerstandsgeist: „Was kränkst du dich in deinem Sinn und quälst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin / auf den, der dich gemacht.“ Ein paar Entdeckungen aus meinem Lieblingsherbstlied von Paul Gerhardt als Anregung, das ganze Lied zu singen, zu beten, auswendig und inwendig zu lernen. Schalom und liebe Grüße Ihr und Euer Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstette
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3 months ago
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Sommergedanken über die Freude
„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit…“ – ein Lied im Gesangbuch. Ich singe es gar nicht so oft – aber diese Aufforderung oder Ermutigung kommt mir immer wieder in den Sinn! Vielleicht müssen wir uns manchmal aufmachen und hinausgehen, um die Freude zu suchen oder zu finden! Ich brauche öfters einen flotten Spaziergang an der frischen Luft, den freien Himmel über mir, um meine Gedanken zu sortieren. Indem ich mich bewege, kann ich auch meine Gedanken besser hin und her bewegen. Da ordnet sich dann oft etwas in mir und ich sehe wieder klarer! Ich nenne diese Runden „einen Spaziergang mit Jesus machen“! In meinem Unterwegssein kann ich IHM meine Gedanken laut sagen! Ich kann IHN um Rat fragen und oft kommt ein Impuls zurück, den ich dann aufnehmen kann – das hilft mir weiter! Meistens fallen mir dann auch Dinge oder Situationen ein, für die ich dankbar bin, die mein Leben reich machen. Unterwegs in Gottes Schöpfung werde ich dankbar für den Geber aller guten Dinge und aus dieser Dankbarkeit heraus spüre ich, wie die Freude in mein Herz einzieht! Weißt du eigentlich, dass Gott Freude empfindet… und wie sehr ER sich über DICH freut??? In Jesaja 62 steht: „Wie ein Bräutigam sich freut über seine Braut, so freut sich dein Gott über dich!“ Ist das nicht überwältigend?   Die Freude des Bräutigams ist eine tiefe Freude über den Menschen an seiner Seite, mit dem er das Leben teilen möchte. Das ist Freude über die gemeinsame Zeit, die Beziehung, den Gedankenaustausch, einander teilhaben lassen, Pläne schmieden, gemeinsam durch’s Leben gehen – die Welt mit den Augen des anderen sehen.... Wenn ich mir das vorstelle, dass Gott sich so über mich freut wie ein Bräutigam über seine Braut… das berührt mich sehr!! ER streckt sich aus nach mir! Gott möchte das Leben mit mir teilen – was für ein Glück – was für eine Freude! Ich darf seine Freude an mir aufnehmen und genießen – gerade auch dann, wenn es mir nicht so sehr zum Freuen zumute ist!! Und ich kann für andere Menschen bitten, die gerade in schwierigen Lebensumständen stehen: „Herr, gieß du deine Freude in sie hinein, dass sie spüren, dass DU da bist und dass sie neu erleben dürfen, wie sehr DU dich über sie freust!“ So bete ich, dass die Freude Gottes uns wieder neu berührt! Sei gesegnet & behütet! Herzliche Sommergrüße von Ute Wolf
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4 months ago
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Sommerzeit ganz anders
August, viele sind noch unterwegs. Die Stadt ist leer, das Telefon klingelt selten, der Terminkalender muss nicht ständig abgeglichen werden. Manche, die ich gerne sehen würde, sind weg. Stille – Gefühle des Alleinseins, gar Einsamkeitsgefühlekommen auf?!? Wohin mit der Zeit? Vor den Ferien habe ich äußerliche und seelische Turbulenzen erlebt. Schließung unserer Kirche, Fusion, Auflösen der Gemeinde. Und immer wieder gab es Missverständnisse, mangelhafte Kommunikation, Ohnmachtsgefühle. Da sind noch Dinge, die im großen und kleinen Kreis angesprochen werden müssen. Meine Ungeduld sagt mir: lieber heute als morgen. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe  und der Besonnenheit. (nach 2. Tim.) Daran werde ich immer wieder erinnert. So war es möglich einander in anderen Zusammenhängen zu begegnen. Friedvoll, aber noch nicht geklärtund befriedet. Das war sogar körperlich spürbar, als wir in dieser Zeit ein großes fröhliches Tauffest am Neckar feiern konnten. 23 Täuflinge aus unterschiedlichen Gemeinden. Die Weite unter dem geöffneten Himmel tat gut. Dennoch: Ich hätte nie gedacht, dass die Veränderungen und Auseinandersetzungen so viel in Bewegungbrachten. Dazu brauchte es wohl genau diese Sommerzeit! Der Abschiedsschmerz erinnerte an andere durchlebte Trauerprozesse mit allen seinen Phasen. Das Schwierigste für mich war ein uraltes Gefühl schon aus der Kindheit: nicht gehört, nicht gefragt, nicht verstanden zu sein. Und ich sollte wohl diese Gefühle nochmal spüren, anders, vielleicht noch tiefer. Früher waren meine Reaktionen darauf: Rückzug, Resignation. Und heute merke ich: ich will dafür eintreten, für die Menschen, für meine Wahrheit, Klären im Hören auf den rechten Moment. Auf einmal ist es in mir und um mich herum gar nicht mehr so still und einsam. Ich bin dankbar für all die Erkenntnisse, für Gottes Zeitplan, seine Herzensgüte. Dankbar für den Vater im Himmel, der uns ALLE trägt, der uns so sieht wie wir sind, als wenn Er fragenwürde: wie geht es DIR? Was willst DU, dass ich DIR tun soll? Mit dieser anderen Blickrichtung erkenne ich: Schon in dem ganzen Prozess gab es liebevolle, vertraute, auch neue Begegnungen, Bücher und Lieder, die mich mit Hoffnung und Zuversicht erfüllten.  Wie ist eure Sommerzeit? Vielleicht auch anders? Ich wünsche Euch liebevolle Entdeckungen und Stärkung an Leib und Seele! Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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4 months ago
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Lass die Sonne rein?
Ich sitze in meinem Büro, der Himmel grau behangen, draußen regnet es. Es ist Ende Juli und fühlt sich an wie Herbst. Mittendrin sind wir in der Sommerzeit und das Lied der Fanta4 taucht in meinem Kopf auf: Sommer, Sonne, Sonnenschein, zieh ich mir furchtbar gerne rein, gerne rein, gerne rein…   Oh ja, wie gern würde ich mir Sommer, Sonne und Sonnenschein jetzt reinziehen… und ich habe auch noch Hoffnung, etwas Wärme und Sonne in den nächsten Wochen abzubekommen. „Lass die Sonne rein", singen die Fantas weiter: "Die Sonne rein?" fragst du und bist ziemlich aufgebracht Du kannst mich nicht versteh‘n, denn sie hat mit dir Schluss gemacht Dein Wagen in der Werkstatt, der Urlaub in den Binsen Dein Boss hat es satt, auf der Bank zahlst du Zinsen…“ Keine Sonne…   Ja – unsere Tage sind nicht immer sonnig und manchmal erleben wir sehr lange wolkenbehangene, regnerische Zeiten. Es scheint immer trüber zu werden und die Sonne scheint verloren gegangen zu sein? Wo ist sie denn? Dann können oder wollen wir die Aufforderungen von anderen: „Lass die Sonne rein!“ gar nicht hören.   Und wie geht das überhaupt, „die Sonne reinlassen“? Laut den Fantas sollen wir einfach „Schnippndibipnbadip sipndipndip“ sagen… Wenn es doch so einfach wäre…   Was mache ich, wenn alles trüb und regnerisch in mir oder um mich herum ist? Ich halte aus und warte. Harre darauf, dass mich Gott findet. Denn das hat er uns wissen lassen mit der Geschichte vom Verlorenen Schaf: Der gute Hirte geht und sucht das Verlorene BIS ER ES FINDET. So wichtig sind wir ihm. So wichtig bist du ihm! Gott hört nicht auf, uns zu suchen. Die Sonne strahlt und strahlt, und tut alles, damit ihre Strahlen zu uns durchbrechen und uns erreichen… Und ich kann bezeugen – das habe ich immer wieder erlebt: Gott findet mich.   Und während ich harre und warte, bade ich mich manchmal in Liedern. Eins davon ist von Frieder Gutscher: Atem holen – das könnt ihr auf den streaming-Diensten hören. Das schalte ich ganz laut an – so dass es mich umhüllt und dann singe ich mit, den Namen Jesu – immer wieder – atme ihn ein und lass ihn in mir Raum einnehmen. Vielleicht hast du auch so ein Lied, dass dich Gottes Gegenwart gewiss(er) werden lässt..   Ich mache euch und mir Mut – zu harren, zu warten, euch hinzuhalten – ob die Sonne gerade umfassend scheint, mancher Strahl die Wolken durchbricht oder ihr gerade mit verdunkeltem Himmel da seid, denn Jesus hat zu Zachäus, der Menschenmenge und auch zu uns gesagt: Der Menschensohn ist gekommen zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Wie gut, dass wir auf IHN unsere Hoffnung setzen können! Einen gesegneten Sommer wünscht Damaris Friedrich   Lied ist auf Youtube zu hören… und macht gute Laune!
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5 months ago
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Gedanken des Friedens
Kennst du auch so unruhige, aufgewühlte Gedanken in dir? …da ist Vieles, was erledigt werden sollte – was denn jetzt zuerst…? und wie kann ich es angehen? Ich mache mir Gedanken über eine Freundin, von der ich schon eine Weile nichts mehr gehört habe – ob wohl alles ok ist? Ich denke an die Nachbarin, deren Mann vor kurzem plötzlich verstorben ist! Meine Kinder bewegen mich… sie gehen ihre eigenen, selbstständigen Wege – in meinen Gedanken und Gebeten begleite ich sie und manchmal fällt mir das Loslassen schwer! Ich höre die Nachrichten aus aller Welt – so viel Ungerechtigkeit und Krieg! Wie kann das nur weitergehen, wenn scheinbar Geld und Macht regieren??? All das beschäftigt mich! Das Gedankenkarussell dreht sich im Kopf, beschert mir manchmal unruhige Nächte und ganz plötzlich ist dann auf einmal auch der innere Friede in mir weg! Wie sehr wünsche ich mir FRIEDEN – in der großen und auch in meiner kleinen Welt: in meinem Herzen, in meinen Gedanken!!  Auf einmal werde ich an einen meiner Lieblingsverse erinnert – er steht in Jeremia 29 Vers 11: „Ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, um euch Zukunft und Hoffnung zu geben!“ Gott hat Gedanken des FRIEDENS über mich! Wie unruhig könnte ER über mich sein, wenn ich mich immer wieder um mich selbst drehe, meine vielen Gedanken nicht ganz an IHN abgeben kann und manchmal so unruhig bin, dass ich seine Stimme nicht gut höre… Aber: ER hat Gedanken des FRIEDENS über mich!!! Das tut mir gut! Gott hat noch MEHR für mich! Zukunft und Hoffnung will ER mir schenken!! Es wird ein „weiter“ geben – auch da, wo ich noch nicht sehe, wie es weitergehen kann! HOFFNUNG ist SEINE Zukunft - für mich - für dich - für diese Welt! Gottes Frieden möchte ich mir immer wieder neu zusprechen lassen – in mein Herz hineinlassen – bewusst damit leben und darüber auch innerlich zur Ruhe kommen! Ich will mir immer wieder neu Seine Hoffnungsgedanken über mich und über diese Welt in mein Bewusstsein aufnehmen. Das befreit, das ermutigt mich! Ich wünsche dir sehr, dass du Gottes Hoffnungsgedanken auch in deinem Alltag spüren kannst und dass Sein FRIEDE dich tröstet und erfüllt!   Herzliche Grüße von Ute Wolf
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5 months ago
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Um den Segen können wir bitten
Ich merke auf. In einem Gespräch zur Vorbereitung eines Gottesdienstes sagt er einen sehr weisen Satz: „Es gibt beim Thema Lebensgeschichte drei Bereiche: Die Gene, die Umstände und den Segen. Die beiden Ersten stehen mehr oder weniger fest. Das Dritte können wir uns nicht selbst geben.“ Soweit das Zitat. Zuerst einmal die Gene. Vieles bringe ich mit. Es ist mir in die Wiege gelegt. Meine Haarfarbe, meine Größe, mein Temperament, meine Konstitution d.h. meine Gesundheit oder Anfälligkeit, meine Talente. Das ist mein Grundvermögen, meine Anlagen und meine Begabungen. Das zweite sind die Umstände in die ich hineingeboren wurde. Die Zeit z.B.: 20. Jahrhundert, ich bin in Europa geboren, nicht in Afrika. Im Frieden, nicht im Krieg. Die Familie in die ich hineingeboren wurde, war sie komplett oder hatte ich die Aufgabe, einen Elternteil zu ersetzen? War die Familie in der ich groß geworden bin arm oder reich? Waren die Eltern Akademiker oder war der Haushalt ein Arbeiter- oder Geschäftshaushalt? Es gibt so viele Faktoren, die mich prägten. Die Geschwisterreihe spielt eine Rolle. War ich ein Einzelkind oder der oder die Jüngste oder der oder die Älteste oder war ich in der Mitte? War ich diejenige, die für die Geschwister verantwortlich war? Welche Schule konnte ich besuchen? Gab es einen Lehrer, der mich gefördert hat und dem ich viel zu verdanken habe? Oder war die Schulzeit eher schwierig? Alle Faktoren können sich auf mich positiv oder schwierig auswirken. Bei manchem merken wir erst viel später, dass aus dem zuerst Schwierigen eine besondere Begabung gewachsen ist. Jetzt zum Dritten, zum Segen. Wir können uns den Segen selbst nicht geben. Mit noch so viel Tüchtigkeit kann ich mir den Segen nicht verdienen. Er ist immer Gnade, d.h. Geschenk. Aber wir können immer darum bitten. Und Gott will gern segnen. In der Schöpfungsgeschichte heißt es: „Und Gott segnete sie“. Und immer wieder hat Gott diesen Segen bekräftigt und erneuert. Wie oft hat er ihn bei mir schon bekräftigt und erneuert? Segen ist die Kraft, die die genetische Veranlagung und die Verhältnisse verändern kann. Waltraud Mäschle sagte, dass Segen aus dem Minus ein Plus machen kann. Besser kann man es nicht sagen. Um den Segen können wir bitten. Ich will es mit dem Hebräischen Wort für Segen sagen. „Barakh“ das heißt: ich knie nieder, um wie ein Lasttier Proviant für meine Lebensreise aufgeladen zu bekommen. Dreieiniger Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere Lebensreise. Ihre Traudel Krause
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5 months ago
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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebenden