Rund 50 Prozent der Erwachsenen dürften Schwierigkeiten haben, Behörden-Texte zu verstehen. Allein in der Steiermark soll es 100.000 funktionale Analphabeten geben. Grund genug , um mit der Grazer Unternehmerin Walburga Fröhlich zu sprechen. Sie betreibt neben dem Social Business „Atempo“ auch die Firma "Capito", das sich für barrierefreie Sprache einsetzt. Ihre Motivation? „Wenn man nicht versteht, kann man nicht lernen, nicht arbeiten und auch nicht an der Gesellschaft teilhaben. Ich war unzufrieden, wie man mit Menschen mit Lernschwierigkeiten umgeht, also haben mein Geschäftspartner Klaus Candussi und ich im Jahr 2000 gegründet.“ Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert. So bietet man unter anderem jungen Menschen mit Behinderung zusätzliche Bildungsangebote, um sie fit für den Arbeitsmarkt zu machen, und beschäftigt sie auch im Unternehmen. Und dann gibt es da noch das von Fröhlich und Candussi entwickelte KI-basierte Werkzeug namens „Capito AI“, mit der schwierige Texte vereinfacht werden können. Richtig formulierte Prompts, wie bei anderen generativen KI-Systemen, braucht es bei Capito nicht. Wie die Software funktioniert, warum immer mehr Menschen Schwierigkeiten beim Lesen haben und warum Barrierefreiheit allen Unternehmen etwas bringt, erzählt Fröhlich im Podcast der Steirischen Wirtschaft. Im WKO-Tipp erklärt Tamara Charkow vom Rechtsservice, wo man Hilfe findet, wenn man Fragen zum Barrierefreiheitsgesetz hat.
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