Basierend auf dem Beitrag von Jochen Ditsche, Edeltraud Leibrock, Andreas Ruppen und David Born: Der Beitrag beleuchtet fünf prägende digitale Trends der vergangenen zehn Jahre und erläutert Hintergründe wie auch Ursachen für deren Scheitern oder langfristigen Erfolg. Dabei kommt dem „Faktor Mensch“ weit größere Bedeutung zu als den technologischen Neuerungen selbst. So führen unklare oder fehlende strategische Ziele, schlechte Steuerung und das Verharren in traditionellem Denken und Handeln immer wieder dazu, dass Transformationsprojekte nicht die angestrebten Ziele erreichen. Auch fehlende Anpassungen in der Organisation und Defizite in der Führung spielen eine zentrale Rolle. Unternehmen sollten diese Erkenntnisse nutzen, wenn es darum geht, mithilfe generativer künstlicher Intelligenz neue Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile zu erschließen.
Basierend auf dem Beitrag von Johannes Ellenberg und Karin Pfisterer: Viele Unternehmen und Branchen stehen vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle an die sich ändernden Anforderungen der digitalen Welt anzupassen oder sogar von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Digitale Technologien rücken dabei völlig zu Recht immer mehr in den Mittelpunkt. Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz scheint der Mensch zunehmend an den Rand gedrängt und aus dem Fokus verloren zu werden. Doch das muss so nicht sein. Zukunftsfähige digitale Unternehmen und Geschäftsmodelle können von Beginn an mit dem Menschen im Mittelpunkt gedacht, entwickelt und geführt werden.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Stefan Detscher: Unternehmen stehen durch digitale Disruption und die KI-Revolution vor immensen Herausforderungen in der Transformation ihrer Organisationen, um im Zuge desdigitalen Darwinismus in der sogenannten VUKA- bzw. BANI-Welt zu überleben. Das Dreieck aus agiler Zielsteuerung, agiler Führung und agiler Personalentwicklunghat ein synergetisch-exponentielles Zusammenwirken hinsichtlich der Veränderungsgeschwindigkeit und Umsetzungskonsequenz zur Folge. Dazu werden indiesem Beitrag insbesondere die Ansätze Objectives & Key Results (OKR) zur Unternehmenssteuerung, Multiplier als Leadership-Ansatz und Top Grading für Personalmanagement vorgestellt und kritisch analysiert.
Basierend auf dem Beitrag von Alexander Thalmann, Mara Milena Suter, Lukas Bosch und Jan Neuenschwander: Mit der Innovationsmethode Design Thinking (DT) werden unter Einbezug menschlicher Kernkompetenzen – wie Empathie oder Kreativität – Innovations- und Veränderungsprozesse gestaltet. Das Aufkommen und die Popularisierung diverser Ansätze künstlicher Intelligenz (KI) stellen die Frage, wie sich DT und KI integrieren lassen. Da der DT-Prozess diverse divergente und konvergente Methoden miteinander verknüpft, welche abstrakt betrachtet weite Teile der Wissensarbeit verkörpern, kann er als Labor für die Erprobung von KI genutzt werden. Dieses Kapitel beinhaltet einen Praxisbericht eines MBA-Kurses der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen und untersucht, unter welchen Bedingungen optimale Synergien zwischen KI und menschlichen Kompetenzen im DT-Prozess entstehen.
Basierend auf dem Beitrag von Dr. Martin Allmendinger und Patrik Walter: Das Legal Ai Network ist ein aus eigener Kraft gewachsenes, strategisches Innovationsnetzwerk für den Mittelstand, das Wirtschaftskanzleien und Unternehmen vernetzt, um gemeinsam mandantenzentrierte Lösungen zu entwickeln. Es fördert die Zusammenarbeit von Rechts- und Technologieexperten und ermöglicht die Weiterentwicklung innovativer Rechtsprodukte. Durch praxisorientierte Formate wie Hackathons und Austauschprogramme stärkt das Netzwerk den interdisziplinären Wissensaustausch. Der Orchestrator OMM Solutions gestaltet die strategische Ausrichtung und Koordination. So trägt das Legal Ai Network zur digitalen Transformation im Rechtsmarkt bei.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Barbara Kleine-Kalmer: Der E-Commerce-Markt für Lebensmittel bringt spezifische Anforderungen mit sich: die Sicherstellung von Frische und Qualität, die Bewältigung komplexer logistischer Anforderungen und die Erfüllung hoher Erwartungen der Kund:innen. Dieser Beitrag untersucht die Besonderheiten des Lebensmittel-E-Commerce und beleuchtet die zentralen Herausforderungen sowie entscheidende Erfolgsfaktoren. Im Mittelpunkt steht das Omnichannel-Konzept als Schlüsselstrategie. Am Beispiel der Marke Reishunger wird die gezielte Umsetzung des Konzepts veranschaulicht.
Basierend auf dem Beitrag von Luise Schwing: Die Automobilbranche durchläuft aufgrund des digitalen Wandels einen tiefgreifenden Umbruch. Ein verändertes Käuferverhalten, die Digitalisierung und hohe Vertriebskosten erfordern innovative, personalisierte und flexible Ansätze, um den klassischen Vertrieb zu ergänzen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das „Metaverse“ gilt als zukunftsweisendes Netzwerk mit hohem Wachstumspotenzial, trotz bestehender Herausforderungen. Im folgenden Beitrag wird analysiert, wie eine innovative Customer Journey ein digitales Vertriebskonzept im „Metaverse“ ermöglicht. Basierend auf theoretischen Grundlagen, Trendrecherche und Experteninterviews werden neue Potenziale für den Automobilvertrieb aufgezeigt.
Basierend auf dem Beitrag von Philipp Roth: Die stetige Entwicklung von Echtzeit-3D-Technologien wie WebGL, Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) verändert das Web grundlegend. Diese Technologien erlauben es, immersive und interaktive Erlebnisse direkt im Browser zu schaffen, die Nutzer stärker in das digitale Geschehen einbinden. Nachfolgend werden Einsatzmöglichkeiten von Echtzeit-3D-Technologien im Web dargestellt, deren Einfluss auf die Erstellung von immersiven Erlebnisräumen und die innovative Produktdarstellung beleuchtet und aufgezeigt, wie diese Technologien in der Praxis angewendet werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Nutzung von Virtual Twins zur Erstellung von 3D-Daten auf Basis von Konstruktionsdaten sowie KI-gestützten Modellgenerierungsprozessen. Darüber hinaus werden die technischen Herausforderungen und zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich analysiert.
Basierend auf dem Beitrag von Melanie Stütz: Was bedeutet Transformation heute? Nachhaltigkeit und Wachstum – passt das zusammen? Kann künstliche Intelligenz (KI) helfen, in neuen „Mustern“ für Geschäftsmodelle zu denken? Diese undweitere Fragen zum Digital Business Management werden in diesem Beitrag beleuchtet.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Burkhard Hoppenstedt und Alexander Hafner: Künstliche Intelligenz revolutioniert das Wissensmanagement, indem sie Transparenz und Effizienz im Umgang mit Unternehmensdaten steigert. Dieser Beitrag beginnt mit einer Erläuterung der Grundlagen von Wissenssystemen und den Phasen des Wissensmanagements. Anschließend wird eine Auswahl von KI-Methoden vorgestellt, gefolgt von der Beschreibung eines Fallbeispiels zur Implementierung einesentsprechenden Systems.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Michael Hepp und Carmen Schöllhorn: The primary purpose of this paper is to examine if the implementation of process mining significantly impacts a company’s competitive advantage based on the purposes and areas along the value chain in which it is applied. Therefore, an exploratory case study was conducted based on ten in-depth expert interviews containing representatives of various industries. The study highlights that process mining is recognized as an innovative and supportive approach to enhance process transparency facilitating the ease of identifying improvement areas along a company’s value chain on a holistic end-to-end perspective. Thus, businesses use process mining to yield the creation of monetary and non-monetary values by deploying an iterative cycle of continuous improvement. Hence, value potentials are realized by transforming actionable insights obtained into suitable actions serving as enablement for value capture. Despite that, process mining impacts organizations on different levels, whereas such impacts potentially affect a company’s competitive advantage through several paths. Implications for research and managerial practice focus on leveraging process mining for sustained value creation.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Dirk Funck und Dr. Maximilian Perez Mengual: Dieser Beitrag untersucht die Wirkungsmechanismen, Gestaltungsbereiche, Potenziale und Herausforderungen von konversationalen Agenten im stationären Handel anhand eines systematischen Literaturreviews sowie der Fallstudie des „Plantfinder-Chatbots“. Während konversationale Agenten im stationären Handel die Effizienz im Verkauf steigern und personalisierte Beratung ermöglichen, stellen Nutzenerwartung, Datenschutz und Interaktionsqualität zentrale Herausforderungen dar. Wesentliche Einflüsse resultieren aus der Art der Technologienutzung, den Eigenschaften der Nutzenden sowie der Menschenähnlichkeit des Agenten. Aus Handelssicht besonders bedeutsam ist die Interaktion an der Schnittstelle Agent, Mitarbeitende und Kund:innen.
Basierend auf dem Beitrag von Henning Schürig: Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) verändert sich die Informationssuche grundlegend. Suchmaschinen verstehen Anfragen zunehmend kontextbasiert, während KI-Assistenten wie Chatbots dialogorientierte Sucherlebnisse schaffen. Gleichzeitig liefern Systeme immer häufiger direkte Antworten (Zero-Click), ohne dass Websites besucht werden. Für Unternehmen bedeutet dieser Wandel der Suche neue Herausforderungen im digitalen Gefundenwerden: Klassische Search Engine Optimization (SEO) muss um Answer Engine Optimization (AEO) ergänzt werden, damit man in KI-generierten Ergebnissen sichtbar bleibt. Der Beitrag zeigt, wie sich die Suche im KI-Zeitalter verändert und wie Unternehmen ihre Inhalte gezielt an die neue Suchära anpassen können. Ein Ausblick beleuchtet, wie sich die Rolle von Google möglicherweise ändert.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Malte Ackermann und Pius Hölldampf: Die vorliegende Untersuchung basierend auf zwölf Experteninterviews im Automobil-Influencer Segment offenbart ein komplexes Spannungsfeld zwischen Authentizität und Monetarisierung. Die befragten Influencer verstehen sich als Experten mit hoher Verantwortung gegenüber ihrer Community. Anders als in klassischen Influencer-Bereichen funktionieren übliche Geschäftsmodelle wie Affiliate-Marketing nicht. Stattdessen dominieren unbezahlte Kooperationen mit Herstellern, was die Glaubwürdigkeit stärkt, aber Vergütung erschwert. Die Analyse zeigt die wachsende Bedeutung dieser Influencer als Informationsquelle für Kaufentscheidungen und zeigt die heterogenen und unausgereiften Strategien der OEMs (Original Equipment Manufacturer – Automobilhersteller) in Zusammenarbeit mit diesen.
Basierend auf dem Beitrag von Celine Schuhmacher: Der Strukturwandel in der Automobilindustrie und die damit einhergehende Reduzierung des Teileportfolios führen zu einem noch intensiveren Wettbewerb unter den Automobilzulieferern sowie zu einer Fokussierung auf wenige ausgewählte Lieferanten. Die Kunden erwarten ein proaktiveres, schnelleres und noch kundennäheres Kommunikationsverhalten. Bei der Auftragsvergabe werden zunehmend weiche Faktoren wie Kommunikation, Kundenzufriedenheit und Kundenbeziehungen berücksichtigt. Um Kundenbeziehungen zu stärken, können neuropsychologische Ansätze in den gesamten Kundenbeziehungslebenszyklus integriert werden, denn auch in der technischen Welt der Automobilindustrie spielen Emotionen und der Faktor Mensch eine bedeutende Rolle.
Basierend auf dem Beitrag von Dr. Michael Schleusener: Dynamisches und personalisiertes Pricing wird in der Wissenschaft mit einer Vielzahl von Modellen untersucht. Doch der Transfer in die Praxis gelingt nur bedingt, da auf Seiten der Anwender Unsicherheiten über die für sie richtigen Ansätze überwiegen und ganz unterschiedliche Anforderungen aus unterschiedlichen Marktsituationen heraus an die Umsetzung bestehen. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Ansätze der meistdiskutierten Algorithmen dargestellt, sodass sich ein besseres Verständnis für die Einsatzanforderungen für dynamisches und personalisiertes Pricing ergibt und Umsetzungsvorschläge fundiert eingeschätzt werden können.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Sebastian Wolf: Wie wirkt sich die Digitalisierung auf das Denken im Marketing aus und welche Konsequenzen hat dies für die Werbeeffektivität? Die interdisziplinäre Auswertung von Literatur in diesem Beitrag nimmt Bezug auf die Kommunikationstheorien von Paul Watzlawick, die neuropsychologischen Erkenntnisse von Daniel Kahneman, Gerd Gigerenzer und Iain McGilchrist sowie deren Anwendung aufs Marketing durch Orlando Wood. Außerdem bezieht sie sich auf die Metastudien zur Marketingeffektivität von Les Binet und Peter Field. So wird aufgezeigt, wie analoge Denkweisen nachhaltigen Marketingerfolg fördern können. Der Beitrag argumentiert, dass eine Rückbesinnung auf diese Art des Denkens – quasi durch eine Analogisierung des Marketings – die Effektivität von Marketingstrategien verbessern kann.
Basierend auf dem Beitrag von Dr. Theresa Fritz und Uwe Fritz: Industrien entwickeln sich zeitdynamisch. Lange Perioden der Stabilität können durch verschiedene Auslöser wie die Digitalisierung, neue Wettbewerber oder auch politische Vorgaben durchbrochen werden und einen Veränderungsprozess auslösen. In der Folge müssen sich Unternehmen mit disruptiven Technologien, neuen regulatorischen Rahmenbedingungen und einem intensiveren Wettbewerb auseinandersetzen. Um diesen Herausforderungen schneller und flexibler begegnen zu können, bieten sich agile Organisationseinheiten an. Am Beispiel der deutschen Energiewirtschaft – als Muster für einen dynamischen und sich stark verändernden Markt – werden im Rahmen des Diskussionsbeitrags die Potenziale und Herausforderungen der agilen Organisationstransformation dargestellt sowie praxisnah erläutert und diskutiert.
Basierend auf dem Beitrag von Philipp Roth: Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor immense Herausforderungen, insbesondere bei der Einführung neuer Technologien. Widerstände gegen den Wandel gehören zuden größten Hindernissen und sind oft tief in organisatorischen, kulturellen und individuellen Strukturen verankert. Dieses Kapitel beleuchtet die fünf häufigsten Widerstandsformen: Widerstand durch Projektionen, nutzenbezogene Widerstände, verhaltensbedingte Widerstände, kulturelle Widerstände und strukturelle Widerstände. Es bietet praxisnahe Einblicke und zeigt anhand von realen Kundenprojekten, wie diese Widerstände erkannt und überwunden werden können. Durch gezielte Strategien wie frühzeitige Einbindung, Storytelling oder die Schaffung von Freiheitsgraden konnten Unternehmen nachhaltig in diedigitale Zukunft geführt werden.
Basierend auf dem Beitrag von Prof. Dr. Stefan Remhof: Der Begriff „Global Leadership“ beschreibt die Fähigkeit von Führungskräften, in einem globalen Kontext effektiv zu agieren. In einer zunehmend globalisierten und dynamischen Welt sind globale Kompetenzen essenziell, um Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Neben traditionellen Führungsqualitäten erfordert Global Leadership interkulturelle Sensibilität, strategisches Denken und ein Global Mindset, das intellektuelle, psychologische und soziale Fähigkeiten vereint. Transformationale Führung, Nachhaltigkeit und technologische Innovation ergänzen diese Kompetenzen und ermöglichen es Führungspersönlichkeiten, langfristige Visionen zu entwickeln, Veränderungen zu inspirieren und ethische sowie zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen. Die Verbindung von Global Leadership mit nachhaltiger und agiler Führung stärkt Organisationen, um globale Herausforderungen zu meistern und Chancen aktiv zu nutzen.